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Lebensmittel: Hohe*Preise*verändern weltweit Essensgewohnheiten

Steigende Nahrungsmittelpreise zwingen Menschen in armen Ländern zu einer Umstellung ihrer Ernährung. Laut der Hilfsorganisation Oxfam müssen dort viele auf weniger nahrhafte Lebensmittel umstellen. Eine Entspannung bei den Preisen ist nicht in Sicht.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...768539,00.html
  1. #10

    .,-

    Zitat von Asirdahan Beitrag anzeigen
    Vielleicht könnte man sich u.a. mal darauf einigen, die Fleischproduktion riesiger Herden deutlich zu verringern und die freiwerdenden Kapazitäten für landwirtschaftliche Erzeugnisse zu nutzen. Brot braucht jeder, Fleisch nicht.
    Sie ziehen zwar die Richtige Konsequenz, allerdings aus einem weit verbreitetem Irrtum. Das Problem ist (noch nicht) das es zu wenig Nahrungsmittel gibt, sondern das nicht alle Menschen die wirtschaftliche Kraft haben um sich diese zu leisten. Es ist paradoxerweise sogar so das die Überproduktion Aufgrund von Subventionen in der EU/USA, die Lebensgrundlage und damit Nahrungsmittelversorgung von zig-millionen Menschen gefährdet.
    http://www.welthungerhilfe.de/baumwo...ventionen.html

    EU/USA tun dies bewußt - es ist kein 'Unfall':
    http://www.weltwirtschaft-und-entwic...55f0946301.php
  2. #11

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Steigende Nahrungsmittelpreise zwingen Menschen in armen Ländern zu einer Umstellung ihrer Ernährung. Laut der Hilfsorganisation Oxfam müssen dort viele auf weniger nahrhafte Lebensmittel umstellen. Eine Entspannung bei den Preisen ist nicht in Sicht.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...768539,00.html
    Die Weltbank und UNO "warnen". Diese Warnungen werden auf taube Ohren stoßen. Die freien Finanzmärkte haben die Macht über den globalen Nahrungsmittelmarkt übernommen. Die Märkte kennen kein Mitleid mit hungernden Menschen. Insofern sind die "Warnungen" nichts als heiße Luft, und das wissen die "Warner" ganz genau.

    Nicht nur, dass mit den Grundnahrungsmitteln spekuliert wird, auch mit Land wird spekuliert, in den armen Ländern im ganz großen Stil. Kleinbauern werden erbarmungslos aus ihren Ländern, die sie Hunderte von Jahren traditionell beackern, vertrieben; ihrem Vieh wird der Zugang zur Tränke versperrt. Ihnen werden Jobs in den Agrargroßbetrieben angeboten, die nun auf ihren traditionellen Ländern aufgebaut werden sollen. Jobs mit so miesen Konditionen und Bezahlung, dass sie sogar von den armen arfikanischen Kleinbauern als reine Sklavenjobs abgelehnt werden.

    Aber es geschieht ja nichts. Die Entwicklung wird noch desaströse Folgen haben, nicht nur für die Armen ...
  3. #12

    Protest gegen Nahrungsmittel-Spekulationen

    Spekulanten profitieren vom Handel mit Nahrungsmitteln, während die Zahl der Hungernden weltweit steigt!
    Die Initiative handle-fair.de protestiert dagegen!
  4. #13

    ...

    Zitat von Mr.Threepwood Beitrag anzeigen
    "Berlin - Schon lange warnen Weltbank und Uno vor den Folgen steigender Nahrungsmittelpreise."
    ganz einfach spekulationen mit lebensmitteln verbieten.
    regionalen anbau auch regional bzw national vermarkten sowie nur die überschußproduktion an den weltmärkten handeln.
    Utopie. Weltplanwirtschaft. Abschaffung des freien Handels würde zu mehr Armut führen.

    Zitat von Mr.Threepwood Beitrag anzeigen
    so kann man den binnenmarkt/preise national steuern wovon die heimische bevölkerung am meisten profitieren sollte,gerade in 3.welt ländern.
    Autarkiegefühlsduselei.
  5. #14

    Londoner Hedge-Fonds trieb die Kakaopreise in die Höhe !

    Vor kurzem laß ich, daß ein in London ansässiger Hedge-Fonds sieben Prozent der weltweiten Kakaoernte aufgekauft haben soll. Dies führte dazu, dass der Kakaopreis auf den höchsten Stand seit 1977 geklettert ist. Innerhalb von zwölf Monaten hat sich der Preis für Kakao verdoppelt.

    Den Nahrungsmittel-Spekulanten muss ein Riegel vorgeschoben werden. Ansonsten spielen diese Abzocker mit Millionen von Menschenleben auf der Welt.

    Wer es mit Kakao macht, macht es auch mit Weizen, Mais oder Reis.
  6. #15

    x

    Eine der Hauptursachen sind die viel zu geringen Hektarerträge in der Dritten Welt. Vielerorts könnte mit einem einmaligen Kleinkredit von 400 EURO pro Hektar und geeigneter technischer Betreuung der Ertrag bis zu 800% gesteigert werden.

    Leider haben Weltbank, IWF und fast alle Regierungen dafür keinen einzigen Cent übrig. Uno-Hungerkonferenzen, Gutachten, Verwaltungskosten für Entwicklungshilfeorganisationen usw. können hingegen nicht teuer genug sein.

    Vermutlich steckt da System hinter. Angenommen die Ernten der Dritten Welt, die schon jetzt ca. 50% der Weltgetreideproduktion ausmachen, steigen um 30%. Das bedeutet Überproduktion, die Weltmarktpreise gehen in den Sturzflug und in den Industrieländern werden die Agrarsubventionen unfinanzierbar. Das ist für die hungernden Menschen im Süden allerdings kein Argument.

    Das Problem ist aber durchaus lösbar, hier eine von mehreren Strategien:

    http://philippinen-projekte.de/index.htm
  7. #16

    ***

    Zitat von fussball11 Beitrag anzeigen
    10 Millionen Kinder verhungern jedes Jahr,....
    Und trotzdem explodiert die Weltbevölkerung.
  8. #17

    Tabu beseitigen

    Zitat von Jochen Binikowski Beitrag anzeigen
    Vermutlich steckt da System hinter. Angenommen die Ernten der Dritten Welt, die schon jetzt ca. 50% der Weltgetreideproduktion ausmachen, steigen um 30%. Das bedeutet Überproduktion, die Weltmarktpreise gehen in den Sturzflug und in den Industrieländern werden die Agrarsubventionen unfinanzierbar. Das ist für die hungernden Menschen im Süden allerdings kein Argument.
    Na ja, Sturzflug ist wohl übertrieben. Erst einmal gibt es jetzt schon eine Unterversorgung in den armen Ländern und zweitens geht eine Erhöhung der Produktion ja nicht von heute auf morgen. Mit einer Bevölkerungszunahmen von 2% aber, müssen nach 13 bis 14 Jahren schon 30% mehr Münder gefüllt werden.

    Bevor man sich endlos über Nahrungsmittelknappheit aufregt, sollte man lieber endlich das Tabu vom wirklichen Grund dieser Probleme beseitigen: Ueberbevölkerung.
  9. #18

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    Zitat von TheBear Beitrag anzeigen
    Bevor man sich endlos über Nahrungsmittelknappheit aufregt, sollte man lieber endlich das Tabu vom wirklichen Grund dieser Probleme beseitigen: Ueberbevölkerung.
    Wohl wahr. Allerdings sind die wirklich hohen Geburtenraten genau bei den Leuten die unter den hohenen Nahrungsmittelpreisen am meisten leiden. Je höher die Massenkaufkraft desto niedriger das Bevölkerungswachstum. Diese Regel gilt fast überall auf der Welt. Ausnahme u.a. Saudi Arabien und andere islamische Ölstaaten.
    Ich sehe das ja mit eigenen Augen seit über 30 Jahren auf den Philippinen. Dort gibt es zwar immer noch reichlich arme Leute, aber längst nicht mehr so schlimm wie früher. Damals waren bei diesen Leuten 6-12 Kinder üblich, heute 2-4.

    D.h. die Bevölkerung nimmt noch immer zu, aber prozentual viel langsamer und der Peak wird in einigen Jahren erreicht sein. In fast allen bevölkerungsreichen Schwellenländern wie China, Brasilien, Indonesien, Thailand, Vietnam usw. ist es ähnlich.
  10. #19

    .,-

    Zitat von TheBear Beitrag anzeigen
    Na ja, Sturzflug ist wohl übertrieben. Erst einmal gibt es jetzt schon eine Unterversorgung in den armen Ländern und zweitens geht eine Erhöhung der Produktion ja nicht von heute auf morgen. Mit einer Bevölkerungszunahmen von 2% aber, müssen nach 13 bis 14 Jahren schon 30% mehr Münder gefüllt werden.

    Bevor man sich endlos über Nahrungsmittelknappheit aufregt, sollte man lieber endlich das Tabu vom wirklichen Grund dieser Probleme beseitigen: Ueberbevölkerung.
    Es gibt keine Nahrungsmittelknappheit. Jedem Erdenbürger stünden 3000 kcal zur Verfügung. So viel verbrauchen höchstens Bodybuilder. Es liegt einzig allein an der Verteilung. Und die unterliegt in unserer kapitalistischen Welt der wirtschaftlichen Kraft des Einzelnen. Da hakt es - nicht bei der Produktion.
    Natürlich spielt die lokale Produktion eine immense Rolle in den Entwicklungsländern, aber auch nur weil die Anbindung an die Weltwirtschaft fehlt. Und diese Armut ist dann auch ein Grund für das Bevölkerungswachstum. Ohne Soziale Absicherung, Rente, Gesundheitsversorgung & Pflege bleibt den Ärmsten nichts anderes übrig.

    Alles bedingt sich gegenseitig. Den einen Grund, wie Sie suggerieren, gibt es nicht.








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