Libyen: Bewaffnete stürmen Flughafen in Tripolis

Angehörige einer Miliz haben den Airport von Tripolis eingenommen. Sie vermuten, dass ihr Anführer dort festgehalten wird. Der Flugverkehr wurde eingestellt.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...836940,00.html
  1. #10

    Zitat von slyer Beitrag anzeigen
    Damals war doch alles so schlimm und die Menschen haben so gelitten. Wieso nur ist so ein Gesetz gemacht worden??? ;-)
    Wie gut, dass unsere Neonazis so nette Kerle sind. War da nicht was mit Dönermorden? Ach so, das war die NATO um abzulenken, na klar.
  2. #11

    Seine grüne "Gaddafi Bibel"

    Zitat von slyer Beitrag anzeigen
    Ein Gesetz gegen die "Glorifizierung der politischen Ideen des früheren Machthabers Gaddafi"? Aber wer sollte den denn glorifizieren wollen? Damals war doch alles so schlimm und die Menschen haben so gelitten. Wieso nur ist so ein Gesetz gemacht worden??? ;-)
    war schliesslich Jahrzehntelang Pflichtschulfach. Da bleibt schon etwas hängen. War bei uns auch nicht anders.
    Trotzdem ist das Gesetz und auch die Amnestie kein gutes Zeichen.
  3. #12

    Sie müssen...

    Zitat von skell100 Beitrag anzeigen
    Verstehe ich nicht. Ich habe lange nichts aus Libyen gehört und denke, das dort höchstdemokratische Verhältnisse herrschen, wie seinerzeit von der demokratischen Opposition angekündigt wurde.

    Panzer und Milizen nun auf dem Flughafen von Tripolis ? - das bringt mich etwas durcheinander.
    ...das verstehen.
    Nach 40 Jahren Gadaffi-Barbarei war diese Land so heruntergekommen, dass man einfach eine gewisse Zeit braucht bis sich wieder Strukturen bilden.
    So erzählen es mir zumindest stets die Bomben-Freaks aus der Nato-Fraktion.
    Wird wohl noch ein Weilchen dauern, bis man dort schön und billig Urlaub machen kann.
  4. #13

    Das sehe ich ziemlich genauso.

    Zitat von gievlos Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, was hier einige erwarten. In Libyen ist ein totalitäres System zusammengebrochen. Die Bevölkerung ist bis an die Zähne bewaffnet und es gibt noch viel böses Blut. Außerdem möchte natürlich jeder was vom Erdöl.Kuchen abhaben. Klar gibt es da jetzt Unruhen, aber das sah in Deutschland nach dem ersten Weltkrieg auch nicht anders aus. Und wie lange man hierzulande gebraucht hat, um wirklich zur Ruhe zu kommen, das ist doch hinlänglich bekannt. Die Libyer werde noch ein paar Jahre beschäftigt sein

    Die Verkaufserlöse aus dem Öl sind ganz gut beim NOC aufgehoben.
    Die Arbeitsplätze hätten die Leute aber gerne aus der Region besetzt. Die ölreichen Regionen hätten gerne, dass der Staat mehr Geld in Ihren Regionen ausgibt, wo das Geld für Libyen verdient wird und nicht alles wie früher in Tripolis und Sirte verschwindet oder für irgendwelche Lufschlösser ausgegeben wird.
    Schlechte Nachrichten wie ein besetzter Flughafen kommen gleich vorne in die Zeitung, auch ohne Todesfälle. Gute Nachrichten wie friedliche Kommunalwahlen in den letzten Monaten schaffen es nicht mal auf die letzte.
  5. #14

    Knallerei gabs wohl gar nicht.

    Zitat von bicyclerepairmen Beitrag anzeigen
    Zapperlot - Nachrichten aus Libyen, das ist ja wie Bohnenkaffee im Winter anno 1947.

    Aber halt, keine Demokratisierungsdoku nach der Gewaltherrschaft, null Anklagenews gegen Fingerlose Diktorensprösslinge, Meldungen zu Gaddafimillionen, Vergabe der Ölförderlizensen etc etc.

    Nee, dafür eine gepflegte Knallerei von Milizen die ja schooon lange entwaffnet werden sollten....
    Die Tarhounis haben die Flughafensicherheit mit ihrer Masse einfach weggeschoben.
    Ölförderlizenzen wurden bisher nicht vergeben, die alten Verträge gelten weiter.
    Leider gab es keinerlei Berichte im SPON über die Kommunalwahlen in Teilen Libyens während der letzten Wochen. Gab halt keine Toten oder Demonstrationen. Schon Schade.
  6. #15

    Urlaub kann man jetzt schon machen.

    Zitat von HolyGhost Beitrag anzeigen
    ...das verstehen.
    Nach 40 Jahren Gadaffi-Barbarei war diese Land so heruntergekommen, dass man einfach eine gewisse Zeit braucht bis sich wieder Strukturen bilden.
    So erzählen es mir zumindest stets die Bomben-Freaks aus der Nato-Fraktion.
    Wird wohl noch ein Weilchen dauern, bis man dort schön und billig Urlaub machen kann.
    Wenn das Morgenmagazin eine Reisedokumentation im nachrevolutionären Libyen ausstrahlen kann, mit Interviews aus den Nafusa Bergen, Tripoli, Tobruk, Benghazi und Leptis Magna, dann kann jeder dorthin. Geführte Reisegruppen würde ich vorziehen, bin sowieso im Lande und fahre ca 2000Km im Monat, meistens alleine.
    Das ist ernst gemeint, wer hier Ironie findet ist selber schuld.
  7. #16

    Zitat von willibaldus Beitrag anzeigen
    Die Tarhounis haben die Flughafensicherheit mit ihrer Masse einfach weggeschoben.
    Ölförderlizenzen wurden bisher nicht vergeben, die alten Verträge gelten weiter.
    Leider gab es keinerlei Berichte im SPON über die Kommunalwahlen in Teilen Libyens während der letzten Wochen. Gab halt keine Toten oder Demonstrationen. Schon Schade.

    Es ist schon recht komisch wieso Journalisten uns nicht darüber informieren wie nun die Lizenzen für die Öl Lieferungen vergeben werden.
    Im Endeffekt könnte der Osten Libyens, der sich für unabhängig erklärt hat, die alten Verträge für ungültig erklären und neue Verträge mit dem Westen abschließen. Daher hat der Westen auf die Ankündigung der Abspaltung Libyens sehr gelassen reagiert. Im Falle Malis wurde direkt mit Sanktionen gedroht. Diese Doppelmoral sollte doch jeder durchschauen?
  8. #17

    So kann man es natürlich auch nennen ...

    Zitat von willibaldus Beitrag anzeigen
    Seine grüne "Gaddafi Bibel" war schliesslich Jahrzehntelang Pflichtschulfach. Da bleibt schon etwas hängen. ...
    Ich dachte eigentlich eher an die alte Faustregel für Historiker: "An Verboten lässt sich für gewöhnlich ablesen, was die Leute zu dieser Zeit getrieben haben."

    Und was durfte man sich hier vor einem Jahr anhören, wenn man nur andeutete, dass vielleicht nicht "alle Libyer", vielleicht nicht "das ganze Volk" sehnsüchtigst auf den Sturz Ghaddafis durch die "sympathischen Turnschuh-Rebellen" wartet, sondern das Land tief gespalten ist.
  9. #18

    Döner?

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Wie gut, dass unsere Neonazis so nette Kerle sind. War da nicht was mit Dönermorden? Ach so, das war die NATO um abzulenken, na klar.
    Ich weiß jetzt zwar nicht so genau, was die NSU-Morde mit Libyen zu tun haben sollen, aber wenn Sie schon die Militär- und Sicherheitsapparate von Nato-Staaten ansprechen: Ist Ihnen der Spitzname "Kleiner Adolf" ein Begriff?
  10. #19

    1919

    Zitat von gievlos Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, was hier einige erwarten. In Libyen ist ein totalitäres System zusammengebrochen. Die Bevölkerung ist bis an die Zähne bewaffnet und es gibt noch viel böses Blut. Außerdem möchte natürlich jeder was vom Erdöl.Kuchen abhaben. Klar gibt es da jetzt Unruhen, aber das sah in Deutschland nach dem ersten Weltkrieg auch nicht anders aus. Und wie lange man hierzulande gebraucht hat, um wirklich zur Ruhe zu kommen, das ist doch hinlänglich bekannt. Die Libyer werde noch ein paar Jahre beschäftigt sein
    Wenn Ihrer Auffassung nach dies das libyische Jahr 1919 ist, dann möchte ich nicht 14 Jahre in die libysche Zukunft schauen.