das erinnert doch frappierend an Kollegen Wischmeyer's Nachzucht und Höchstbegabungsverdacht:
Neuster Elternwahn ist der Höchstbegabungsverdacht gegenüber jedwedem schiefen Knilch, der das Licht der Welt erblickt. Ist ja noch gar nicht lange her, da war jedes Plag irgendwie krank. Zappelphillipsyndrom, Legansthenie, Dyskalkulie, Kindergärtnerinnenalergie. Die ganze Brut bestand nur aus B-Ware. Hintergrund war natürlich, die Verantwortung für das elterliche Aufzuchtversagen an ein objektivierbares Krankheitsbild zu delegieren und mit Pharmaka aus der Welt zu schaffen. Das war praktisch, hatte nur den Nachteil, dem Rangen letztendlich das Stigma des Bekloppten aufzudrücken.
Da ersann sich aber die Elternfantasie das Hirngespinst der Höchstbegabung. Geradezu als Karrikatur auf die tatsächlichen Pisaergebnisse, strotzt es unter den Germanenwelpen seither nur so von Blitzgescheiten, die an sich jede Menge Klassen überspringen müssten, wenn sich nicht gar direkt die Windeln gegen Harvard wechseln müssten. In auffälliger Korelation zum Einzelkindstatus übrigens ist fast jeder normale Dreikäsehoch ein verkannter Einstein, dem mit ein paar pedagogischen Push-ups the return of Relativitätstheorie abgeluchst werden könnte. Und so weiter..
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