Forum


 

Lehrer verliert Abi-Prüfungen: Vom Winde verweht

Schock für einen österreichischen Abi-Jahrgang: Sie dachten nach ihrer Mathe-Matura, alles sei geschafft. Dann stieg ihr Lehrer aufs Moped und verlor ihre ausgefüllten Antwortbögen. Der schludrige Pädagoge suchte noch Straße und Straßengraben ab -*aber einige Blätter blieben unauffindbar.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/a...771065,00.html
  1. #30

    ---------------

    Zitat von felisconcolor Beitrag anzeigen
    Und im übrigen (ja ich weiss ihr armen Lehrer müsst auch
    zuhause arbeiten) gehören (zumindest) Abschlussarbeiten
    nicht ausserhalb des Schulgebäudes verlagert.
    Ich halte das sogar für grob fahrlässig.
    Wo genau sollten diese denn an der Schule gelagert werden?
    Auf dem Tisch im Lehrerzimmer wo Putzfrauen, Hausmeister und auch Schulfremde Personen leicht hinkommen können.
    In einem nicht abschließbaren Fach.
    Oder in einem Schrank den man abschließen kann (aber genauso leicht aufbrechbar ist) in einem Klassenzimmer.

    Zitat von felisconcolor Beitrag anzeigen
    Denn die Arbeiten lagen wohl lose im Topcase, nicht in einer extra Mappe oder Tasche.
    Über eine disziplinarische Würdigung des ganzen sollte
    sein Dienstherr nachdenken.
    An der Schule würden die Mappen genauso lose gelagert werden müssen.

    Zitat von drkloebner Beitrag anzeigen
    Wenn Sie wirklich am Wochenende in der Schule arbeiten wollten, wäre das vermutlich "kein Problem".
    Doch das ist ein Problem. Je nach Standort darf das Schulgebäude ab 18 Uhr, an Wochenenden und in der Unterrichtsfreien Zeit nicht betreten werden.

    Zitat von drkloebner Beitrag anzeigen
    Versteh ich nicht, nachmittags sind doch fast alle Klassenzimmer frei, da können doch pro Klassenzimmer locker 3 oder 4 Lehrer ungestört ihrer Arbeit nachgehen.
    Das ungestört ist ein Wunschtraum.
    So ungestört ist man nicht, wenn nebenher gesaugt wird, eine Blaskapelle übt, oder Schüler den Gang entlang rennen. ...
    Dazu kommen alles andere als vernünftige Arbeitsbedingungen.
    An Ganztagsschulen gibt es kaum freie Klassenzimmer und je nach Fachkombination und Schulorganistation hat man selber Nachmittags Unterricht, Aufsicht oder AGs.

    Zitat von drkloebner Beitrag anzeigen
    Dass Lehrer nachmittags nicht anwesend sein müssen, gehört ganz klar zu den goldenen Privilegien, die als Selbstverständlich betrachtet werden und ganz frech auch noch als Benachteiligung dargestellt werden.
    Nicht anwesend sein müssen? Ich würde das je nach Ort eher bezeichnen als: Nicht anwesend sein dürfen oder rausgeekelt werden.

    Zitat von drkloebner Beitrag anzeigen
    Man stelle sich vor, eine Sprechstundenhilfe verschludert zu Hause Ihre Patientendaten mit Ihren Laborbefunden, alles weg. Da würden Sie sich aber vermutlich ärgern, wenn Sie deswegen nochmal aufgeschnitten werden müssten.
    Da würde ich mich über den Chef ärgern der sich weigert seiner Sprechstundenhilfe einen Arbeitsplatz zu stellen.
  2. #31

    .

    Zitat von ksail Beitrag anzeigen
    Sie haben natürlich grundsätzlich Recht. Was mich an dem "Lehrer" gestört hat, war die absolute Respektlosigkeit vor der Leistung der Schüler und die Aussage, es sei -für ihn- "kein Problem", wenn durch sein Versemmeln der Arbeiten die Schüler ihr Abi dann halt nochmal schreiben müssen.

    Die Parallele zu meinen Mitarbeitern habe ich vor allem gezogen, um klarzumachen, dass ein Entfernen von wichtigen Unterlagen von dem Ort, wo sie hingehören (Schule/Unternehmen) meiner Ansicht nach den Lehrer/Mitarbeiter verpflichtet, über Risikominimierungsstrategien nachzudenken. Dazu könnte z.B. ein Digitalisieren gehören, ohne dass man gleich über Hash-Quatsch nachdenken muss. Man traut dem Lehrer ja auch zu, dass er die Originale nicht verändert, also kann man ihm auch eine Kopie zutrauen.

    Ich erwarte von meinen Mitarbeitern nicht, dass sie statt ihrer Angehörigen die Unterlagen retten, aber ich erwarte schon, dass man sich Gedanken über die Frage von Kopien von wichtigen Unterlagen macht, wenn die Originale unbedingt nach Hause oder sonstwohin mitgenommen werden müssen.
    Wenn Sie wirklich so viel Wert auf Kopien legen, dann hoffe ich doch, dass Sie externe Kopien Ihrer digitalen Daten haben.

    Ansonsten: Sicherheitsfanatiker sind in einem Bereich, in denen die Wahrscheinlichkeit gering ist, dass etwas passiert (noch nicht einmal etwas Schlimmes), fehl am Platz. Man kann natürlich versuchen, alle Eventualitäten einzuplanen. Man kann die Sache auch lockerer angehen.

    Was ist denn so schlimm, wenn im Abiturienten noch einmal antreten müssen? Für den Lehrer ist das mit weitaus mehr Aufwand und Stress verbunden, die Schüler können davon ausgehen, dass es in diesem speziellen Fall einen Bonus gibt, vorbereitet sind sie so oder so schon.
  3. #32

    .

    Zitat von drkloebner Beitrag anzeigen
    Wenn Sie wirklich am Wochenende in der Schule arbeiten wollten, wäre das vermutlich "kein Problem".
    Ihre Äusserungen darüber, dass von Ihnen verschusselte Arbeiten "kein Problem" seien, sind ziemlich ungewöhnlich. Sind Sie sicher, dass Sie jemals selbst zur Schule gegangen sind?
    Ich bin intelligent genug, nichts zu verschusseln. Gegen ein Naturereignis oder eine Katastrophe anderer Art schützt aber auch das nicht.

    Und ehe ich zigtausende unnötige digitale Kopien mache und damit ziemlich viel Strom verbrauche, "riskiere" ich eben etwas.

    Ich baue mir auch keinen Bunker, nur weil alle paar tausend Jahre ein grösserer Stein vom Himmel fällt.

    Lebensmittel bunkere ich auch nicht. Es reicht doch, wenn man einen kennt, der dies macht. Im Ernstfall ... .
  4. #33

    ...

    Zitat von seikor Beitrag anzeigen
    na, das ist ja mal ein herrliches Arbeitsbeschaffungsprogramm...

    Abfotografieren würde übrigens schneller gehen - wenn, dann würde ich das nie scannen. Also mal "schnell" jede Schulaufgabe, jede Ex, jeden Aufsatz, jede Abituraufgabe abfotografiert. Bezahlt sie die Schulleitung für diese sinnlose Arbeit?
    Wenn das ein guter Scanner ist und die Arbeiten auf einzelnen Blättern geschreiben werden ist der Aufwand (relativ) kein. Dauert weniger lang als eine müßige Dikussion, ob das Komma in der Physikarbeit bei der Korrektur nun eine Stelle weiter rechts saß oder nicht ;-))
  5. #34

    Titel, Thesen, Temperamente

    Zitat von drkloebner Beitrag anzeigen
    Da ich familiär bedingt zwangsläufig regelmäßigen Kontakt zu mehreren aktiven und pensionierten Lehrern habe, bin ich absolut immun gegen jegliche Dramatisierung des Lehrerberufs und seiner Begleitumstände.
    Einverstanden in puncto Dramatisierung.
    Dennoch werden Sie mir wohl zugestehen, dass sich hieraus nicht auf alle anderen Lehrer verallgemeinern lässt - ein naturwissenschaftlicher Fachlehrer z.B., der nachmittags mehrere Stunden Versuche aufbaut und Equipment für Schülerversuche vorbereitet, hätte an der Uni gleich zwei zusätzliche Hilfskräfte: einen wissenschaftlichen Mitarbeiter für die Frontalversuche und einen Praktikumsassi für die anderen...

    In diesem Sinne... I'm out.
    Schöne Grüße! :)
  6. #35

    Alte Klischees aufbraten...

    Zitat von drkloebner Beitrag anzeigen
    Versteh ich nicht, nachmittags sind doch fast alle Klassenzimmer frei, da können doch pro Klassenzimmer locker 3 oder 4 Lehrer ungestört ihrer Arbeit nachgehen. Dass Lehrer nachmittags nicht anwesend sein müssen, gehört ganz klar zu den goldenen Privilegien, die als Selbstverständlich betrachtet werden und ganz frech auch noch als Benachteiligung dargestellt werden.
    ...
    Ihre Überlegung greift zu kurz...
    1. Ganztag: Mittlerweile wird an vielen Schulen bis 17.00 Uhr unterrichtet/gearbeitet...da sind Raumprobleme bereits an der Tagesordnung
    2. Materialien: Haben Sie eine Vorstellung, wie viel Literatur und Unterlagen für eine seriöse Unterrichtsvorbereitung in mehreren Fächern notwendig ist? Wo stelle ich die denn in der Schule hin, damit ich drauf zugreifen kann? Mein Fach ist so groß dass ich da gerade mal 2 Klausurenstapel lagern kann
    3. Ruhe: Haben Sie schonmal Klausuren korrigiert? Da kann ich es garnicht gebrauchen, Kollegen in der Nähe zu haben. Da es immer Kommunikationsbedarf gibt, hätte man in der Schule keine Chance mal 3 Stunden ungestört zu arbeiten.
    4. Ausstattung: Viele Schulen freuen sich ein Loch in den Bauch, wenn sie es schaffen zumindest einen PC im Klassenraum zu haben. Optimale Ausstattung für 3-4 Kollegen.

    Goldenes Privileg...naja...Ich weiß nicht, mit dem Hintergrund, dass ich in meiner Wohnung viel Platz für ein Arbeitszimmer brauche und die Einrichtung/Ausstattung auch noch selbst bezahlen darf, ist das wohl eher Katzengold.








TOP



TOP