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Lernen unter Druck: Studenten setzen auf Leistung statt Eile

Forscher haben den Studenten den Puls gefühlt und festgestellt: Einen schnellen Abschluss finden viele nicht mehr ganz so wichtig. Das allerdings ist kein Ausdruck neuer Gelassenheit. Die Nachwuchs-Akademiker setzen in ihrer vollgepackten Ausbildung nur andere Prioritäten.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...751096,00.html
  1. #1

    Es ist einfach nicht mehr drin!

    Bei den Wirtschaftswissenschaften kann man an der Uni eigendlich das Wissenschaft streichen. Es werden keine Hausarbeiten verlangt sondern ausschließlich Klausuren und vereinzelt auch Referate. Die Klausuren besteht man eigl. nur mit Bolimie lernen und von Forschung kann keine Rede sein. In anderen Fächern sieht das allerdings anders aus. Die Bewertung der einzelnen Klausuren und die Arbeit ist vergleichsweise schlecht. So müssen Studenten in Geschichtlichen oder Geologischen Seminaren Hausarbeit-Referat-Klausur ablegen wobei die WiWi Studenten nur eine Klausur schreiben. Die einen bekommen für mehr Arbeit und Universitätsaufenthalt 4ECTS (Geo.,Geschi) und die anderen 6ECTS (WiWi). Wie das die Norm sein kann weiß ich nicht und finde es Outragous! Wir hätten nie das Anglosystem übernehmen dürfen denn wie es ausschaut brauchen die Studenten genau so lange (und werden bestraft: Regelstudienzeit+Vermerk in ihrem Zeugniss) und es kostet dem Staat das selbe.
  2. #2

    Auswertung der Daten

    Nach einer kurzen Durchsicht der Studie habe ich mich doch sehr über die Art der Darstellung der an sich ja recht interessanten Daten gewundert: die statistische Auswertung erfolgt rein deskriptiv. Natürlich gibt es gewisse Unterschiede in den einzelnen Werten der abgefragten Items (= Fragen im Fragebogen) bzw. in den Mittelwerten. Nur ist dies an sich nicht interessant.

    Die Preisfrage ist doch, ob diese Unterschiede (z.B. zw. Uni und FH, zw. BA/MA/Diplom., zw. dieser und älteren Studien) statistisch signifikant sind: mir drängt sich der Verdacht auf, dass man im Ministerium nicht weiss, wofür simple t-tests und ANOVA eigentlich da sind. Es wäre übrigens schön, wenn dies auch denjenigen Journalisten auffallen würde, die über solche empirische Studien berichten.
  3. #3

    Resignation statt Gelassenheit

    Sehr wahr, der Artikel. Im Grunde sind die Studenten nur realistisch: Was juckt es schon den Arbeitgeber, ob einer 23 oder 27 beim Berufseinstieg ist. Entscheidend sind die Noten, eine gewisse Vielfalt im Lebenslauf und die richtigen Praktika.

    Und natürlich zeigt die Befragung auch, dass die Studenten von den ganzen Anforderungen heillos überfordert sind. Von Arbeitgeberseite kommen nur Ansprüche wie "schnell studiert, beste Noten, Auslandserfahrung, praktische Erfahrungen, Fremdsprachen, Spezialkenntnisse...", während die Uni einem vorgibt, man müsste alles in 6 Semestern fertig haben. Wenn dann länger studiert wird, dann ist das keine "Gelassenheit", eher schon Resignation.
  4. #4

    .....

    Zitat von sponleser_2011 Beitrag anzeigen
    Und natürlich zeigt die Befragung auch, dass die Studenten von den ganzen Anforderungen heillos überfordert sind. Von Arbeitgeberseite kommen nur Ansprüche wie "schnell studiert, beste Noten, Auslandserfahrung, praktische Erfahrungen, Fremdsprachen, Spezialkenntnisse...", während die Uni einem vorgibt, man müsste alles in 6 Semestern fertig haben. Wenn dann länger studiert wird, dann ist das keine "Gelassenheit", eher schon Resignation.

    Welch Überforderung mal 40 Stunden die Woche was zu machen, wobei viele nicht mal 40 Stunden haben. Kein Wunder das viele Studenten einen Praxisschock erleben, den Kater kann man nicht mehr ausschlafen, in wichtigen Positionen sind Überstunden Pflicht und und.

    Die dauerheulende Elite, wie ätzend. Verglichen mit früher wären die meisten nicht einmal ins Studium zugelassen.
    Unser Prof. hat hat uns zu Semesterbeginn sein alten Zulassungstest schreiben lassen, es hat niemand bestanden. Das sagt so einiges über die Qualität der heutigen Studenten aus....
  5. #5

    ...

    Zitat von Mathe-Freak Beitrag anzeigen
    Welch Überforderung mal 40 Stunden die Woche was zu machen, wobei viele nicht mal 40 Stunden haben. Kein Wunder das viele Studenten einen Praxisschock erleben, den Kater kann man nicht mehr ausschlafen, in wichtigen Positionen sind Überstunden Pflicht und und.
    In wichtigtuerischen Positionen sind Überstunden vielleicht Pflicht. Gute Arbeitgeber schaffen es das Pensum eines Mitarbeiters an dessen Leistungsfähigkeit anzupassen bzw. die Mitarbeiterzahl an die Zahl der Aufträge o.ä. Wer mehr Zeit braucht, um Dinge zu schaffen, der bringt deshalb nicht unbedingt mehr Leistung. Abgesehen davon...es gibt bei den Studenten große Unterschiede nach Fach. Fragen sie mal einen Chemiker, der vormittags Vorlesungen und Seminare und nachmittags bis abends Praktika hat, wo seine 40 Stunden sind.

    Zitat von Mathe-Freak Beitrag anzeigen
    Die dauerheulende Elite, wie ätzend. Verglichen mit früher wären die meisten nicht einmal ins Studium zugelassen.
    Unser Prof. hat hat uns zu Semesterbeginn sein alten Zulassungstest schreiben lassen, es hat niemand bestanden. Das sagt so einiges über die Qualität der heutigen Studenten aus....
    Das sagt vor allem etwas über das Bildungssystem. Auch früher haben sich die Leute ihr Wissen in den seltensten Fällen selbst angeeignet oder wurden genial geboren. Wenn man den Zustand der Schulen anschaut, dann kann man jungen Studenten an der Uni wirklich keinen Vorwurf machen, daß sie ihr Unwissen wesentlich verschuldet hätten. Dieses Land ist eben keine Bildungsrepublik. Das sind alles Sonntagsreden. Geld gibt es trotzdem nicht. Und Wertschätzung auch nicht. Das sieht man ja an unserer Bundeskanzlerin. Die verunglimpft gleich mal einen ganzen Berufsstand (den des wissenschaftlichen Mitarbeiters), wenn es opportun ist.
  6. #6

    Kein Vergleich zum Arbeitsleben

    Zitat von Mathe-Freak Beitrag anzeigen
    Welch Überforderung mal 40 Stunden die Woche was zu machen, wobei viele nicht mal 40 Stunden haben. Kein Wunder das viele Studenten einen Praxisschock erleben, den Kater kann man nicht mehr ausschlafen, in wichtigen Positionen sind Überstunden Pflicht und und.

    Die dauerheulende Elite, wie ätzend. Verglichen mit früher wären die meisten nicht einmal ins Studium zugelassen.
    Unser Prof. hat hat uns zu Semesterbeginn sein alten Zulassungstest schreiben lassen, es hat niemand bestanden. Das sagt so einiges über die Qualität der heutigen Studenten aus....
    "Mal 40 Stunden was zu machen" - mein Studium sah anders aus. Zusätzlich zu den universitären Veranstaltungen muss man auch zuhause vor- und nacharbeiten (und man muss tatsächlich, das ist nicht fakultativ!), dazu dann noch der Studentenjob - beides zusammen war näher an der 60- als an der 40-Stundenwoche. Das Arbeitsleben ist im Vergleich relativ erholsam, denn wenn ich Feierabend, Wochenende und Urlaub habe, habe ich tatsächlich frei. Und kein schlechtes Gewissen, weil ich eigentlich noch jede Menge zu tun hätte oder weil ich zugunsten des Studiums den Job vernachlässige oder umgekehrt.
  7. #7

    Spitzen Überschrift

    "Studenten setzen auf Leistung statt Eile"... und Leistung ist Arbeit pro Zeit, Spacko :-)
  8. #8

    Wenn du schon so Clever bist

    Zitat von Mathe-Freak Beitrag anzeigen
    Welch Überforderung mal 40 Stunden die Woche was zu machen, wobei viele nicht mal 40 Stunden haben. Kein Wunder das viele Studenten einen Praxisschock erleben, den Kater kann man nicht mehr ausschlafen, in wichtigen Positionen sind Überstunden Pflicht und und.

    Die dauerheulende Elite, wie ätzend. Verglichen mit früher wären die meisten nicht einmal ins Studium zugelassen.
    Unser Prof. hat hat uns zu Semesterbeginn sein alten Zulassungstest schreiben lassen, es hat niemand bestanden. Das sagt so einiges über die Qualität der heutigen Studenten aus....
    Dann denkt doch darueber mal nach.
    SPIEGEL ONLINE: Sie unterscheiden strikt zwischen menschlichem Denken und maschineller Kalkulation. Was genau meinen Sie damit.

    E.L. Jr.: Unter menschlichem Denken meine ich, dass am Ende es bewertet werden muss, inwiefern es dem Menschen nützt, also eine Ethik mit impliziert. Maschinelles Kalkulieren hat ja nur den eigenen Selbstzweck der maximalen Gewinnoptimierung. Ganz einfach gesagt, was beide unterscheidet ist ihre Menschlichkeit.

    http://cruisenbcn.com/category/inter...-einem-vampir/
  9. #9

    --

    Zitat von Mathe-Freak Beitrag anzeigen
    Welch Überforderung mal 40 Stunden die Woche was zu machen, wobei viele nicht mal 40 Stunden haben. Kein Wunder das viele Studenten einen Praxisschock erleben, den Kater kann man nicht mehr ausschlafen, in wichtigen Positionen sind Überstunden Pflicht und und.
    Keine Ahnung was und wo Sie studiert haben, für mich war der Arbeitsstart die reinste Erholung.
    Der Druck, am Abend bis spät in die Nacht noch dies oder jenes vorzubereiten war plötzlich weg.

    Wer natürlich nur an der Uni ist, weil die Eltern einen dort zum Ruhigstellen abgeben und man dann nach der ersten Vorlesung, die man für den Morgencafe nutzt, ins Freibad geht, ist möglicherweise danach mehr gefordert!?
    Dies halte ich aber - gerade bei Absolventen - ehrer für selten.

    Zitat von Mathe-Freak Beitrag anzeigen
    Die dauerheulende Elite, wie ätzend. Verglichen mit früher wären die meisten nicht einmal ins Studium zugelassen.
    Unser Prof. hat hat uns zu Semesterbeginn sein alten Zulassungstest schreiben lassen, es hat niemand bestanden. Das sagt so einiges über die Qualität der heutigen Studenten aus....
    Inkl. Ihnen also!

    Es ist natürlich richtig. Viele sind eigentlich nicht mehr in der Lage zu studieren. Das fängt damit an, daß sie von den Schulen einerseits nicht mehr das Rüstzeug dafür bekommen. Andererseits ist Studium eben nicht mehr Schule. Da muß man eigenverantwortlich eben auch mal was tun! Das wissen Sie nach o.g. Statement aber anscheinend nicht?


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