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Leiharbeit in Kindergärten: Linkspartei beklagt Ausbeutung von Erzieherinnen

dapd1000 Euro brutto pro Monat - so niedrig ist laut Linkspartei das Gehalt mancher Erzieherinnen in Sachsen. Die Frauen liegen damit rund 50 Prozent unter Tarif. Der "Saarbrücker Zeitung" zufolge gibt es einen drastischen Anstieg von Leiharbeit in Kindergärten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...838283,00.html
  1. #70

    Ich habe mir jetzt viele Kommentare durchgelesen und bin erschrocken, welches Bild manche Leute vom Erzieherberuf haben.
    Ich selbst bin männlich und aktuell Student in einem Bachelorstudiengang der Frühpädagogik und möchte mal was zu dem Thema sagen.
    Wer sich die europäischen Vergleichsstudien anschaut, wird feststellen, dass an der Spitze eben jene Länder stehen, in den die Frühe Kindheit einen hohen Stellenwert hat und wo akademisch ausgebildetes Personal beschäftigt wird. Die Arbeit ist nicht mit Windeln wechseln, Lieder singen und Schuhe anziehen (das lass ich die Kinder auch meistens alleine machen) getan. Eine vernünftige pädagogische Arbeit beinhaltet viel mehr Aspekte. Wer sich mal mit den Inhalten zur Sprachförderung beschäftigt, wird feststellen, wie komplex dieses Thema beispielsweise ist. Hinzu kommen dann noch die Motorik, Koordination, Kognition, Sozialverhalten und nicht zu letzt die Elternarbeit.
    Das ist eben nicht mehr der Erziehungsarbeit von Eltern zu vergleichen. Als Elternteil kümmert man sich um seine Kinder und ich glaube auch, dass die meisten Eltern das instinktiv gut schaffen.
    Doch der Vergleich zwischen Eltern und Erziehern nach dem Motto "den Beruf kann jede(r)" führt doch zu so abstrusen Ideen, wie jetzt, das alle Schlecker-Frauen auch Erzieherinnen sein können. So kommen wir wieder zu den Verwahranstalten und die Ansätze, dass die Kinder in den Einrichtungen auf die Schule vorbereitet werden, werden aufgegeben.
    Wir als akademische Fachkräfte, die irgendwo zwischen S8 und S11 bezahlt werden sollten, werden auch nicht solche Jobs finden. Die meisten meiner Kommilitoninnen nehmen Jobs nach S6 und darunter an. Ich werde mein Glück an einer eutschen Schule im Ausland suchen, da wird mein Beruf wenigstens geschätzt.

    P.S.: BWLer brauchen wir auch nicht. Kann ja jeder 'nen Taschenrechner bedienen...
  2. #71

    Zitat von fridolinkiesewetter Beitrag anzeigen
    Betreuungsgeld streichen und den Erzieherberuf von der Leiharbeit wegholen.
    Der Hintergrund warum das Betreuungsgeld eingeführt wurde, ist doch ein anderer: Der Bürger hat ab sofort ein Recht auf einen Betreuungsplatz für sein Kind. Da es aber noch nicht genug Betreuungsplätze gibt, bekommt auch nicht jedes Kind ein Platz.
    Folge ist, dass die Menschen klagen können ( schon erfolgreich geschehen) und eine Geld-Summe herausschlagen können, die weit aus höher als das Betreuungsgeld ist.
    Mit dem Betreuungsgeld versucht man also nur vorzubeugen, dass zu viele Bürger einen Platz haben wollen bzw. ihn einklagen. Das Betreuungsgeld kostet dem Staat laut dieser Theorie also viel weniger.
    Dass das nicht die richtige Lösung für das Problem wird Frau Zensursula auch klar sein (sie mag zwar hinterlistig und falsch sein, dumm ist sie aber leider nicht)
    Aber warum auch immer sind die Herrschaften scheinbar nicht fähig rechtzeitig genügend Kitas aufzubauen.
  3. #72

    Wo kommen Sie denn her?

    Zitat von Methados Beitrag anzeigen
    das wirklcih sclimme ist ja, dass man kaum noch eine Kita findet, wo das Personal fliessend deutsch spricht.

    und das in Düsseldorf !

    hätte ich im grenznahen gebiet zu polen etc vermutet - aber so gehts uns hier leider auch schon.

    leider wird man heutzutage gezwungen, auch als nicht christ, seine kinder in eine christliche einrichtung zu geben, damit es am ende der schullaufbahn keinen nachteil wegen der gossensprache erhält.
    Ihrem schlechten Deutsch und der Aussage Ihres Beitrags nach zu urteilen, sind Sie entweder nicht in Deutschland oder in einem sozialen Brennpunkt aufgewachsen. In Düsseldorf leben und arbeiten Sie aber anscheinend trotzdem. Wieso sollen andere Menschen mit ähnlichem Hintergund das nicht ebenfalls können?

    Das Problem mit der Gossensprache scheint bei Ihren Kindern allerdings nicht nur an der Kita zu liegen ...
  4. #73

    Zitat von josefchristian Beitrag anzeigen
    Kein Wunder, dass ich meine Kinder in keine Kita geben will. Wer nichts verdient, arbeitet schlecht. Die Entlohnung für die Erziehung zuhause ist übrigens noch peinlicher. 100 Euro Betreuungsgeld ist auch fast für umme!
    Wer für die Erziehung der eigenen Kinder ein Gehalt fordert, sollte sein moralisches Koordinatensystem mal neu kalibrieren.
  5. #74

    Gruppe

    Eigentlich ist es doch ganz einfach. Gruppe Leiharbeit in Facebook anlegen. Dann werden alle Leiharbeiter an einem Tag krank. So lange bis die asozialen Leiharbeitsverträge den Stand der Tarifverträge erreichen. Man/Frau muß sich halt wehren.
  6. #75

    Zitat von sarandanon Beitrag anzeigen
    Die angehenden Erzieher müssen eine 5jährige Ausbildung absolvieren. Das bedeutet Blockunterrichte an Schulen, welche nicht bezahlt werden und dazwischen Berufspaktika an Erziehungseinrichtungen, die vergleichbar mit dem Regelsatz entlohnt werden. Trotzdem stimme ich überein: Dieser Ausbildugsweg ist ausbeuterisch, wird der späteren verantwortlichen Tätigkeit nicht gerecht und trägt auch nicht zu Motivation bei, diesen Beruf auszuüben. Schon gar nicht, wenn man vom späteren Gehalt die Familie ernähren muss.
    Vielleicht gibt es da Unterschiede zwischen den Bundesländern, aber meine Tochter hat diese Ausbildung gemacht und da war es genau so. 4 Jahre ohne Einkommen, weder bei den Praktika in den Kindergärten und für die Schule sowieso nicht.
  7. #76

    @ kommentar 21 - henkel-franklin

    Wie kommen Sie auf die Idee, dass man zwingend einen Fachhochschulabschluss haben muss, um als Erzieherin arbeiten zu können? Zumind. in BaWü kann man auch nach Abschluss der 4-jährigen Ausbildung ( 3 Jahre Schule, 1 Jahr Anerkennungspraktikum ) als staatlich anerkannte Erzieherin einen Job bekommen. Man sollte erst einmal die Fakten checken, bevor man sich dazu herablässt, solchen Unsinn zu verzapfen.
  8. #77

    Mit Wahlen hat Herr Zeitarbeit Clement nichts mehr am Hut!

    Zitat von klaus5000 Beitrag anzeigen
    Aja! Viele Grüße an den SchmeckLecker Clement Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit ad. ZITAT aus der Wikipedia: Wolfgang Clement trat bereits in seiner Amtszeit als Bundesminister für weit reichende Veränderungen der gesetzlichen Bestimmungen für Arbeitnehmerüberlassung zugunsten der Zeitarbeit ein. Seine Tätigkeit im Aufsichtsrat der DIS AG, einer Tochter von Adecco, wird daher kritisiert. ZITAT ENDE: Die nächste Wahl ist nicht mehr weit! NICHT vergessen!
    Herr Zeitarbeit Adecco Clement gehört keiner Partei mehr an! Aus der SPD ist er längst ausgetreten, da die ihm trotz der noeliberalen Seeheimer Parteispitze nicht mehr neoliberal genug ist. Für die FDP hat er zwar vor der NRW-Wahl Wahlkampf gemacht, ist dieser Partei aber noch nicht beigetreten. Wie wollen Sie Herrn Zeitarbeit Adecco Clement also durch Ihr Wahlverhalten abstrafen?
  9. #78

    es gibt nur einen gewinner...

    es gibt bei leiharbeit nur einen gewinner, die leiharbeitsfirma selber, die bei einer positiven vermittlung richtig gut verdient. die kosten dafür trägt (oh wunder) der arbeitnehmer. es ist mir unverständlich wie man als schreibtischtäter einer kommune hochqualifizierte fachkräfte wie erzieher in die leiharbeitsschiene packen kann. mit 1000 euro brutto kann man sich keine zukunft aufbauen. davon kann man noch nicht mal die wirtschaft antreiben, denn das geld reicht gerade um zu überleben. was kommt als nächstes??? ärzte im krankenhaus in leiharbeit verbannen??? wie wäre es mal mit beamten in leiharbeit, dann würde man vielleicht am eigenen leib spüren wie man mit 1000 euro überleben soll.
  10. #79

    Richtig ist:

    1) Erzieher benötigen eine Ausbildung, aber kein Studium.

    2) Ein Mindestlohn für alle Branchen der zum Leben reicht ist längst fällig.

    3) Jahresgehälter die 100.000€ übersteigen gehören abgeschafft.

    4) Einen höheren Verdienst ist nur Unternehmern gegönnt, da die auch Risiken tragen und Investitonsrücklagen bilden müssen. Dazu zählen aber keine angestellten Manager von Konzernen.

    5) Den Rest regelt das Steuersystem. --- Hoffentlich bald ein gerechteres.








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