Lernen von Michael Dell: Das Organisationstalent

Getty ImagesRechner nach Maß, verkauft per Telefon oder übers Web - mit dieser Idee wurde Michael Dell zum Milliardär. Doch den Erfolg des Computerunternehmers macht in Wahrheit etwas anderes aus: Der Wille, seinen Konzern immer wieder auf neue Bedürfnisse der Kunden auszurichten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,825585,00.html
  1. #1

    Überbewertet

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Rechner nach Maß, verkauft per Telefon oder übers Web - mit dieser Idee wurde Michael Dell zum Milliardär. Doch den Erfolg des Computerunternehmers macht in Wahrheit etwas anderes aus: Der Wille, seinen Konzern immer wieder auf neue Bedürfnisse der Kunden auszurichten.

    Lernen von Michael Dell: Das Organisationstalent - SPIEGEL ONLINE
    Bei Dell hat man die Möglichkeit, einen Computer zu erwerben, der von der Konfiguration her, die Kundenwünsche einem höherem Maß erfüllt, als bei anderen Herstellern von Gesamtpaketen. Soweit gehe ich mit.
    Allerdings verkauft Dell weltweit so viele Computer, daß man nicht im Geringsten davon sprechen kann, daß jeder Computer, den man sich zusammenstellen lassen kann, ein einzigartiges individelles Exemplar ist. Jede noch so exotische Konfiguration ist ein Massenprodukt. Desweiteren lässt Dell seine Rechner auch in einem so genannten Billiglohnland zusammenschrauben. In Kombination mit einer gut durchdachten Logistik innerhalb der Montagekette und mit den Zulieferern kann man da sicherlich nicht mehr von Zauberei sprechen. Davon abgesehen bezahlt man die höheren logistischen und organisatorischen Aufwand auch mit einem höheren Preis.
  2. #2

    Ich möchte die Computer von Dell gar nicht bewerten. Was mir imponiert ist der Mensch Dell an sich. Wer mit 12 schon anfängt, Handel zu treiben und das konsequent fortführt, der ist nicht der Durchschnittsjugendliche, der meint, Parties und Freizeit sind das wichtigste.
    Wenn der später mehr hat als andere, dann ist das nur gerecht. Und ich gönne ihm die Milliarden, ich hätte nicht den Nerv, mich mit so vielen Mitarbeitern rumzuärgern.
  3. #3

    Also..

    Zitat von qqaayy Beitrag anzeigen
    Bei Dell hat man die Möglichkeit, einen Computer zu erwerben, der von der Konfiguration her, die Kundenwünsche einem höherem Maß erfüllt, als bei anderen Herstellern von Gesamtpaketen. Soweit gehe ich mit.
    Allerdings verkauft Dell weltweit so viele Computer, daß man nicht im Geringsten davon sprechen kann, daß jeder Computer, den man sich zusammenstellen lassen kann, ein einzigartiges individelles Exemplar ist. Jede noch so exotische Konfiguration ist ein Massenprodukt. Desweiteren lässt Dell seine Rechner auch in einem so genannten Billiglohnland zusammenschrauben. In Kombination mit einer gut durchdachten Logistik innerhalb der Montagekette und mit den Zulieferern kann man da sicherlich nicht mehr von Zauberei sprechen. Davon abgesehen bezahlt man die höheren logistischen und organisatorischen Aufwand auch mit einem höheren Preis.
    ..fassen wir zusammen:der Dell PC erfüllt im höheren Mass die Kundenwünsche(Vorteil),aber er ist teurer(Nachteil)....ist das nicht logisch?Und genau diese Denke ist das wirtschaftliche Grundübel in D...gut aber bitte billig,billig,billig!
  4. #4

    Schon komisch

    Dass bei Berichten über Dell nie der Hauptzulieferer Foxconn erwähnt wird.
    Apple scheint der einzige Computerkonzern zu sein der Druck auf Foxconn ausübt um die Arbeitsbedingungen zu verbessern.
  5. #5

    Service

    Zitat von qqaayy Beitrag anzeigen
    Allerdings verkauft Dell weltweit so viele Computer, daß man nicht im Geringsten davon sprechen kann, daß jeder Computer, den man sich zusammenstellen lassen kann, ein einzigartiges individelles Exemplar ist.
    Was ist daran schlecht? Ich habe Anfang der 90er mein erstes Dell-Laptop gekauft. Meine Standard-PCs habe ich mir damals selbst zusammengebaut. Im Laufe der Jahre kaufte ich auch Produkte anderer Firmen, bin aber letztendlich immer wieder zu Dell zurückgekehrt und kaufe mittlerweile ausschließlich Dell-Rechner. Selbstverständlich bastele ich mir auch keine PCs mehr zusammen. Das ist heutzutage langweilig geworden.

    Mir ist auch der Service wichtig. Und da ist Dell unschlagbar. Wo bringen Sie Ihren PC hin, wenn was nicht in Ordnung ist? In den Elektrofachmarkt?
  6. #6

    War früher nie ein Fan von Dell, aber habe mir wegen diverser Testbewertungen ein Dell Latitude e6520 gekauft mit mattem superhellem FHD Display und noch selber ne SSD eingebaut. Einfach super. Tolle Qualität und ich kann mit dem Laptop direkt in der Sonne sitzen und arbeiten. :)
  7. #7

    Lobhudelei?

    Was soll denn dieser Artikel? Mehr Lobeshymne als Information …?
    Was mich immer gewundert hat, ist, dass die Leute Dell-Produkte als kostengünstiger/preiswerter angesehen und dabei vergessen haben, dass in deren Preisen eben keine Kosten für Lagerung und vor allem Verkauf (Gehälter, Ladenmiete etc.) enthalten waren … sie also VIEL günstiger hätten sein müssen. Und die Qualität …? Nach mehreren Toshiba-Laptos hatte ich Ende der 90er mal an einem von Dell zu arbeiten: knirschendes, sich verbiegendes Plastikgehäuse … dann kam Apple mit einem vile teureren aber auch viel wertiger gearbeiteten Titanium-Laptop, auf dem ein Unix lief, und die Sache war entschieden.
    Ach ja, apropos Apple: War es nicht der weitsichtige, flexible, charismatische – wenn wir dem Artikel glauben dürfen: geradezu geniale Herr Dell, der damals empfahl, Apple aufzulösen …? Naja, irren ist menschlich, selbst für Milliardäre in ihrer eigenen Branche … *lach*
  8. #8

    Genau!

    Zitat von vincent1958 Beitrag anzeigen
    ..fassen wir zusammen:der Dell PC erfüllt im höheren Mass die Kundenwünsche(Vorteil),aber er ist teurer(Nachteil)....ist das nicht logisch?Und genau diese Denke ist das wirtschaftliche Grundübel in D...gut aber bitte billig,billig,billig!
    Ist es nicht auch ein Grundübel in D., daß man in jeder objektiven Analyse der Situation eine Kritik, ja einen Angriff gegen sich selbst zu erkennen scheint? ich muss da immer an eine Autohupe denken, die nicht meistens nicht als Warnsignal verstanden wird, sondern als Instrument, den anderen Verkehrsteilnehmer anzuschnauzen.

    Natürlich ist es nicht schlecht, sich einen Rechner mit den individuellen Anforderungen zusammenstellen zu können. Naturlich ist es auch logisch, daß das Gerät dann mehr kostet.
    Ich arbeite selbst mit einem Dell-Rechner. Akkulaufzeit gut, matter Bildschirm, sehr gut! Zum Service kann ich nichts sagen, hatte noch keine Probleme.

    Mir ging es nur darum, mit dem Mythos aufzuräumen, ein super individualisiertes Gerät in den Händen zu halten, welches "extra für mich" zusammengebaut wurde. Ob es überhaupt erst nach meiner Bestellung zusammengeschraubt wurde, wage ich zu bezweifeln. Oder ob die Marktanalyse sogar so weit geht, daß oft nachgefragte Konfigurationen, schon zum Versand bereitliegen, würde ich fast vermuten.
  9. #9

    Tolle Überschrift!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Rechner nach Maß, verkauft per Telefon oder übers Web - mit dieser Idee wurde Michael Dell zum Milliardär. Doch den Erfolg des Computerunternehmers macht in Wahrheit etwas anderes aus: Der Wille, seinen Konzern immer wieder auf neue Bedürfnisse der Kunden auszurichten.

    Lernen von Michael Dell: Das Organisationstalent - SPIEGEL ONLINE
    Aber: Was angeblich der Kunde braucht: wer und wie ermittelt das bei Dell? Jedenfalls sind die PC von Dell nie über besondere Originalität aufgefallen oder gar überdurchschnittliches Preis/Leistungsvermögen. Und dass der Telefonservice besser sei als beim Wettbewerb: Klar doch, Dell hat kein Geschäft, wo man Hardware (+ Software) konkret, auch haptisch, sehen, fühlen und bequatschen kann mit dem Personal. Alles ist nur virtuell.
    Wem es reicht, bitte sehr. Mit reicht das nicht!