Werner SchueringEs ist nicht leicht, Fan der FPD zu sein. Liberale Hochschulgruppen tun daher alles, um sich von der Partei zu distanzieren. Zum Biertrinken werden sie trotzdem nicht eingeladen, und vor Wahlen hängen ihre Plakate nur 20 Minuten - dann reißt sie jemand ab.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...834744,00.html
>> Die Menschen einer Partei deren Ideologie die ganzen Welt verseucht, werden von denkenden Menschen zusammengeschlagen/beseitigt.
Darauf kann man stolz sein. <<
Wie klingt das? Wie weit ist es von Beschimpfen/Anfeinden/Hassen zu körperlicher Gewalt? Nicht mehr weit.
Und selbst wenn die Schwelle überschritten wurde, wird es garantiert damit gerechtfertigt, dass diese Ideologie doch auch Gewalt in die Welt trägt und die Gewalt jetzt bloß boomerangartig auf die Leute zurückfällt. Selbst schuld.
Die Geschichtsbücher über die späten 20er Jahre lesen sich genau so.
Da kommen einem ja wirklich die Tränen. Die Anhänger der Marktradikalen wollen sich jetzt bei Gegenwind als Opfer darstellen. Das Verstecken hinter einer imaginären Meinungszensur kennt man ja auch spätestens seit der Sarrazin-Debatte.
Das Menschenbild der pseudoliberalen Anhänger einer marktkonformen Demokratie wird dabei mal wieder ausgeblendet. Ich will garnicht von dem völlig gestörten Freiheitsbegriff oder der Rumtreterei auf "dekadenten" HartzIV-Beziehern anfangen. Allerdings sollte man als aktiver Anhänger der Liberalen doch die intellektuelle Fähigkeit besitzen, die eigenen Prinzipien in Zeiten des Vulgärkapitalismus mal zu hinterfragen. Gerade als Hochschulabsolvent.
Die Zeiten der "ich, ich, ich"- und "Meine Steuern runter"-Politik neigen sich langsam dem Ende und haben bereits genug Schaden angerichtet.
Aber naja, manch ein "liberaler" Studi verspricht sich von seinem Engagement sowieso nur einen persönlichen Karrierevorteil. Irgendwie ein Armutszeugnis gerade als Stundent in jungen Jahren nur darauf bedacht zu sein sich dem Status Quo anzubiedern anstatt ihn zu hinterfragen. Aber dies ist auch ein Ergebnis der aktuellen Hochschulpolitik: Aus Universitäten wurden Kaderschmieden für wirtschaftlich verwertbares Humankapital gemacht. Ganz im Sinne der FDP.
Dieses Geisteswissenschafts-Bashing ist so dermaßen lächerlich. Wie sähe die Welt wohl aus, wenn sich nicht immer mal wieder jemand hingesetzt und einfach nur nachgedacht hätte? Die Geisteswissenschaftler haben unsere Gesellschaft geformt und überhaupt erst mal die Basis geschaffen, mit denen es Leuten wie Ihnen heute möglich ist, MINT-Fächer zu studieren. Also sparen Sie sich Ihre beschissene Arroganz.
Bei einem derart hohen argumentativen Niveau können die Linken und Piraten natürlich nur die Segel streichen...
Falls es noch nicht bis zu den Julis durchgedrungen ist: Es geht mittlerweile nicht mehr um fehlende Gerechtigkeit und Fairness, sondern um die Tatsache, dass der propagierte Radikalkapitalismus langsam aber sicher demokratische Grundprinzipien zerlegt.
Das Verhalten mancher hier in dem Artikel beschriebener Personen, die anders gesinnte aggressiv gegenueberstehen und beschimpfen, ist das typische Schulhofverhalten. Eine (schwaechere Gruppe) wird von allen anderen fertig gemacht. Wer sich dennoch auf die Seite dieser Gruppe stellt, gehoert gleich mit dazu. Gruppenzwang, Mitlaeufer etc. wuerd ich hier mal in den Raum werfen. Und die meisten wissen meist gar nicht wofuer die betroffenen Studenten stehen oder was deren Programm ist. Hauptsache mitmachen und den Frust (Druck im Studium, Geldnot etc.) an anderen Leuten auslassen.
Auch wenn die FDP selbst durch viele streitbare Standpunkte, fuer viele nicht mehr waehlbar ist, so wurde doch erst durch die Medien das Feuer richtig entfacht. Jede kleinste Veraenderung in den Umfragewerten wird kommentiert und jede kleinste Handlung im Bundestag verurteilt. Da wird eine grosse Gegnerbasis geschaffen, was zur Folge hat, dass man sich besser nicht als FDP gesinnter zu erkennen gibt.
Ich frag mich nur warum unsere "Mutter der Nation" Fr. Merkel immer noch so beliebt ist? Ist es etwa die tolle Politik/Gesetze die sie erlaesst oder ist es der eher moderate Ton der Medien gegenueber der Union?
Klar hat die Union ein anderes Program als die FDP, aber viele Missstaende im Land sind auch dieser Partei zu zuschreiben.
Sie in Ihrer Selbstgerechtigkeit basteln sich was zusammen und betreiben Wortspielereien um sich weißzuwaschen.
Ich sage Ihnen was, Sie und ihresgleichen sind so tolerant wie die Taliban, die überwiegend aus dem Hinterhalt "arbeiten" für eine "Gott gerechte Sache", in manchen links gewaschenen journalistischen Beiträgen werden diese Unmenschen noch verharmlosend als Aufständische bezeichnet.
Mein mitleid hält sich in Grenzen.
Die Stimmung bei jungen Menschen gegen die FDP ist nicht nur mit kriminellen Parteimitgliedern, die beweisen wollten das man mit Geld alle schönen Dinge kaufen kann(halt auch Doktortitel), zu begründen, sonder auch auf die momentane lage der Wirtschaft zurück zu führen, in welche wir durch Geldgier hinengeraten sind. Bis zu einem gewissen alter lebt man sein Leben unbesorgt weiter, doch dann öffnet man seine Augen und sieht das Geld, das alles kontrolliert. Man ist enttäuscht und wütend und ich kann die linken Studenten die die liberalen Respektlos behandeln auch gut verstehn.