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Letzte Ausgabe der "FTD": Im Zeichen des Eigenlobs

dapdEin wenig geknickt, um Originalität bemüht und verdammt kokett: Die Redaktion der "Financial Times Deutschland" klopft sich in der finalen Ausgabe auf die Schulter: Zwölf Jahre voller Innovationen, Scoops und Wagnisse! Wenigstens soll das Land wissen, was es für ein Kleinod verliert.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-871506.html
  1. #1

    Interim Management

    Nehmen wir das als Beispiel:

    - Welche Unternehmen sind davon betroffen?
    - Welche Unterschiede gibt es je nach Branche?
    - Wieviele Unternehmen erholen sich und warum?
    - Wie erkennt man ein solches Unternehmen?

    usw. und sofort. Und? Welche Antworten bekomme ich? Dass nicht einmal die Fragen auf dem Zettel standen, wette ich.
    Dafür soll ich auch nur einen Cent bezahlen? Danke. Das kann auch ich mir in wenigen Sekunden aus dem Netz zusammenklemmen.
    Geld gebe ich nur für mehr aus.
  2. #2

    Schade...

    ... bleibt die Frage, was kann ich denn jetzt täglich/wöchentlich lesen? Hat jemand einen (ernstgemeinten) Vorschlag?

    Vielleicht ein englisches/angelsächsisches Blatt?
  3. #3

    So viel Eigenlob in dem Blatt

    ist ja eine noch größere olfaktorische Herausforderung als der morgen darin eingewickelte Fisch - wenn er danach drei Tage auf der Heizung liegengelassen wird ... Ich habe in den vergangenen Jahren zu keiner Zeit Anlass zu distinktivem Lob dieses Blattes gehabt, sorry.
  4. #4

    Tschüs...

    Liebe Redaktion der FTD,

    ich habe heute nach dem Öffnen meines Briefkastens ein tiefes Gefühl der Trauer empfunden. Ich bin mit Unterbrechungen seit Eurer ersten Ausgabe ein Leser Eurer Zeitung.

    Aus Euren Seiten habe ich wichtige Infos für meinen Arbeitstag, wichtiges zu Dingen in aller Welt und auch viele interessante Hintergrundinformationen erhalten.

    Mindestens einmal die Woche habe ich einen Artikel ausgeschnitten und an Kollegen verteilt, oder den Link zum Artikel weitergeleitet.
    Mindestens! Ich lese bis zu drei Zeitungen am Tag - ich weiss nicht woran es liegt, aber soviel verteile ich von den anderen Zeitungen nicht.

    Ihr hinterlasst eine Lücke in zweierlei Hinsicht: ich werde Eure Art zu Schreiben und Berichten vermissen. Kurz, prägnant, immer mutig ein eigenes Urteil zu fällen - und auch bereit Irrtümer zuzugeben. Und nie darauf bedacht, alles zu drucken, was die Agenturen oder Pressebüros ausspülen, sondern immer auch eine Auswahl treffend. Dadurch habt Ihr mir auch Orientierung gegeben. Durch Eure Meinung, an der ich mich reiben konnte und Euren Fokus, durch den ich nicht verwirrt sondern eben auch konzentriert informiert wurde.

    Der zweite Punkt ist, dass es ein Medium zum Thema Digitale Medien/Internet auf täglicher Basis mit Eurem Ausfall nicht mehr gibt.
    Das Handelsblatt ist eine Wüste von Agenturmeldungen und auch Börsenkursen und mit viel zu schwerem Gewicht auf “Alles drucken was geht…”. In der Presselandschaft, wie ich sie aktuell wahrnehme, gibt es ein vergleichbares Medium nicht, dass diesen Themen entsprechend Raum gibt.

    Schließlich noch was zu Eurem weiteren Lebensweg: ich wünsche allen von Euch eine sichere Zukunft in einem neuen, aufregenden Projekt, einer neuen, aufregenden Zeitung oder wo auch immer es Euch hinzieht. Aber immer wünsche ich Euch Erfolg und Spass!

    Wenn Ihr noch wissen wollt, was beim nächsten Mal anders sein sollte: Eure Internetseite. Macht mehr aus der Kombination Zeitung und Website (SPON ist da schon eine Benchmark), schafft einen leichten Zugang für Abonnenten zu Euren Inhalten und stellt eine Paywall analog der NY Times auf, um allen nicht Abonnenten eine Chance zu geben, von Euch zu lernen.

    Bye,
    Frank Meyer,
  5. #5

    Die waren wirklich gut!

    Ich habe FTD-Online täglich gelesen (neben SPON). Die Kommentare und Analysen waren hervorragend. Allerdings habe ich selbst nie einen Cent dafür gezahlt - die Premium-Artikel zu kaufen, dazu war ich zu geizig. Also bin ich mit schuld, dass diese wirklich hervorragende Zeitung verschwindet.

    P.S. Doch, die Printausgabe des Spiegel habe ich abonniert
    P.P.S. Nein, verdammtnochmal, ich bin kein angeheuerter Lobhudelschreiberling sondern ein echter Fach von FTD
  6. #6

    Kein Verlust

    Die Financial Times Deutschland war eine selbstgerechte Zeitung, die mit dem moralischen Zeigefinger über andere richtete. Ihre Leserschaft ist mir nicht bekannt, einzig ein BWL-Student, der immer im Anzug die Vorlesungen besuchte, las das Blatt regelmäßig. Wer war eigentlich die Zielgruppe? Ich habe mittlerweile allen deutschen Tageszeitungen den Rücken gekehrt und lese nur noch die Washington Post und Le Monde.
  7. #7

    eine Zeitung die Wahlempfehlungen gibt????

    und um die Sache erst richtig übel zu machen: Wahlempfehlungen fürs Ausland !!!!

    Nun verstehe ich erst die Reaktionen der Griechen. Eigentlich fand ich die Transparente mit den Nazi Vergleichen etwas verwunderlich. Doch nun wird ein Schuh draus.

    Tztztz und so ein Blatt geht ein, welch Verlust.
  8. #8

    Hehehe, spon

    ...der Kommentar liest sich, als sei hier jemand eingeschnappt. Neidisch ob des Mitleids und der Anteilnahme am aus der ftd?
    Keine Sorge, der Spiegel ist nach dem Aus der ftd Konkurrenzlos!
    Aber Ehre wem Ehre gebührt. Die ftd war m.M. nach die beste überregionale Zeitung Deutschlands. Schade, dass es sie nicht mehr gibt.
  9. #9

    Haltung im Niedergang

    Man kann die Dinge auf verschiedene Art und Weise betrachten. Etwas mehr Anteilnahme für die Kollegen hätte nicht geschadet, Herr Twickel.








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