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Leistungsschutzrecht: Google lehnt Lizenzierungspflicht ab

dapdDas Kabinett hat den Gesetzentwurf für ein Leistungsschutzrecht beschlossen, nun gibt es Kritik. Internetwirtschaft und Netzpolitiker laufen Sturm gegen die geplante Lizenzpflicht. Google kündigt schon mal an: Man lehne eine derartige Lizenzierung "rigoros" ab.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...852775,00.html
  1. #1

    Die Deutschen an die Front!

    Man kann google nur ermuntern, die deutsche Presse aus den news zu werfen. SPON, Focus online, RP, Welt...wer braucht die schon? Dann lesen wir halt den Standard, die NZZ, sda usw. Besser gleich auf die englischen news zu gehen. Sollen die deutschen Verlage doch den Lohn ihrer jahrelangen Lobbyarbeit bekommen! Google bleibt, aber wo die Verlage bleiben, ist ungewiss. Schmeisst die raus aus google news. Die blogger werden die Chance ergreifen und den Suchmaschinen die Nachrichten liefern, die die Verlage verstecken moechten.
  2. #2

    Ich sage mal ...

    ... besser nichts über den Wunsch der Verlage. Ich sage aber, dass es schon traurig wäre, wenn nach den Nachteilen deutscher Internetbenutzer bei You Tube - Thema GEMA - nun auch Einschränkungen beim ziehen von Nachrichten im Internet entstünden. Will man hier wirklich einen Internet-Steinzeit Park schaffen?
  3. #3

    Google sollte Verlage sperren wie in Belgien

    Diese nationale Sonderbehandlung der Deutschen sollte von Google nicht unterstützt werden. Google sollte die deutschen Verlage einfach aussperren wie in Belgien und warten, bis eine verantwortungsvolle Regierung diesen Sondermüll entsorgt, falls er Gesetz wird.

    Die Regierung will mit allen Mitteln verhindern , aus ihren Müllgesetzen zu lernen. Nach ACTA, Zugangserschwerungsgesetz und Melderecht, die allesamt in der Müllverbrennung landen, ist es ein Frechheit sich erneut gegen die Bürger zu wenden.

    Es ist nicht mal klar, warum Blogger von dem Leistungsschutzrecht ausgeschlossen werden, sondern von Merkel und den anderen Ackermann-Geburtstagsfeierteilnehmern im Bundeskanzleramt nur Verlage begünstigt werden sollen, die früher auf Papier gedruckt haben.

    Diese Regierung ist nicht internetfähig. Als nächstes wird nach dem Leistungsrecht der E-Government-Entwurf scheitern. Die Bürger werden es sich nicht mehr gefallen lassen, ständig gegenüber Bürgern anderer Staaten benachteiligt zu werden und immer einer nationalen Sonderbehandlung zugeführt zu werden.
  4. #4

    robots.txt

    Die Verlage haben wohl noch nichts von der Datei robots.txt auf dem Webserver gehört! Damit können Sie ganz einfach alle Suchmaschinen aussperren.

    User-agent: *
    Disallow: /
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Damit soll, so der Plan der Bundesregierung, die gewerbliche Nutzung von Presseinhalten durch Suchmaschinen lizenzpflichtig werden. Klar, dass Google dagegen Sturm läuft.
    Dagegen läuft nicht nur Google Sturm, sondern eigentlich jeder, der noch bis 3 zählen kann und nicht von der Springer-Presse bezahlt wird, ist gegen diesen Schwachsinn.

    Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen:
    da liefert Google den Zeitungen seit Jahren guten Web-Traffic ohne dies den Verlagen in Rechnung zu stellen - und anstatt die Chance zu nutzen, diesen Strom an potenziellen Kunden in bare Münze umzuwandeln, will man jetzt noch Geld von Google haben.
    Google verdient an den Texten genau nix - klar wertet es zum Teil die Suchergebnisse auf (für Springer-Erzeugnisse gilt das sicher nur sehr eingeschränkt), aber dafür muss Google auch Server und Personal bezahlen etc.
    Daher ist es traurig, dass die Politik auch hier wieder mit seinem Unwissen hausieren geht und weiter so tut, als würde sich Google eine goldene Nase auf Kosten der Verlage verdienen.

    Ganz abgesehen davon: wenn jemand nicht auf Google gelistet werden möchte, dann reicht eine einfache Textdatei auf dem eigenen Webserver aus (robots.txt) - die kann man sogar mit Notepad erstellen, wenn es sein muss.

    Ich hoffe inständig, dass Google konsequent ist und alle Verlage, die ernsthaft Geld für das kostenlose Zuleiten von Besuchern verlangen, aus seinem Index entfernt.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Kabinett hat den Gesetzentwurf für ein Leistungsschutzrecht beschlossen, nun gibt es Kritik. Internetwirtschaft und Netzpolitiker laufen Sturm gegen die geplante Lizenzpflicht. Google kündigt schon mal an: Man lehne eine derartige Lizenzierung "rigoros" ab.

    Google lehnt Lizenzierungspflicht ab - SPIEGEL ONLINE
    Es ist alles gesagt.
    Das Gesetz ist aller Vorraussicht nach nicht verfassungskonform und absoluter kontraproduktiver Blödsinn. Also alles wie immer in der Regierungskoalition. Man könnte lachen über soviel irrwitzige Lobbykratie, wenn es nicht so traurig und schädlich für unser Staatsgefüge wäre.

    Burda steigt also aus dem Internetgeschäft aus.
    Kein großer Verlust.
    CHIP, TV Spielfilm und Playboy findet man auch ohne Suchmaschiene solange es die dann noch gibt.
    Den Rest braucht eh keiner.
  7. #7

    einfach nicht mehr listen.

    Was solls? Google wird das weit weniger treffen.
  8. #8

    Zitat von Schnellleser Beitrag anzeigen
    Die Verlage haben wohl noch nichts von der Datei robots.txt auf dem Webserver gehört! Damit können Sie ganz einfach alle Suchmaschinen aussperren.

    User-agent: *
    Disallow: /
    Haben sie wohl schon. Die wollen halt nur den google-Dienst, der ihnen über den massiven Werbeeffekt eine vielzahl Kunden zuspielt, nicht mehr nur umsonst nutzen, sondern sich dafür auch noch von google zahlen lassen.

    Es ist wie sich in den Bus setzen und den Busfahrer die Fahrkarte zahlen lassen wollen. Eigentlich ein cooles Wirtschaftskonzept. Nur dass der Busfahrer einen dann doch eher rausschmeisst.
  9. #9

    Pro Google Gesetz

    Zitat von Schnellleser Beitrag anzeigen
    Die Verlage haben wohl noch nichts von der Datei robots.txt auf dem Webserver gehört! Damit können Sie ganz einfach alle Suchmaschinen aussperren.

    User-agent: *
    Disallow: /
    Genau das wolle die Verlage ja nicht. Man will schon gefunden werden, aber bitte nicht zuviel preisgeben, sodass der Benutzer nicht mehr auf die Seite geht. Aber eben genauso wird es laufen, Google sperrt alle aus, zahlt nicht und die Besucherzahlen bei den deutschen Verlagen gehen ins bodenlose. In der Folge wird versucht das ganze wieder rückgängig zu machen. Vermutlich werden dann einzelne Verlagsketten kostenlose Nutzungsrechte an Google geben und es ist alles wieder wie vorher - fast. Den eine hypothetische kleine neue Suchmaschine wird nicht soviel Marktmacht haben um so einen Vertrag auszuhandeln. Die Macht von Google wird zementiert.


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