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Liberalisierung in Griechenland: Von Zorn und Taxis

Sie stehen für den rabiaten Widerstand gegen Reformen: Griechische Taxifahrer, die sich gegen die Öffnung ihrer Branche wehren. Das Beispiel zweier Fahrer zeigt, dass die Menschen durchaus*Grund zur Wut haben.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...787254,00.html
  1. #170

    Griechenland Menschen jammern auf einem hohen Niveau

    wenn ein Taxifahrer 40.000 € netto verdient, dann steht es doch nicht so schlecht um die Löhne. Gestern habe ich gesehenen, dass Lokführer in Griechenlands Staatsunternehmen 5000 € netto verdienen. Man braucht sich doch nicht zu wundern, dass die griechische Bahn Verluste einfährt, zudem sie zuviele Angestellte hat. Frech finde ich allerdings die gesamte Situation, Länder deren Gewerkschaften anders ticken als in Deutschland sorgen dafür, dass Steuerzahler mit weit weniger Einkommen die Giechen unterstützen sollen. Warum sollen ärmere Menschen Geld an Griechenland zahlen? Dies sollte auch gnaz klar ausgesprochen werden.
  2. #171

    Oh mein Gott!

    Zitat von Spiegel-ohne-Leine Beitrag anzeigen
    Immer wieder diese Stereotypen. Mein Gott, wie oberflächlich kann man eigentlich sein?
    Oh, ich bin ganz furchtbar betroffen, ob meiner Oberflächlichkeit! Nur unter dem Strich können Sie meine Aussagen auch in ihrer Oberflächlichkeit nicht widerlegen. Leider! Der deutsche Steuerzahler bezahlt den griechischen Fakelaki-Selbstbedienungsladen mit. An dieser Realität ist, fürchte ich, nicht vorbeizukommen.

    Möglicherweise liegt unsere unterschiedliche Sichtweise ja an den unterschiedlich hohen Steuern, die wir an unseren Fiskus abführen?

    Ich, und mit mir viele Bundesbürger, zahle ein erhebliches Maß an Steuern und zwar in meinem Fall auf Einkommen, für dessen Zustandekommen ich allein das Risiko trage. Dann möchte ich wenigstens, dass das mir fiskalisch weggenommene Geld sinnvoll verwendet wird und nicht dazu dient, einen reformunwilligen Pleitestaat und seine Gesellschaft zu stützen, die glaubt, einen Anspruch darauf erworben zu haben, über ihre Verhältnisse zu leben, nur weil es vor Jahren gelang, sich in die Eurozone hinein zu betrügen. Dabei kommt es auf die Haltung von ein oder zwei unbedeutenden Taxifahrern nicht an. Nur hat man leider den Eindruck, ganz Griechenland fühle sich als unschuldiges Opfer, das deshalb nichts zur Änderung der Situation beitragen müsse.

    Als Außenstehender kann man das Bezahlen von Steuern und deren Verwendung in der Tat etwas gelassener sehen.

    Und zum Thema Oberflächlichkeit und Stereotypen empfehle ich Ihnen, mal über Ihr Verständnis von Finanzmarkt und GR-High-Society nachzudenken.
  3. #172

    Zitat von BAFremder Beitrag anzeigen
    Wenn man mir morgen den Kredit für mein Haus auf 20 % erhöht kann ich auch nicht mehr bezahlen - und wer das weiß bekommt billig ein schönes Haus oder eben in Griechenland einen Hafen!
    Wenn Sie einen Kredit mit Zinsbindung vereinbart haben, dann kann man Ihren Zins nicht unter der Laufzeit erhöhen.

    Haben Sie einen Kredit mit variablem Zins vereinbart, dann sind Sie in der Hoffnung auf niedrige Zinsen das Risiko eingegangen, dass diese auch steigen können. Wer derartige Risiken eingeht, darf sich dann allerdings auch nicht beschweren, wenn diese sich realisieren.

    Und wenn es Griechen land bis 2008 angeblich so gut ging, warum waren dann bereits einige Jahre früher erhebliche Manipulationen in den Büchern notwendig, um überhaupt an den Euro zu kommen?

    Griechenland leidet nicht an Spekulanten, es leidet an einem maroden System, das es für Spekulationen anfällig macht. Insofern decken die Spekulationen nur den Schimmelbefall auf, faul ist es aber vorher schon von alleine geworden.
  4. #173

    1.

    Zitat von hahahans Beitrag anzeigen
    Der deutsche Steuerzahler bezahlt den griechischen Fakelaki-Selbstbedienungsladen mit. An dieser Realität ist, fürchte ich, nicht vorbeizukommen.
    Nicht ein einziger Mensch dieser Welt kann belegen, dass der deutsche Steuerzahler mit den Hilfspaketen oder dem ESFS den Lebensstandard in Griechenland stützt. Ganz schlicht, weil dem nicht so ist. Nicht ein einziger Cent dieser Hilfe bleibt in GR. Alles geht komplett die Banken. Wenn sie das anders sehen, dann begründen sie dies bitte nachvollziehbar. Und weichen sie jetzt nicht auf Strukturhilfe oder Kohäsionsfonds der EU aus, die gezielt dafür geschaffen wurden um wirtschaftliche und soziale Disparitäten zu verringern.
    Zitat von hahahans Beitrag anzeigen
    Möglicherweise liegt unsere unterschiedliche Sichtweise ja an den unterschiedlich hohen Steuern, die wir an unseren Fiskus abführen?
    Wenn die Argumente ausgehen, dann eben ad hominem, nicht wahr? Woher wollen sie wissen, wie und womit ich zur Zeit mein Geld verdiene und wieviel Steuern ich zahle, sie Schlaumeier?
    Zitat von hahahans Beitrag anzeigen
    Ich, und mit mir viele Bundesbürger, zahle ein erhebliches Maß an Steuern und zwar in meinem Fall auf Einkommen, für dessen Zustandekommen ich allein das Risiko trage. Dann möchte ich wenigstens, dass das mir fiskalisch weggenommene Geld sinnvoll verwendet wird
    So weit so gut, das sehe ich genauso. Doch ab hier wird es rechtspopulistisch, quellen ihre Ressentiments:
    Zitat von hahahans Beitrag anzeigen
    und nicht dazu dient, einen reformunwilligen Pleitestaat und seine Gesellschaft zu stützen, die glaubt, einen Anspruch darauf erworben zu haben, über ihre Verhältnisse zu leben, nur weil es vor Jahren gelang, sich in die Eurozone hinein zu betrügen. Dabei kommt es auf die Haltung von ein oder zwei unbedeutenden Taxifahrern nicht an. Nur hat man leider den Eindruck, ganz Griechenland fühle sich als unschuldiges Opfer, das deshalb nichts zur Änderung der Situation beitragen müsse.
    Da kann man doch reden, wie man will, wenn sie die Realität einfach nicht zur Kenntnis nehmen wollen. Der durchschnittliche Grieche hat seit dem letzten Jahr 1,5 bis 2 Monatsgehälter an Einkommen verloren. Zusätzlich wurden die Einkommensteuern, die Mehrwertsteuer und die Immobiliensteuer drastisch erhöht. Da kann man nicht so tun, als wenn nichts geschehen sei oder als wenn Reformunwillen herrscht. Diejenigen, die die Krise nicht verursacht haben sollen die Folgen tragen. Dass ist in GR nicht anders als in DE. Trotzdem wurden diese Reformen anfangs mit breiter Zustimmung getragen. Doch sie haben sich als kontraproduktiv herausgestellt. Das Steueraufkommen des Staates sinkt trotz steigender Belastung für die Bürger. Die Wirtschaft wird kaputtgespart. Und das nur, damit ausländische Banken und Spekulanten ihre Kohle zurückbekommen, die die gekaufte Zeit dazu nutzen, ihre übrig gebliebenen Risiken via EZB an sie und mich zu verkaufen. Das kann doch nicht so schwer sein zu verstehen.
  5. #174

    2.

    Zitat von hahahans Beitrag anzeigen
    Und zum Thema Oberflächlichkeit und Stereotypen empfehle ich Ihnen, mal über Ihr Verständnis von Finanzmarkt und GR-High-Society nachzudenken.
    Ich habe das bereits hinter mir, sie haben es scheints noch vor sich. Nehmen sie doch ein wenig Fredmund Malik zu sich, dem zur Zeit führenden Managementexperten der Welt.

    - Ansatz, Fredmund Malik
    - Corporate
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    - Der Gewinn hat als Steuerungsgröße ausgedient, Handelsblatt


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