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Leistungslohn für Professoren: Das 50.000-Euro-Prekariat klagt an

DPADie W-Besoldung, nach der die Professoren seit 2005 entlohnt werden, steht vor einem Stresstest, schreibt das Hochschulmagazin "duz". Mitte Februar entscheidet das Bundesverfassungsgericht, ob für verbeamtete Forscher weiter das Leistungsprinzip gelten darf - oder ihnen qua Amt mehr Geld zusteht.

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...812521,00.html
  1. #100

    Zitat von kfp Beitrag anzeigen
    Hier z.B.?
    lesen Sie einfach ALLE Ihre Posts, da werden Sie fündig
    Oder wollen Sie jetzt behaupten, eine "realistische Perspektive" statt unterdurchschnittlicher Konditionen seien "elitäre Sonderrechte"?
    Die "realistische Perspektive" im Wahren Leben ist genau, entweder eine Professur zu erhalten oder eben nicht. Sie verstehen darunter anscheinend so eine Art Alimentation, beruhend auf dem Umstand, "sein Leben der Wissenschaft gewidmet zu haben". DAS ist ein "elitäres Sonderrrecht".
    Wie jeder andere auch, aber eben nicht deutlich schlechter. Und das ist hier für Leute über 40 ohne Industrie-Praxis nun einmal der Fall, egal was Sie behaupten...
    ich glaube, Sie haben von der Realität keine blassen Vorstellungen. Sie mit Ihrer fehlenden Industriepraxis. Das ist anscheinend das einzige, was Sie sich vorstellen können. Nein, ich will Ihnen nicht auf die Sprünge helfen. Ich habe einiges dazu geschrieben.
    Was dem nicht widerspricht, dass sich Menschen auf vielfältige Weise ein zufriedenes Leben aufbauen und sich wechselnden Umständen anpassen können. Dieser Anpassungsprozess ist aber nicht immer so flott und einfach, wie Sie ihn hingestellt haben, und kann unter unglücklichen Umständen auch völlig fehlschlagen.
    Mir kommen die Tränen der Rührung vor so viel Erfindungsgeist. Haben Sie da ein konkretes Beispiel? Nein? Reine Kopfgeburt? Ja? Vielleicht hat der eine oder andere Probleme mit der Idee, kein "echter" Professor sein zu dürfen, sondern sich lästigerweise mit Forschungs- und Lehraufträgen, oder Vorträgen befassen zu müssen. Aber der wäre ein Fall für den Psychater. Und ganz bestimmt nicht für einen Prof oder dessen Miniausgabe im "Mittelbau".
    Und ich sehe nicht ein, warum man eine Gruppe Menschen durch Schaffung/ sturer Beibehaltung eines ungesunden Systems dazu nötigt, einen solchen Prozess zwangsläufig durchlaufen zu müssen.
    Sie haben ja nen Schuß. Das System ist nicht ungesund, es paßt nur eben nicht jeder rein, und das gilt für schlichtweg jedes System. So einfach ist das.
    Aber ach ja, diese blöden "Möchtegernprofessoren" haben es ja nicht besser verdient, kein Mitleid ...
    das wird immer abstruser. Natürlich kann man Mitleid haben. Aber diejenigen unter meinen Freunden und Bekannten, die "es" auch nicht geschafft haben, brauchen kein Mitleid - die haben das gemacht, was man sinnvollerweise macht - das Beste aus der Lage.
    Erst nur Überfliegen und dann dem Gesprächspartner ungenaue Ausführungen unterstellen - das erfrischt doch jede Diskussion. Vorschnelle, eindimensionale und schlicht falsche Schlussfolgerungen ziehen...
    Ach was. Sie weigern sich, über einerseits die Voraussetzungen und andererseits über die Folgerungen Ihrer weltfremden Ideen nachzudenken. Und Sie haben keine meiner Fragen schlüssig beantworten können. Eigentlich wollte ich Ihnen meine Schlußfolgerung aus der Debatte ersparen. Aber nachdem Ihr Unsinn seinen unaufhaltsamen Fortgang nimmt, komme ich nicht um die Feststellung herum, daß ich zu einen allmählich begreife, an was die wissenschaftliche Laufbahn bei Ihnen gescheitert ist und zum anderen zum Ergebnis, daß der Wissenschaft dadurch kein Mangel entstanden ist.
  2. #101

    Zitat von spiegel-hai Beitrag anzeigen
    never cange a running system, vor allem, wenn es gut ist.
    Ist es das? Da würden viele nicht unbedingt mit Ihnen übereinstimmen...

    das handelt sich um eine unbewiesene Behauptung. Davon abgesehen haben Sie noch immer nicht begriffen, daß Sinn der Uni nicht die "Zufriedenheit" der Habilitanden ist.
    Ich hatte schon geschrieben, dass bloßes Funktionieren vorausgesetzt ist. Und wenn ein System funktioniert mit unzufriedenen Menschen, und eines mit zufriedenen, welches ist dann besser? (Ich vergaß, wir sind Deutsche, warum also Zufriedenheit gönnen/ ermöglichen, wenn man Menschen auch ihr Leben künstlich schwer machen kann?)

    aber das ist Quatsch. Die Verträge sind nun einmal befristet, da wird niemand "auf die Straße gesetzt". Abgesehen davon, daß ich nicht weiß, wie Sie auf 12 Jahre kommen.
    Wisszeitvg...

    Die mir bekannten Habilitationen haben zwischen 3 und 5 Jahre in Anspruch genommen. Und die "Weiterbeschäftigung" hängt eben u.a. an deren Qualität.
    Nein.

    Kopfrechnen schwach? Man kann nun einmal Mittel in Hohe von x Euro nur einmal ausgeben.
    Ja, und? Wieder nicht gelesen? Ich schrieb von (Um-)"Verteilung", nicht von Schaffung aus dem Nichts...

    aha. Die "ansonsten prekären" Figuren besetzen den Mittelbau, die fähigen die "prekären" Stellen?
    Tun Sie nur so, oder ist Ihnen das echt zu kompliziert? Nicht jeder x landet auf y, sondern je nach Fähigkeiten und Alter/Projektthemen usw. landen manche im Mittelbau, auf Projekten, evtl. auch gleich auf "Tenure-Track"-Stellen. Manche gehen freiwillig (und frühzeitig genug), weil sie merken, dass sie zu dieser Arbeit nicht taugen, weil es ihnen nicht mehr gefällt, weil sie der Uniwelt überdrüssig werden o.ä., die motivierteren Älteren landen irgendwann entweder als Prof. oder als "normaler" Dauerforscher, Lecturer o.ä. Wo wäre da das Problem?

    die Frage ist vielleicht, was Sie unter "tollen Profs" verstehen. Und anscheinend haben sie ja für sich das richtige gemacht. Sie brauchen sich nicht zu beschweren.
    Was wollen Sie jetzt? Die Zufriedenheit der Leute (Widerspruch-s.o....), oder ein gutes Uni-System? Wer schon mal an einer Uni war, erkennt meistens leicht den Unterschied zwischen Prof.s, die was taugen (z.B. gute Forschung betreiben, hervorragende Vorlesungen halten, Doktoranden sinnvoll betreuen, höchst interessante Projekte mit anderen Unis/ Industriepartnern ins Leben rufen u.ä.), und welche lustlos vor sich hindümpeln, grausige Vorlesung halten, Studenten und Doktoranden verschleißen, alles Positive grundsätzlich abschießen o.ä. Oft stimmen dabei auch die Meinungen sehr gut überein, wer im Jahrgang am ehesten Zeug zu einem guten Prof. hätte. Wenn aber dann gerade die der Uni den Rücken kehren oder ins Ausland abwandern, sollte uns das vielleicht doch zu denken geben.
  3. #102

    Zitat von spiegel-hai Beitrag anzeigen
    Die "realistische Perspektive" im Wahren Leben ist genau, entweder eine Professur zu erhalten oder eben nicht. Sie verstehen darunter anscheinend so eine Art Alimentation, beruhend auf dem Umstand, "sein Leben der Wissenschaft gewidmet zu haben".
    Eine Perspektive im Leben ist ein Weg, sich durch einen Beitrag zur Gesellschaft seinen Unterhalt langfristig sichern zu können. Wenn man seinen Beitrag leistet und trotzdem irgendwann willkürlich vor die Tür gesetzt wird (und die Uni-Tür ist dank WissZeitVG verrammelt, die Industrietür dank Alter, so dass weitere Optionen doch deutlich eingeschränkt sind), ist das keine Perspektive. (Und das hat das nichts mit einem "elitären Wunsch nach Alimentation" zu tun, sondern mit Würdigung der erbrachten Leistung. Wie viele AN sonst werden mit Mitte 40 zwangsläufig gekündigt und erhalten für ihr Spezialisierungsgebiet lebenslanges Berufsverbot, wenn sie nicht vorher noch rechtzeitig Chef ihrer Firma geworden sind?)

    ich glaube, Sie haben von der Realität keine blassen Vorstellungen. Sie mit Ihrer fehlenden Industriepraxis. Das ist anscheinend das einzige, was Sie sich vorstellen können. Nein, ich will Ihnen nicht auf die Sprünge helfen. Ich habe einiges dazu geschrieben.
    Ich auch. Ja, es gibt kreative Lösungen, was man sich zusammenbasteln kann, wenn man keine Anstellung in der Industrie findet. Aber durch den praktischen Wegfall dieser Option werden die Möglichkeiten nun einmal extrem reduziert, und nicht für jede Persönlichkeit und Fachrichtung bietet sich so eine kreative Lösung als sinnvoll an...

    Vielleicht hat der eine oder andere Probleme mit der Idee, kein "echter" Professor sein zu dürfen, sondern sich lästigerweise mit Forschungs- und Lehraufträgen, oder Vorträgen befassen zu müssen.
    Es geht nicht darum, ob derjenige "echter" Professor wird, sondern ob er angesichts extrem begrenzter Möglichkeiten noch die Chance hat, annähernd etwas zu tun, das seinen Fähigkeiten und Interessen gerecht wird. (Oder in dem Land zu leben, wo er z.B. wegen Familie, Freunden u.ä. eigentlich gerne geblieben wäre.) Manchmal klappt das, aber nicht allen ist dieses Glück vergönnt...

    Das System ist nicht ungesund, es paßt nur eben nicht jeder rein, und das gilt für schlichtweg jedes System.
    Ein System, das alle seine Mitglieder entweder z.T. bis Mitte 40 in der Schwebe zwischen "Hopp oder Top" hält, würde ich eher als schizophren bezeichnen...

    Ach was. Sie weigern sich, über einerseits die Voraussetzungen und andererseits über die Folgerungen Ihrer weltfremden Ideen nachzudenken. Und Sie haben keine meiner Fragen schlüssig beantworten können. Eigentlich wollte ich Ihnen meine Schlußfolgerung aus der Debatte ersparen. Aber nachdem Ihr Unsinn seinen unaufhaltsamen Fortgang nimmt, komme ich nicht um die Feststellung herum, daß ich zu einen allmählich begreife, an was die wissenschaftliche Laufbahn bei Ihnen gescheitert ist und zum anderen zum Ergebnis, daß der Wissenschaft dadurch kein Mangel entstanden ist.
    Ah, jetzt fabrizieren Sie wieder Ihre "ach so weisen" Schlussfolgerungen. Na dann viel Spaß dabei, glauben Sie, was Sie wollen - ich muss derweil schnell meinen Psychiater um Rat fragen, wie ich heute abend meine Taxischicht durchstehen soll, nachdem Sie so gemein zu mir waren...
  4. #103

    Unterschiedliche Realitäten

    Zitat von jjkoeln Beitrag anzeigen
    Rechnen wir mal so:
    50.000€ brutto - keine Sozialabgaben und Beihilfe
    Arbeitsplatzsicherheit - also kein Kündigungsrisiko
    Pension von 60% des letzten Brutto - 30.000€

    Um auf die gleichen netto Bedingungen als Angestellter in der Industrie zu kommen bedarf es eines Fixgehalts von ca. 130.000€ ...
    Sie beschreiben die nichtakademische Realität, die mit der lustigen akademischen Welt wenig gemein hat.
    Eines der Argumente aus dieser Welt ist ein Gehalt, dass der "gesellschaftlichen Stellung" entsprechen muss.
    Da wüste ich gern, wie diese Gesellschaft definiert wird und mich beschleicht der Verdacht, dass wesentliche Teile der Bevölkerung kein Teil davon sind.
  5. #104

    Die Foristen sind zum Teil kaum zu ertragen

    In der Krise werden (auch vom Spiegel!) Bevölkerungsgruppen mit ihren Verdiensten auf einander gehetzt. An den leeren Krippen treten sich die Pferde: Opas Satz gilt nach wie vor. Nur warum sind die Krippen leer? Mrd. € durch Politiker in den Sand gesetzt. Keiner zieht sie zur Rechenschaft. Politiker greifen soviel ab, wie sie können: NRW zuletzt für jeden Abgeodneten 500 €/ Mon. In der letzten Leg Periode des Btags hatten mehr als 150 Abgeordnete ( nach meinen Recherchen im Internet) mehr als 1 Mill.€ nebenbei in ihre Taschen gesteckt, einige über 5 Mill. Dann weiß man wem sie zuarbeiten. Professoren, Lehrer und andere Beamte sollen nach dem Gewäsch der Politiker "die Besten" der Hochschulabgänger sein, wegen der Zukunft unseres Landes! Die müssen schön blöd sein, wenn sie daruf reinfallen. Aber gleichzeitig sollen sie froh sein einen sicheren Arbeitsplatz mit Pension zu haben. Während sich nun die schlecht bezahlten Berufsgruppen unter einander kloppen , bringen Spekulanten, Banken, Versicherungen und andere, nicht nur griechischen Lumpen mit Hilfe der "Gesetzgebung" ihre Vermögen wohin sie wollen. Sie wissen warum sie, auch deutsche und nicht nur griechische Politiker, schmieren. DDie Anti-Korruptionsvereinbarungen der UNO werden weiter nicht vom Deutschen Btag verabschiedet. Daraus kann man schließen, dass die Mehrheit korrupt ist! Das Steuergeheimnis muss fallen, Steuerbetrüger müssen an ihre Heimatländer ausgeliefert werden. Das wird die EU-Kommission ( ohne demokratische Legitimation ) nicht zulassen. Dann ging es den Staaten besser und eine vernünftige Bezahlung der Staatsdiener wäre kein Problem. Vielleicht bekämen wir dann die Besten!
  6. #105

    Einfach unfassbar!

    Zitat von Incubus6 Beitrag anzeigen
    Da rollt mir doch eine Kullerträne über die Wange. Die armen Professoren! Leider hat der Artikell vergessen die 20 Nebenjobs zu erwähnen, die ein durchschnittlicher Prof zu mitbringt. Berater hier, Aufsichtsrat da und nicht selten die eigene kleine Firma auf dem Camus als "spin off" am Start.
    Neben dem mickrigen Gehalt sollte man aber die Verbeamtung mit ihren Vorteilen nicht ganz unerwähnt lassen. Private Krankenversicherung zum Nulltarif z.B., Anstellung auf Lebenszeit.
    Vorschlag mehr Geld, Verbeamtung streichen, Nebenjobs verbieten.
    "Private Krankenversicherung zum Nulltarif": wie dumm und dreist können Sie blos sein, um sowas zu schreiben. Schämen Sie sich! Jeder Beamte zahlt, und nicht zu knapp, die KVers und die PflVers. Und vom normalen Prof mit Nebenverdiensten sollten Sie sich auch mal sachkundig machen und den Unterschied zwischen Lehrstuhlinhabern und Prof an An-Instituten, die von der Wirtschaft finaziert werden kennen lernen. Wer alles in eine Kiste wirft, findet bei Bedarf auch nur seine eigen Unfähigkeit wieder.


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