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Letztes Gefecht in Sirt: Gaddafi ist tot - Libyer bejubeln Ende des Diktators
Ausgelassene Freude auf den Straßen von Tripolis,*triumphierende Rebellen in Sirt: In Libyens*Städten*feiern Menschen die Meldung vom Tod Gaddafis.*Der Ex-Diktator soll beim Gefecht um seine Heimatstatt verwundet worden und wenig später seinen Verletzungen erlegen sein.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...793023,00.html
- #1130 23.10.2011 17:19 von derfflingert
Ausstellungen?
Können Sie mal erläutern, wie und wo - Ihrer Meinung nach - Schlachtvieh ausgestellt wird.
Dass eine solche Aktion zur Vorbeugung einer Legendenbildung begründet sein kann, können Sie sich wohl nicht vorstellen.
Den Tod des "grössten (Ver)Führers aller Zeiten" haben viele jahrzehntelang nicht wahrhaben wollen.
Bin Laden lebt ebenfalls noch, Elvis auch.
Nur Gaddafi ist, wie man sehen kann, mausetot.
D - #1131 23.10.2011 21:30 von
- #1132 24.10.2011 10:40 von
- #1133 24.10.2011 13:03 von
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Wenn ich Sie richtig verstanden habe, nennen Sie „Revolution“, wenn bewaffnete „Demonstranten“ und NATOtruppen (ich würde zusätzlich noch verdeckt arbeitende militärische Spezialeinheiten vermuten)eine Regierung für abgesetzt erklären, eine neue Regierung nach eigenem Belieben einsetzen und unterstützen, vermeintliche politische Gegner foltern und killen und die Zivilbevölkerung nebst Krankenhäusern bombardieren und beschießen.
Zwar gehörten zu den bewaffneten „Aufständischen“ in Libyen unstrittig Politiker mit einflussreichen Positionen, aber, da diese (trotz Bewaffnung) nicht selbst (hochrangige) Militärs gewesen sind, sondern ausländische hochrangige Militärs die alte Regierung, das alte System und das ganze Land haben um- und überwalzen lassen, handele es sich NICHT um einen Militärputsch - Ihrer Meinung nach.
D.h., wenn SIE von Revolution und Revolutionären sprechen, meinen Sie genau das, was ich Militärputsch und Militärputschisten nenne, weil es ohne ausländisches Militär und ohne die Bewaffnung libyscher „Rebellen“ keinen Regimewechsel unter der Flagge des - vor der unblutigen Revolution unter der Führung Gaddafis – regierenden Diktators Idris gegeben hätte.
MfG reahl - #1134 24.10.2011 13:04 von
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Die Metapher „Apfelhändler“ finde ich gar nicht so schlecht, obwohl sich mir in Bezug auf Libyen sofort die Assoziation zu Schneewittchen aufdrängt und weniger zu dem Mythos, auf den Sie anspielen, obwohl der auch nicht ganz unpassend ist, da hier zwar nicht Absicht, aber ein Irrtum, der sich über die Jahrhunderte in den Köpfen von Menschen manifestierte, eine Rolle spielte.
Mit der Erkenntnis von gut und böse ist das so eine Sache: Alle reden davon und wenn man nachfragt, was sie damit meinen, drücken sich die meisten um eine Antwort und flüchten in „alles subjektiv“, „was für den einen gut ist, ist für den anderen schlecht“.
Ich wollte wissen, was SIE für gut und für schlecht halten.
In Ihrem Satz: „Der Mensch ist - aus irgendwelchen Gründen in unserer Psyche - veranlagt, seine Handlungen als "gut" und die seines Gegners als "böse" darzustellen.“, beziehen gut und böse nicht auf den Menschen an sich und stellen die Guten den Bösen gegenüber, sondern auf deren Handlungen. Ich vermute, dass wir uns einig darüber sind, dass jeder Mensch das Potential zu beidem hat, zu guten und schlechten Taten. Sie selbst haben indirekt definiert, was Sie unter guten und schlechten Taten verstehen:
Leben retten und Kranke heilen, finden Sie gut und Städte belagern (Menschen vom Lebensnotwendigen abzuschließen, sie (ver)hungern und (ver)dursten zu lassen und gefangene Soldaten zu töten finden Sie schlecht – und zwar unabhängig davon WER das tut. Dem kann ich uneingeschränkt zustimmen.
MfG reahl - #1135 24.10.2011 13:15 von
jetz mal ganz ehrlich:
gaddafi lebt. hier ist der beweis seiner gelungenen flucht:
http://www.titanic-magazin.de/upload...Gaddafi_02.jpg - #1136 24.10.2011 13:25 von
Kein Titel.
Dass eine Revolution - mit wenigen glücklichen Ausnahmen - zu einem erheblichen Teil mit Waffengewalt durchgeführt wird, sollte Ihnen keine völlig neue Erkenntnis sein. Dass gerade Revolutionen und Bürgerkriege von einer besonderen Grausamkeit gekennzeichnet sein können, hat in etwa die gleichlange historische Konstante. Ich verstehe daher nicht, wieso Sie, nachdem Sie nach den Anzeichen einer Revolution gefragt haben, sich nun über die Auswirkungen auslassen.
Ein Militärputsch ist es üblicherweise dann, wenn das Militär putscht. Das kann ich in Libyen beim besten Willen nicht erkennen. Dass Sie eine Revolution als Militärputsch bezeichnen, nehme ich hin, damit ich weiß, dass wir trotz unterschiedlicher Bezeichnung vom gleichen reden. Sie brauchen übrigens nicht GROSS zu schreiben. Ich lese mit Faktor 150%, so dass ich die normale Gross-/Kleinschreibung gut erkennen kann. - #1137 24.10.2011 14:54 von
Kein Titel.
[QUOTE=reahl;8985266]Die Metapher „Apfelhändler“ finde ich gar nicht so schlecht, obwohl sich mir in Bezug auf Libyen sofort die Assoziation zu Schneewittchen aufdrängt und weniger zu dem Mythos, auf den Sie anspielen, obwohl der auch nicht ganz unpassend ist, da hier zwar nicht Absicht, aber ein Irrtum, der sich über die Jahrhunderte in den Köpfen von Menschen manifestierte, eine Rolle spielte.
Ich fasse zusammen, dass Sie verstanden haben, was ich geschrieben habe. Auf die Zusatzinformation, dass Sie ein Grimm-lesender, atheistischer Altes-Testament-Kenner sind, hätte ich aber auch verzichten können.
Ich kann mich nur noch einmal auf Kant zurückziehen, dass die Erkenntnis, was gut und böse sei, immer und zwangsläufig ein innerer, also subjektiver Prozess sein muss. Ich maße mir - außerhalb der mir gegebenen Befugnisse - nicht an, über gut und böse zu urteilen.
Da ich das hier schon öfters geschrieben habe, widerstehe ich der Versuchung zu widersprechen, nur um widersprechen zu können.
Sie müssten einmal definieren, was Sie unter einer Definition verstehen. Ich hätte meine Beispiele jetzt auch als eben das und nicht als indirekte Definition bezeichnet.
Ansonsten kann ich die Angelegenheit für Sie aber noch etwas verkomplizieren und wieder den subjektiven Blick einfügen. Es gibt nun einmal Situationen, in denen Sie nicht zwischen gut und böse entscheiden können, sondern nur zwischen zwei Übeln. Das sind dann halt die harten Nüsse. Wen versorgen Sie als Militärarzt, wenn Sie nicht genügend Kapazitäten haben - die schwerstverwundeten, die leichtverwundeten, die eigenen Leute, die des Gegners? Die klassische griechische Tragödie basiert ja nicht darauf, dass der Hauptdarsteller sich zwischen gut und böse entscheiden muss, sondern nur die Wahl zwischen zwei Übeln hat. - #1138 24.10.2011 18:54 von Dominik Siebers
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Darüber hab ich mittlerweile auch schon andere Bilder gesehen, im Rahmen eine Vorlesung über "Gamedesign und Physiologie", in der es unerwarteterweise zuerst um Bildmanipulation und -fälschung ging. Erschreckend, wie dreist Bilder heute manipuliert werden. Erschreckend auch, wie oft ich das unhinterfragt geglaubt habe. Die Grundaussage des Dozenten war: geht es um die Vorbereitung eines Krieges, ist jedes Bild und jedes Video bzw. die Intention dahinter zu hinterfragen, die sich darauf beziehen. Wie oft habe ich mich täuschen lassen...
- #1139 25.10.2011 09:14 von
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