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Legendärer Club Bar 25: Abschied mit Lebkuchenherz

Mit seinen ausufernden Kostümpartys machte sich der Berliner Club Bar 25 weltweit einen Namen. Doch 2010 war Schluss mit lustig. Jetzt erinnert der Kinofilm "Bar 25 - Tage außerhalb der Zeit" an das Feier-Paradies. Klar, dass die Premierensause am Originalschauplatz stattfand - samt Wodkarutsche und Konfettiregen.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,830751,00.html
  1. #1

    ..........

    scharfer Club gewesen, dennoch

    ..........Ein paar Schritte weiter hat man Gelegenheit, auf einem mannshohen Thron Platz zu nehmen, um eine "Fußwaschung" mit H-Milch zu empfangen......

    ist einfach dämlich. Auch wenn wir alle im Überfluss leben würden, keine Arche notwendig wäre, wäre es einfach nur dämlich.
  2. #2

    Unheimlich viele fertige Leute mit faustdicken Drogen-Problemen, die sich für etwas Besonderes halten.
  3. #3

    Keine Traene fuer die Bar 25

    Ich erinnere mich da eher and linksalternatives Spiessertum. (kann es nicht anders beschreiben) Von wegen offener Raum. Ich habe mehrfach miterlebt wie leute an der Tuer abgewiesen wurden, weil sie scheinbar nicht in die Bunte Welt der "Anderen" reingepasst haben. In der Bar selbst hatte ich fast immer das Gefuehl von Arroganz und Unfreundlichkeit umgeben zu sein.

    Der Film passt genau in dieses Schema und in mein Bild von Berlin. Ein Zirkel von Leuten die sich hauptsaechlich damit ihr Ego erhalten, indem sie einen staendigen Kreislauf der Selbstzelebrierung erschaffen. Ein geschlossenes System das von allen bewundert werden will oder wenn nicht bewundert dann doch zumindest gehasst so dass man sich absetzen kann.

    Ich werde der Bar 25 keine Traene nachweinen...
  4. #4

    Utopie

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    das Bild einer gelebten Utopie, die an stadtplanerischen Realitäten zerbrach

    Legendärer Club Bar 25: Abschied mit Lebkuchenherz - SPIEGEL ONLINE
    Die stadtplanerischen Realitäten waren/sind eigentlich auch nur Utopien, allerdings von Leuten, die nur mit Legosteinen aus dem Basissatz operieren können.
    Utopien, die nur deswegen in Berlin wirksam sein können, weil demokratische Planungsprozesse seit gut 20 Jahren nicht mehr üblich sind und weil diverse Fördergeldtöpfe unkontolliert für private Planunsgvorstellungen mißbraucht werden.
  5. #5

    "Money rules" (2te Version)

    Zitat von ach Beitrag anzeigen
    Die stadtplanerischen Realitäten waren/sind eigentlich auch nur Utopien, allerdings von Leuten, die nur mit Legosteinen aus dem Basissatz operieren können.
    Utopien, die nur deswegen in Berlin wirksam sein können, weil demokratische Planungsprozesse seit gut 20 Jahren nicht mehr üblich sind und weil diverse Fördergeldtöpfe unkontolliert für private Planunsgvorstellungen mißbraucht werden.
    Ich würde ihnen gerne uneingeschränkt zustimmen wollen, kann es aber nicht, weil ich feststelle das die Planungen aus Utopien von Machteliten stammen die weit mehr zur Verfügung zu haben scheinen als den Basissatz.
    Im Gegenteil sie mißbrauchen diese (demokratische?) Mitbestimmungsmöglichkeit, indem sie prassen und TROTZDEM in die Fördertöpfe langen.

    Darüber hat sich sogar einer der führenden Architekten des Potsdamer Platzes (Renzo Piano) folgendermaßen beklagt:

    "Wenn ich es nicht mache, macht es ein anderer"

    Also ein weiterer Betrag zum Thema "Money rules..."

    Ciao
    DerDemokrator
  6. #6

    Zitat von Demokrator2007 Beitrag anzeigen
    Ich würde ihnen gerne uneingeschränkt zustimmen wollen, kann es aber nicht...

    Also ein weiterer Betrag zum Thema "Money rules..."

    Ciao
    DerDemokrator
    Das ist genau das was ich den Machern der Bar25 vorhalte. Antikapitalismus existiert nur so lange man sich selbst im Nachteil sieht. Meine Erfahrungen mit der Bar 25 haben in mir eher den Eindruck erweckt, dass hier ganz klar darauf geschaut wird moeglichst viel Geld zu machen. Auf der anderen Seite wird dann aber ueber die geschimpft die selbst mehr Geld machen.

    Natuerlich kann man eine Bar nicht mit einer Bank vergleichen, aber die so schoen vorgetragene alternative Kultur ist hier nichts weiter als ein Kostuem hinter dem sich ein ganz normaler Geld getriebener Betrieb verbirgt wie jeder andere auch.

    Das fuer sich alleine waere voellig in Ordnung fuer mich, wenn man dazu stehen wuerde. Aber einen auf Antikapitalismus machen, sich als offener Raum fuer Kunst und freien Geist zu generieren aber dann Leute and der Tuer abweisen weil sie nicht ins bunte Bild passen, sind schlichtweg nicht vereinbar. Diese Scheinheiligkeit findet sich immer wieder in der Berliner Szene die so anders sein will und doch nicht weniger noch mehr sind als alle anderen Menschen auch.
  7. #7

    hm

    Zitat von niela Beitrag anzeigen
    Das ist genau das was ich den Machern der Bar25 vorhalte. Antikapitalismus existiert nur so lange man sich selbst im Nachteil sieht. Meine Erfahrungen mit der Bar 25 haben in mir eher den Eindruck erweckt, dass hier ganz klar darauf geschaut wird moeglichst viel Geld zu machen. Auf der anderen Seite wird dann aber ueber die geschimpft die selbst mehr Geld machen.

    Erst beschweren Sie sich, daß da Leute nicht reinkamen.
    Jetzt soll doch Profitmaximierung Hauptziel gewesen sein
    So ganz geht das nicht zusammen.
    Die Sache mit dem Antikapitalismus ist vermutlich von Ihnen auch nur hineininterpretiert. Mir sind z.B. im Film keine entsprechenden Parolen aufgefallen.
  8. #8

    Zitat von Demokrator2007 Beitrag anzeigen
    Ich würde ihnen gerne uneingeschränkt zustimmen wollen, kann es aber nicht, weil ich feststelle das die Planungen aus Utopien von Machteliten stammen die weit mehr zur Verfügung zu haben scheinen als den Basissatz.

    Der Basissatzsatz bezog sich auf die Legosteine. Und die sollten den ästhetischen Weitblick der Berliner Machteliten der Nachwendezeit illustrieren.
  9. #9

    wenn in 15 jahren dann die druffgebliebenen pulver- und pillenfreunde vor der tür des apartments im bar 25-erlebnis-wonderland stehen und wieder partypartyparty einfordern gibts bestimmt den wachschutz als antwort. die "coole", "trashige", "völlig lose" bar/clubszene bastelt an der verwertung 3.0. als überbrücker gibts für die club-boheme temporäres wellnesshotel in mexiko während man die gastro-kohle säckeweise in berlin-ruinen schaufelt.

    stumpfblöde mucke, spacken-performances, drogenhirngeschädigte, leistungsträger undercover von do bis di druff… das war sie hauptsächlich, die bar 25. schön gewesen für die beteiligten, für die stadt und ihre bewohner als modell unrelevant. als hort der gelebten "utopie" völlig überhöht un stattdessen unterm strich zu stumpf verrauscht, zu kurz, elitär, naiv.

    jetzt ist es ein business, es lauern viele schöne verwertungen und allianzen statt utopisches rumgespacke auf pille.








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