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Lehrer als Raubkopierer: Verlage wollen Schul-Server durchsuchen lassen

Kampf dem illegalen Bücherscan:*Mit einer*Plagiatssoftware wollen Lehrbuchverlage*ab dem Frühjahr 2012*Schulcomputer nach unerlaubten Kopien durchstöbern lassen. Ein "Schultrojaner" wird die Software nicht, Netzexperten verurteilen aber das Misstrauen gegen die Lehrerschaft.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...795100,00.html
  1. #1

    Das alte Medienproblem

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kampf dem illegalen Bücherscan:*Mit einer*Plagiatssoftware wollen Lehrbuchverlage*ab dem Frühjahr 2012*Schulcomputer nach unerlaubten Kopien durchstöbern lassen. Ein "Schultrojaner" wird die Software nicht, Netzexperten verurteilen aber das Misstrauen gegen die Lehrerschaft.

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...795100,00.html
    Geliehene Bücher nicht zurückbringen - ohne Unrechtsbewußtsein.
    Asterix-Figuren für die Schülerzeitung durchpausen - vielleicht sind ja die Leerer genauso dumm wie die Schüler.
    Musikdownload umsonst.
    Dann kann ja das mit dem Hochladen auch nicht so schlimm sein.
    Beim Duplizieren von Schulbüchern kann man dann noch auf Kosten anderer den Weihnachtsmann spielen....
  2. #2

    Mmmm..

    Ist das nicht ein gesellschaftliches und bildungspolitisches Problem?
    Was soll diese gezielte Kriminalisierung der Bildungseinrichtungen durch Bildungsmonopolisten.
    Bei rasanter Streichung der Bildungsausgaben durch unsere demokratischen Regierungen ist es doch ein Akt der gesellschaftlichen Notwehr!

    Lieber Rettungasschirme für Kriminelle auf unsere Kosten, als die Rettung unserer Kinder vor Mittelmass.

    Oder sind wir schon so weit mit der Privatisierung der Bildung, das allein das Konto der Eltern über Wissen und Nichtwissen entscheidet?
    Ach so wir brauchen ja noch Rettungsschirme für die Bundessöldner für unsere weltweite Verteidigung und für..., ach da kommen noch einige Schirme zusammen.

    Was brauchen wir da intelligente "Untertanen", welche vielleicht die Systemfrage stellen.
  3. #3

    Bertelsmann = Bildung

    Die Insolvenz des Bildungssystems rückt immer näher. Toll!
  4. #4

    ..

    Die Schulbuchverlage zocken die Steuerzahler und Eltern ab. Anders kann man es nicht bezeichnen. Wie wäre es, wenn die Schulbuchverlage mal ihre Bilanzen offenlegen und ihre Kalkulationen transparent machen?

    Wann endlich kommt die Initiative von LehrerInnen, die im Internet ein Wiki für Unterrichtsunterlagen anlegen als Alternative zu teuren Lehrbüchern? Bei der Urheberrechtsfrage von Schulbüchern muss man mal fragen, wieso LehrerInnen sich eine goldene Nase damit verdienen können, dass sie Unterlagen, die sie für den Unterricht erstellen, über Schulbuchverlage versilbern? Sie werden dafür doch schon weitgehend vom Arbeitgeber bezahlt.

    Auf diesem Gebiet gibt es für die Piratenpartei sehr viel Arbeit. Auf andere Parteien kann man kaum zählen.
  5. #5

    Wiklichkeitsfremd

    Die geltenden Regeln zum Copyright für Schulen sind völlig wirklichkeitsfremd. Wir sind verpflichtet in der analogen Welt zu bleiben. Unterrichtsmaterial das (teilweise) auf Schulbüchern basiert mal schnell dem Kollegen per Mail schicken? Verboten! Bei Krankheit das Material per E-Mail schicken? Verboten! Analoge Kopien (auf Paper)? In recht großzügigem Rahmen erlaubt!

    Im Resultat sind wir also an die Bedingungen des letzten Jahrhunderts gebunden. Ergebnis? Weniger Kooperation und schlechterer Unterricht als möglich!
  6. #6

    Schulbuchverlage

    Ich wäre ja dafür, endlich einheitliche Schulbücher und Arbeitsmaterialien erstellen zu lassen. Der gegenwärtige Zustand, daß die Schulen selbst in der gleichen Stadt unterschiedliche Materialien benutzen ist ein einziges Ärgernis und dient mitnichten besserer Bildung, sondern eher dem Umsatz der Verlage.
    Und bei der Gelegenheit könnten die Bücher auch 'modularisiert' werden, also mehrere kleinere Hefte anstatt eines dicken Buches, an dem sich die Schüler einen Bruch holen und die Schulen teilweise zu Doppelanschaffungen zwingen.
  7. #7

    nicht ganz

    Zitat von n+1 Beitrag anzeigen
    Beim Duplizieren von Schulbüchern kann man dann noch auf Kosten anderer den Weihnachtsmann spielen....
    es geht ja nicht um das kopieren ganzer bücher, sondern nur um auszüge aus den selben. wenn es mit der hand abgeschrieben wird passiert gar nichts. es geht nur um das kopieren als technischen vorgang. recht oder unrecht : keiner kauft sich eine kuh , wenn er mal ein glas milch trinken will.
    was ich aber nicht verstehe: wieso sollen sich die bildungseinrichtungen per vertrag selber ans messer liefern ? da ist doch was faul.
  8. #8

    oooo

    Zitat von n+1 Beitrag anzeigen
    Geliehene Bücher nicht zurückbringen - ohne Unrechtsbewußtsein.
    Asterix-Figuren für die Schülerzeitung durchpausen - vielleicht sind ja die Leerer genauso dumm wie die Schüler.
    vermutlich noch dümmer, vor allem wenn es leerer sind.

    vermutlich sitzen hier lauter urheberrechtsverletzer und copyrightmißachter im forum. wenn ich schon alleine daran denke, wie viel 100.000e, wenn nicht gar millionen schüler in den letzten jahrzehnten aus schulbüchern und atlanten durchkopiert und abgepaust haben. für die bio-arbeit, oder für geschichte, oder erdkunde, und so weiter.

    ich verstehe außerdem nicht, was das soll. die schulbücher werden doch von den eltern und/oder schulen gekauft. da dürften doch auch scans drin sein, genau so wie man früher aus schulbüchern kopieren durfte.

    und auf welcher rechtsgrundlage wollen die verlage eine solche "durchsuchung" denn durchführen? so ganz oder richterbeteiligung nach eigenem gutdünken?

    langsam hakt's aber wirklich.
  9. #9

    Qualität von Schulbüchern

    Zitat von inci Beitrag anzeigen
    ich verstehe außerdem nicht, was das soll. die schulbücher werden doch von den eltern und/oder schulen gekauft.
    Das Problem ist, daß Schulbücher immer schlechter werden und zur Gewinnmaximierung faktisch nur noch als Arbeitsbücher verlegt werden. Dazu sind die Bücher ohne Unterricht faktisch unbrauchbar. Wenn man noch alte Schulbücher aus den 60er kennt, dann bekommt man nur das kalte Grausen. Die damaligen Bücher waren dazu geeignet, daß der Schüler selbstständig ein Thema durcharbeiten konnte. Somit gab es schon einmal zwei Darstellung des Unterrichtsstoffs, die des Lehrers und die im Buch. Dazu waren die Schulbücher natürlich so angelegt, daß sie über Jahre genutzt werden konnten. Aufgaben mußten dafür abgeschrieben werden, aber Abschreiben sollte eine leichte Übung sein.

    Weil es eben massenweise Arbeitsbücher gibt, wird durch Scans das Geschäftsmodell der Schulbuchverlage bedroht.


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