CorbisFrüher hieß der weibliche Lebensentwurf fast immer: Hausfrau. Doch Frauen sind heutzutage besser ausgebildet, ein Leben am Herd strebt praktisch keine mehr an - und viele Familien können sich das auch gar nicht mehr leisten. Nachruf auf ein Lebensmodell.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-872694.html
Naja, was bei dieser "Diskussion" oft vergessen wird - das "Haushalten" war eben früher ein Beruf - der durchaus entscheidend zum finanziellen Überleben der Familie beigetragen hat. Haushalt mit Staubwischen gleichzusetzen, ist so ziemlich das Blödeste.
Das war Nähen, Flicken, Essen zubereiten, Haus feuern und instandhalten, Acker und Gartenarbeit und unzähliges Andere mehr. Durchaus "geldwerte" Leistungen.
Keine Familie hätte sich leisten können, auf die Kocherei -also die Versorgung mit günstigen Nahrungsmitteln- zu verzichten, die Wäsche aus dem Haus zu geben, Klamotten immer neu zu kaufen usw.
Heute, wo Kleidung und Essen lächerlich billig sind, zählen andere Kostenfaktoren - und dafür braucht es in erster Linie Geld. Und Geld gibts eben nur bei der Ausbeutung außer Haus.
Ich muss bei der Debatte immer ein bisschen schmunzeln, speziell wenn es darum geht, dass es sich viele Paare (egal ob verheiratet oder nicht) eigentlich gar nicht mehr leisten können, das Heimchen (neutral!) am Herd sitzen zu lassen. Klingt für mich immer so ein bisschen nach systemimmanentem Problem: (auch) weil so viele Frauen arbeiten, steigen die Löhne wegen der zusätzlichen verfügbaren Arbeitskraft schon seit mehr als zwei Jahrzehnten nicht mehr so richtig kräftig, so dass jetzt in normalverdienenden Haushalten zwei Verdiener arbeiten müssen, weil eine Lohntüte nicht mehr hinreicht :) Was bei aller Statistik immer gern verschwiegen wird: Frauen haben zumindest zum Teil (zu dem Teil, der für einkommensstarke Männer attraktiv ist) einfach nach wie vor die Option auf den Karriereweg Hausfrau, während das andersrum noch nicht so funktioniert, obwohl es inzwischen auch immer mehr junge Frauen gibt, die schlecht bis gar nicht kochen können und es auch mit der Ordnung nicht so extrem haben. Alles ganz schrecklich kompliziert, das...
Unsere Gesellschaft braucht keine Nur-Hausfrauen mehr, zum einen, weil die haushälterische Tätigkeit durch die ganzen käuflich zu erwerbenden Bauknechte und Meister Proppers enorm an Zeitaufwand verloren hat und zum anderen, weil eine Ehe schon lange keine Gewähr mehr ist für lebenslange wirtschaftliche Versorgung.
Also müssen wir den schwierigen Spagat schaffen, zwischen klassischer Familie mit Kindererziehung und materieller Absicherung durch Erwerbstätigkeit der Frau.
Ich wundere mich, dass es so vielen trotzdem noch gut gelingt.
Schon erstaunlich, wie andere Länder das hinbekommen mit dem Kinderkriegen trotz Arbeit. Oder fragen Sie mal meine Großmutter, wie die das gemacht hat in ungleich schwierigeren Zeiten.
Vielleicht ist es ja auch grade anders als Sie denken?
Vielleicht führt ja grade der (westdeutsche) Mutterkult, also die Annahme daß nur die Mutter die Kinder 'richtig' betreuen kann, zu dieser demografischen Entwicklung weil sie die Väter desöfteren außen vor lässt?
Das Wichtigste ist der letzte Teil des zweiten Satzes.
Früher nannte man den Ehemann und Vater auch Ernährer. Inzwischen ist es so, dass manche Männer gerade mal soviel verdienen, um sich selbst ernähren zu können.
Meine Frau hat von der Geburt des ersten Kindes bis zum 15. Lebensjahr des letzten Kindes 25 Jahre lang nicht gearbeitet.
Eine schöne Zeit, sogar ein Zweitwagen war möglich, die sie nicht bedauert.
Inzwischen reicht es, trotz Teilzeitbeschäftigung meiner Frau, gerade mal, um über die Runden zu kommen. Bei einem Zweipersonenhaushalt.
Da lern ich einen Beruf, einen weiblichen natuerlich,
Verkaeuferin, Stenotypistin, Stenokontoristin oder Traum-
beruf Stewardess. Dann angle ich mir einen Mann!!
"Wie angle ich einen Millionaer?" Marylin Monroe!!
Dann heirate ich, bekomme zwei Kinder, mein Mann verdient gut und in den Sommerferien fahren wir ins nahe
gelegene Erholungsgebiet.
Morgens, wenn mein Manni das Haus verlaesst, mache ich
die Betten, den Abwasch und putze vielleicht die Fenster, die haben es noetig.Dann koche ich fuer meinen Mauser
und abends habe ich dann ihn ganz fuer mich und er mich!
Jeden Tag gehe ich einkaufen, manchmal nur schaufenstern.
Den Kindern helfe ich dann nachmittags bei den Schul-aufgaben und wenn ich Zeit uebrig habe, mache ich einen Schaufensterbummel.
Nein so 9 Std von zu haus weg und dann alles in einer Stunde, nein, da bin ich mit 40 ausgebrannt und mein
Manni sucht sich ne Juengere!!
Und heute, studieren bis 25 und laenger, dann ausgebeutet werden und die Maenner ebenfalls. Es reicht gerade zum Ueberleben. Im Alter dann eine Rente von 500 Euro,
inzwischen geschieden und dann bei Aldi betteln gehen.
HEUTE! Da kommen beide abend "fertig" nach hause,
das Fressen aus der Mikrowelle und dann vor die Kiste!
Totmuede fuer ALLES. Die Lust ist uebermuedet!!!
An den Wochenenden wird dann der Haushalt gemacht, Manni waescht den Wagen, maeht den Rasen, sofern
einer da ist. Und Sonntags gehts dann ins Gruene,
mindestens 100 km Anfahrt, damit man ja keine Nachbarn
trifft, die ein noch groesseres Auto fahren.
"Mein Mann ist leitender Angestellter bei...... und da braucht
er eben einen grossen Wagen!" In Wirklichkeit ist er schlecht
bezahlt und stottttttttert das Auto ab.
Was ist wohl schoener ???