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Libor-Affäre: Barclays sagt "sorry" für Zinsskandal

dapdEs ist ein kurzes Statement im Halbjahresbericht, aber es ist überfällig: Die Großbank Barclays entschuldigt sich für die Zinsaffäre. "Wir sind uns bewusst, dass wir unsere Kunden und Aktionäre enttäuscht haben."

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...846686,00.html
  1. #1

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist ein kurzes Statement im Halbjahresbericht, aber es ist überfällig: Die Großbank Barclays entschuldigt sich für die Zinsaffäre. "Wir sind uns bewusst, dass wir unsere Kunden und Aktionäre enttäuscht haben."

    Barclays entschuldigt sich für Zinsskandal - SPIEGEL ONLINE
    ""Wir sind uns bewusst, dass wir unsere Kunden und Aktionäre enttäuscht haben. Dennoch ist es uns völlig egal, was andere über uns denken. We give a F. We making Money, bit**es. Whoop there it is, whoop there it is."

    Das schlimme ist, dass sogar die Bafin Chefin in einem Spiegel Interview zu dem Libor Skandal sagte, dass dieses System quasi zum Betrug einladen würde. Ja und? Ein Kiosk, dessen Besitzer gerade den Laden verlässt und dieser somit menschenleer ist, würde auch zum Klauen einladen. Dennoch kriegt man es mit dem Gesetz zu tun, wenn man es macht. Diese Bankster hingegen dürfen all ihre teuflischen Handlungen durchführen, ohne belangt zu werden weil es letztlich keine Gesetze dagegen gibt. Diese Leute haben verdammt viel Glück, dass der normale Bürger prinzipiell gesetzestreu ist und keine Lust auf Anarchie hat. Eigentlich müssen wir diese Gauner durch die Straßen jagen.
  2. #2

    Zitat von frubi Beitrag anzeigen
    ...
    Diese Leute haben verdammt viel Glück, dass der normale Bürger prinzipiell gesetzestreu ist und keine Lust auf Anarchie hat. Eigentlich müssen wir diese Gauner durch die Straßen jagen.
    Das Problem bei solchen "Umstürzen" wäre wohl, dass ersatzweise die kleine Bankangestellte oder auch nur der Nachbar, mit dem man noch ein Hühnchen zu rupfen hat, durch die Straßen gejagt wird. Unter solchen Vorzeichen hätte ich keine Lust auf Anarchie. Bei einem Sturm auf das Frankfurter Bankenviertel würden Sie nur die Pförtner und Wachmänner erwischen.
  3. #3

    Ja, wir sind

    uns bewußt, das wir gelogen und betrogen haben.
    Aber wir wissen auch, dass uns nicht passieren wird, weil uns die von uns bezahlten und beeinflußten Politiker den Rücken freihalten.
    Das Top- Management, das zurückgetreten ist, bedankt sich nochmal für die Entschädigungszahlungen in Millionenhöhe, weil die Arbeitsverträge vor Ablauf der vereinbarten Zeit aufgelöst worden sind.
    Wir werden weiterhin zocken und lügen und bedanken uns schon im Voraus für die Steuergelder, die uns rübergeschoben werden, weil einige Euro- Länder ihre Kredite nicht zahlen können.
    Danke,Danke, Danke.
  4. #4

    Eigene Sphäre

    Dieser Skandal beweist einmal mehr, dass die großen Banken in ihrer eigenen Welt leben: während im normalen Leben bei fortwährendem schwerem Betrug Geldstrafe und Knaste fällig sind. kostet das in der Welt der Banken ein wenig Geld und ein zerknirscht wirkendes "Sorry"...
  5. #5

    Frage

    Ich habe mal eine ernsthafte Frage, falls sich jemand mit rechtlichen Dingen auskennt würde mich eine Antwort sehr freuen. Also, durch die Manipulationen sind doch uns, den Verbrauchern, erhebliche wirtschaftliche Einbußen entstanden, richtig? Ist es dann nicht möglich alle beteiligten Banken aufgrund dessen auf Schadensersatz zu verklagen? Schließlich handelt es sich ja um Betrug und dann müssten die Geldhäuser für den entstandenen Schaden aufkommen, richtig?

    Falls dies der Fall seien sollte, sollten wir Konsumenten uns nicht überlegen uns zusammenzuschließen und eine Sammelklage gegen die beteiligten Geldinstitute einreichen? Schließlich geht es in der Summe um mehrere Millarden Euro die an Schaden für uns Verbraucher entstanden sind, dafür müssten meines Verständnisses nach doch die Banken gerade stehen. Es ist mir klar dass da wahrscheinlich nichts wirklich herauskommen würde aber es geht hierbei ja nur ums Prinzip. Wenn sich genug Leute finden würden wären auch die Anwalts/Gerichtskosten für die einzelnen sehr gering.

    Bin der Meinung dass wir uns doch zur wehr setzen un nicht wieder "ich hab im Internet nen Bösen Foreneintrag geschrieben" beschränken sollten. Wir sollten uns mit allen rechtlichen Mitteln zur Wehr setzen, damit die Banken kapieren dass auch wir Rechte haben. Die Politik wird uns nicht helfen, dass ist mir klar. Durch Anzeigen und der Klage auf Schadensersatz könnten wir aber ein Zeichen setzen und der Bankenwelt vor Augen führen dass wir sowas mit uns nicht machen lassen. Dann denkt vielleicht ein Banker zweimal darüber nach, ob er sowas macht oder nicht, schließlich könnte es dann an seinen Geldbeutel gehen. Strafen (ich meine Haftstrafen) haben diese Leute ja von seiten des Staates nicht zu befürchten aber wir könnten an ihre Geldbeutel gehen, dass trifft sie noch viel härter..... :)
  6. #6

    Das ist der Gipfel der Unverschämtheit

    Machiavelli in Reinform und niemand schreit auf. Kein Politiker, kein Staatsanwalt, ergo niemand. Und wo kommt der Milliardengewinn her? Aus der Zockerbude London, Frankfurt, New York und andere.Wen wundert es, wenn spätestens im Jahre 2050 die Lichter ausgegangen sein werden. Das Geschrei wird riesengroß sein. Verdient haben es wir dennoch.
  7. #7

    Macht und Anarchie

    Zitat von Th.Tiger Beitrag anzeigen
    Das Problem bei solchen "Umstürzen" wäre wohl, dass ersatzweise die kleine Bankangestellte oder auch nur der Nachbar, mit dem man noch ein Hühnchen zu rupfen hat, durch die Straßen gejagt wird. Unter solchen Vorzeichen hätte ich keine Lust auf Anarchie. Bei einem Sturm auf das Frankfurter Bankenviertel würden Sie nur die Pförtner und Wachmänner erwischen.
    Ich würde mal sagen die Größen des Finanzgewerbes und manch andere Menschen leben in Anarchie, sie sind frei von Herrschaft.

    Dabei beweisen sie jeden Tag aufs Neue, dass sie es nicht zu würdigen wissen.

    Anarchie bedeutet, selbst Verantwortung für sich zu übernehmen und sich nicht ein Halsband umzulegen und sich ein Herrchen zu suchen, dass einem sagt an welche Regeln man sich halten muss (für das Herrchen gelten die Regeln meist nicht!).

    Tja die meisten hier setzten Anarchie gleich mit Chaos, Mord und Todschlag - was beweist, dass die Cleverles der Welt schon richtig agieren - halt die den Mob wie einen Haufen Sklaven und nutze ihn aus, ansonsten würde er sich ohnehin nur selbst sofort zerfleischen.

    Ab und an lassen die Herrschen ihre Hunde aufeinander los - und - solche Episoden kennen wir ja (zum Glück für uns...) aus den Geschichtsbüchern oder aus anderen Regionen dieser Welt.

    Als Anarchist kann man wohl nur existieren, wenn man ein Eremitendasein lebt.
  8. #8

    Zitat von karlsiegfried Beitrag anzeigen
    Machiavelli in Reinform und niemand schreit auf. ..., kein Staatsanwalt,
    Es ist nicht Aufgabe von Staatsanwälten, aufzuschreien.
  9. #9

    Zitat von EagleRN Beitrag anzeigen
    Ich habe mal eine ernsthafte Frage, falls sich jemand mit rechtlichen Dingen auskennt würde mich eine Antwort sehr freuen. Also, durch die Manipulationen sind doch uns, den Verbrauchern, erhebliche wirtschaftliche Einbußen entstanden, richtig? Ist es dann nicht möglich alle beteiligten Banken aufgrund dessen auf Schadensersatz zu verklagen? Schließlich handelt es sich ja um Betrug und dann müssten die Geldhäuser für den entstandenen Schaden aufkommen, richtig?

    Falls dies der Fall seien sollte, sollten wir Konsumenten uns nicht überlegen uns zusammenzuschließen und eine Sammelklage gegen die beteiligten .........
    Ihre Intention ist sehr richtig.Wir sind ein demokratischer Rechtsstaat (fdGo). Die Strafverfolgung und Ermittlungsverfahren durch die Staatsanwaltschaft sollte automatisch erfolgen. Sie erinnern sich sicher an die Diskussionen über Deregulierung zur "Verbesserung der Dienstleistung". Diese Deregulierung ist erfolgt dank der politischen Kräfte, die auch jetzt für FSM stimmen. Warnende Stimmen wurden als Betonköpfe, ewig Gestrige und Kommunisten bezeichnet. Die Folge: wir haben eine Berufsgruppe mit der Lizenz zu Lügen und zu Betrügen, ohne diese Personen so benennen zu können, da die gesetzlichen Grundlagen wegreguliert wurden.


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