Letztes Gefecht in Sirt: Gaddafi ist tot - Libyer bejubeln Ende des Diktators

Ausgelassene Freude auf den Straßen von Tripolis,*triumphierende Rebellen in Sirt: In Libyens*Städten*feiern Menschen die Meldung vom Tod Gaddafis.*Der Ex-Diktator soll beim Gefecht um seine Heimatstatt verwundet worden und wenig später seinen Verletzungen erlegen sein.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...793023,00.html
  1. #1130

    Ausstellungen?

    Zitat von Hardliner 1 Beitrag anzeigen
    Wer drei Getötete wie Schlachtvieh ausstellt, der hat jegliche moralische Ansprüche verwirkt. Die Rebellen sind keinen Deut besser als Gaddafi.
    Können Sie mal erläutern, wie und wo - Ihrer Meinung nach - Schlachtvieh ausgestellt wird.
    Dass eine solche Aktion zur Vorbeugung einer Legendenbildung begründet sein kann, können Sie sich wohl nicht vorstellen.
    Den Tod des "grössten (Ver)Führers aller Zeiten" haben viele jahrzehntelang nicht wahrhaben wollen.
    Bin Laden lebt ebenfalls noch, Elvis auch.
    Nur Gaddafi ist, wie man sehen kann, mausetot.
    D
  2. #1131

    Legenden sind doof

    Zitat von derfflingert Beitrag anzeigen
    Können Sie mal erläutern, wie und wo - Ihrer Meinung nach - Schlachtvieh ausgestellt wird.
    Dass eine solche Aktion zur Vorbeugung einer Legendenbildung begründet sein kann, können Sie sich wohl ....
    Ich habe gestern noch mit einem Mann diskutiert, der behauptet hat, daß der "Führer" 1945 nicht tot war.
  3. #1132

    x

    Zitat von hinnerk54 Beitrag anzeigen
    Ich habe gestern noch mit einem Mann diskutiert, der behauptet hat, daß der "Führer" 1945 nicht tot war.
    Naja, heute ist er's.
  4. #1133

    .

    Zitat von WinstonSmith. Beitrag anzeigen
    1. Es ist nach meiner Kenntnis - bitte nicht auf irgendwelche verwackelten YouTube-Videos verweisen - ein "klassischer" Bürgerkrieg gewesen.
    1. Menschen demonstrieren gegen die Regierung.
    2. Regierung geht mit Waffengewalt gegen die Demonstranten vor.
    3. Demonstranten......
    Wenn ich Sie richtig verstanden habe, nennen Sie „Revolution“, wenn bewaffnete „Demonstranten“ und NATOtruppen (ich würde zusätzlich noch verdeckt arbeitende militärische Spezialeinheiten vermuten)eine Regierung für abgesetzt erklären, eine neue Regierung nach eigenem Belieben einsetzen und unterstützen, vermeintliche politische Gegner foltern und killen und die Zivilbevölkerung nebst Krankenhäusern bombardieren und beschießen.

    Zwar gehörten zu den bewaffneten „Aufständischen“ in Libyen unstrittig Politiker mit einflussreichen Positionen, aber, da diese (trotz Bewaffnung) nicht selbst (hochrangige) Militärs gewesen sind, sondern ausländische hochrangige Militärs die alte Regierung, das alte System und das ganze Land haben um- und überwalzen lassen, handele es sich NICHT um einen Militärputsch - Ihrer Meinung nach.

    D.h., wenn SIE von Revolution und Revolutionären sprechen, meinen Sie genau das, was ich Militärputsch und Militärputschisten nenne, weil es ohne ausländisches Militär und ohne die Bewaffnung libyscher „Rebellen“ keinen Regimewechsel unter der Flagge des - vor der unblutigen Revolution unter der Führung Gaddafis – regierenden Diktators Idris gegeben hätte.


    MfG reahl
  5. #1134

    .

    Zitat von WinstonSmith. Beitrag anzeigen
    (...)

    2. Sie scheinen mich für einen Apfelhändler zu halten, der Ihnen die Erkenntnis bringen kann, was gut und böse ist. Diesen Anspruch habe ich nicht an mich. Der Mensch ist - aus irgendwelchen Gründen in unserer Psyche - veranlagt, seine Handlungen als "gut" und die seines Gegners als "böse" darzustellen. In einem Krieg als .....
    Die Metapher „Apfelhändler“ finde ich gar nicht so schlecht, obwohl sich mir in Bezug auf Libyen sofort die Assoziation zu Schneewittchen aufdrängt und weniger zu dem Mythos, auf den Sie anspielen, obwohl der auch nicht ganz unpassend ist, da hier zwar nicht Absicht, aber ein Irrtum, der sich über die Jahrhunderte in den Köpfen von Menschen manifestierte, eine Rolle spielte.

    Mit der Erkenntnis von gut und böse ist das so eine Sache: Alle reden davon und wenn man nachfragt, was sie damit meinen, drücken sich die meisten um eine Antwort und flüchten in „alles subjektiv“, „was für den einen gut ist, ist für den anderen schlecht“.
    Ich wollte wissen, was SIE für gut und für schlecht halten.

    In Ihrem Satz: „Der Mensch ist - aus irgendwelchen Gründen in unserer Psyche - veranlagt, seine Handlungen als "gut" und die seines Gegners als "böse" darzustellen.“, beziehen gut und böse nicht auf den Menschen an sich und stellen die Guten den Bösen gegenüber, sondern auf deren Handlungen. Ich vermute, dass wir uns einig darüber sind, dass jeder Mensch das Potential zu beidem hat, zu guten und schlechten Taten. Sie selbst haben indirekt definiert, was Sie unter guten und schlechten Taten verstehen:

    Leben retten und Kranke heilen, finden Sie gut und Städte belagern (Menschen vom Lebensnotwendigen abzuschließen, sie (ver)hungern und (ver)dursten zu lassen und gefangene Soldaten zu töten finden Sie schlecht – und zwar unabhängig davon WER das tut. Dem kann ich uneingeschränkt zustimmen.


    MfG reahl
  6. #1135

    jetz mal ganz ehrlich:

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ausgelassene Freude auf den Straßen von Tripolis,*triumphierende Rebellen in Sirt: In Libyens*Städten*feiern Menschen die Meldung vom Tod Gaddafis.*Der Ex-Diktator soll beim Gefecht um seine Heimatstatt verwundet worden und wenig später seinen Verletzungen erlegen sein.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...793023,00.html
    gaddafi lebt. hier ist der beweis seiner gelungenen flucht:
    http://www.titanic-magazin.de/upload...Gaddafi_02.jpg
  7. #1136

    Kein Titel.

    Zitat von reahl Beitrag anzeigen
    Wenn ich Sie richtig verstanden habe, nennen Sie „Revolution“, wenn bewaffnete „Demonstranten“ und NATOtruppen (ich würde zusätzlich noch verdeckt arbeitende militärische Spezialeinheiten vermuten)eine Regierung für abgesetzt erklären, eine neue Regierung nach eigenem Belieben einsetzen und unterstützen, vermeintliche politische Gegner foltern und killen und die Zivilbevölkerung nebst Krankenhäusern bombardieren und beschießen.
    Dass eine Revolution - mit wenigen glücklichen Ausnahmen - zu einem erheblichen Teil mit Waffengewalt durchgeführt wird, sollte Ihnen keine völlig neue Erkenntnis sein. Dass gerade Revolutionen und Bürgerkriege von einer besonderen Grausamkeit gekennzeichnet sein können, hat in etwa die gleichlange historische Konstante. Ich verstehe daher nicht, wieso Sie, nachdem Sie nach den Anzeichen einer Revolution gefragt haben, sich nun über die Auswirkungen auslassen.

    Zitat von reahl Beitrag anzeigen
    Zwar gehörten zu den bewaffneten „Aufständischen“ in Libyen unstrittig Politiker mit einflussreichen Positionen, aber, da diese (trotz Bewaffnung) nicht selbst (hochrangige) Militärs gewesen sind, sondern ausländische hochrangige Militärs die alte Regierung, das alte System und das ganze Land haben um- und überwalzen lassen, handele es sich NICHT um einen Militärputsch - Ihrer Meinung nach.


    D.h., wenn SIE von Revolution und Revolutionären sprechen, meinen Sie genau das, was ich Militärputsch und Militärputschisten nenne, weil es ohne ausländisches Militär und ohne die Bewaffnung libyscher „Rebellen“ keinen Regimewechsel unter der Flagge des - vor der unblutigen Revolution unter der Führung Gaddafis – regierenden Diktators Idris gegeben hätte.

    MfG reahl
    Ein Militärputsch ist es üblicherweise dann, wenn das Militär putscht. Das kann ich in Libyen beim besten Willen nicht erkennen. Dass Sie eine Revolution als Militärputsch bezeichnen, nehme ich hin, damit ich weiß, dass wir trotz unterschiedlicher Bezeichnung vom gleichen reden. Sie brauchen übrigens nicht GROSS zu schreiben. Ich lese mit Faktor 150%, so dass ich die normale Gross-/Kleinschreibung gut erkennen kann.
  8. #1137

    Kein Titel.

    [QUOTE=reahl;8985266]Die Metapher „Apfelhändler“ finde ich gar nicht so schlecht, obwohl sich mir in Bezug auf Libyen sofort die Assoziation zu Schneewittchen aufdrängt und weniger zu dem Mythos, auf den Sie anspielen, obwohl der auch nicht ganz unpassend ist, da hier zwar nicht Absicht, aber ein Irrtum, der sich über die Jahrhunderte in den Köpfen von Menschen manifestierte, eine Rolle spielte.
    Ich fasse zusammen, dass Sie verstanden haben, was ich geschrieben habe. Auf die Zusatzinformation, dass Sie ein Grimm-lesender, atheistischer Altes-Testament-Kenner sind, hätte ich aber auch verzichten können.

    Zitat von reahl Beitrag anzeigen
    Mit der Erkenntnis von gut und böse ist das so eine Sache: Alle reden davon und wenn man nachfragt, was sie damit meinen, drücken sich die meisten um eine Antwort und flüchten in „alles subjektiv“, „was für den einen gut ist, ist für den anderen schlecht“.
    Ich wollte wissen, was SIE für gut und für schlecht halten.
    Ich kann mich nur noch einmal auf Kant zurückziehen, dass die Erkenntnis, was gut und böse sei, immer und zwangsläufig ein innerer, also subjektiver Prozess sein muss. Ich maße mir - außerhalb der mir gegebenen Befugnisse - nicht an, über gut und böse zu urteilen.

    Zitat von reahl Beitrag anzeigen

    In Ihrem Satz: „Der Mensch ist - aus irgendwelchen Gründen in unserer Psyche - veranlagt, seine Handlungen als "gut" und die seines Gegners als "böse" darzustellen.“, beziehen gut und böse nicht auf den Menschen an sich und stellen die Guten den Bösen gegenüber, sondern auf deren Handlungen. Ich vermute, dass wir uns einig darüber sind, dass jeder Mensch das Potential zu beidem hat, zu guten und schlechten Taten.
    Da ich das hier schon öfters geschrieben habe, widerstehe ich der Versuchung zu widersprechen, nur um widersprechen zu können.

    Zitat von reahl Beitrag anzeigen
    Sie selbst haben indirekt definiert, was Sie unter guten und schlechten Taten verstehen:

    Leben retten und Kranke heilen, finden Sie gut und Städte belagern (Menschen vom Lebensnotwendigen abzuschließen, sie (ver)hungern und (ver)dursten zu lassen und gefangene Soldaten zu töten finden Sie schlecht – und zwar unabhängig davon WER das tut. Dem kann ich uneingeschränkt zustimmen.

    MfG reahl
    Sie müssten einmal definieren, was Sie unter einer Definition verstehen. Ich hätte meine Beispiele jetzt auch als eben das und nicht als indirekte Definition bezeichnet.

    Ansonsten kann ich die Angelegenheit für Sie aber noch etwas verkomplizieren und wieder den subjektiven Blick einfügen. Es gibt nun einmal Situationen, in denen Sie nicht zwischen gut und böse entscheiden können, sondern nur zwischen zwei Übeln. Das sind dann halt die harten Nüsse. Wen versorgen Sie als Militärarzt, wenn Sie nicht genügend Kapazitäten haben - die schwerstverwundeten, die leichtverwundeten, die eigenen Leute, die des Gegners? Die klassische griechische Tragödie basiert ja nicht darauf, dass der Hauptdarsteller sich zwischen gut und böse entscheiden muss, sondern nur die Wahl zwischen zwei Übeln hat.
  9. #1138

    ...

    Zitat von naabaya Beitrag anzeigen
    Einen ähnlichen Eindruck hatte ich von den Bildern aus Libyenauch. Bisher sah man nur brüllende Menschen in Großaufnahme. Gestern war wieder so eine aufnahme zu sehen. Dann ging die Aufnahme in die Totale. Da sah man im Vordergrund verängstigte und verstörte Menschen vorbeihuschen. Hat der Cutter schlecht gearbeitet?
    Darüber hab ich mittlerweile auch schon andere Bilder gesehen, im Rahmen eine Vorlesung über "Gamedesign und Physiologie", in der es unerwarteterweise zuerst um Bildmanipulation und -fälschung ging. Erschreckend, wie dreist Bilder heute manipuliert werden. Erschreckend auch, wie oft ich das unhinterfragt geglaubt habe. Die Grundaussage des Dozenten war: geht es um die Vorbereitung eines Krieges, ist jedes Bild und jedes Video bzw. die Intention dahinter zu hinterfragen, die sich darauf beziehen. Wie oft habe ich mich täuschen lassen...
  10. #1139

    Bestellt

    Zitat von Dominik Siebers Beitrag anzeigen
    Darüber hab ich mittlerweile auch schon andere Bilder gesehen, im Rahmen eine Vorlesung über "Gamedesign und Physiologie", in der es unerwarteterweise zuerst um Bildmanipulation und -fälschung ging. Erschreckend, wie dreist Bilder .......
    Das ist doch schon seit dem Jugoslawien-Krieg bekannt. Da gibt es spezielle Firmen, die diese Manipulationen herstellen.