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"The Legend of Zelda": Großer Triumph des kleinen Link

Gestochen scharf? Ist doch gar nicht nötig! Das Spiel "The Legend of Zelda"*zeigt mit*seiner Jubiläumsausgabe, dass auch eine softe Optik verzaubert. Nintendos Wii-Konsole ist eben nicht nur ein Gerät für kleine Hampelspielchen, sondern auch für große Meisterwerke.

http://www.spiegel.de/netzwelt/games...805082,00.html
  1. #1

    Wie schön!

    Was für eine angenehme Überraschung, bei SPON einen Artikel allein über Zelda zu finden, und das an so prominenter Stelle. Das versüßt einem die Abendstunden.
  2. #2

    In einem Wort: Episch!

    Habe bisher jeden Zelda Teil gespielt, wobei mir die beiden Titel für den Nintendo64 am besten gefallen.
    Skyward Sword wird wohl auch noch in meinen Besitz übergehen, da das Spiel wie beschrieben zwar prinzipiell immer gleich ist, aber damit auch immer gleich perfekt.
    Zelda allein ist eine Rechtfertigung für den Kauf jeder neuen Nintendo Konsole.
  3. #3

    Ich unke ja ungern wegen mangelhafter Grafik, aber bei LoZ: Skyward Sword muss man es einfach sagen. Die Grafik sieht scheiße aus.
    Matschige Texturen, mäßige Animationen, keine vorgerenderten Cutscenes und überall Pixeltreppen (kein AA). Ein gekonnter Grafikstil kann zwar eine Menge überdecken, doch irgendwann ist der Fleck einfach zu groß um effektiv verhüllt zu werden.
    Sprachausgabe gibt es mal wieder nicht und der ständige Begleiter Fi geht einem nach wenigen Stunden gehörig auf die Nerven. Nicht ganz so schlimm wie Navi mit ihrem ständigen "Hey, listen!", aber immer noch nervig.

    Was Skyward Sword rettet ist das Gameplay. Die Dungeons sind gewohnt abwechslungsreich und Nintendo beweist mal wieder ein unglaubliches Maß an Kreativität bezüglich der Puzzel und Rätsel.

    Die Steuerung mit dem Wii Motion Plus ist sehr gut. Trotzdem hat Nintendo sich gehörig Zeit gelassen ein volles Spiel zu entwickeln das die Option nutzt. Wii Sports Ressort zählt nicht.

    Die Zelda Serie ist nach wie vor top, es bilden sich aber auch Risse im Fundament. Nintendo wird eine große Erneuerung nicht ewig vor sich herschieben können, auch wenn man die eingefleischten Fans so lange wie möglich nicht verprellen möchte.
  4. #4

    Zelda-Spiele sollten immer von zwei Redakteuren besprochen werden - einem, der Zelda in der Kindheit gespielt und einem, der zum ersten Mal ein Zelda-Spiel spielt. Ohne die verklärende Brille der Erinnerung würden die Zelda-Spiele zwar immer noch gut sein, aber kaum den Anklang finden, den sie immer wieder erhalten. So kann Nintendo bis heute keine wirklich spannenden Geschichten erzählen. Die Figuren sind auf eine simple Weise unterhaltend, aber keineswegs wirklich interessant. Ich habe Ocarina of Time erst dieses Jahr mit 35 Jahren zum ersten Mal gespielt. Ich fand es gut, aber keineswegs überragend. An keiner Stelle hat es mich allerdings so gefesselt wie so viele andere Spiele, die ich seit C64-Zeiten spielte.
  5. #5

    Zitat von sid6581 Beitrag anzeigen
    Zelda-Spiele sollten immer von zwei Redakteuren besprochen werden - einem, der Zelda in der Kindheit gespielt und einem, der zum ersten Mal ein Zelda-Spiel spielt. Ohne die verklärende Brille der Erinnerung würden die Zelda-Spiele zwar immer noch gut sein, aber kaum den Anklang finden, den sie immer wieder erhalten. So kann Nintendo bis heute keine wirklich spannenden Geschichten erzählen. Die Figuren sind auf eine simple Weise unterhaltend, aber keineswegs wirklich interessant. Ich habe Ocarina of Time erst dieses Jahr mit 35 Jahren zum ersten Mal gespielt. Ich fand es gut, aber keineswegs überragend. An keiner Stelle hat es mich allerdings so gefesselt wie so viele andere Spiele, die ich seit C64-Zeiten spielte.
    Also ein guter Freund von mir hat Ocarina of Time mit 32 Jahren (2006) das erste mal gespielt und ist seit dem Fan der Serie. Er hat vorher noch nie eine Konsole gehabt und sich dann den GameCube und die Wii nur für Zelda geholt. Also hat das nichts damit zu tun, in welchem Alter man die Serie das erste mal spielt. Ich war bei Ocarina of Time 22 und bin seit dem auch von Link und Co. Gefesselt.
    Also ich finde, man kann Nintendo viel vorwerfen (schlechte, kindliche Graphik, veraltete Systeme), aber dass sie keine spannenden Geschichten erzählen können gehört nun wirklich nicht dazu. selbst wenn sich bei Mario und Zelda immer wieder die gleiche Grundstory erzählt wird, so ist jeder einzelne Teil immer wird anders und die Geschichte nicht einfach nur Vorwand dafür, loszuziehen und als Egoshooter um sich zuballern. Aber natürlich gibt es auch Nicht-Nintendo Reihen, die schöne Storys erzählen (Z.b. Final Fantasy).
    Zum aktuellen Titel: für mich bis jetzt die Nummer 2 nach Ocarina of Time.
  6. #6

    sehe ich nicht ganz so

    Ich habe fast jeden Zelda Teil gespielt und hatte mir mehr von der Ausgabe zum 25. Jubiläum erhofft. Gerade Sachen die Zelda so ausmachen sind diesmal schwach. Es gibt nur quasi nur einen Weg, zu wenige Rätsel, zu wenige Geheimräume, zu wenige Sonderspiele, zu wenige Wegbereiter, zu wenige Spezialattacken, langweilige Story - keine Überraschungen, zu lange Einführung. Klar die Steuerung ist schon toll. Aber wirklich besser macht es das Spiel nicht. Twilight Princess find da schon deutlich besser - es macht von Anfang bis Ende Spaß.
  7. #7

    Skyrim statt Zelda

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gestochen scharf? Ist doch gar nicht nötig!
    Ich spiele Nintendo Spiele, seit das Nintendo Entertainment System auf den Markt gekommen ist. Zelda war dabei, neben Super Mario und Mario Kart einer meiner Lieblinge, dem ich vom NES über das Super Nintendo und das N64 bis hin zum Gamecube die Treue gehalten habe.

    Jetzt gibt es die Wii und Nintendo hat mal wieder ein neues Zelda Spiel fertig. Früher habe ich einem solchen Termin entgegengefiebert, aber heute lässt es mich völlig kalt. Ich habe mir auf Youtube einige Videos dazu angesehen, und statt dem Zeldafieber hat mich das kalte Grausen gepackt. Schuld daran ist die Wii Konsole, die unkomfortable Bedienung mit weichgespülter Grafik kombiniert.

    Statt das neue zelda zu spielen, bewege ich mich seit 220 Stunden Spielzeit durch die gigantische Spielwelt von Skyrim. Hier zeigt Bethesda Softworks, wie Fantasy Abenteuer im Jahr 2011 aussehen können.

    Natürlich macht eine tolle Grafik noch kein perfektes Spiel, aber ohne tolle Grafik kann mich auch ein gutes Game nicht vom Hocker hauen und wenn dann auch noch die Steuerung nichts taugt, war es das eben.

    Skyrim schlägt Zelda aber nicht nur mit seiner atemberaubenden Grafik und der phantastischen Simulation endloser nordischer Landschaften, Skirim ist auch vom Spielprinzip erfrischend anders, auch gegenüber den Vorgängern.

    Im direkten Vergleich zu Zelda erwähne ich nur die Lebensecht animierten Drachen, mit denen man sich in der Schlacht messen kann und denke an die komischen bunten Vögel, auf denen Link in den You Tube Videos durchs rosarote Zuckerwatten Weichspülerland reitet.

    Aber auch die Story von Skirim ist erfrischend neu und anders. Statt immer wieder die gleiche Prinzessin zu retten, kann ich tun und lassen was ich will. Ich kann mich in der Zaubererakademie ausbilden lassen und zum Erzmagier aufsteigen, mich einer Assasinengilde anschließen, die Gunst verschiedener Dämonen erlangen und ihre Artefakte an mich bringen, auf Seiten der Sturmmäntel gegen das Kaiserreich kämpfen oder die Kaiserlichen unterstützen, zum Meisterschmied werden und mächtige Waffen und Rüstungen erschaffen, einer Diebesgilde zu neuem Glanz verhelfen oder als Barde durchs Land reisen oder mich einfach um die Hauptgeschichte kümmern, die von der Rückkehr der Drachen handelt, die ich als Dovakin Drachenblut bekämpfen muss.

    Zelda ist eine tolle Spielserie, aber im Vergleich zu Skirim ist Zelda einfach nur noch von gestern, so leid mir das tut.
  8. #8

    Niedergang eines großen Namens

    Ich kann jeder positven Kritik an dem Spiel und an den letzten Serienablegern nur mit Kopfschütteln begegenen. Es ist gerade für anspruchsvolle Spielekenner- und Kritiker (Zeldafans gehören zweifelsohne zu den härtesten Kritikern und besitzen einen, von Haus aus ungemein hohen Anspruch!) nahezu befremdlich mitanzusehen, wie ein derart altmodisches und zu Teilen peinlich programmiertes Spiel gehypt wird.
    Skyward Sword ist eine Totalverweigerung an modernes Spieledesign und Nintendos Bankrotterklärung in Sachen Innovationen und anspruchsvoller Videospielunterhaltung. Die gesamte Zelda Spielereihe lebt heute einzig von seiner Tradition und von seinem großen Namen, der in der Vergangenheit für konstant hochwertiges Gamedesign und revolutionäre Spielinhalte stand. Wenige Videospielreihen ist es sooft, so gut gelungen sich intern auf teils derart spektakuläre Art und Weise neu zu erfinden und sich gleichzeitig eine gewisse Tradition zu bewahren. Eine ganze Branche hat diese Serie immer wieder aufs Neue mit neuen und innovativen Ideen und Inhalte bereichert. (Heute noch finden sich in den modernsten Action- und Abenteuerspielen, viele von früheren Zeldatiteln eingeführte Designschöpfungen wieder --> Wir werden sehen, wie sich die durchaus innovative, aber leider nicht fehlerlose Schwertkampfsteuerung im Spielebereich niederschlagen wird)
    Die Größe der Serie bestand immer in dem Einfluss, den sie auf die Gesamtbranche ausübte. Doch damit ist es nun endgültig vorbei. Das grotesk-belanglose Twilight Pricess und die schwammigen DS-Teile haben bereits angedeutet, was sich mit Skyward Sword nun leider bewahrheiten soll: Die Zeldaserie hat ihre Vormachtsstellung im Bereich der spielerischen und technischen (Wind Waker!) Innovationen verloren.

    Auf allen spielentscheidenden Ebenen im modernen Sinne ist ein Stillstand bzw. Rückschritt zu verzeichnen, der für Zeldafans und Action-Adventure Liebhaber (wie für mich) nicht hinzunehmen ist. Auf eine, rein auf Gameplay ausgerichtete Linie zu setzen hat sich als fatale Entscheidung herausgestellt. Konsistente Storyline, sympathtische und nachvollziehbare Charaktere, sowie technischer Fortschritt (unentschiedener Grafikstil zwischen Twilight Princess und Wind Waker) werden in Skyward Sword konsequent verweigert. Die Atmosphäre lebt nur durch die Namen der Protagonisten, eine neue faszinierende Spielwelt will sich nicht aufbauen und wirkt durch ihre kindliche Naivität und den konsequent abstoßenden und übertrieben überzeichneten (japanischen) Charakteren seltsam fremd und substanzlos. Designentscheidungen wie sie im letzten Drittel und in Ansätzen schon in früheren Abschnitten des Spiels getroffen worden sind, sind nicht hinzunehmen und jede wohlwollende Kritik an diesem Spiel und seiner sperrigen Struktur ist eine Verweigerung an modernes Spieldesign! Story, Charaktere, ja selbst das vertrackte Tempeldesign, dass die Zeldaserie von jeher auszeichnet, formen sich nicht zu einem befriedigenden Ganzen zusammen. Ein „Regiewechsel“ und Generationenwechsel wie er jüngst an prominenter Stelle gefordert wird, wäre ein allenfalls zarter Beginn. Ein modernes Videospielmärchen sieht jedenfalls anders aus…………..
  9. #9

    Zitat von backpfeife Beitrag anzeigen
    Ich kann jeder positven Kritik an dem Spiel und an den letzten Serienablegern nur mit Kopfschütteln begegenen. Es ist gerade für anspruchsvolle Spielekenner- und Kritiker (Zeldafans gehören zweifelsohne zu den härtesten Kritikern und besitzen einen, von Haus aus ungemein hohen Anspruch!) nahezu befremdlich mitanzusehen, wie ein derart altmodisches und zu Teilen peinlich programmiertes Spiel gehypt wird.....
    Ich sehe es zwar nicht ganz so drastisch, stimme aber allgemein zu. Zelda hat diesmal die eigene Neuerfindung verschlafen. Backtracking ist ohne Ende inklusive Gegner / Umgebungsrecycling, müde Charaktere, altmodisches Spieldesign...


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