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Leck an Nordsee-Plattform: Shell evakuiert Arbeiter von Nachbar-Bohrinsel
AFPDie Situation rund um das Gasleck in der Nordsee eskaliert: Nach dem Energiekonzern Total bringt jetzt auch Shell Arbeiter von einer Bohrinsel in Sicherheit. Experten befürchten, dass es Monate dauern wird, den Gas-Austritt zu stoppen.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...823981,00.html
- #1 27.03.2012 13:16 von
Die unterschiede der Dimensionen
der beiden Havarien sind mir halbwegs bewusst, obwohl man ja bei beiden das Ende nicht absehen kann. Aber Industriepannen wie in Fukushima können doch hier gar nicht vorkommen, wegen Gesetzen, Vorschriften, keine Erdbeben oder Tsunamis.
Muss Shell jetzt eigentlich dafür CO2-Zertifikate kaufen oder ist Methan (25 x klimawirksamer als CO2) kostenlos ?
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Was schief gehen kann, geht auch schief - #2 27.03.2012 13:18 von
- #3 27.03.2012 13:39 von
Immer nur Beschwichtigungen!!!
"Die Menge an Kohlenwasserstoffen, die den Film verursacht, schätzt das Ministerium auf 2 bis 23 Tonnen. Für die Umwelt sei ein solcher Gasaustritt weniger schädlich als der von Rohöl, hieß es".
Was bedeutet denn weniger schädlich?
Warten wir mal ab, was noch alles passiert, bevor das Bohrloch geschlossen wird.
Unsere weltweiten Schlafmützen von Politikern sollten alle aus ihren Ämtern geworfen werden. Das sind letztendlich die Verantwortlichen für alle gravierenden Umweltverschmutzungen. Jeder der diese etablierten Parteien wählt, macht sich auch schuldig an der Zerstörung unserer Umwelt.
hbommy - #4 27.03.2012 13:47 von
Wieso darüber berichten
Wieso sollte man überhaupt darüber berichten? Gas sieht man ja nicht? Bilder aus dem Nigerdelta wären für die Medien eigentlich ein schönerer Leckerbissen - wenn man diesen Grad der Umweltzerstörung überhaupt noch in Worte fassen kann. Ist aber so weit weg von der eigenen Haustüre... Ethik und Moral - das sind nur noch Konzernfloskeln, wenn es dem Aktienkurs dient. Einen echten Inhalt haben auch die Worte "Rettung", "Elite" oder "Sparen" im medialen Gebrauch leider nicht mehr. Schade eigentlich... Da entwickelt man eine deutliche Sprache und viele Worte, um sie dann von ein paar Wenigen verunstalten und zweckentfremden zu lassen.
- #5 27.03.2012 13:58 von
wir verdienen es nicht anders ...
Es wird sich nichts ändern - solange wir in diesem Maß auf fossile Brennstoffe setzen, wie wir das bis heute leider immer noch tun. Jeder klagt, jeder jault auf, jeder schimpft auf die Multis - aber praktisch jeder läßt es sich nicht nehmen, ins Auto zu steigen und loszufahren. Ich übrigens auch, by the way ...
Was mich erbost ist eher die Blauäugigkeit, mit der wir immer wieder schlucken, wenn uns von unbedenklichen Fördermöglichkeiten, ausgereifter Technik, praktisch unfehlbaren Sicherheitsvorkehrungen und und und erzählt wird - und genau so eine Panne wie diese hier dann das Gegenteil beweist. Ob das Exxon, Shell, Total oder sonstwer ist - immer die gleiche Leier. Danach ein bißchen Reue bekundet, ein paar Milliönchen als Ablaß bezahlt - und weiter gehts mit der alten Methode - Hauptsache es werden weiterhin milliardenschwere Überschüsse erwirtschaftet. Peanuts ...
Ich denke auch an die tolle neue Methode zum Lösen von Gas aus Gestein, indem man Millionen von Litern chemiehaltiger Lösungen ins Erdreich pumpt, natürlich alles praktisch ungefährlich. Laut Gutachten Soundso vom Institut Soundso ist das alles kein Problem und so weiter. Und unsere Regierung verbietet das nicht, sondern unterstützt das teilweise sogar noch, irgendwas läuft hier defintiv falsch, das steht fest. - #6 27.03.2012 14:02 von
Populistische Hatz...
Was sollten denn Politiker ihrer Meinung nach tun? Die Industrie aufgeben? Warten Sie mal ab wie ein Land wie GB vor die Hunde gehen wuerde ohne die Steuergelder durch die Oelfoerderung. Dann koennten Sie mal beobachten wie die verantwortlichen Politker aus ihren Aemtern geworfen wuerden!
- #7 27.03.2012 14:12 von
- #8 27.03.2012 14:18 von
Titel
die Antwort auf ihre Frage ist schnell gefunden: unsere Herren Politiker verabschieden Gesetzen mit denen die Bedingungen, unter denen Rohstoffe Gefördert werden dürfen, festgelegt werden. sie sollen die Ölförderung ja nicht verbieten, sondern nur dafür sorgen, dass die Sicherheitsanforderungen hoch sind und eingehalten werden.
eine Katastrophe wie z.B. im Golf vom Mexiko hätte verhindert werden können wenn man BP nicht die Erlaubnis gegeben hätte in einer solchen Tiefe Bohrungen durchzuführen. die Risiken solcher Vorhaben sind ansich bekannt, werden aber in Kauf genommen weil man den billigen Rohstoff "braucht".
zudem sollte sich jeder an seine eigene Nase fassen, denn kaum jemand würde Politiker wählen, die harte Gesetze erlassen, die dafür sorgen, dass unser geliebtes Benzin deutlich teurer wird.
dies führt widerum dazu, dass Politiker erst gar nicht solch unpopuläre Entscheidungen treffen wollen. - #9 27.03.2012 14:19 von
Aua...
"Die ausgetretene Mischung aus Gas und Flüssigkeiten besteht zum größeren Teil aus Methan, enthält aber auch andere Kohlenwasserstoffe wie Propan und Butan. Das Gas im Elgin-Vorkommen ist zudem vergleichsweise reich an Kohlendioxid (CO2) und Schwefelwasserstoff (H2S); durch Letzteres ist das Gemisch leicht entzündlich."
Oh, Mann, da hat ein SPON-Schreiberling aber Chemie so schnell wie möglich abgewählt seinerzeit. Der Löwenanteil ist Methan, aber der Schwefelwasserstoff, DER macht's entzündlich - was für ein Bullshit...Abgesehen von der Unkenntnis korrekter Formelschreibweise (die Indizes gehören tiefgestellt).
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