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Letzte Langzeitstudenten: Endspurt der Dinosaurier

16, 18, 26 Semester, aber nicht mehr lange: Durch den Bachelor stirbt eine Spezies aus -*die Langzeitstudenten. Kurvige Lebensläufe sind nicht mehr vorgesehen. Im UniSPIEGEL erzählen vier Campus-Dinosaurier, warum ein Skateboard sie ablenkte und*jüngere Kommilitonen sie für Klugscheißer halten.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...764373,00.html
  1. #90

    Keine Ahnung...

    Zitat von LasseStehnken Beitrag anzeigen
    Ich muss sagen, ich halte nicht viel von der Kritik am Bachelor System.
    Ich bin selbst Bechelorstudent im 5. Semester und kann nicht nachvollziehen, weshalb man während des Bachelorstudiums keine Zeit zum "erweitern des Horizontes" sein soll.
    Zum einen kenne ich bereits Bechelor Studenten im 16 Semester, zum anderen halte ich es für Aktivitäten außerhalb der Uni nicht für notwendig soviele Semester zu studieren.

    Ich kann nicht von mir behaupten besonders fleißig zu sein, aber ich besuche regelmäßig in die Vorlesungen, Übungen und Seminare und mache die Aufgaben zu zu ungefähr 60%. Damit habe ich, und meinen meisten Kommilitonen ergeht es wohl ähnlich damit habe ich im Semester ungefähr 30h/Woche.

    Mein Studium besteht ab dem 5. Semester ausschließlich aus Wahlpflichtkursen, wobei die Auswahl zumindest so groß ist, dass es Kommilitonen gibt mit denen ich keine gemeinsamen Kurse mehr besuche.

    Im letzten Semester hatte ich auch genug Zeit, eine Veranstaltung nur aus Interesse, ohne Scheinpflicht zu besuchen.

    Außerhalb meines Studiums bleibt mir genug Zeit nahezu jedes Wochenende im Sommer regattasegeln zu gehen und 3 Tage in der Woche jugendlichen Segeltraining anzubieten. In den Semesterferien kann ich selber Meisterschaften segeln und Trainingslager anbieten.

    Wenn ich mir dagegen überlege wie ein Diplomstudium von mir ausgesehen hättte, komme ich zu dem Schluss, dass es wahrscheinlich mit deutlich geringerem Aufwand im Semester ausgekommen wäre. Dafür aber in Vorbereitung auf die Vordiploms/Diplomprüfung einige Monate lang den gesamten Stoff selbst bei bringen müssen.
    Dabei hätte ich zum einen nur das Prüfungsrelevante, und ncihts nebenher gelernt, zum anderen einige Wochen für nichts anderes Zeit gehabt.
    Einzig im Wissenschaftlichen arbeiten wäre ich wohl durch mehr Haus- und Studienarbeiten besser ausgebildet worden.

    Durch größtenteils freie Semesterferien (141 Tage dieses Jahr) ausreichend Zeit ist, Dinge außerhalb der Uni oder zusätzlich in der Uni zu machen.

    Sicherlich hat jemand der 25 Semester auf Diplom studiert hat mehr Zeit für andere Dinge, nur nutzen die wenigsten Studenten diese für wissenschaftliche zwecke, und die die das möchten, können weiterhin ein Master- und Doktorstudium machen.
    Und wer gerne andere Dinge machen möchte wie der Skateboarder, kann das auch tun, nur kann er sich dann nicht mehr Student nennen, was er ja eigentlich auch nicht ist.

    Und für Mütter/Väter oder finaziell benachteiligte, gibt es ja auch weiterhin diverse Ausnahmeregelungen für Pausen während des Studiums, zudem ist es ja auch weiterhin Möglich ohne größere Nachteile 1-2 Semester länger als Regelstudienzeit am Bachelor zu studieren.
    ... was Sie da studieren wollen - aber den Sinn des Studierens, des "Versuchens", den kommen Sie nicht im Entferntesten nach.
    Ist ja auch egal - es ist politisch gewollt, daß Deutschland den Vorteil einer guten Ausbildung im Gegensatz zu den anderen EU-Ländern verliert.
    Sie sind da nur ein gutes Beispiel dafür.
  2. #91

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    Zitat von LasseStehnken Beitrag anzeigen
    Ich fahre kein Auto, aber mein Bus fährt über diese Straßen, die LKWs die Meinen Supermarkt beliefern fahren über diese Straßen,...
    Die Straßen sind für meinen Lebensstandard notwendig, auch wenn ich sie selbst kaum benutze.
    Das ist falsch, soviele Straßen wie wir derzeit haben sind für Ihren Lebensstandard keineswegs notwendig. Wenn mehr Leute so lebten wie Sie, dann bräuchten wir viel, viel weniger Straßen und diese müssten dann auch wesentlich seltener gewartet werden. Und nun warte ich auf Ihre Empörung...:)

    Zitat von LasseStehnken Beitrag anzeigen
    Für langzeitstudenten gilt das aber nciht in dem Maße, sie nehmen mehr Vergünstigungen in Anspruch, geben der Allgemeinheit aber weniger zurück.
    Sie reden jetzt immer noch vom Mensaessen und Theaterkarten, oder?

    BTW: Zum Thema Mensa noch eine Anmerkung von mir, der ich in meinen gesamten 21 Semestern vielleicht ganze 50-60 Mahlzeiten in der Unimensa eingenommen habe: die Anzahl der Langzeitstudenten, die ganze Semester überhaupt nicht an der Uni erscheinen, gleichzeitig aber jeden Mittag wegen des günstigen Essens extra zur Uni fahren dürfte die der kindergeldabzockenden hochbegabten Langzeitstudenten nur marginal übersteigen.

    Zitat von LasseStehnken Beitrag anzeigen
    Bei Firmentickets gehe ich mal davon aus, dass den Preisverhandlungen nicht, die durch Steuerung der Öffentlichen haushalte vergünstigten Studentenpreise und Schüler Preise zugrunde liegen, wie das bei den verhandlungen des Studentenwerkes der fall sein dürfte.
    Fazit: Sie wissen überhaupt nicht, wie das Semesterticket kalkuliert und finanziert wird und spekulieren einfach 'mal munter drauflos. Danke für die Bestätigung.

    Zitat von LasseStehnken Beitrag anzeigen
    Dort wird sich der Preis wohl einfach daraus ergeben, dass zu erwartende Fahrten und deren Fahrtkosten, auf alle Mitarbeiter bzw. die Firma umgelegt werden. Und somit auch autofahrer und wenig Fahrer mitzahlen..
    Nein, ein Firmenticket ist im wesentlichen auch einfach nur ein Mengenrabatt wie eben auch das Semesterticket. Nur dass bei Firmen eben in der Regel die Mitarbeiter die Wahl haben, während die Uni einfach sagt "Wir benötigen 20.000 Tickets" und (nahezu) jeder Student bezahlt. Klar kriegt man das dann günstiger - ich sehe das Problem jetzt wirklich nicht.

    Der subventionierte Nahverkehr ist jedenfalls eine separate Baustelle.








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