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Letzter Tag der "DLZ": Sterben in Barsinghausen

DPAWenn mit der Todesanzeige die Abokündigung kommt: Mehr als 126 Jahre lang versorgte die "Deister-Leine Zeitung" die Menschen in Barsinghausen mit kleinen und großen Nachrichten. Doch jetzt sterben die Leser - und mit ihnen das Blatt. Requiem für ein Print-Produkt.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...818388,00.html
  1. #1

    Das ist die Zukunft... auch die ganz großen Blätter wird es irgendwann erwischen. Für die Kids von heute, die digital vernetzt aufwachsen, sind Tageszeitungen ein Relikt und absolut uncool. Ich denke, dass es in den Industrieländern Mitte des Jahrhunderts keine Tageszeitungen mehr geben wird. Der Trend ist eindeutig.
  2. #2

    Prinzipiell ein richtiger Artikel, das Sterben kleiner Zeitungen die Journalistisch arbeiten ist zu bedauern ... leider fehlen hier interessante Details wie der "zufällige" Archivbrand 1945, bei dem leider die Haltung zum Nationalsozialismus in Rauch aufging. So lange ich mich erinnern kann, ging der journalistische Anspruch der DLZ nie über Regionalfussball und Berichte über das Wirken des Kaninchenzüchtervereins hinaus. Unkritischer Dorfklatsch ohne Anspruch, dessen Verschwinden ja vielleicht Platz für neues schafft.
  3. #3

    Na selkie,

    nur ein einziger Beitrag hier und dann gleich unter die Gürtellinie?

    Die Artikel in der DLZ waren deutlich besser recherchiert als in den Blättern von "Tante Luise M.".
  4. #4

    Zitat von h.hass Beitrag anzeigen
    Das ist die Zukunft... auch die ganz großen Blätter wird es irgendwann erwischen. Für die Kids von heute, die digital vernetzt aufwachsen, sind Tageszeitungen ein Relikt und absolut uncool. Ich denke, dass es in den Industrieländern Mitte des Jahrhunderts keine Tageszeitungen mehr geben wird. Der Trend ist eindeutig.
    Es geht nicht um "cool" oder "uncool".
    Zeitungen sind an sich ein Relikt. Nachrichten, auch aus der Umgebung, erhalte ich über das Internet sehr viel schneller. Das, was in der Zeitung steht, ist vom Vortag und beim Zeitpunkt des Lesens längst alter Käse.

    Interessant sind Zeitungen für mich nur noch, wenn ich grad aus dem Ausland komme, nicht im Internet war, und wissen möchte, was die Tage passiert ist in Deutschland. Oder Leitartikel über Themen mit Hintergrundinformationen.

    Für reine Berichterstattung hat die Zeitung nun mal einfach ausgedient.
  5. #5

    Doch - in Norwegen!

    Zitat von h.hass Beitrag anzeigen
    Ich denke, dass es in den Industrieländern Mitte des Jahrhunderts keine Tageszeitungen mehr geben wird. Der Trend ist eindeutig.
    da werden die kleinen Zeitungen massiv subventioniert!
  6. #6

    Zitat von h.hass Beitrag anzeigen
    Für die Kids von heute, die digital vernetzt aufwachsen, sind Tageszeitungen ein Relikt und absolut uncool. Ich denke, dass es in den Industrieländern Mitte des Jahrhunderts keine Tageszeitungen mehr geben wird. Der Trend ist eindeutig.
    Ich bin 24 und es gehört zu meinem Frühstücksritual Tageszeitung zu lesen und ich kenne viele die das ebenso tun (meist akademiker) Nur ich denke was heute zunehmend uncool wird ist lokalität, kommunalität. Die ganze Welt liegt einem jungen Menschen heutzutage zu Füßen, da interessiert einfach der örtliche Kindergarten nicht mehr.

    Ich lese Handelsblatt, FAZ und Spiegel. Schon die Sächsische Zeitung ist mir zu "regional" und zu unrelevant!
  7. #7

    Kaum stirbt das Heimatblatt, schon weiß man ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wenn mit der Todesanzeige die Abokündigung kommt: Mehr als 126 Jahre lang versorgte die "Deister-Leine Zeitung" die Menschen in Barsinghausen mit kleinen und großen Nachrichten. Doch jetzt sterben die Leser - und mit ihnen das Blatt. Requiem für ein Print-Produkt.

    Letzter Tag der "DLZ": Sterben*in Barsinghausen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    ... nicht mal mehr, wie der besprochene Heimatort heißt:

    Es ist im Artikel einmal die Rede von "halb Borsighausen stand unter Wasser", unter Foto Nr. 2 steht aber "Einwohner von Barsiunghausen".

    Armes Barsinghausen ...
  8. #8

    ...

    Zitat von wiesel/bdd Beitrag anzeigen
    Ich bin 24 und es gehört zu meinem Frühstücksritual Tageszeitung zu lesen und ich kenne viele die das ebenso tun (meist akademiker) Nur ich denke was heute zunehmend uncool wird ist lokalität, kommunalität. Die ganze Welt liegt einem jungen Menschen heutzutage zu Füßen, da interessiert einfach der örtliche Kindergarten nicht mehr.

    Ich lese Handelsblatt, FAZ und Spiegel. Schon die Sächsische Zeitung ist mir zu "regional" und zu unrelevant!
    Nun gut, ich bin auch 24 und zu meinem morgendlichen Ritual, gehört das lesen der SZ und SPON - nur eben online. Wenn ich lustig bin, dann browse ich auch noch bei der Onlineausgabe der Regionalzeitung vorbei.
    Ich denke diese Digitalisierung am Frühstückstisch wird sich noch weiter durchsetzen und noch einigen kleineren Print-Zeitungen den Kopf kosten.

    Für mich als Konsument hat die digitale Form eigentlich nur Vorteile.
    Sie ist Kostenlos, ich muss nicht mir die Zeitung nicht aus dem Briefkasten holen und das Altpapier muss ich auch nicht mehr so häufig hinunterbringen.
    Es ist eben ein gesellschaftlicher Umbruch.
    Wer diesen nicht mitgeht, der darf sich eben am Ende nicht wundern.
  9. #9

    @meine Vorposter:

    - wer schreibt die Artikel über die Gemeindeversammlung?
    - wer betreibt die gelobten Webseiten die man so schön überall lesen
    kann? Bei SPON und co. wird man darüber wohl kaum was lesen können.

    Es ist also dringend notwendig lokale Zeitungen zu haben, sonst findest lokales in den Medien nicht mehr statt. Punkt.
    Und ob das tolle Lokalblog von nebenann immer und überall dabei sein kann und das auch über einen längeren Zeitraum durchhält darf man getrost bezweifeln.








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