Leben im All: Neu entdeckter Planet schwebt in grüner Zone

Ist es die lang gesuchte zweite Heimat im All? Astronomen melden den Fund eines*Planeten, der*Leben beherbergen könnte. Außerdem korrigieren sie die Zahl der potentiell bewohnbaren Himmelskörper*nach oben. Allein in der Milchstraße gibt es wohl viele*Milliarden.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/w...781893,00.html
  1. #40

    ...

    Zitat von Franky W. Beitrag anzeigen
    Trotzdem sage ich, es wird nicht passieren! Es wird weder intelligentes noch irgendeine andere Art von Leben irgendwo auf irgendeinem Planeten gefunden. Warum? Weil es unlogisch ist. Und ich sage dass als Naturwissenschaftler. Das Leben ist eine Eigenschaft der Erde und soweit ich informiert bin gibt es nur eine Erde.
    Das mit der Logik müßten Sie jetzt aber bitte einmal erklären!? Was ist daran unlogisch, anzunehmen, daß es auf anderen Planeten im Universum Leben geben könnte? Definiere Leben als sich fortpflanzende, geregelt ablaufende chemische Vorgänge (Stoffwechsel) zur Energieerhaltung. Dabei ist nicht zwangsläufig davon auszugehen, daß es C-basiert sein muß. Auch rede ich nicht von intelligentem Leben.
  2. #41

    Zitat von waldschrat80 Beitrag anzeigen
    Seltsam ist bei der Suche nach Planeten, welche Leben beherbegen können, eigentlich die ausschließliche Annahme, dass Leben nur auf Kohlenstoffbasis möglich ist. Mich würde mal interessieren, wie eindeutig wiederlegt wurde dass Leben auf einer anderen Basis nicht möglich ist. Vielleicht sogar auf Basis eines Elements, dass in unserer Region des Weltalls nicht vorkommt bzw. noch nicht entdeckt wurde. Solange ich also nicht sicher alle Elemente kenne, die es irgendwo gibt, kann ich auch nicht definitiv ausschließen, dass es Leben auf einer anderen Basis gibt. Daher macht es auch keinen Sinn bei der Suche nach Leben bzw. nach bei der Suche nach Planeten, welche Leben beheimaten können, sich ausschließlich auf Planeten zu konzentrieren, welche erdähnliches Leben hervorbringen können.
    So ist es, unser Ego.
    Wir können alles erklären.
    Aber eben nur auf der Basis dessen, was wir schon haben.
    Selbst die kühnsten Prognosen bedienen sich ausschliesslich aus dem vorhandenen "Baukasten".
  3. #42

    Kohlenstoff und Leben

    Zitat von waldschrat80 Beitrag anzeigen
    Seltsam ist bei der Suche nach Planeten, welche Leben beherbegen können, eigentlich die ausschließliche Annahme, dass Leben nur auf Kohlenstoffbasis möglich ist. Mich würde mal interessieren, wie eindeutig wiederlegt wurde dass Leben auf einer anderen Basis nicht möglich ist.
    Man kann die Möglichkeit von Leben, dass nicht auf Kohlenstoff basiert grundsätzlich nicht widerlegen.
    Es ist aber sehr unwahrscheinlich, dass Leben auf Basis eines anderen Elementes möglich ist. Unter allen häufigen Elementen im Universum haben nur Kohlenstoff und Silizium die besonders hohe Bindungsfähigkeit, die zum Aufbau komplexer Moleküle notwendig ist. Silizium benötigt hierfür aber so hohe Temperaturen, dass kein flüssiges Wasser vorhanden sein kann.
    Aufgrund der Häufigkeit von Kohlenstoff und Wasser im Universum (welche durch die Fusionsprozesse in den Sternen bestimmt wird), ist Leben auf Basis von Wasser und Kohlenstoff einfach mit Abstand am wahrscheinlichsten.

    Vielleicht sogar auf Basis eines Elements, dass in unserer Region des Weltalls nicht vorkommt bzw. noch nicht entdeckt wurde. Solange ich also nicht sicher alle Elemente kenne, die es irgendwo gibt, kann ich auch nicht definitiv ausschließen, dass es Leben auf einer anderen Basis gibt.
    Sie können ziemlich sicher davon ausgehen, dass alle Elemente, die im Universum vorkommen auch bekannt sind.
    Vielleicht kennt man nicht alle Isotope, aber alle natürlichen, stabilen Elemente sind bekannt. Schauen Sie sich das Periodensystem an. Es gibt keine Lücken.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Periodensystem

    Sie müssten schon postulieren, dass ihr außerirdisches Leben aus einer völlig anderen Art von Materie besteht, die uns bislang völlig unbekannt ist.

    Daher macht es auch keinen Sinn bei der Suche nach Leben bzw. nach bei der Suche nach Planeten, welche Leben beheimaten können, sich ausschließlich auf Planeten zu konzentrieren, welche erdähnliches Leben hervorbringen können.
    Zwischen Planeten in der habitablen Zone und "erdähnlich" besteht immer noch ein erheblicher Unterschied.
    Nach allem was wir über Leben wissen (und die Erde bietet unglaublich viele Arten von Leben), ist eine Suche auf Planeten die eine feste Oberfläche besitzen, auf denen flüssiges Wasser existieren kann und die um einen kleinen bis mittelgroßen Stern kreisen am aussichtsreichsten.

    Warum? Sehr große Sterne bestehen nicht lange genug, damit Leben eine Chanca hat sich von entwickeln.
    Auf sehr kalten Planeten laufen die chemischen Reaktionen zu langsam ab um Leben hervorbringen zu können und auf sehr heißen oder gasförmigen Planeten kommen die richtigen Elemente nicht lange genug in Kontakt um erfolgreich zu komplexen Molekülen zu reagieren.
  4. #43

    Warum immer alles so negativ?

    Irgendwie kann ich die ganze Feindlichkeit nach neuem Wissen nicht nachvollziehen. Wenn man Dinge erforscht, dann sollte nicht der finanzielle Gedanke an erster Stelle stehen. Woher wollen wir wissen, wenn wir in bestimmten Gebieten etwas entdecken, dass es der Menschheit einen ökonomischen Gewinn bringt? Das Gebiet können Sie austauschen, wie sie wollen.

    Wenn wir auf der Erde über ein bessere Leben des Einzelnen sprechen wollen, brauchen wir keine 7 Milliarden Menschen sondern vielleicht 1 Milliarde oder sogar etwas weniger. Das wäre Platz genug für alle und wir könnten friedlich vor uns hinleben. So sind aber nun mal nicht die Realtitäten und der Mensch muß schauen, wie er das zuviel an Menschen irgendwie gelöst bekommt.

    Das wir es zu unseren Lebzeiten nicht mehr erleben, einen Planeten außerhalb des Sonnensystems mit einer Sonde oder gar einem Raumschiff zu besuchen, liegt doch auf der Hand. Aber es ist doch wie mit allen Entwicklungen: Man tastet sich Schritt für Schritt vorwärts und dehnt die Grenzen etwas aus. Wenn wir wirklich von Besiedelung sprechen, käme sicher erst einmal der Mars oder der Mond in Frage. Doch auch bis dahin ist der Weg sehr weit.

    Mir persönlich ist es lieber, wenn wir Geld für Zukunftsforschung ausgeben, auch wenn kurzfristig kein Gewinn dabei herausspringt. Das ist allemal besser, als diese ständigen Kriege oder Aufrüstung des Militärs. Anstelle der sinnlosen Afghanistan-Beteiligung das Geld zu nehmen und es für sinnvolle Forschung auszugeben, wäre uns viel mehr damit geholfen.

    Vielleicht zur Erinnerung: Das Mond-Projekt der Amerikaner hat neben den Arbeitsplätzen der NASA viele Tausende Arbeitsplätze geschaffen, die durch Neuentwicklungen resultierten und zum Teil für die NASA unnütz waren.

    Von daher lese ich solche Artikel mit Wohlwollen und auch wenn sehr viel Spekulationen und Irrtümer dahinter stecken: Man merkt es bewegt sich etwas. Und interessant ist es in meinen Augen auch.

    Wer übrigens mitforschen möchte, der kann das gerne tun. Es gibt ein Projekt Namens Zooniverse (http://www.zooniverse.org), wo man nach Planeten oder Eisbrocken im All suchen kann. Dort gibt es immer wieder neue Projekte und man kann sich aussuchen, wo man mitmachen möchte und was einen interessiert. Vielleicht ist es für den einen oder anderen tatsächlich interessant.
  5. #44

    Wieso "zweite Heimat"?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ist es die lang gesuchte zweite Heimat im All? Astronomen melden den Fund eines*Planeten, der*Leben beherbergen könnte. Außerdem korrigieren sie die Zahl der potentiell bewohnbaren Himmelskörper*nach oben. Allein in der Milchstraße gibt es wohl viele*Milliarden.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/w...781893,00.html
    Wie haben doch eine Heimat und wenn wir sie nicht kaputt machen, ist an der doch nichts verkehrt. Erhalten wir Terra in einem lebenswerten Zustand, brauchen wir keine neue Heimat. Machen wir sie aber kaputt, werden wir jede neue Heimat auch irgendwann kaputtmachen. Also selbst wenn wir die Möglichkeit dazu hätten diese fremden Welten zu besiedeln sollten wir uns gut überlegen, ob wir es überhaupt verantworten können uns in der Galaxis auszubreiten wie ein Krebsgeschwür.

    Davon abgesehen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, daß eine Welt, die Leben ermöglicht, bereits belebt ist. Was soll denn mit diesem Leben dann geschehen? Etwa das, was mit den Ureinwohnern in unserer irdischen "Neuen Welt" geschah? Das mag ja alles total faszinierend sein, aber konsequent zu Ende gedacht ist es nicht.
  6. #45

    Er zog aus, den Titel zu entdecken

    Zitat von nurmeinsenf Beitrag anzeigen
    Einmal angenommen, wir fänden eine zweite Erde, sogar mit Leben bewohnt, wie extra für uns eingerichtet. Nochmal angenommen, wir könnten sie sogar mit einem bemannten Raumschiff erreichen: Ein Ausweichquartier ist es deshalb trotzdem nicht. Wir haben eine zunehmende Anzahl an Milliarden Menschen auf diesem Planeten. Größere Umsiedlungsprojekte dürften logistisch ausgeschlossen sein. Selbst wenn wir ein Raumschiff bauen könnten, das tausend Menschen für die Zeit des Flugs beherbergt, was ist das schon? Selbst wenn wir alle 4 Monate ein solches Raumschiff auf den Weg schicken könnten, ist es nicht viel mehr.

    Bestenfalls könnten wir der Menschheit also einen entfernten Außenposten einrichten. Eine neue Welt, die Ausgewählte besiedeln können. Die Menschen auf Erde II würden dann in ihrem eigenen Paradies leben und die alte Welt mit ihrer Verschmutzung und ihren Fehlern schnell vergessen. Nur um auf ihrer neuen Welt die alten Fehler neu zu begehen...
    Sinngemäss haben wohl auch die Nachbarn von Cristobal Colon argumentiert, als er auszog, Indien zu entdecken.
    Das zeigt doch, dass wie immer alle doch sehr rational sind.
    Das bezieht sich jedoch nur auf unseren eigenen Lebenszeitraum.
  7. #46

    Titel ohne Intelligenz

    Zitat von Franky W. Beitrag anzeigen
    Trotzdem sage ich, es wird nicht passieren! Es wird weder intelligentes noch irgendeine andere Art von Leben irgendwo auf irgendeinem Planeten gefunden. Warum? Weil es unlogisch ist. Und ich sage dass als Naturwissenschaftler. Das Leben ist eine Eigenschaft der Erde und soweit ich informiert bin gibt es nur eine Erde.

    Und jetzt kommt mir nicht mit parallel-Universum.
    Auch auf der Erde wurde bisher kein intelligentes Leben festgestellt !
  8. #47

    -

    Zitat von Zyklotron Beitrag anzeigen
    "Könnte es über dem großen Ozean einen weiteren Kontinent geben?"
    "Reine Spekulation. Mach dich nicht lächerlich, Columbus!"

    Ohne Spekulation keine neue Ideen, Thesen und Theorien.

    Wären alle Menschen auf dem kreativen Stand einiger Artgenossen, würden wir heute noch in Erdlöchern hausen und kleine Tiere mit Steinen jagen.
    Was zweifellos für die Erde die wünschenswertere Alternative wäre. Und auch die Menschheit hätte weniger Probleme: Burnout, Fettsucht, Verdauungsprobleme, Arbeitslosigkeit, Überbevölkerung, Wirtschaftswachstum, Genozid, usw.

    Da komme ich wirklich ins Grübeln, ob die drei Errungenschaften einiger schlauer Köpfe der Menschheit die von der Mehrheit des hirnlosen, gierigen und selbstsüchtigen Mobs hervorgebrachten Nachteile wert sind.

    Wenn man irgendwie verhindern könnte, dass die Ideen und Taten genialer Visionäre von den gierigen Idioten missbraucht werden, wäre ich voll auf Ihrer Seite.
  9. #48

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    Zitat von Lavajürgen Beitrag anzeigen
    Was soll man mit diesen Schiffen?
    Man fällt ja doch nur über den Rand der Welt..

    Meine Güte, gott sei dank entscheiden nicht Leute wie sie über Forschungsmittel...
    Selbst wenn es INNERHALB unsers Planetensystems ein "zweite Erde" geben sollte, wäre ein erfolgreiche Übersiedlung finanziell wie praktisch zu 100% unmöglich.

    Von Lichtjahrenentfernungen brauchen wir erst gar nicht zu reden.
  10. #49

    ---------

    Zitat von Hermes75 Beitrag anzeigen
    Vor über 500 Jahren machten sich mutige Seefahrer auf den Weg um neue Länder und Kontinente zu entdecken. Das war nicht nur teuer, sondern auch extrem gefährlich. Leute wie Sie hätten damals sicher auch gesagt: "Wozu nach Amerika suchen? Europa ist doch groß genug. Das ist nur sinnlos rausgeschmissenes Geld!"
    Amerika war schon lange entdeckt.

    Und es war nur eine Katzensprung von Europa entfernt. Sogar mit lahmen Fregatten konnte man es erreichen. Lichtjahre wird der Mensch niemals überbrücken können. es sei denn das "Beamen" wird doch noch erfunden.

    Bis da hin ;-S