Forum


 

Lebensmittelskandal: Wie der Bio-Pfusch funktioniert

Das Auffliegen einer italienischen Fälscherbande schreckt die Bio-Branche*und ihre Kunden auf. Auch nach Deutschland lieferten die Betrüger*als Öko-Ware deklarierte Lebensmittel.*Oft helfen Behördenvertreter beim*faulen Geschäft - schärfere Kontrollen würden auch die Verbraucher mehr kosten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...802245,00.html
  1. #40

    Indikator

    Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    Woran erkennt man denn z.B. so eine gefälschte Bio-Kiwi?

    Ein Unterschied muss ja da sein, sonst würde der Kunde ja für nichts bezahlen.
    Nun, ich persönlich habe einen eingebauten Indikator. Nach einigen Spritzorgien auf Obst und Gemüse, meldet sich beim Verzehr meine Neurodermitis. Deswegen kaufe ich mein Gemüse nur bei Frosta und bofrost. Man möge mir die Namensnennung verzeihen.
  2. #41

    Der Rhetorik der Bio-Vermarkter auf den Leim gegangen

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    (...) Die Gegenposition ist regional die Versorgung zu organisieren. Ich mach das halt so, kaufe Bio von Produzenten die ich kenne. Der Preis ist bei Lebensmitteln sekundär. Die Gesundheit hat Vorrang, kein Mensch käme auf die Idee, schmutziges Wasser gut zu heissen, nur weil die Klärung Geld kostet. Wir Leben - Gott sei Dank - in einem Land, in dem wir uns sauberes Wasser und einwandfreie Lebensmittel leisten können. Selbst wenn ich 50% mehr für Lebensmittel zahle, schmeisse ich eben 50% weniger weg und gut ists.
    Nur ist regional eben nicht immer Bio, auch wenn das gerne glauben gemacht wird. Dahingehend ist doch viele Fernöstliche Bio (oder wird als solches verkauft).

    Ich mache mich halt nur über diese Label lustig, weil es eben nur ein weiteres Werbeversprechen ist, mit dem man die Leute glauben machen will, etwas anderes wäre schlechter, ein "nicht einwandfreies Lebensmittel". Ich weiß ja nicht, wo Sie wohnen, aber die rein statitische Wahrscheinlichkeit, dass der nächstgelegene Bauer Bio produziert ist 1:20 (mehr gibt's hier trotz intensiver Forderprogramme nämlich nicht). Doch das ist der Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Nachbarschaftslandwirt einwandfreie Lebensmittel produziert, nicht abträglich.
  3. #42

    Nun

    Zitat von Maynemeinung Beitrag anzeigen
    Nur ist regional eben nicht immer Bio, auch wenn das gerne glauben gemacht wird. Dahingehend ist doch viele Fernöstliche Bio (oder wird als solches verkauft).

    Ich mache mich halt nur über diese Label lustig, weil es eben nur ein weiteres Werbeversprechen ist, mit dem man die Leute glauben machen will, etwas anderes wäre schlechter, ein "nicht einwandfreies Lebensmittel". Ich weiß ja nicht, wo Sie wohnen, aber die rein statitische Wahrscheinlichkeit, dass der nächstgelegene Bauer Bio produziert ist 1:20 (mehr gibt's hier trotz intensiver Forderprogramme nämlich nicht). Doch das ist der Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Nachbarschaftslandwirt einwandfreie Lebensmittel produziert, nicht abträglich.
    ich bin kein Purist und kein Missionar. Aber so richtig sympathisch ist mir der Gedanke nicht, an Pflanzenfresser Tierkadaver zu verfüttern.
    Also wie gesagt, ich kaufe da, wo es mir gefällt, das was mir schmeckt und zu einem Preis, den ich für fair halte. Ich bevorzuge Produzenten die ich kenne und vermeide unnötige Transportwege.

    Soll jeder machen wie er will, das Bessere ist halt der Feind des Guten. Nur auf das Lebensmittel zu zielen, zielt wohl zu kurz. Da gehören Umweltverträglichkeit, Arbeitsbedingungen ,Quantitäten genauso dazu wie die Qualität. Es muss halt passen.
    Übrigens,es gibt keine schärfere Kontrolle als die der konventionell wirtschaftenden Nachbarn, da weiss jeder genau, was auf dem Acker des anderen geschieht. Auch ein Grund, regionale Produkte vorzuziehen.
  4. #43

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Auffliegen einer italienischen Fälscherbande schreckt die Bio-Branche*und ihre Kunden auf. Auch nach Deutschland lieferten die Betrüger*als Öko-Ware deklarierte Lebensmittel.*Oft helfen Behördenvertreter beim*faulen Geschäft - schärfere Kontrollen würden auch die Verbraucher mehr kosten.

    Lebensmittelskandal: Wie der Bio-Pfusch funktioniert - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

    Alexander Gerber vom Bund Ökologische Landwirtschaft kennt die Branche nicht oder will Fehler nicht eingestehen. In der Branche ist bekannt, dass Bioware aus Italien und China manipuliert wird und dies schon seit Beginn der Biokennzeichnung.

    Man sollte mal die Bioanbauflächen im Verhältnis zu den Verkaufszahlen setzen und durch diese einfache Rechenaufgabe wird klar, dass hier betrogen wird.

    Leute wie Alexander Gerber vom Bund Ökologische Landwirtschaft
    wollen offensichtlich die Realität nicht wahrhaben.
  5. #44

    Unterschreibe...

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    ich bin kein Purist und kein Missionar. Aber so richtig sympathisch ist mir der Gedanke nicht, an Pflanzenfresser Tierkadaver zu verfüttern.
    Also wie gesagt, ich kaufe da, wo es mir gefällt, das was mir schmeckt und zu einem Preis, den ich für fair halte. Ich bevorzuge Produzenten die ich kenne und vermeide unnötige Transportwege.

    Soll jeder machen wie er will, das Bessere ist halt der Feind des Guten. Nur auf das Lebensmittel zu zielen, zielt wohl zu kurz. Da gehören Umweltverträglichkeit, Arbeitsbedingungen ,Quantitäten genauso dazu wie die Qualität. Es muss halt passen.
    Übrigens,es gibt keine schärfere Kontrolle als die der konventionell wirtschaftenden Nachbarn, da weiss jeder genau, was auf dem Acker des anderen geschieht. Auch ein Grund, regionale Produkte vorzuziehen.
    jeden Ihrer Sätze.
    Auch in meinem Einkaufskorb findet sich häufiger mal Bio. Mal, weil der nächstgelegene Supermarkt ("teegut") eh nichts anderes anbietet, mal weil es lecker aussieht (und dann meist auch schmeckt).
    Wie Sie schon sagen: es muss halt passen.
  6. #45

    Ich empfehle, bevor man hier herumtönt, sich über die verschiedenen Label zu informieren.

    Es gibt ein EU Bio Label, ein in Deutschland gültiges Label und dann verschiedene Label von Produzenten, denen die deutschen, bzw EU weiten Anforderungen zu lasch sind.

    Wenn man sicher gehen will, orientiert man sich an den freien Labels, dort wird scharf kontrolliert und die Anforderungen sind wirklich höher.

    Man sollte allerdings nicht der Vision vom Hühnerstreichelnden Bauern aufsitzen, der sein Getreide bei Vollmond erntet und keinerlei Schädlingsbekämpfung betreibt.

    Landwirtschaft ist ein Geschäft, und die Bauern müssen davon leben können.

    Geringerer Ertrag und aufwändigere Bearbeitungsverfahren machen das Produkt teurer, so funktioniert Marktwirtschaft.

    Bio-Siegel

    MfG
    np
  7. #46

    Viel profaner

    Zitat von Pedro1000 Beitrag anzeigen
    (...)
    Leute wie Alexander Gerber vom Bund Ökologische Landwirtschaft
    wollen offensichtlich die Realität nicht wahrhaben.
    Die verdienen ihr Geld damit.
  8. #47

    Genau!

    Zitat von no-panic Beitrag anzeigen
    (....)
    Geringerer Ertrag und aufwändigere Bearbeitungsverfahren machen das Produkt teurer, so funktioniert Marktwirtschaft.

    Bio-Siegel

    MfG
    np
    Und da der Ertrag nur halb so hoch ist, muss logischerweise doppelt soviel Fläche beackert werden für die gleiche Menge Kartoffeln oder Weizen oder wasauchimmer. Was auch das Öko-Versprechen in einem anderen Licht erscheinen lässt...
  9. #48

    ...

    Zitat von Maynemeinung Beitrag anzeigen
    Da schreibt der Autor: "Wer Bio-Lebensmittel kauft, tut das häufig wegen eines guten Gefühls: Man tut etwas für die Umwelt, für die Tiere und - so glauben es zumindest fast 80 Prozent der Verbraucher - auch etwas für die eigene Gesundheit. Ob das stimmt, ist unter Experten umstritten. Doch selbst wenn nicht: Gammelfleisch, Dioxin-Eier und andere Skandale der konventionellen Herstellung sorgen schon dafür, dass die einstige Nischenbranche Bio boomt.

    Richtig an diesem Absatz ist eigentlich nur, dass die behaupteten Vorzüge von Bio-Produkten mehr als umstritten sind. Ein gesundheitlicher Zusatznutzen besteht erwiesenermaßen nicht. [...]
    Ich denke es ist von Produkt unterschiedlich. Antiobiotika vollgepumptes Fleisch, Pestizid belastete Nahrungsmittel, .... das sind Dinge, die sicherlich nicht förderlich für die Gesundheit sind.

    Des Weiteren geht es ja auch um die Anbaumethode und wieweit unsere Umwelt belastet wird.

    Ein umweltschonenderes Produkt, wo z.B. die Erntehelfer nicht von den benutzten Pestiziden krank werden, wo das Grundwasser nicht übermäßig belastet wird, wo der Boden nicht ausgelaugt wird,... etc.. Das sind die stärkeren Beweggründe. Und ich finde es sind keine schlechten Gründe, auch mal eher zu "Bio" zu greifen.

    Schade nur, daß auch mit dieser Marke Schindluder betrieben wird.
  10. #49

    Qualität vs. Bio

    Jedem normalgebauten Menschen ist von der Natur kostenlos ein Analysegerät gegeben, mit dem er die Qualität der Nahrung feststellen kann: Geschmack und Geruch.
    Das hat er, um sich vor Schimmel, Gammel, Gift etc. zu schützen.
    Wer sich auf ein Label wie Bio verlässt und meint, damit ist Qualität verbunden, der ist bestimmt auf dem falschen Dampfer.
    Viele Religionen haben strikte Speisevorschriften. Die Muslime ihr Halal, die Juden essen koscher und die Müslifraktion bio!








TOP



TOP