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Liberale an der Uni: Die gelbe Randgruppe

Werner SchueringEs ist nicht leicht, Fan der FPD zu sein. Liberale Hochschulgruppen tun daher alles, um sich von der Partei zu distanzieren. Zum Biertrinken werden sie trotzdem nicht eingeladen, und vor Wahlen hängen ihre Plakate nur 20 Minuten - dann reißt sie jemand ab.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...834744,00.html
  1. #50

    !

    Unglaublich. Irgendwie fehlt einigen Leuten hier das Verständnis bezüglich "spätrömischer Dekadenz" und "dekadenten HartzIV Beziehern". Hauptsache unzusammenhängende Phrasen von sich geben, um Anfeindungen und Sachbeschädigung zu relativieren.

    Als spätrömische Dekadenz bezeichne ich die Gesellschaft, die den Armen immer mehr gibt und mehr verspricht (in der WiWo wurde vor einigen Jahren die Summe von 700 Mrd Euro genannt, die jährlich zunimmt) und die Reichen immer weiter schont. Die Mittelschicht (die wahrscheinlich mittlerweile noch breiter gefächert ist, als vor einigen Jahren) darf diesen ganzen Mist bezahlen. Mit immer mehr Geld, welches immer noch nicht für den ganzen Umverteilungs- und Verschwendungswahn ausreicht.

    Egal, welche Meinung ich vertrete, dass gibt mir noch lange nicht das Recht, andere Meinungen aufs Übelste nierderzumachen. In unserem Land, wo nicht mal dieser braune Schrott verboten ist, muss ich als aufgeklärter, intelligenter und reflektierter Mensch auch andere Meinungen aushalten und diesen sachlich begegnen. Egal, wie sehr ich den Menschen oder die Organissation hinter der dargestellten Meinung leiden kann.
  2. #51

    Was ein Armutszeugnis für die Nachwuchs-Linken. Es ist sehr bedenklich, dass man offensichtlich im universitären Umfeld nicht mehr seine politische Überzeugung offen kommunizieren kann. Und solche Bildungseinrichtungen werden noch von all denjenigen finanziert, die das Ziel der linken Anfeindungen sind. Wer soll den Spass denn künftig bezahlen, wenn alle ach so bösen Unternehmen und Unternehmer vergräzt worden sind? Es ist ein Widerspruch in sich, dass solche Leute auf Kosten von Steuergeldern aus einem System, das sie so ablehnen, irgendwas studieren und rumfaseln, was die Welt nicht braucht. Kopf hoch, Ihr Jungliberalen und bitte etwas mehr Zivilcourage!
  3. #52

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist nicht leicht, Fan der FPD zu sein. Liberale Hochschulgruppen tun daher alles, um sich von der Partei zu distanzieren. Zum Biertrinken werden sie trotzdem nicht eingeladen, und vor Wahlen hängen ihre Plakate nur 20 Minuten - dann reißt sie jemand ab.

    Liberale Hochschulgruppen distanzieren sich von FDP - SPIEGEL ONLINE
    Ist mir schon oft aufgefallen, dass Plakate von CDU und FDP abgerissen werden, die der anderen Seite aber unbeschädigt bleiben.
    Da scheinen auf dieser Seite organisierte Trupps unterwegs zu sein, die ein merkwürdiges Verständnis von Wahlkampf und Demokratie haben.
    Das sind keine Einzelfälle, ich beobachte das seit Jahrzehnten.
  4. #53

    Zitat von topcheckertopchecker Beitrag anzeigen
    so ist er, der linke bessermenschen-student. immer im namen von toleranz und gerechtigkeit unterwegs, solange es nur immer schön der eigenen weltsicht entspricht.

    alle anderen können froh sein, wenn sie nicht eingespert werden.
    und dann will er auch noch gefeiert werden für seinen mutigen kampf gegen die bestehenden verhältnisse.
    Tja, so ist der der liberale Leistungsträger-Mensch. Sehr wahrscheinlich schon auf der Sonnenseite des Lebens geboren, ist er der Meinung, alles selbst erreicht und erarbeitet zu haben und der Gesellschaft nicht schuldig zu sein bzw. dass sogar der umgekehrte Fall zutrifft. Dass er dabei im Gegensatz Kontakte, Startkapital und dadurch in der Regel eine gepflegte Portion Narzissmus und Dreistigkeit mitbekommen hat, begreift er nicht. Schon gar nicht, dass ein geordneter Staat ihm ein solchen Leben ermöglicht

    Der Staat soll sie so weit wie möglich raushalten. Es sei denn, wenn es um das Bezahlen der Ausbildung der zukünftigen Arbeitssklaven geht, die vor allem den Reichtum des Liberalen mehren sollen. Oder wenn es um Subventionen für die eigene Branche geht. Eine staatlich finanzierte Uniausbildung nimmt man dabei noch gerne mit, aber wehe, der Staat (aka die Gesellschaft) möchte danach in Form von Steuern an den Früchten seiner Investition teilhaben. Verdient werden soll nur an eigenen Investitionen. Investitionen der Gesellschaft in das Leben oder Projekte des Liberalen sind da was ganz anderes, so etwa bei staatlich subventionierten Forschungsprojketen, aus denen dann schicke, rein privat versilberte Patente hervorgehen. Genauso beim Geldverdienen ohne Arbeit. Es werden Zinsen verlangt. Als Gegenleistung für verliehenes Geld und angeblich zur Finanzierung des Ausfallsrisikos. Tritt der Ausfall aber mal wirklich ein, schreit der Liberale wieder nach dem Staat, der ihm sichere Gewinne garantieren soll.

    Betrügen, bescheißen und Menschen um ihre Existenz bringen ist in Ordnung - allerdings nur mit den subtilen Methoden eines Liberalen, weswegen er vor allem nach einem möglichst unregulierten Markt schreit. Wehe dem, der es versucht, Menschen auf die herkömmliche Methoden um ihr Hab und Gut zu bringen. Da schreit der körperlich unterlegene Liberale wieder nach dem Staat - in Form der Polizei. Die auch vom Staat finanziert werden soll. Egal wie. Hauptsache der Liberale zahlt keine Steuer.


    Es ist kein Zufall, dass der IQ von Menschen nachweislich mit der Zugewandtheit zum "linken" Gesinnung korreliert. Schlicht weil diese nicht *nur* auf den eigenen Vorteil fixiert sind und sie begreifen, dass in einer Gesellschaft, in der das Streben nach dem eigenen Vorteil das Höchste der Gfühle sein soll, nichts gutes rauskommen kann.


    Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich das Leben in einer links-gesinnten (*nicht* kommunistischen) wählen. Weil auch die Liberalen nur so lange dem Liberalismus anhängen, wie er für sie funktioniert. Warum nennt man das eigentlich liberal? Opportun ist doch viel treffgenauer.
  5. #54

    Bouhou

    mir kommen die Tränen. Dummheit und Ignoranz gibt es erahrungsgemäß auf allen Seiten.

    Aber warum ich Mitleid mit dem Fußvolk einer Partei haben soll, die sich unter Westerwelle vor mehr als einem Jahrzehnt vom politischen Liberalismus komplett verabschiedet hat, um den plumpen, brutalen und menschenfeindlichen Wirtschaftsliberalismus durchzusetzen, erschließt sich mir nicht. Die FDP ist direkte Erfüllungsgehilfin von int. Finanzkapital, Großhoteliers und Lobbypartnerin Nr. 1 auf allen polit. Ebenen unserers Landes. Für die breite Bevölkerung hat sie seit dem Schwenk von Schmidt zu Kohl rein gar nicht mehr getan, dafür aber die Begüterten (besonders bei Steuerrabatten, die dann Schröder freudig weitergeführt hat) zum Wohl des eigenen Parteipersonals verhätschelt.

    Da finde ich eine gesunde Ablehnung auch des Parteinachwuchses sehr nachvollziehbar. Max Goldt hat mal einen schönen Text über die Mitarbeiter der Bildzeitung verfasst. Tenor: es ist eigentlich egal, ob das privat nette Menschen sind, denn sie tun mit voller Absicht jeden Tag Schlechtes. Und deshalb darf/ muss man sie auch schlecht behandeln. Das passt auch zu den armen, armen Mitgliedern der meisten Parteijugendorganisationen (=Karriereförderungsnetzwerken). Ganz sicher sogar bei der FDP/ den JuLis.
  6. #55

    Gerade in Berlin sind die "liberalen Hochschulgruppen" selbst oft genug Täter statt Opfer. Zu ein wenig eigener Recherche hat es ob der zugelieferten Tränendrüsenstory wohl nicht gereicht ?
  7. #56

    Zitat von amrod Beitrag anzeigen
    Zumindest bei den Ingenieuren und Informatikern/Mathematikern ist nach meiner Erfahrung die große Mehrzahl der Studenten konservativ und/oder liberal geprägt.
    Ich behaupte das Gegenteil. Eine liberale Gesinnung findet man wenn überhaupt nur an wirtschafts"wissenschaftlichen" Fakultäten. Wobei sie selbst da mittlerweile vorsichtig sind: die letzten paar Jahre erzeugen aktuell bie ihnen nämlich das Gefühl, beim Lügen erwischt worden zu sein. Zurecht.
  8. #57

    höhö Lustig

    Ich bin 1983 Mitglied der Julis geworden, 1986 der F.D.P. Warum? Ich wollte als Jugendlicher etwas tun. Mich engagieren. Alle Parteien sagten Sie seien die besten, aber die F.D.P.? Alles Verbrecher. Bis in die Nächte haben wir diskutiert und um die beste Lösung gerungen. Die JU machte Party´s, wir verhinderten die Amnestie zur Flick Affäre.

    Ich bin Mitglied eines Corps und war Mitglied in Stupa und AStA. Wir haben hervorragende Arbeit geleistet. Wir haben gemeinsam mit den Rektoren in unserem Land (MV) noch schlimmere Mittelkürzungen der Landesregierung (SPD/ Linke) verhindert. Und dann war der Höhepunkt als Frau Finanaministerin Kehler (SPD) den Shylock machte: Ich habe doch auch Kinder, mein Sohn studiert in Cambridge...

    Jaja. Die West ASten hielten uns für VollNazis. Das Studentenparlament hat den AStA Vorsitzenden entlassen. Er hatte ohne Erlaubnis in der Öffentlichkeit gesagt der AStA sei gegen den Krieg in Afghanistan.

    Zu meiner Zeit im StuPa gab es keine Listenwahl. Jeder mußte mit seinem eigenen Programm überzeugen. Heute gibt es Listenwahl. Seitdem funktioniert die Selbstverwaltung der Studenten nicht mehr so wie früher. Kein Wunder, die liefern auf die gleich peinliche Kindergartennummer ab wie die Jungs im Bundestag.
    Heute hetzen AStA und StuPa gegen Verbindungsstudenten. Dabei haben wir den AStA 1991 mit aufgebaut. Naja.
    Wir haben versucht den Zusammenschluss der Ostdeutschen Studierendenschaften wieder aufzubauen. Mit den linksradikalen Geldverprassern im Westen wollten wir nie etwas zu tun haben. Wir mußten ja um unsere Uni kämpfen.
  9. #58

    Studiengebüren

    "Wenn sie an der Uni nicht gerade beschimpft wird, hört sie den Satz: Ihr wollt doch nur Studiengebühren. Das ist zwar nicht ganz falsch, macht die Kommunikation in einem linken Umfeld aber kompliziert."

    Wie?
    Ich dachte immer, dass die Liberalen für Steuersenkungen seien?
    Oder was ist denn der Unterschied zwischen (Studien-)"Gebüren" und (Studien-) "Steuern"?

    Achso, die Liberalen fordern Studiensteuern (Sorry: Studiengebüren), damit sie diese später senken können ;-)
    Alles klar.
  10. #59

    Selektive Wahrnehmung

    Zitat von chagall1985 Beitrag anzeigen
    Das einzige was die FDP in den letzten 10 Jahren geschaffen hat sind einige Lobbygesetze durchzudrücken.
    Sie haben eine extrem selektive Wahrnehmung. Ohne die FDP dürften wir uns beispielsweise längst wieder an einer umfassenden Vorratsdatenspeicherung "erfreuen".


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