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Letzte Wehrpflichte: "Schon als Kind habe ich gern Krieg gespielt"

Sie sind frisch eingerückt und die letzten ihrer Art: Wehrpflichtige bei der Bundeswehr. Für Rekruten im hessischen Stadtallendorf endet die ereignisarme erste Woche mit einem kleinen Waldmarsch. Warum sie nicht verweigert haben? Wegen der schönen Disziplin und Geländespielen mit Gewehr.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...738632,00.html
  1. #1

    Na ja...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie sind frisch eingerückt und die letzten ihrer Art: Wehrpflichtige bei der Bundeswehr. Für Rekruten im hessischen Stadtallendorf endet die ereignisarme erste Woche mit einem kleinen Waldmarsch. Warum sie nicht verweigert haben? Wegen der schönen Disziplin und Geländespielen mit Gewehr.

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...738632,00.html
    ... dort versammelt sich halt ein repräsentativer Durchschnitt der Bevölkerung. Die wenigsten reflektieren wirklich das Thema Bundeswehr, da spielen dann eher triviale Gründe und gängige Vorurteile (als Zivi gammle man nur herum)eine Rolle. Das wird sich ja nun ändern. Ich befürchte, dass die "neue" Bundeswehr ein Sammelbecken für frustrierte Menschen wird, die es im Zivilleben nicht gepackt haben. Und wenn sich die BW dann immer mehr aus der Gesellschaft verabschiedet hat, wird es eben immer einfacher werden, diesen Haufen gegen die Gesellschaft einzusetzen. Das Thema "BW im Innern" wird in den nächsten Jahren durchgesetzt werden.
  2. #2

    Ungerecht

    Zitat von nixkapital Beitrag anzeigen
    ... dort versammelt sich halt ein repräsentativer Durchschnitt der Bevölkerung. Die wenigsten reflektieren wirklich das Thema Bundeswehr, da spielen dann eher triviale Gründe und gängige Vorurteile (als Zivi gammle man nur herum)eine Rolle. Das wird sich ja nun ändern. Ich befürchte.....
    Ich gebe Ihnen in vielen Dingen Recht aber das ändert nicht an der Tatsache, dass wie eine Armee brauchen.
    Zu meiner Zeit haben wir die Berufssoldaten und Zeitsoldaten "Wirtschaftsflüchlinge" genannt. Genau darauf wird es hinauslaufen.
    Was ich daran bemängel ist, dass an dieser Stelle nicht alle diesen Dienst an der Gesellschaft erfüllen müssen. Hier wäre doch eine schöne Einnahmequelle für Vater Staat. Denn alle, die sich nicht in den Dienst der Gesellschaft stellen sollten zur Kasse gebeten werden. Und mit Dienst meine ich nicht unbedingt den Militärdienst sondern den Sozialdienst, Grünflächenpflege etc..
  3. #3

    Die Idee prinzipiell nicht schlecht

    Zitat von Ernst666 Beitrag anzeigen
    Ich gebe Ihnen in vielen Dingen Recht aber das ändert nicht an der Tatsache, dass wie eine Armee brauchen.
    Zu meiner Zeit haben wir die Berufssoldaten und Zeitsoldaten "Wirtschaftsflüchlinge" genannt. Genau darauf wird es hinauslaufen.
    Was ich daran bemängel ist, dass an dieser Stelle nicht alle diesen Dienst an der Gesellschaft erfüllen müssen. Hier wäre doch eine schöne Einnahmequelle für Vater Staat. Denn alle, die sich nicht in den Dienst der Gesellschaft stellen sollten zur Kasse gebeten werden. Und mit Dienst meine ich nicht unbedingt den Militärdienst sondern den Sozialdienst, Grünflächenpflege etc..
    aber nicht nur im Detail steckt der Wurm. Bestimmte "dienste" sind nämlich Aufgaben der Länder und Kommunen, wofür diese ja auch unsere Steuergelder kassieren. Würden diese Aufgaben nun im Rahmen einer umgenannten Wehrpflicht vom Bund übernommen, fielen auch dise Einnhamen weg. Steuergelder müssen ja nicht unbedingt zweckgebunden verwendet werden.
    Abgesehen davon war es schon immer ungerecht, dass Männer dienen müssen oder mussten, Frauen dagegen nicht mal in den Zivil- oder Ersatzdienst einbezogen wurden.
  4. #4

    Wie schön

    Zitat von nixkapital Beitrag anzeigen
    ... dort versammelt sich halt ein repräsentativer Durchschnitt der Bevölkerung. Die wenigsten reflektieren wirklich das Thema Bundeswehr, da spielen dann eher triviale Gründe und gängige Vorurteile (als Zivi gammle man nur herum)eine Rolle. Das wird sich ja nun ändern. Ich befürchte, dass die "neue" Bundeswehr ein Sammelbecken für frustrierte Menschen wird, die es im Zivilleben nicht gepackt haben. Und wenn sich die BW dann immer mehr aus der Gesellschaft verabschiedet hat, wird es eben immer einfacher werden, diesen Haufen gegen die Gesellschaft einzusetzen. Das Thema "BW im Innern" wird in den nächsten Jahren durchgesetzt werden.
    Da ist es umso besser, wenn aufgeklärte und vorurteilsfreie Zeitgenossen der Gesellschaft und natürlich der Bundeswehr den Spiegel vorhalten. Die ganzen Simpel in Uniformen – allesamt Zivilversager – werden sich, frustriert wie sie nun mal sind, selbstverständlich zum willfährigen Werkzeug der zukünftigen innerdeutschen Unterdrücker machen lassen, wenn man sie nur lässt!
    Oh man ….
  5. #5

    .

    Zitat von Ernst666 Beitrag anzeigen
    Ich gebe Ihnen in vielen Dingen Recht aber das ändert nicht an der Tatsache, dass wie eine Armee brauchen.
    Demstimme ich zu.
    Zitat von Ernst666 Beitrag anzeigen
    Zu meiner Zeit haben wir die Berufssoldaten und Zeitsoldaten "Wirtschaftsflüchlinge" genannt. Genau darauf wird es hinauslaufen.
    Ja,kenne ich auch.
    Zitat von Ernst666 Beitrag anzeigen
    Was ich daran bemängel ist, dass an dieser Stelle nicht alle diesen Dienst an der Gesellschaft erfüllen müssen.
    Dienst an der Gesellschaft?
    Ich kenne einige, die wurden ausgemustert und haben so viel früher anfangen können zu arbeiten und Steuern zu zahlen. Auch das Zahlen von Steuern ist "ein Dienst an der Gesellschaft".

    Zitat von Ernst666 Beitrag anzeigen
    Hier wäre doch eine schöne Einnahmequelle für Vater Staat. Denn alle, die sich nicht in den Dienst der Gesellschaft stellen sollten zur Kasse gebeten werden. Und mit Dienst meine ich nicht unbedingt den Militärdienst sondern den Sozialdienst, Grünflächenpflege etc..
    Und mit dieser Forderung stellen Sie sich außerhalb des GG....
  6. #6

    Beförderung

    Im Bild 9:
    "Oberfeldwebel Weicker bildet seit drei Jahren Rekruten aus - der aktuelle Jahrgang ist wohl sein letzter."
    Im Bild 10:
    Hauptmann Krämer ist der Vorgesetzte von Oberleutnant Weicker. Wie es nach Oktober weitegeht, wenn endgültig die letzten Wehrpflichtigen die Kaserne verlassen, weiß er noch nicht.

    vom Oberfeldwebel zum Oberleutnant geht auch echt nur im SPIEGEL
  7. #7

    Hm...

    Zitat von Abberline Beitrag anzeigen
    Da ist es umso besser, wenn aufgeklärte und vorurteilsfreie Zeitgenossen der Gesellschaft und natürlich der Bundeswehr den Spiegel vorhalten. Die ganzen Simpel in Uniformen – allesamt Zivilversager – werden sich, frustriert wie sie nun mal sind, selbstverständlich zum willfährigen Werkzeug der zukünftigen innerdeutschen Unterdrücker machen lassen, wenn man sie nur lässt!
    Oh man ….
    ...Warten wir ab. Für genau dieses Ziel braucht man nämlich Leute, die sich nicht mehr der Gesellschaft zugehörig fühlen. Die Wehrpflicht hat wenigstens bewirkt, dass ein regelmäßiger Austausch zwischen Armee und Gesellschaft stattfindet.
  8. #8

    Zitat von markus_wienken Beitrag anzeigen
    Und mit dieser Forderung stellen Sie sich außerhalb des GG....
    Absolut richtig!
    Endlich wird die Sklavenarbeit abgeschafft. Denn etwas anderes ist es nunmal nicht.
  9. #9

    Ätzend

    Ich finde es mehr als ärgerlich, wenn Journalisten in jeden Satz ihres Artikels dokuentieren, dass ihnen ein Thema gänzlich fremd ist und sie schlicht nichts damit anfangen können. "Ich habe schon als Kind gerne Krieg gespielt" ist dann die charakterisierende Voraussetzung, den Wehrdienst abzuleisten. Hier wird mal wieder der Eindruck erweckt, als ob unsere Gesetze ein Wahlrecht zwischen Wehr- und Ersatzdienst vorsähe. Wir haben ein Recht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen!!, nicht mehr, nicht weniger. Damit beantwortet sich dann auch die Frage, ob Zivildienst zur Überbrückung in Frage kommt, wenn ich später zur Polizei will (im Extremfall Finaler Rettungs-schuss). Es ist dann auch nicht mehr verwunderlich, wenn kein Jounalist ein Störgefühl hat, geschweige denn einen Erklärungsbedarf sieht, wenn Kriegsdienstverweigerer später Wehrbeauftragte werden oder als Abgeordnete für schöngefärbte Kriegseinsätze der Armee stimmen, während falsche Spesenabrechnungen es auf die Titelseiten bringen. Ätzend!


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