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Leserreaktionen auf Kommentar: "Wulff verdient kein Mitleid"
dapdAm Donnerstag ist es so weit: Ex-Bundespräsident Wulff soll mit dem Großen Zapfenstreich verabschiedet werden. Ob es dann ruhiger wird um die Affäre des früheren Staatsoberhaupts? Ein SPIEGEL-ONLINE-Kommentar zu dem Thema löste kontroverse Reaktionen aus.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...819613,00.html
- #110 06.03.2012 17:38 von
- #111 06.03.2012 17:40 von
ohne Titel
Der Haushaltausschussvorsitzende des BT verkündete heute im NtV.de das Duell, das Herr Wulff bis heute keine weiteren Ansprüche gestellt hat.
Was soll das Geschrei.
Herr Wulff muss den Antrag stellen.
Und kein anderer! - #112 06.03.2012 17:45 von
Es ist unerträglich
Es ist unerträglich, wie hilflos wir Bürger zusehen müssen, was sich da gegen den Willen einer breiten Bevölkerungsmehrheit abspielt.
Erst der Ehrensold, dann der Anspruch auf Büro und Dienstwagen, jetzt auch noch der große Zapfenstreich.
Wir sollten am Donnerstag zu Hunderttausenden auf die Straße gehen! - #113 06.03.2012 17:48 von
@turo+mikjall
Hallo meine Herren?
Sie haben beide etwas vergessen.
Kohl erntete die Früchte für dessen Grundlagen ein anderer für und vor Jahrzehnte(n) von der CDU/CSU als "Vaterlandsverräter Frahm" geächtet wurde.
Selbst der Friedensnobelpreis für Brandt hat erst mal auf der Seite nur Empörung ausgelöst. - #114 06.03.2012 17:50 von
Ob man daraus was für die Zukunft lernt?
Selbst bei seinem Abgang führt er den Staat noch vor. Der sagt sich: "Mir kann keiner". Die Politiker-Kaste steht sich selbst im Wege und lässt sich von dem bis zum Ende auch noch an der Nase herumführen.
Vielleicht ist es ganz gut daß er mit seinem Verhalten, seiner Klientel, aus der er ja schließlich herangezüchtet wurde, den Spiegel vorhält. Wenn auch ungewollt. Bezeichnend ist sein Verhalten allemal. - #115 06.03.2012 17:59 von
Ehre, Moral und Rechtsstaat
Über das zweifelhafte Charakterbild von Herrn Wulff zu räsonieren, führt nicht weiter. Die Bestimmungen über den Ehrensold des Altpräsidenten sind derart diffus formuliert, daß eine Versagung im Falle Wulff rechtlich einfach nicht haltbar wäre. Dass hier nachgebessert werden kann und soll, steht außer Frage. Aber der Rechtsstaat gebietet es, sich auch an schlecht gemachte, gleichwohl geltende Bestimmungen zu halten. Hier die Ehre (einen doch offenbar aus der Mode gekommenen Begriff) und eine hausgemachte "Moral" ins Feld zu führen, geht an der Sache vorbei, denn wer mehr fordert als das Gesetz, ist ein Tyrann. Daran ändert der Umstand nichts, dass eine gefühlte Mehrheit das womöglich ganz anders sieht.
- #116 06.03.2012 18:07 von
Ich bin zwar Atheist ,
stimme Ihnen aber voll zu.
Eine Änderung aus meiner Sicht : Der Herr Wulff liegt nicht am Boden ,er wurde zu Boden getreten.
Was mich auch wundert ,unsere Spitzenpolitiker wie z.B Adenauer,Strauß,Schmdt. Kohl oder Schröder haben ganz genau geschrieben,wie hart und zuweilen gnadenlos der Kampf zur Spitze war und ist.Herr Wulff war an der Spitze eines Bundeslades.Die mitregierenden Politiker und Oppositionspartein , sowie die Medien waren mit ihm zufrieden ( so ich weiß).Und nun ist er als moralisch völlig verkommen gebranntmarkt worden.
Also ich verstehe das nicht,oder doch ? - #117 06.03.2012 18:11 von
pauschale vorverurteilung
Korruption ist für Politiker alltägliches Geschäft und die großzügige Belohnung die gedacht war um sie Unbestechlich zu machen hat sie nur noch hungriger gemacht.
Presse und Wähler sollten jetzt auch die ganze Herde gleichgesinnter schwarzer Schafe dass Schmarotzen ein bisschen schwieriger machen. - #118 06.03.2012 18:16 von
Parteiprogramm
Irgendwie scheinen gottähnliche Erhabenheit und folglich Schweben über Recht und Ordnung sowohl Ergebnis als auch fester Bestandteil einer CDU-Mitgliedschaft zu sein: Helmut Kohls Ehrenwort reichte, um sich selbstgefällig übers Gesetz zu stellen und dann dort ungeschoren zu verharren; Christian Wulffs Ichwillichwillichwill genügt, um sich vor und nach Bellevue nach Lust und Laune zu bedienen. Und wieder schert sich niemand aus dem Club der Unantastbaren (Akronym: CDU) darum, ob und wie schädlich dies für die politische Kultur des Landes ist. Warum auch, ist doch einer von den ihrigen...
- #119 06.03.2012 18:27 von
Schnellentscheidung um Fakten zu schaffen
Der Punkt ist, dass eine juristische Auseinandersetzung, ob politische Gründe als Anspruchsgrundlage für den Ehrensold bei CW vorliegen, durch die vorschnelle Entscheidung des Bundespräsidialamtes abgewürgt wurde.
Diese Diskussion wäre m.M.n. erforderlich gewesen, um die Bürger davon zu überzeugen, dass eine Entscheidung auf Grund rechtlich nicht anzweifelbarer bzw. ausgiebiger Auseinandersetzung mit den Anspruchsvoraussetzungen erfolgte.
So aber verbleibt der bittere Nachgeschmack, dass auf Biegen und Brechen politische Gründe konstruiert wurden.
CW wäre der erste BPräs ohne Ehrenbesoldung gewesen! - "Es darf nicht sein, was nicht sein darf", darauf läuft doch das ganze Gezappel der meisten Politiker hinaus.
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