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Leica M Monochrom: Edelkamera fotografiert nur in Schwarzweiß
Leica CameraKamera für Puristen: Leica hat eine auf Schwarzweiß-Fotografie spezialisierte Version der digitalen Sucherkamera M9 präsentiert. Außerdem wurden neue Kompaktkameras ins Programm aufgenommen.
http://www.spiegel.de/netzwelt/gadge...832580,00.html
- #1 11.05.2012 16:09 von
- #2 11.05.2012 16:20 von
Nix neues nur mit rotem Punkt
Phase One hat ein reines Schwarzweiß Back unter dem Namen Achroschon seit 2009 mit 39 Mio. Pixel im Angebot. Vorteil des Back ist die vielfältige Einsetzbarkeit an einer Mittelformat oder Fachkamera.
Leica konserviert mit der M9 Monochrome sein Image bei Edelamateuren und zahlungskräftige Asiaten, die das Ding unter Glas für die Nachwelt erhalten und ihre Sammlung damit noch ein Stück hinzufügen. Fehlt nur noch die Variante in Eidechsenleder, tibetanischem Bergkirschenfunier und Rotgoldghäuse.
Für echte Profis ist die Kamera nicht wirklich interessant. - #3 11.05.2012 16:42 von
Auf Film basierende Kameras sind zeitgemäßen Reportagekameras wie der D4 oder der älteren D3s deutlich unterlegen. Dieses "Früher-war-alles-besser-Gehabe" kann ich nicht nachvollziehen.
- #4 12.05.2012 15:36 von
- #5 14.05.2012 08:17 von
Klingt nach handfesten psychosomatischen Problemen, wenn optische Effekte (Blickkontakt auf einen Gegenstand) zu Bildung von Hautekzemen führen. Tipp: Suchen Sie einen Arzt auf.
Zum Thema: Ein schönes Gerät, der praktische Nutzen für Profis dürfte aber eher gering sein. Für Amateure nur dann etwas, wenn man fast schon alles hat, und sich vieles leisten kann. - #6 15.05.2012 18:57 von
Auch an die Kundschaft mit den überquellenden Bankkonten wurde bei der Präsentation gedacht:
"Der französische Luxusgüterkonzern Hermès ist wahrlich kein Unbekannter für Leica: Diverse exklusive und hochpreisige Sondermodell-Editionen hat Leica bereits mit dem ehemaligen Anteilseigner auf den Markt gebracht. Jetzt folgt die Leica M9-P "Edition Hermès", die es in zwei Editionen und nur in streng limitierter Auflage geben wird.
Set 1 erscheint ab sofort in einer Gesamtauflage von 300 Exemplaren. Neben der Kamera enthält es das silbern eloxierte Objektiv Leica Summilux-M 1:1,4/50 mm ASPH. Der Preis: 20.000 Euro.
Ab Juni 2012 kommt dann die Leica M9-P "Edition Hermès" - Série Limitée Jean-Louis Dumas in einer Gesamtauflage von 100 Exemplaren. Neben der Kamera umfasst dieses Set insgesamt drei Objektive: Ein Leica Summicron-M 1:2/28 mm ASPH., ein Leica Noctilux-M 1:0,95/50 mm ASPH. sowie ein Leica APO-Summicron-M 1:2/90 mm ASPH., alle mit silbern eloxierter Oberfläche. Preis: 40.000 Euro."
(s.a.: Leica bringt eine Monochrom-M9 und die X2 | heise Foto)
Dies zeigt klar in Stückzahlen und Preisen, für welche Kundschaft Leica heutzutage produziert. In den 70ern konnte ich mir von den Einkünften aus dem Studentenjob noch M- und R-Modelle mit entsprechenden Objektiven von Leica leisten. So ändern sich die Zeiten. - #7 10.07.2012 10:25 von
Das ist korrekt. Mit dem Unterschied, dass in den 1970er die Qualität der Leica-Ausrüstung unübertroffen war. Heute gibt es die damalige Qualität zu einem Bruchteil des Preises. Vom Funktionsumfang reden wir lieber nicht (obwohl, Blende, Zeit und DIN, ähm ISO, das reicht/e eigentlich damals wie heute) ;)
Seitdem ist einiges weit fortgeschritten, etwa Objektivvergütung, spezielle Glassorten und so weiter.
Im Übrigen lässt sich die alte Optik von Leica an vielen Digitalkameras von heute hervorragend nutzen - MFT-Kameras verdanken diesem Umstand einen nicht unerheblichen Teil ihres steigenden Erfolgs.
Also: nicht verzweifeln, die heutige Diversität ist gar nicht mal so schlecht. Und wem's immer noch nach dem roten Punkt ist, der denke an die Worte von Ernst Haas - seines Zeichens erfolgreichen Leica-Benutzers, der, von geradezu religiöser Verehrung genervt, die für Leica einige seiner Studenten an den Tag brachten, irgendwann sagte:
"Leica, schmeica. Die Kamera spielt nicht die geringste Rolle. Jede kann das aufzeichnen, was Du siehst. Aber erst mal musst Du SEHEN." - #8 02.08.2012 16:44 von
Vorsicht, Leica!
Leica fängt an, sich in eine ungute Richtung zu entwickeln. Vom Mythos zum Spielzeug für Neureiche. Heute kann man sich in offiziellen Leica-Stores seine Kamera farbig spritzen lassen und das Gerät hier ist ähnlich eigenartig. Es ist ein Gadget für Leute, die genug Geld in der Portokasse haben.
Jeder Profi im digitalen Bereich entwickelt seine Schwarzweiß-Bilder am PC, damit er volle Tonwertkontrolle hat. Ich kann mir nicht vorstellen, das die Leica das ebenso meistern kann.
Leica sollte ein wenig aufpassen, nicht seinen Mythos zu zerstören und in ein Glitzerimage abzugleiten, sonst ist bald Schluss mit dem Traditionsunternehmen aus Deutschland. (Wäre nicht das erste...)
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