Ich selbst bin auch kein Anhänger der FDP.
Aber was ich hier über deren "Gegner" lese, hat mit Demokratie nichts zu tun.
Ich schäme mich für diese Leute.
Werner SchueringEs ist nicht leicht, Fan der FPD zu sein. Liberale Hochschulgruppen tun daher alles, um sich von der Partei zu distanzieren. Zum Biertrinken werden sie trotzdem nicht eingeladen, und vor Wahlen hängen ihre Plakate nur 20 Minuten - dann reißt sie jemand ab.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...834744,00.html
Ich selbst bin auch kein Anhänger der FDP.
Aber was ich hier über deren "Gegner" lese, hat mit Demokratie nichts zu tun.
Ich schäme mich für diese Leute.
Während des Studiums kann man es sich noch leisten, schwere Gedanken zur Verbesserung der Welt zu wälzen und den letzten Schwachsinn bis ins kleinste prinzipielle Detail durchzudiskutieren.
Den Anforderungen der Realität muss man sich noch früh genug stellen.
DIe linksgrünen Prinzipienreiter von heute sind die Angepassten von morgen. Siehe die "Alt-68er"...
Ich wähle im Moment auf den verschiedenen Ebenen alles außer FDP
und Linkspartei und erst recht nicht den braunen Sumpf, je nach Kandidat oder Programm, schließe aber nicht aus, wenn sich die FDP mal wieder den liberalen Grundsätzen annähert
und die Bürgerrechte gegenüber dem Staat mehr vertritt, diese wieder zu wählen. Halbwegs intelligente Menschen, die ich an den Unis
auch heute vermute, sollten aber tolerant genug sei, Plakate anderer
Parteien hängen zu lassen, sonst begeben sie sich auf die Ebene der
braunen Brut Anfang der dreißiger Jahre.
Ich bin auch nicht "Fan" der FDP, aber es ist unglaublich, wie unfähig(wiedereinmal und sowieso:)) die Jugend diskutieren kann und Positionen anderer zu tolerieren versteht. Das da "Linke" besonders intolerant sind, ist schlicht nichts Neues. Nichts ändert sich, es bleibt wie es immer war: Toleranz ist eher selten.
Beängstigend, wie wenig Sinn für Demokratie in Teilen der Studentenschaft herrscht.
Unter den Studenten interessiert sich zwar nur eine Minderheit überhaupt für Hochschulpolitik und darunter ist es dann wiederum hoffentlich noch mal eine Minderheit, die Plakate abreißt und für Meinungsvielfalt nichts übrig hat.
Aber wahrscheinlich sind die besonders eifrigen die Politiker von morgen.
Wie stehen denn die anderen politischen Hochschulgruppen zu diesem Problem?
Man könnte sich ja Aktionsformen gegen diesen antidemokratischen Ungeist ausdenken, z.B. aus Solidarität ein Semester lang keine politischen Wahlplakate aufhängen.
Oder ein Hochschulpolitik-Streik.
Informationsveranstaltungen, wo das mit der Demokratie und Meinungsvielfalt noch mal erklärt wird.
Wer sich in Studentenkreisen als FDP-Anhänger outed begibt sich also ins Abseits - das verwundert nicht wirklich. Traut man doch Studenten zu, nachzudenken bevor sie zu einem Schluss kommen. Und dieser wird wohl meist beinhalten, dass die Bezeichnung "liberal" für die FDP ein Euphemismus ist. Es gibt in Deutschland keine liberale Partei, leider. Liberal bedeutet Freiheit - und nicht Wirtschaftspolitik, die eine Marktordnung fördert, die mit frei wenig zu tun hat. Freiheit, bedeutet immer Freiheit für alle! Bietet das die FDP? Ich denke nicht. Diese Partei braucht kein Mensch. Wie wäre es mit einer SLP (sozial-liberal)? Die Piraten zeigen in diese Richtung interessante Ansätze, weisen aber eine Struktur auf, die zu anfällig und instabil ist für ein handfestes Programm.
klar, Piraten wählen ist halt cooler.
FDP-Studenten machen das in der Regel auch nicht aus innerer Überzeugung, sondern weil "Papi und Mami die auch immer wählt".
Und die sind dann meist in Apotheker-, Juristen- oder Banker-kreisen angesiedelt.
Man hat ja der Partei den eigenen Bestandsschutz(wie bereichert sich <10%, durch Gesetze geschützt, an den übrigen >90%?) zu verdanken, klar dass man seine eigene Brut dazu animiert, an der Uni Werbung für die "liberalen" Parteifreunde zu machen.