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Lebensmittelwerbung: Wie Reklame auf dem Teller aussieht

Wer der Werbung glaubt, ist selbst schuld. Aber wer lässt sich nicht von Bildern leiten? Und wer vergleicht schon die Bilder auf den Packungen von Fertiggerichten mit der Realität? Der Fotograf Samuel Müller hat es getan - und ein unterhaltsames und lehrreiches Bilderbuch veröffentlicht.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...826042,00.html
  1. #80

    Zitat von meimei Beitrag anzeigen
    Also das ist wirklich übertrieben, wenn nicht sogar mit Absicht im eher schlechteren Licht dargestellt.

    Mit etwas Aufbereitung ala Nudeln auflockern schaut das schon anders aus.

    Zudem, wo sind Produkte von F****a etc., die vermutlich sogar frischer und gesünder sind als 3/4 Kantinenessen, zum immer noch sehr günstigen Preis.

    ca. 2x in der Woche esse ich in der Arbeit F****a, Curry Hähnchen kann ich nur empfehlen, scheckt auch sehr gut als Mikrowellengericht (bevorzuge ich sogar vor der Pfanne).

    Für 3,29 Euronen esse ich oft schlechter.
    An sich hat Ihr Kommentar hier nichts zu suchen.. :-)
    Warum?
    Sie schreiben ja nicht zu einem Fertigprodukt im eigentlichen Sinne, das entweder direkt auf den Teller kommt, oder aber lediglich vorher erwärmt werden muss, sondern von einer rohen TK-Zutatenmischung/packung, deren Inhalt noch gegart werden muss.

    Und da ist es natürlich absolut von der eigenen Zubereitung abhängig, wie weit das fertige Essen dann dem Produktbild gleicht, ...oder auch nicht.

    Mich würden da übrigens die lediglich 65g Fleischbeilage stören..
    Und ein wenig der vierfache Preis ggü. der "Selbstmischung" aus auch schon (fast) fertig vorbereitenen TK-Zutaten.
  2. #81

    Zitat von no-panic Beitrag anzeigen
    Höhö. Hier geht der Mann (nämlich ich) arbeiten und auf dem Heimweg einkaufen. Abends kocht er dann auch noch. Täglich, frisch und leidlich gesund. :)
    Wenns nen Hobby ist - warum nicht?
    Oder auch wenn die Frau auch arbeitet und der Mann (was sogar meist der Fall ist) besser kocht.

    Mir geht es nur darum, daß für die Nahrungsaufnahme nicht unbedingt jeder bereit ist grössere Mengen Zeit zu opfern. Wenn aber mehr als einer isst hebt das zumindest die Moral schon mal teilweise:)
  3. #82

    Bequemlichkeit

    Oft ist es auch die Bequemlichkeit der Menschen nicht selber zu kochen. Schnell mal ein Fertiggericht in die Micro schieben ist doch einfacher.

    Wenn ich manchmal sehe was junge Frauen einkaufen wird mir nur schlecht. Die können alle nicht mehr kochen weil sie es von Mutter gar nicht gelernt haben. So sieht es nämlich aus. Und um ein Rezept zu kapieren sind sie anscheinend zu blöd.

    Wenn ich dann bei Bekannten sehe, dass die Söhne oft zu Mutter zum Essen kommen weil sie daheim nur Frass vorgesetzt bekommen frag ich mich ernsthaft wo das noch hinführen soll.
    Gott sei Dank hatten meine Söhne Interesse und haben mir über die Schulter geschaut und kochen gelernt. Da hat keiner eine Frau geheiratet die nicht wusste wann das Wasser kocht.
  4. #83

    Mal fast philosophisch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer der Werbung glaubt, ist selbst schuld. Aber wer lässt sich nicht von Bildern leiten? Und wer vergleicht schon die Bilder auf den Packungen von Fertiggerichten mit der Realität? Der Fotograf Samuel Müller hat es getan - und ein unterhaltsames und lehrreiches Bilderbuch veröffentlicht.

    Lebensmittelwerbung: Mogelpackung auf dem Teller - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Eigentlich weiß jeder, dass Werbefotos nichts mit den Originalen zu tun haben. Auch in der TV-Werbung wird getrickst. Natürlicher Honig ist dort auch nur Öl. Das fließtb eben besser. Aber dank solcher schönen Tricks haben wir vielleicht auch mal die Chance auf viel Geld. In den USA fühlten sich vor etwa 8 Jahren Frauen diskriminiert, weil sie nicht so schön aussahen, wie die Models einer Bekleidungsfirma. Es gab 40 Mio. Schadenersatz. Man braucht nur einen guiten Anwalt.

    Mal fast philosophisch:

    Ist nicht die ganze Gesellschaft so geworden? Macht nicht jeder Werbung und stellt sich weit schöner dar als er/sie der Realität entspricht?

    Bei der Bewerbung für einen neuen Arbeitsplatz stellt man sich doch auch weit perfekter dar, als man in der Wirklichkeit ist. Dafür darf man vorher auch entsprechende Lehrgänge besuchen. Oder was ist mit Politikern? Auch für die gibt es Lehrgänge. Dann wirken sie bei öffentlichen Auftritten perfekt und glänzen mit (inhaltslosen) Reden.

    Einen Unterschied zu Lebensmitteln kann ich nicht entdecken. Das Prinzip der Werbung ist in der gesamten Gesellschaft üblich.
  5. #84

    Zitat von SirTurbo Beitrag anzeigen
    Wenns nen Hobby ist - warum nicht?
    Oder auch wenn die Frau auch arbeitet und der Mann (was sogar meist der Fall ist) besser kocht.

    Mir geht es nur darum, daß für die Nahrungsaufnahme nicht unbedingt jeder bereit ist grössere Mengen Zeit zu opfern. Wenn aber mehr als einer isst hebt das zumindest die Moral schon mal teilweise:)
    Ja, Hobby ist es auch, aber mit ein wenig Übung und Routine sinkt der Zeitbedarf rapide. Essen dient mir aber eben nicht nur zur Erhaltung der Vitalfunktionen, für mich ist es Genuss. Da gehört die Zubereitung, der Umgang mit den Lebensmitteln, einfach dazu. ;)
  6. #85

    Sinn und Unsinn von Titeln

    Zitat von Stuhlbeinsäger Beitrag anzeigen
    Einkaufen als Hobby. Soso. Das ist auch eine der Unkulturen von heute: der Hang zur Verkürzung,Simplifizierung. Es gibt nur noch schwarz und weiß. Nuancierung ist out, die einfache Aussage ist alles was zählt. Da könnte auch die Lieblingsvokabel "heutzutage" wieder gut passen, denn heutzutage hat man doch so wenig Zeit zum Einkaufen und Kochen, nicht wahr? Klar, wenn man drei Kochshows am Stück guckt, sind wieder ein paar Stunden nutzlos verstrichen. Und es hat Appetit gemacht, denen beim Kochen zuzugucken. Jetzt aber schnell die Billigpizza in den Ofen geschoben.
    Koch-wat? Wenn bei mir was läuft sind das Dokus oder zu weit über 90% Konserven(sic!).
    Fertigfutter heisst nicht unbedingt Unterschichten-TV und BLÖD. Es soll ach Leute geben die Nahrungaufnahme schlicht nicht als ausreichenden Grund ansehen um ganze Stunden zu opfern. Auch wenn der Tag 24h hat und man zur Not ja noch die Nacht dazu nehmen kann...

    Wie wäre es mal mit "öfter mal kochen"? Oder "einkaufen +kochen" als "family event" anstatt der 284. IKEA-Besuch mit Köttbullar und Kinderparadies? Prioritäten müssen auch heute noch gesetzt werden, das nimmt einem keiner ab, dafür ist man selbst verantwortlich.
    eben...
    Und "kochen" steht auf meiner Prioritätenliste ganz weit unten. Ok, so ab und zu, dann aber mit Zutaten die ich mir nicht leisten könnte selbst wenn ich es wollte.
    Ich bekomme meine Stunden des Tages auch rum ohne am Herd zu stehen...

    Zitat von Stuhlbeinsäger Beitrag anzeigen
    Wenn man vergleicht, wie viel Zeit die Nahrungsbeschaffung vor 50, 100 odetr 1000 Jahren beanspruchte und heute, da ist da noch jede Menge Spielraum für Abstufung.
    Vielleicht mal weniger Kochshows und mehr Bildung? "Früher" hatten "wir" mit Sonn- und Feiertagen bis zu 150 freie Tage im Jahr. Nur mal so in den Raum geworfen zum Thema Zeit haben...

    Zitat von Stuhlbeinsäger Beitrag anzeigen
    Kleiner Vorschlag für eine gelungene und zeitsparende Art zur Selbstversorgung:

    Gehen Sie zu Metro (Bekannte haben sicher eine Berechtigungskarte) und kaufen Sie den größten Gastronomie-Kochtopf. Faßt ca. 40 Liter. Haben Sie einen Gasherd, kaufen Sie einen Einkochtopf. Haben Sie keinen, kaufen Sie einen Elektroeinkochtof und Gläser plus Zubehör von Weck. (Home). Ja, die Firma gibt's immer noch, Erinnerungen an Kindertage werden wach!

    Kochen Sie eine große Menge, z.B. Ihre Lieblings-Pasta-Sauce, Putengulasch, Erbsen- oder Linseneintopf, Broccolicremesuppe, was auch immer. Die leckersten Rezepte bei 200.000 Rezepte / Kochrezepte bei CHEFKOCH.DE

    Kochen Sie das Gericht portionsweise in 1-Liter-Gläsern ein. So haben Sie die beste Qualität, vielleicht so gar aus Bio-Zutaten, immer griffbereit und buchstäblich JAHRELANG haltbar. Und das Zeug braucht keinen Strom wie z.B. Tiefkühlkost, um die Zeit zu überdauern.
    a) ich HABE eine Metro-Karte:)
    b) Was ich nicht habe ist der Platz um den Kram einzulagern - mein Einbauschrank von Wohnung ist auch so schon eng...
  7. #86

    Zitat von Stuhlbeinsäger Beitrag anzeigen
    Es ist ein Erlebnis, das einen in die Kindertage zurückbringt (sofern man älter als 30 ist) und anonsten jeden mit einer uralten Technik der Lebensmitttelsterilisierung vertraut macht.

    Lesen Sie das Einkochbuch Weck-Einkochbuch: Amazon.de: Bücher welches an vielen Stellen noch die Sprache unserer Großmütter pflegt ("die moderne Hausfrau" etc...) und ändern Sie Ihr Verhältnis zum Nahrungsmittel.
    Warum sollte ich? Essen als Selbstzweck? Wenn Sie keine anderen Hobbies haben - bitte. ICH bekomme meine Zeit auch so rum. Essen ist wie Arbeiten - die einen Leben um zu Arbeiten, die anderen arbeiten um zu leben. Nahrungsaufnahme darf auch gerne Spass machen, aber an und pfirsich ist das nur ein Muss um zu leben.

    Zitat von Stuhlbeinsäger Beitrag anzeigen
    Die aktuelle Diskussion um die riesigen Mengen unnötig weggeworfener Nahrung ist ein weiteres Sinnbild für unsere zunehmende Entfremdung vom Essen. Das Vertrauen auf ein gedrucktes MHD hebelt unsere sinnliche Wahrnehmung aus? Lächerlich.
    MHDs sind bei mir eh nur Anhaltspunkte:)

    Zitat von Stuhlbeinsäger Beitrag anzeigen
    Probieren Sie's aus: es lohnt sich!
    Auch wenn es Ihnen schwerfällt das zu akzeptieren: Ich KANN kochen, ich hab nur keine Lust damit meine Zeit zu verplempern. Vielleicht mal für Gesellschaft, aber dann stößt mein Handtuch von Küche auch an seine technischen Grenzen. Aber 1h kochen um 15min zu essen? nööö... Reicht wenn ich vor Weihnachten die Wurzeln für die Fischtunke schnippel...
  8. #87

    Also bei allem Respekt, dieses Buch als Kunstobjekt darzustellen ist ja nicht mal mehr lächerlich.

    Meine Interpretation des Geschehens: Jemand bescheisst jemand anderen um Geld zu verdienen. Aaaach. Was neues! Nä! Die Werbung zeigt im Fernsehen nicht den realen Umstand? Ein Produktfoto soll in erster Linie verkaufen und nicht die Realität abbilden? uiuiui. Erkenntnisse die dem aufgeklärten Bürger nicht neu sein dürften.

    Die Dokumentöse S.Müller befindet sich nach meiner Auffassung eher im post-Harz-iellen Stadium und versucht nacht Wurf des ersten Kindes schleunigst Geld zu verdienen, da Verkauf von Baby Fotos leider nicht so endete wie bei Brat Pitt und Angeline Scholie und die Million Euro Idee nicht so recht landen wollten eben ein Buch mit bekanntem Nonsens veröffentlichen.

    Auf was für Ideen man kommt wenn der Staat den Urlaub finanziert. Toll. Weiter so!

    Mich würde nur noch der Umstand interessieren über welche Connection dieses Meisterwerk den Weg zu SpOn gefunden hat.. Hätte ich auch gern!
  9. #88

    Wie bereits ein Forist vorher würde ich gerne auf das Beispiel Frosta hinweisen, die bei der Umstellung von 2003 auf ca. 60 Zusatzstoffe verzichtet haben, auf Fisch aus nachhaltiger Fischerei umgestellt haben, Butter anstatt Magarine verwenden und, und...:

    Zitat Wikipedia: "Die Frosta-Produkte verteuerten sich pro Packung um 30 bis 60 Cent. Innerhalb weniger Monate sank daraufhin der Umsatz um rund 30 Prozent, die Marktführerschaft ging an Iglo verloren; das neue Konzept galt in der Branche als Flop"

    Ein bezeichnenderes Beispiel für die Deutschen und ihren Umgang mit Essen kann man gar nicht geben.
  10. #89

    Zitat von autocrator Beitrag anzeigen
    wahrscheinlich nicht:
    1. benutzte er nicht die original-bilder, sondern erbrachte durch das eigene abfotografieren (mit einstellung von belichtung, brennweiten, beleuchtung, winkel usw.) eine hinreichend eigenständige leistung, die er
    2. in einen kreativen, anderen zusammenhang zusammenstellte, sodass eine eigenständige "schöpfungshöhe" mit sicherheit erreicht ist.

    - ergo: es ist ein eigenes produkt (wie z.b. eine collage), mithin keine copyright-verletzung.
    Das klingt logisch.

    Bleibt nur die Frage wie hoch die Verkaufszahlen sein werden. Es fällt schwer mir vorzustellen ein solches Buch zu kaufen. Oder wie das Zielpublikum aussehen soll.


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