Ich halte es für wenig sinnvoll, Nachhaltigkeit nur auf die CO2 Bilanz eines Produktes zu beschränken. Eine nachhaltige Produktion umfaßt sowohl die Arbeits-/Lebensbedingungen des Bauers, die Art des Anbaus, die Handelsbedingungen vom Anbau bis zum Supermarkt und den Transport.
Natürlich reißt allein der Transport die Nachhaltigkeitsbilanz eines Produktes wie Kaffee in die Tiefe. Aber um wieviel schlimmer wird die Bilanz, wenn der Bauer von der Agroindustrie und Zwischenhändlern dafür noch nicht mal genug Geld zum Leben bekommt, unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten muß, seine Umwelt (und sich selbst) mit Pestiziden vergiften muß, die Verbreitung gentechnisch veränderten Saatguts gefördert wird?
Mit einem Fairtradesiegel hat man zumindest den Großteil der Nachhaltigkeitskriterien erfüllt. Der Bauer erhält einen fairen Preis, kann ökologisch anbauen, bleibt also nur der Transport. Das ist ein Mensch und Umwelt gegenüber fairer Kompromiß.

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