Leichenschändung in Afghanistan: Pentagon hält Skandalvideo für echt

Das Skandalvideo aus Afghanistan bringt die US-Armee in Not. Das Pentagon hält den Film,*in dem*Marines offenbar auf tote Taliban urinieren, für authentisch. Verteidigungsminister Panetta verspricht nun, den Vorfall zu untersuchen - und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Leichenschändung in Afghanistan: Zwei Marines auf Skandalvideo identifiziert - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
  1. #140

    das sehe ich auch so....

    Zitat von LeBigMacke Beitrag anzeigen
    Wären (!) die Taliban in die United States einmarschiert, wären solche Aufnahmen in umgekehrter Perspektive nicht unwahrscheinlich. Wieso machen sie solche Aktionen an der Nationalität fest? Es liest sich so, als würden nur US-amerikanische Soldaten zu so etwas fähig sein, oder besser noch, nur und generell alle US-Amerikaner wären dazu fähig.
    Menschen, die keine Achtung vor dem Leben haben, gibt es überall und gerade Soldaten können durch einen Krieg abgestumpft werden und Traumata diverser Art davontragen. Wie sich das äußert, kann man anhand dieser Aufnahmen sehen. So schätze ich das ein.
    dem ist nichts hinzu zu fügen.
    Dämlich nur, das es raus kommt. Ich denke, dass die Vorgesetzten der Soldaten eingreifen müssten.
    Ich möchte dort nicht Dienst tun müssen....auch möchte ich das nicht entschuldigen, aber dort gibt es schon Situationen die sehr, sehr grenzwertig sind.
    Die Talibanvid´s werden vielleicht nicht veröffentlich oder sie haben keine kamera ...
  2. #141

    Zitat von delaserna Beitrag anzeigen
    ...diese und derartige Greueltaten können Sie in Zukunft als Soldat verhindern? Indem Sie präventiv alle potentiellen Greueltäter unschädlich machen? Ich bin mal gespannt, wie das so hinhaut....
    Nein, ich bin nicht der, der sich die Welt so einfach macht. Aber wer hat den Auschwitz befreit? Und wieviel Massaker gibt es den dieser Tage auf dem Balkan?

    Vielleicht ist die Antwort einfach komplizierter als 0 und 1. Vielleicht ist es ja 0,63?
  3. #142

    Zitat von larsknopke Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist die Antwort einfach komplizierter als 0 und 1. Vielleicht ist es ja 0,63?
    Gut, damit kann und muss ich leben.
    Schwarzweißmalerei (oder denken in digitalen Quoten) hilft tatsächlich in den wenigstens Fällen weiter, gilt aber immer für Alle.
    Nicht nur dann, wenn es mir gerade gefällt. Denn vielleicht, um bei Ihrem Zahlenspiel zu bleiben, ist auch 0,01 eine richtige Antwort.
  4. #143

    Sehr kleines Latinum

    Zitat von socrateased Beitrag anzeigen
    Die eigentliche Tragik in diesem Fall ist, daß Leute wie sie wirklich jede Gelegenheit zu nutzen scheinen, den USA in irgendeiner Weise gegen das sprichwörtliche Schienbein zu treten. Ohne die U.S. Army (sowie deren damals Verbündete) würden Sie und viele andere in diesem Land immer noch in Braunhemden - wenngleich bekleidungstechnisch vielleicht etwas "moderner" als damals - herumlaufen....

    Übrigens: schon mal drüber nachgedacht, was deutsche Wehrmachtssoldaten im 2. Weltkrieg so alles verbrochen haben? ...
    Hic rhodos, hic salta.
    Ich sag' Ihnenwas zu Ihrem Hic rhodos hic salta...

    Wären das dt. Soldaten gewesen, hätten wir mittlerweile eine Diskussion über den Rücktritt des Verteidigungsministers am Hals.
    Und noch was: Ich weiß ja nicht, ob Sie nicht vielleicht aus dem angelsächsischen Raum stammen, da dort dieses Vorurteil immer noch sehr gepflegt wird:
    "Ohne die U.S. Army (sowie deren damals Verbündete) würden Sie und viele andere in diesem Land immer noch in Braunhemden - ..."

    aber nehmen Sie zur Kenntnis, dass die Tatsache, dass wir (und Sie?) heute nicht in Braunhemden rumlaufen, in allererster Linie der Roten Armee zu verdanken ist.
  5. #144

    Terroristen haben wir selber genug

    Zitat von larsknopke Beitrag anzeigen
    Wie ist das, wenn die nächste Talibanregierung Terroristen beherbergt, die dann mal in Ihrer Heimatstadt den Kindergarten ihres Nachwuchses auslöschen?
    In meiner bzw. US-Heimatstädten sind dergestalt nur Waffennarren und andere ideologisch Verblendete dem jeweiligen "Kultur"kreis entsprungen anzutreffen. Seit Jahren warte ich hingegen, daß doch endlich mal einer dieser Taliban hier hinter`m Bush hervorspringt - aber da ist keiner. Schon gar keiner, der mir an`s Leder will. So recht glauben kann ich auch nicht an die Taliban, die Kindern die Hand abhacken oder sie in Essig und Öl verspeisen. Das erinnert mich dann etwas zu arg an die muselmanischen Geschichten zu Kreuzfahrers Zeiten, geschürt von jenen allerchristlichsten Feudalherren auf deren Betreiben bis heute Krieg auf fremde Territiorien getragen wird.

    So weit hergeholt ist es auch ganz sicher den Polen 1932 vorgekommen, dass in nur 10 Jahren die Deutschen in Auschwitz ein Vernichtungslager einrichten, oder der Durchschnittsnewyorkersekretärin, dass zwei Flugzeuge in ihr Büro fliegen, oder dem Soziologiestudenten in London, dass ihm die U-Bahn unter dem Hintern weggesprengt wird.
    Und genau deshalb weigern Sie sich wohl auch beharrlich, daß dieselbe Scheiße von den USA fabriziert wird, nicht wahr? Sie tischen Märchen auf und warnen davor was alles passieren kann, ohne den Balken im eigenen Auge... es ist immer wieder dasselbe mit euch verlogenen Pharisäern.
  6. #145

    Na ja, falcher Rassismusbegriff...

    Zitat von larsknopke Beitrag anzeigen
    Alles sehr einfach erklärt hier - Amerikaner und Soldaten sind einfach minderbemittelt...

    Einige sitzen so weit oben auf dem hohen Ross vermeintlicher moralischer Überlegenheit, dass sie gar nicht bemerkt haben, wie sie sich klammheimlich in miese kleine Rassisten verwandelt haben.
    Na gut, einige schießen in ihrem Antiamerikanismus vielleicht über das Ziel hinaus und "kultivieren" ihre Vorurteile...
    Dennoch ist es kein Rassismus, wenn hier auf den Widerspruch zwischen dem US-Anspruch, der Welt Frieden, Freiheit und Demokratie zu bringen (*LACH*) und dem tatsächlichen Auftreten (s.o. Guantanamo, Abu Ghreib usw...) hingewiesen wird.

    Ich würde den oben von einigen zitierten Tucholsky-Satz "Soldaten sind Mörder" sicher nicht in jeder politischen Situation unterschreiben, für die sich wahrscheinllich völkerrechtswidrig im Irak aufhaltenden Soldaten galt er auf jeden Fall. Auch denke man an den deutschen Tanklasterangriff von Kundus...
    So wird der Terrorismus, der ja angeblich bekämpft werden soll, erst geschürt...
    PS
    Noch abartiger wirkt die Leichenschänderei, bedenkt man: die betroffenen Soldaten sind dort mit UNO-Mandat (??) und repräsentieren also nicht nur die USA, sondern sind Teil einer internationalen Gemeinschaft.
    Eigentlich sollte nun ein Schauprozess potentielle Nachahmer abschrecken...
  7. #146

    ...

    Zitat von larsknopke Beitrag anzeigen
    Alles sehr einfach erklärt hier - Amerikaner und Soldaten sind einfach minderbemittelt...

    Einige sitzen so weit oben auf dem hohen Ross vermeintlicher moralischer Überlegenheit, dass sie gar nicht bemerkt haben, wie sie sich klammheimlich in miese kleine Rassisten verwandelt haben.
    Also unterstreichen Sie Ihre Aussage, daß Amerikaner Rassisten sind, mit einer rassistischen Aussage.

    Sehr clever.
  8. #147

    Länder haben Geheimdienste und...

    Zitat von larsknopke Beitrag anzeigen
    Und wie ist das mit dem Krieg auf dem Balkan? Einen Autotag von Ihrem gemütlichen Wohnzimmer entfernt? Wie ist das, wenn die nächste Talibanregierung Terroristen beherbergt, die dann mal in Ihrer Heimatstadt den Kindergarten ihres Nachwuchses auslöschen? Ist weit hergeholt stimmts? So weit hergeholt ist es auch ganz sicher den Polen 1932 vorgekommen, dass in nur 10 Jahren die Deutschen in Auschwitz ein Vernichtungslager einrichten, oder der Durchschnittsnewyorkersekretärin, dass zwei Flugzeuge in ihr Büro fliegen, oder dem Soziologiestudenten in London, dass ihm die U-Bahn unter dem Hintern weggesprengt wird. Aber für uns deutsche gilt das alles nicht. Wir brauchen Soldaten um sie anzuspucken...
    ...die machen manchmal sogar genau das, was die jeweilige Regierung ihnen aufträgt.
    Wahrscheinlich ist es etwas weit aus dem Fenster gelehnt, zu behaupten, dass der Antisemitismus in Europa zu Anfang des 20. Jahrhunderts derart grassierte, dass die Wehrmacht Anno 1941 feierlich ihren Rückzug aus Polen hätte erklären und dabei dem vormaligen Regierungschef ein Papier mit der Offenlegung aller Konzentrationslager überreichen können, ohne dass jemand deshalb den Tagesrhythmus in den Lagern von da an wesentlich zu verändern angeregt hätte.
    Woher wollen Sie wissen, dass die Anschläge in New York und London von Taliban verübt wurden? War es nicht vielmehr so, dass die Geheimdienste eine ganze Anzahl von Warnungen bekommen hatten, ihre Regierungen sie aber zwangen, sie zu ignorieren, sich also den Khalid Al Mihdhars und Konsorten eben nicht "zeitnah" an die Fersen zu heften? Das hat ja sogar der ehemalige Chef der Geheimdienste, Richard Clarke, gesagt.

    Das wirklich böse Erwachen findet nicht dann statt, wenn wir in unseren Wohnregionen den vermeintlich langen Arm jener Fanatiker zu spüren bekommen, die tausende Kilometer weit weg ein Höhlenleben führen, sondern dann, wenn uns das erstemal unsere eigene Regierung aus nächster Nähe veräppelt. Die tausenden Kilometer hin und zurück dienen nur der Vertuschung.
  9. #148

    Zitat von HerrPausB Beitrag anzeigen
    Ich weiß ja nicht, ob Sie nicht vielleicht aus dem angelsächsischen Raum stammen, da dort dieses Vorurteil immer noch sehr gepflegt wird:
    "Ohne die U.S. Army (sowie deren damals Verbündete) würden Sie und viele andere in diesem Land immer noch in Braunhemden - ..."
    Das ist kein Vorurteil, sondern die Wahrheit. Auch wenn man Ihnen auf der polytechnischen Oberschule gerne etwas anderes erzählt hat. Ich finde, nach über zwanzig Jahren darf man die Indoktrination langsam mal abgelegt und sich von der DDR-Propaganda gelöst haben.

    Zitat von HerrPausB Beitrag anzeigen
    aber nehmen Sie zur Kenntnis, dass die Tatsache, dass wir (und Sie?) heute nicht in Braunhemden rumlaufen, in allererster Linie der Roten Armee zu verdanken ist.
    Unsinn. Ohne die massiven Hilfen von den westlichen Alliierten wäre die Rote Armee nicht einmal kampffähig gewesen. Frankreich, Belgien, die Niederlande, Italien und Nordafrika haben auch nicht etwa die Russen befreit, sondern die westlichen Alliierten.
  10. #149

    Zitat von Olli68 Beitrag anzeigen
    Dennoch ist es kein Rassismus, wenn hier auf den Widerspruch zwischen dem US-Anspruch, der Welt Frieden, Freiheit und Demokratie zu bringen (*LACH*) und dem tatsächlichen Auftreten (s.o. Guantanamo, Abu Ghreib usw...) hingewiesen wird.
    Das ist nicht unbedingt Rassismus, aber jedenfalls total bescheuert. Und zwar aus zwei Gründen: erstens, weil die USA diesen Anspruch überhaupt nicht haben -- diese Strohpuppe wird nur von Amerikahassern aufgebaut, um sich dann hübsch plakativ daran abarbeiten zu können. Und zweitens, weil Abu Ghraib ein individuelles Fehlverhalten einzelner Soldaten war, die dabei gerade nicht die USA repräsentierten. Das lässt sich bereits daran erkennen, dass die Täter dafür angeklagt und verurteilt worden sind.