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Lebensmittelindustrie: Die zehn größten Mogel-Tricks im Supermarkt

Verbraucherzentrale HamburgWeniger drin, gleicher Preis. Oder: Mehr drin, aber viel teurer. Die Zahl der Mogelpackungen im Supermarkt nimmt zu. Hamburger Verbraucherschützer haben jetzt die neuesten und dreistesten Tricks dokumentiert.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...839075,00.html
  1. #150

    Zitat von daphil Beitrag anzeigen
    "Der Preis erhöhte sich von 0,85 Euro auf 1,65 Euro - ein Anstieg von 62 Prozent." Ich denke eher, hier ist es ein Preisanstieg von 94%!
    Das wäre es vielleicht bei gleichbleibendem Inhalt. (Hab nicht nachgerechnet)
    Da aber die Menge ebenfalls Anstieg fällt die versteckte Preiserhöhung nicht ganz so unverschämt aus, eine Frechheit bleibt es trotzdem.
  2. #151

    Zitat von eisfach Beitrag anzeigen
    Wenn ohnehin niemand auf so profane Dinge wie die Inhaltsangabe achtet, dann könnte man diese ja auch konsequenterweise wieder abschaffen und die Grundpreisangabe gleich mit.

    Wer sich "beschissen" fühlt, weil er sich außerstande sieht, die Daten für sich zu nutzen, die ihm niemand vorenthält, sondern die ihm durch die Packungsbeschriftung und das Preisschild unaufgefordert zur Verfügung stehen, der wird nie ein zufriedener Verbraucher sein.
    Wenn man beim Schokoriegelbeispiel bleibt: nehmen wir an, der Hersteller reduziert nur die Schokoladenmenge des Riegels, lässt das Gesamtgewicht aber unverändert. Dann muss der Verbraucher quasi bei jedem Einkauf die genaue Zutatentliste jedes einzelnen Produktes mit der Liste der Vorwoche vergleichen. Man kann doch vom Kunden nicht ernsthaft verlangen, einen Laptop mit Datenbank mitzuschleppen und zwei Stunden im Markt zu verbringen, nur damit die Hersteller frei von Aufklärungsverantwortung bleiben.
    Ich bin für einen Pflichtaufdruck bei jeder herstellerseitigen Veränderung an Preis und Zutaten. Selbstverständlich muss dann auch der Handel explizit und deutlich auf seinerseitige Preiserhöhungen hinweisen.
  3. #152

    Danke, liebe Politik...

    Danke, liebe Politik für diese geniale Idee... es war doch von Anfang an klar, daß variable Packungsgrößen zur versteckten Preiserhöhung genutzt werden. Die alltägliche Gerhinwäsche durch so manche Werbung hat wohl noch nicht für alle kurzfristigen Umsatzziele gereicht.

    Anstatt das Abzocken des Verbrauchers zu fördern, ist es Aufgabe der Politik darauf hinzuwirken, daß alle am Markt teilnehmenden Unternehmen auf nachhaltige Weise Werte schöpfen und somit der Gesellschaft dienen; z.B. durch Innovationen, Qualtität usw. Warum kann man bspw. Elektrogeräte auf den Markt bringen, die nach einer vorbestimmten Zeit, üblicherweise so knapp wie möglich nach der Garantiefrist, kaputt gehen? Anwort: mehr Umsatz durch Neukauf.

    Das alte Liberalisierungsmärchen vom mündigen Verbraucher, der allein durch sein Kaufverhalten den Markt hinreichend steuert, kann nicht funktionieren, wenn an jeder Ecke versucht wird, ihn abzuzuocken. Was da unter dem Deckmäntelchen der Liberalisierung daher kommt, ist faktisch eine Entmündigung des Verbrauchers mittels Überlastung. Wer bitte hat die Zeit, sich für jedes(!) gekaufte Produkt über Packungsgrößen und sonstige preisrelevante Eigenschaften genau zu informieren? Niemand! Gerade deswegen sind doch verbraucherschützende Standards so wichtig: der Verbaucher kann sich beim Kauf auf eine gewisse Qualität verlassen und somit in einem zeitlich angmessenen Rahmen eine mündige Kaufentscheidung treffen. Ohne entsprechende Produktstandards nebst gehörigen Strafen bei Nichteinhaltung ist es ein ungleicher Kampf: alle im SPON-Artikel genannten Tricks und noch viele Andere mehr auf Unternehmensseite stehen der Stiftung Warentest und z.T. überlasteten Aufsichtsbehörden gegenüber.
  4. #153

    Zitat von regensonnenschein Beitrag anzeigen
    Gibt bestimmt noch mehr Tricks. Das waren jetzt die, die mir auf die Schnelle einfielen.
    Ich kennen noch einen, den ich seit vielen Jahren praktiziere: Ich verdiene einfach so viel Geld, dass es völlig unnötig ist, beim Essen Einkaufen auf die Preisschilder zu schauen.
  5. #154

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Ich finde versteckte Preiserhoehungen weit schlimmer und niedertraechtiger als "echten" Beschiss!
    Sehe ich auch so. Wobei ich gar nicht bis zum Beschiss gehen würde. Eine Schokoladenmafia, die den Markt kontrolliert und heimlich den Durchschnittspreis für 100g Schokolade von 80 Cent auf 90 Cent erhöht, handelt viel profitgieriger und damit verwerflicher als eine, die ihren Kunden schon seit vielen Jahren 1,20 Euro dafür abknöpft. Das sollte man sich immer wieder vor Augen führen.

    Nur so nebenbei: Wie funktioniert dieses „Verstecken“ eigentlich? Steht da ein falscher Preis auf der Ware? Und wird dann erst an der Kasse der richtige auf den Zettel gedruck? Oder steht dort gar auch der falsche, aber die Kasse addiert den richtigen zur Summe? Meine Oma hat ja früher immer noch die Kassenzettel nachgerechnet. Aber wer hat dazu heute noch Zeit? Die Welt ist schlimm.
  6. #155

    Zitat von eisfach Beitrag anzeigen
    Wer sich "beschissen" fühlt, weil er sich außerstande sieht, die Daten für sich zu nutzen, die ihm niemand vorenthält, sondern die ihm durch die Packungsbeschriftung und das Preisschild unaufgefordert zur Verfügung stehen, der wird nie ein zufriedener Verbraucher sein.
    Darum geht's doch gar nicht. Sie kennen das Sprichwort mit der geteilten Freude und dem geteilten Leid? Wenn ich es geschafft habe, ein bisschen billiger einzukaufen, merke das nur ich und meine Geldbörse. Wenn ich jedoch teuer einkaufe und hinterher gemeinsam mit anderen „Verbrauchern“ meinem Ärger Luft mache, von bösen Menschen beschissen worden zu sein, dann bin ich viel zufriedener. Da wäre ich doch dumm, mich zu informieren und die Informationen zu nutzen.
  7. #156

    111

    Zitat von dick_&_durstig Beitrag anzeigen
    Z.B. 1 Packung 200g/Knäcke 1 Euro, 1 Doppelpackung 380g/Knäcke 1,99 Euro
    Den Preis legt aber doch nicht der Hersteller fest, sondern der Supermarkt.
  8. #157

    Zitat von spon-facebook-1034053621 Beitrag anzeigen
    Ich bin für einen Pflichtaufdruck bei jeder herstellerseitigen Veränderung an Preis und Zutaten.
    Ich glaube nicht, daß denjenigen Verbrauchern damit geholfen ist, die schon vor der sinnvollen Nutzung bereits vorliegender Daten wie Brennwertangaben, Grundpreis und Füllmenge kapitulieren.
  9. #158

    Vermutung

    Zitat von daphil Beitrag anzeigen
    "Der Preis erhöhte sich von 0,85 Euro auf 1,65 Euro - ein Anstieg von 62 Prozent." Ich denke eher, hier ist es ein Preisanstieg von 94%!
    Ich vermute, dass gleichzeitig auch die Menge variiert wurde.
  10. #159

    Zitat von acitapple Beitrag anzeigen
    genau hier zeigt sich die lüge der liberalen. sicher sollten unternehmungen nicht von allzu vielen regeln behindert werden, hier jedoch wird eindeutig versucht, den kunden zu belügen und zu betrügen. daher braucht es an dieser stelle einfach regelungen. unternehmen, die ihre produkte nur durch vorspiegelung falscher tatsache an den mann bringen haben auf dem markt eh nichts verloren.
    Ganz offensichtlich haben Sie sich mit dem Thema "Liberalismus" überhaupt nicht beschäftigt. Hätten Sie dies getan wüssten Sie, dass zur Freiheit auch jede Menge Eigenverantwortung zählt.

    Ich möchte die Verar... von Kunden (und nichts anderes ist es) nicht im Ansatz entschuldigen, es jedoch einer politischen Ausrichtung anzulasten, spricht nicht gerade von wohlüberlegter Wortmeldung.








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