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Lebensmittel-Verschwendung: Indien lässt Millionen Tonnen Getreide verrotten

APViele Inder sind unterernährt - zugleich verrotten in dem Land derzeit Millionen Tonnen von Weizen. In Nordindien türmen sich Berge von Getreide, die von Schimmel geschwärzt sind. Grund für das Drama: Gute Ernten, zu wenig Lagerkapazität.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...832714,00.html
  1. #50

    Zitat von RosaHasi Beitrag anzeigen
    machen sie mal den kopf auf. der forist hat doch klar gesagt das wir genug zu tun haben im eigenen land.
    das problem ist aber das es keine butterfly effekte gibt und der normalbürger allein garnichts bewegt.
    Wenn man dieses Mantra oft genug wiederholt, bis jeder daran glaubt, dann wird eher eine Herde Schafe ihren Schlächter wählen, als daß wir etwas zum Besseren ändern.

    Im Gegenteil, wenn jedem das Wohl der Anderen egal ist (denn es nützt am Ende ja doch nichts), so wird sich das Gesamtwohl der Gesellschaft stetig verringern, bis wir eines Tages wieder ein Planet der Affen sind.


    Desweiteren sind Probleme, die man bei sich nicht selbst lösen kann, keine Entschuldigung, dem Nächsten nicht zu helfen. Suche den Balken vor Deinen Augen, aber ziehe auch des Nächsten Splitter.
  2. #51

    Zitat von neoliberaler_kapitalist2 Beitrag anzeigen
    Erinnert mich irgendwie an so einen Hartz4 Alki, der behauptet nicht genug Kohle zu haben aber zum saufen scheint es noch zu reichen.
    Ein Liter Bier kostet 1,20 €. Ein Liter Wasser kostet 66 ct. Bei 1,5 l/Tag sind wir dann bei knapp 25 €/Monat.

    Sie haben stattdessen Internet für den gleichen Preis.
  3. #52

    Zitat von andynm Beitrag anzeigen
    Offenbar haben Sie Angst vor diesen Menschen. Daher wohl auch ihr Grundton. Überbevölkerung ist im übrigen kein Mißstand, nur die Verteilung der Ressourcen. Es gibt sowohl genug Platz als auch genug Lebensmittel auf der Welt um noch deutlich mehr Menschen zu ernähren.
    Natürlich gibt es noch Platz, z.B. können die Afrikaner die Serengeti besiedeln. Wo jetzt noch die großen Herden wandern, werden dann Hütten, Tierställe und Straßen die Landschaft zerschneiden. Die Wanderungen, die jetzt dem Erhalt der Art dienen, wird es nicht mehr geben.

    Mensch und Tier haben ein exponentielles Wachstum. Genau wie der Zinseszins auf einen Cent, den Jesus' Vater für ihn auf der Bank angelegt hat, jetzt einen "Wert" hätte, der die Masse der Erde in Gold um ein mehrfaches übersteigt, so wird eine stetig wachsende Bevölkerung immer schneller immer mehr Platz brauchen.
  4. #53

    Zitat von Jochen Binikowski Beitrag anzeigen
    Selbst wenn Indien die Überschüsse nicht exportieren kann gibt es mit Sicherheit intelligentere Lösungen als das Getreide einfach verrotten zu lassen. Ich denke da nur mal an Biogas- oder Biomassekraftwerke zumal Indien unter einem chronischen Strommangel leidet.
    Was soll der Quatsch?
    Bis ein solches Biogaskraftwerk gebaut ist, ist das Getreide schon restlos verrottet, und wenn die Anlage dann betriebsbereit ist, dann wird das neue Getreide wohl wieder für die Nahrungsmittelproduktion benötigt, weil dann wahrscheinlich wieder magere Jahre mit weniger Überschüsse anstehen, und dann verrottet statt des Getreides die Biogasanlage.
  5. #54

    Zitat von Miere Beitrag anzeigen
    >>>Experten haben auch vor einem verbilligten Verkauf des Getreides an die Armen gewarnt - weil dies das Defizit Indiens vergrößern würde.

    Das Argument ist offensichtlicher Blödsinn. Das Getreide ist ja bereits gekauft, das Geld dafür also ausgegeben. Auch wenn man es verbilligt verkaufen würde, käme zumindest ein bisschen Geld wieder rein. (Vorausgesetzt, der Verkaufspreis läge über den Transportkosten.)
    Man könnte es natürlich auch einfach zum derzeitigen Marktpreis verkaufen. Der würde daraufhin natürlich sinken - auch das gut für die Armen. Schlecht wäre es für Getreidehändler, die mit dem aktuellen hohen Preis gerechnet haben. Indien schützt also offensichtlich den Getreidegroßhandel und hält den Preis künstlich hoch.
    Die EU macht es ja ganz ähnlich, nur sind hier deswegen die Leute nicht unterernährt und rebellieren deswegen nicht, wenn subventionierte Überschüsse billig ins Ausland verkauft werden.
    1) Man kann das Getreide auch zu Festpreisen verkaufen. Sinkt der WM-Preis, so wird das Angebot unattraktiv und beeinflußt den Markt nicht. Steigt der WM-Preis, so werden die Käufer das Angebot wieder aufgreifen.

    Das Argument, man senke damit den WM-Preis gilt also nur dann, wenn man es so will.

    2) Subventionierte Produkte auf dem Weltmarkt zu vertreiben bedeutet, daß wir die dritte Welt dazu zwingen, ihre Produkte um den Subventionsbetrag billiger zu produzieren. Das bedeutet, daß den dortigen Bauern nur ein Bruchteil des Geldes, das ein europäischer Bauer für Löhne, Traktoren und Dünger deutlich mehr ausgeben kann, als ein afrikanischer Bauer.

    Und dann fragen wir uns, warum dort die Löhne niedrig sind, keine Traktoren gekauft werden und die Felder weniger Ertrag bringen.
  6. #55

    Zitat von querulant_99 Beitrag anzeigen
    Was soll der Quatsch?
    Bis ein solches Biogaskraftwerk gebaut ist, ist das Getreide schon restlos verrottet, und wenn die Anlage dann betriebsbereit ist, dann wird das neue Getreide wohl wieder für die Nahrungsmittelproduktion benötigt, weil dann wahrscheinlich wieder magere Jahre mit weniger Überschüsse anstehen, und dann verrottet statt des Getreides die Biogasanlage.
    Also sollten wir auf solche Biogaskraftwerke von Anfang an verzichten?

    Nach den mageren Jahren werden wieder fette Jahre kommen, in denen kann dann die Biogasanlage gefüttert werden.
  7. #56

    Zitat von cread Beitrag anzeigen
    Verfälschung des Marktwertes bestimmter Produkte... Nachfrage und Angebot bestimmen eben nicht den Preis, sondern Preisvorstellungen einiger Weniger. Entweder man ist für freie Marktwirtschaft oder man ist für die Oligarchie. Das ist doch alles nur neoliberale Propaganda von Marktwirtschaft zu sprechen...
    Eine freie Marktwirtschaft, auch genannt Kapitalismus, erlaubt gerade, daß sich Monopole und Oligarchien zum Nachteil der Gesellschaft bilden.
  8. #57

    "Was soll der Quatsch? Bis ein solches Biogaskraftwerk gebaut ist, ist das Getreide schon restlos verrottet, und wenn die Anlage dann betriebsbereit ist, dann wird das neue Getreide wohl wieder für die Nahrungsmittelproduktion benötigt, weil dann wahrscheinlich wieder magere Jahre mit weniger Überschüsse anstehen, und dann verrottet statt des Getreides die Biogasanlage."

    Vermutlich sind Sie mit den Gegebenheiten in ländlichen Dritte Welt Gegenden nicht so recht vertraut. Dort verrotten völlig nutzlos gigantische Mengen Biomasse wie Stroh, leere Maiskolben, Reishülsen, Tierdung usw. weil es keine vernünftigen Verwertungsmöglichkeiten gibt. Ein weiteres großes Thema ist die Pflanzung von schnellwachsenden Nutzbäumen wie z.B. Moringa auf Brachflächen. Das bringt nicht nur Biomasse-Zuwächse sondern gleichzeitig auch noch Nahrungsmittel und Tierfutter.
  9. #58

    Indien... Ohje...

    Zitat von vlupme Beitrag anzeigen
    Auch wenn das Getreide verteilt wird ändert das nichts am eigentlichen Problem der Überbevölkerung.
    Indien hat keine Zwangspolitik wie China da diese dort wohl unmöglich durchzusetzen ist.
    Wenn es zwar möglich ist die Bevölkerung der Welt zu ernähren muss bedacht werden das auch weitere Resourcen benötigt werden und die Auswirkungen auf die Natur größer werden.
    Auch wenn es viele nicht hören wollen und mein Beitrag wohl gesperrt wird muss die Welt sich wohl gesundschrumpfen

    Der größte Fehler der indischen Bevölkerung ist nunmal, dass dort aus religiösen Gründen eine extrem hohe Geburtenrate als Segen gesehen wird. Geben sie den Armen dort Nahrung für die nächsten 10 Jahre so dass sich jeder jeden Tag satt essen kann. Die Folge wäre eine Bevölkerungsexplosion nicht tragbaren Ausmaßen und das gleiche Problem der Unter- und Mangelernährung würde wieder auftreten.

    China weiss schon warum sie die 1-Kind Politik brauchen, bzw die Welt braucht diese.
  10. #59

    Zitat von jimknopf107 Beitrag anzeigen
    D.h. Sie würden sich bereit erklären, von den 1200 netto die Sie im Monat haben, einen gewissen Teil, an die Lebensmittelindustrie zu spenden, damit die Preise stabil bleiben, die Leute ihre Arbeit behalten und mit dem so erwirtschafteten Geld Leuten, die trotz Vollzeitjob noch weniger wie Sie haben, die Zuschüsse vom Arbeitsamt zu finanzieren? Halte ich für sehr löblich- allerdings auch für ein Märchen.
    Machen die meisten Menschen, nennt sich "Steuern-zahlen"








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