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Lehren aus der Lehman-Pleite: Gleich und gleich macht krisenfest
Wann spornen soziale Unterschiede Menschen zu mehr Leistung an - wann vergiften sie eine Gesellschaft? Seit dem Untergang von Lehman Brothers wird wieder heftiger über die Bedeutung von Gerechtigkeit debattiert. Forscher glauben: Je ungleicher eine Gesellschaft ist, desto krisenanfälliger wird sie.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,786282,00.html
- #1 24.09.2011 15:47 von
Titelverweigerer
Da muss ich nicht lange nachdenken: Die Mächtigen verdienen prächtig an den Krisen - sie werden alles daran setzen, dass die modernen Industriegesellschaften möglichst viele Krisen durchmachen.
Und dem Stimmvieh verkaufen sie das als Freiheit. - #2 24.09.2011 16:06 von sprechweise
Geschichtsblind?
Wir leben in einer Zeit relativer Gleichheit. Das ist nicht die Ursache für Krisen.
Gleichheit hat überhaupt NICHTS mit Gerechtigkeit zu tun, im Gegenteil, Gerechtigkeit besteht im Betrachten ALLER Unterschiede, nicht im Ignorieren aller Unterschiede.
Wenn der Faulenzer genausoviel erhält wie der Fleißige, dann ist das zwar gleichmachend, aber ungerecht.
Es gibt aber manche sehr gut verdienende, die ungerecht viel, und manche sehr schlecht verdienende, die ungerecht wenig erhalten. Aber es gibt auch genügend, die gerechterweise viel bzw. wenig verdienen.
Gerechtigkeit MUSS im wesentlichen auf LEISTUNGSGERECHTIGKEIT aufbauen, mit einer "sozialen" Komponente, die ECHTEN Bedürftige unterstützt.
Davon sind Deutschland, die Linken, die Rechten weit entfernt. - #3 24.09.2011 16:06 von
"Ökonomen"
Interessant ist doch vorallem welche "Ökonomen" die Fakten, daß Ungleichheit zu Ungerechtigkeit und Krisen führt, ablehnen.
Dies sind ausnahmslos Menschen, die der Denkschule vom "homo oekonomikus" anhängen und die ihre Position in Wirtschaft und Wissenschaft nicht durch Leistung und Fähigkeiten erworben haben, sondern durch Vitamin B - #4 24.09.2011 16:08 von
Erstaunen
...so etwas offenes im Spiegel zu lesen. Treffender Artikel.
Interassanterweise wurde man in diesem Forum bisher in die böse Ecke der Verschwörungstheoretiker geschoben wenn man auf die inhaltlichen Thesen des Artikels hinwies.
Unser Geldsystem und die daraus abgeleiteten ökonomischen Sachzwänge sind von Menschen gemacht. Diese Menschen folgten stets bestimmten Interessen, vor allem ihren eigenen.
Der moderne Kapitalismus hat sich nie entwickelt um der Allgemeinheit zu dienen oder das Miteinander der Menschen zu fördern. Im Gegenteil - in ihm und der aus ihm folgenden Ungleichverteilung von Macht und Recourcen liegt vielmehr die Wurzel für unsere globalen sozialen, ökonomischen und ökologischen Probleme.
Schönes Wochenende - #5 24.09.2011 16:11 von
Forsche Forscher!
Wird solcherlei "Forschung" auch noch bezahlt?
Dann bin ich auch ein Forscher - solche Binsen weiss Einjeder der sich ein wenig mit Kleingesellschaften wie z.B. (Schul)Klassengruppen oder Familien beschäftigt hat bzw eine dementsprechende minimale Beobachtungsgabe mitbringt.
Und wieso sollte es in Großgruppen anders laufen? - #6 24.09.2011 16:15 von
von denen die sich nicht wehren können
Es ist leichter von 100.000 Bürgern jeweils einen Euro zu kassieren, als von einem Millionär 100.000 Euro. Der kommt gleich mit Anwälten und Steuerberatern daher.
.
Die einfachen Steuer-Zahler-Bürger können sich nur sehr begrenzt wehren, da ihre Steuern und Abgaben festgeschrieben stehen und gleich einbehalten werden.
.
So zahlt die schweigende Masse alles was die "Eliten" verbocken. - #7 24.09.2011 16:40 von
Ansporn...
.. zu was denn ?
Zitat von sysop
Wann spornen soziale Unterschiede Menschen zu mehr Leistung an - wann vergiften sie eine Gesellschaft?
1. Wenn die oberen "Schichten" nicht ausbeuterisch agieren,
durch "vergiftende(n)"
a) Waffenhandel
b) Drogenhandel
c) Spekulationen mit Nahrungsmitteln
dann würden
2. "Untere" Schichten
weniger (?) Gebildete... Defizite durch Fleiß und
Motivation eher ausgleichen können.
3. Vor allem durch FREIE Medien wäre eine Manipulation
hin zur Verdummung nahezu ausgeschlossen.
Beispiel: Berichten Sie mal von 5 betrügenden Personen
aus dem HarzIV Bereich...
Und verschweigen Sie den Rest ! Dann sind
in der Sonntagszeitung... alle Betrüger
Bin gespannt, ob dieser naive Beitrag erscheint.
Ein sonniges, glückliches Wochenende ! - #8 24.09.2011 16:44 von R Panning
x
Sollte man meinen ABER: Schauen Sie sich doch an, was die Eliten und Politiker reden und tun. Die handeln aktiv dagegen.
Die Essenz daraus lautet:
Wir spielen Monopoly und man hat die Wahl entweder alle paar Jahre neu anzufangen und dann eine große neue Gleichmacherei zu veranstalten (jeder 40 Mark oder so) oder man verteilt schon während des Spiels um, damit es möglichst lange oder eben ewig dauert.
Die Frage ist jedoch dann: Warum überhaupt spielen, wenn keiner gewinnen kann?
Die Antwort wäre: Weil das Spiel ansich Spaß macht. Aber schauen Sie sich unsere Geschäftswelt und den Berufsalltag doch an. Wie viel % der Leute machen wirklich zum Broterwerb das, was ihnen Spaß macht und wieviele von denen die es tun können davon leben?
Vieleicht spielen wir ja das falsche Spiel? - #9 24.09.2011 16:45 von JohnBlank
Eurokrise ist Bankenkrise
Und jetzt wandern dank CDU, FDP, SPD und Grüne Millarden Euros nach Griechenland und dann weiter an die Banken.
Wie retten wir den Arsch der Bänker, wieder zieht die Demokratie den Schwanz ein.
Tolle Demokratie, vllt. sollte man sie abschaffen, viel Macht scheint sie ja nicht mehr zu haben *hahaha.
2011 - noch immer keine Finanztransaktionsteuer. Hut ab, tolle gemacht, lieber Bundestag.
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