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Leben im All: Forscher bejubeln Planeten-Flut

Gibt es Leben da draußen im All? Die Hinweise darauf verdichten sich: Gleich mehrere aktuelle Studien zeigen, dass es in unserer Galaxie nur so von Planeten wimmelt. Millionen von ihnen könnten unserer Erde ähneln .

Leben im All: Forscher bejubeln Planeten-Flut - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
  1. #60

    Zitat von silverhair Beitrag anzeigen
    Ähm, gerade ihre Überlegungen würden wohl jede Zivilisation die sich Intelligent nennen will dazu bringen auch in alten Wellenbereichen zu suchen oder zu senden - warum auch nicht. Je weiter die Technologie fortschreitet desto unproblematischer und weniger aufwendig wird es die alten Technologien nebenher zu betreiben!
    Tja. Könnte man so sehen. Aber dann müsste wirklich jeder mit jeder nur denkbaren Technologie gleichzeitig oder zumindest regelmäßig senden und das auch noch überall hin, um mal jemanden zu finden ... könnte aber durchaus sein.

    Aber man muss auch bedenken, dass auch anderen Zivilisationen genau wie wir potentiell immer Grenzen gesetzt sind in Form von Energie- und oder Rohstoffen, die ihr zur Verfügung stehen.
    Sie müssen sich nur mal uns anschauen. Wir lauschen schon seit 50 Jahren, aber haben in diesen 50 Jahren nur 3 oder 4 wenige Minuten lange Nachrichten gesendet und das jeweils auch nur an lokal sehr eingegrenzte Orte mit einem extrem gebündelten bzw. gerichteten Strahl, damit das Signal überhaupt noch vom Rauschen unterscheidbar irgendwo ankommt.
    Das Problem ist halt, dass es nichts bringt, wenn alle Zivilisationen im All immer nur lauschen und horchen und gucken. Irgendjemand muss auch mal regelmäßig oder dauerhaft senden, sonst hört nie jemand was. Und eben dieses Senden ist zumindest bei uns das Problem, wobei man sagen muss, dass wir beispielsweise mit der Antenne in Arecibo 365 Tage im Jahr senden könnten. Das würde dann vielleicht 500 Millionen oder 1 Milliarde im Jahr kosten ... eigentlich nur ein verschwindend winziger Bruchteil von dem, was jedes Jahr auf dem Planeten erwirtschaftet und verschwendet wird ... aber selbst für diese 500 Millionen oder 1 Milliarde im Jahr sind wir Menschen zu knickrig.
    Abgesehen davon ist es fraglich, ob es so klug wäre, auf uns aufmerksam zu machen. Ehrlich ... wenn manche Außerirdische so sind wie wir Menschen, möchte ich von denen nicht entdeckt werden. Ausbeuten, versklaven und kolonialisieren können wir uns auch schon alleine. Da brauchen wir nicht noch jemand technisch weit Überlegenden von außerhalb, der das macht. ;-)
  2. #61

    Es war ein anderer Effekt

    Zitat von silverhair Beitrag anzeigen
    Auch im Chaos herrrscht Ordnung müßte man da sagen :)

    Rauschen ist eine Form von Zufallsverteilung - aber man kann Rauschen sowohl minimieren bis hin zum elimieren gerade durch diese Zufallsverteilung - und andererseits sucht/erzeugt man auch sehr markante Mathematische Strukturen - primzahlen zb: oder spezielle Gruppen - die man immer und immer wieder sendet!

    Rauschen und Rauschunterdrückung sind nicht was zwingend eine Kommunikation unterbindet. Gerade der Zufall hilft hier , weil "der Zufall" sich über die Zeit auslöscht! Ihre Augen benutzen sowas zb: um selbst bei Schlechten Lichtverhältnissen immer noch irgendwas zu erkennen - deshalb auch 2 Augen und nicht eines bei allen Säugetieren!
    ...den ich leider vergessen habe, der aber, soweit mich meine Erinnerung nicht täuscht, dem Effekt bei der Nachrichtenübertragung in Lichtleitern ähnelt. Dort werden Signale "verschleift", weil die Strahlen unterschiedlich lange Wege durch verschiedene Reflektionswinkel haben. Durch die im Raum vorhandene Materie weren die Radiowellen auch gebeugt und teilreflektiert, so dass sich sich in eine Entfernung von ein paar Lichtjahren de facto auslöschen. Das war jetzt in keiner Weise der Versuch einer wissenschaftlich/technischen Erklärung, aber vielleicht kann sich ja zufällig jemand an die genaue Beschreibung des Phänomens erinnern.
  3. #62

    Zitat von wettersbach Beitrag anzeigen
    Selbst dann würden solche Reisen Jahrzehnte dauern.



    In der Science Fiction wurde dieses Problem elegant gelöst: Sternentore und Wurmlöcher erlauben es, in kürzester Zeit zu den fernsten Sternen und Galaxien zu reisen.



    Ja, aber das macht nichts. Wir haben ja eine große Menge von SF- Romanen und Filmen, wo alle Möglichkeiten in die fernsten Regionen des Universums vorzudringen und sie zu erkunden "realistisch" beschrieben werden. Deshalb mache ich jetzt hier Schluss und schaue mir bei ZDF neo die nächste Star Trek Folge an. Dann gehts weiter bei Tele 5 mit Next Generation.
    *smile* Die schnellste Reise zu den Sternen ist ganz einfach - Augen zu und mit den Gedanken überallhin reisen .. nur aufpassen - Augen erst auf Planeten aufmachen mit Sauerstoffatmosphähre - könnte sonst ein ziemlich kurzes Vergnügen gewesen sein!
  4. #63

    Warum nicht?

    Zitat von cs2001 Beitrag anzeigen
    Makroskopisch gross? Wo das? Strangelets sind jedenfalls was anderes.
    Ab 1000 ca. Protonmassen sollten die stabil sein. Je größer, desto stabiler. Ich frage mich, ob man sowas ansatzweise auch mal für "Bottomlets" durchgerechnet hat. Materiesynthese auf Grundlage des Standardmodells ist halt eine heikle Sache. Auseinandernehmen kann man ja quasi alles, wieder zusammenbauen ist halt alles idR viel schwieriger.

    Wie im richtigen Leben
  5. #64

    Zitat von billhall Beitrag anzeigen
    Das es extraterrestrische Lebensformen im All gibt, das bestreitet heute kaum noch jemand. .
    Sie meinen bestimmt die rein theoretische Möglichkeit, das es im All Leben geben könnte.
    Aber Leben ist bisher nur auf der Erde bewiesen.
    Der größte Feind der These, dass es irgendwo dort draußen tatsächlich Leben geben könnte, ist und bleibt nun einmal die mathematische Wahrscheinlichkeit.
    Dass auf unserem Planeten derartig viele Faktoren zusammenkommen, die ein Entstehen von Leben theoretisch möglich machen, ist schon mehr als ein Wunder, aber das dann tatsächlich auch Leben entsteht, dafür ist die Wahrscheinlichkeit 1 zu 10 hoch vierzigtausend .
    Zu dieser Zahl gibt es gar keine Relationen, denn es gibt im gesamten sichtbaren Universum nur ca. 10 hoch 80 subatomare Partikel. Für Mathematiker ist bereits eine Wahrscheinlichkeit geringer als 10 hoch 50 eine totale Unmöglichkeit.
    Die Überzeugung, dass es im All Leben gibt, ist daher schlicht und einfach unwissenschaftlicher Wunderglaube.
  6. #65

    Tja

    Zitat von silverhair Beitrag anzeigen
    Also die basis des Irdischen Lebens durch Aminosäuren konnte schon durch Simulation der Ursuppe im labor nachgewiesen werden - und Unwahrscheinlich ist das keineswegs soweit wir das überblicken können!
    Die Ursuppen-Experimente von Miller haben leider einen entscheidenden Fehler, welchen Miller schon 1958 eingeräumt hat, der aber von vielen Ursuppen-Theoretikern bis heute fast hartnäckig ignoriert wird: Die Versuche fanden unter ganz normalen, athmosphärischen Bedingungen statt, die bekanntlich eine Folge der Lebensentstehung ist, aber nun einmal nicht deren Voraussetzung sein kann!
    Alle Versuche, die Ursuppen-Experimente unter Bedingungen der damaligen Uratmosphäre der Erde zu wiederholen, scheiterten kläglich.
    Es entstanden keine Aminosäure- sondern einfach nur Schwefelsäure.
  7. #66

    Zitat von esteban_escobar Beitrag anzeigen
    Danke für Ihre sachliche Erwiderung. Es ist wohltuend in solch einem Forum andere Meinungen zu hören ohne gleich als "Höhlenmensch" hingestellt zu werden.
    Naja. Es gibt solche und solche Foristen. Manchmal schreib ich zugegebenermaßen auch etwas provokant ... hängt vom Thema, von der Stimmung und von den vorhergehenden Kommentaren ab, aber meistens geb ich mir Mühe.
    Jedenfalls hat SpOn schon länger nix mehr von mir zensiert. ;-)

    Zitat von esteban_escobar Beitrag anzeigen
    Aber nach wie vor gilt: Grundbausteine für das Leben sind noch lange davon entfernt, wirkliches Leben zu bilden, bedenkt man die komplexen, aufeinander angewiesenen Stoffwechselvorgänge selbst in elementaren Einzellern.
    Damit haben Sie schon recht. Aber der Faktor Zeit ist in dieser Hinsicht wohl der entscheidende. Die Grundbausteine und die nötigen Bedingungen für Leben haben auf der Erde vielleicht schon Hunderte Millionen von Jahren vor Entstehung des ersten Lebens existiert ... flüssiges Wasser, Energie in Form von Wärme oder Licht und ein Misch-Masch unterschiedlichster Aminosäuren. In diesen Hunderten von Millionen von Jahren gab es für diese Aminosäuren unzählig, ja fast schon unendlich viele Möglichkeiten auf unserem riesigen Planeten, um miteinander zu interagieren unter allen möglichen und allen nur denkbaren Kombinationen von Umweltbedingungen und beteiligten Stoffen. Und irgendwann in einer so langen Zeit bei so unzählig vielen verschiedenen Möglichkeiten, Bedingungen und Gelegenheiten muss schon rein statistisch innerhalb einer so langen Zeitspanne irgendwann zufällig mal eine Kombination eintreten, bei der dann plötzlich etwas entsteht, was wir Leben (vielleicht erstmal Einzeller) nennen und das sich selbst erhält und reproduziert. Und analog dazu in unzählig vielen darauffolgenden Gelegenheiten unter unendlich vielen Kombinationen wieder in Hunderten Millionen oder gar Milliarden von Jahren ergibt es sich dann zwangsläufig zufällig mal, dass plötzlich mehrere Einzeller sich zu Mehrzellern weiterentwickeln usw. Von da an läuft die Sache dann fast von alleine evolutionsmäßig ab und es entwickeln sich plötzlich innerhalb kürzester Zeit (im geologischen Sinne) die verschiedensten höheren Lebewesen vom Dinosaurier bis zum Menschen und irgendwann vielleicht mal darüberhinaus.

    Zitat von esteban_escobar Beitrag anzeigen
    Das "fast automatische" Entstehen von Leben müsste erst einmal im Labor nachgewisen sein. Aminosäuren hat man ja bereits seit fünfzig Jahren "zufällig" im Labor erzeugen können (Miller-Experiment), weiter kam man bisher noch nicht.
    siehe oberen Absatz.

    Es ist sehr wahrscheinlich, dass es auch auf unzähligen anderen Planeten, die die oben genannten wenigen Mindestbedingungen erfüllen, in deren langen Zeitraum der Existenz schon aus rein statistischen Gründe irgendwann mal die passende Kombination für den Start von Leben vorliegt. Da sind die 50 Jahre in ganz, ganz wenigen Labors mit vergleichsweise sehr wenigen Begegnungsmöglichkeiten und Kombinationen von Umweltbedingungen fast nichts dagegen.
    Dass es vielleicht noch ganz andere Formen von Leben geben könnte, beispielsweise auf Silicium basierende oder völlig komplett anders, wie wir es uns garnicht vorstellen können, kann natürlich auch noch sein. Aber es liegt natürlich erstmal nahe, nach dem zu suchen, von dem wir bereits sicher wissen, dass es es potenziell schon existieren kann ... nämlich Leben auf Kohlenstoffbasis, so wie wir es sind.
  8. #67

    Zitat von greentiger Beitrag anzeigen
    Dort werden Signale "verschleift", weil die Strahlen unterschiedlich lange Wege durch verschiedene Reflektionswinkel haben.
    Sicher geht die Information verloren, aber das ist für SETI nicht relevant, weil der Verlust sich auf die Bedeutung der Information bezieht. Bei SETI geht es darum, Signalmuster zu erkennen, die nicht natürlichen Ursprungs sein können, z.B erkennbare Wiederholungen in unregelmäßiger Folge. Die Bedeutung der Signale als Information könnte ohnehin niemand entschlüsseln.
  9. #68

    1000 Jahre voraus

    Zitat von pariah_aflame Beitrag anzeigen
    und eine zivilisation zu übersehen, die uns technologisch 1000 jahre voraus ist, ist eigentlich unmöglich.
    Wenn unsere Zivilisation ihre "Sichtbarkeit" (i.e. ihren ökologischen Fussabdruck) im selben Tempo weiter steigert, wie dies in den letzten paar Jahrhunderten der Fall war, so wird sie sicher nicht eine weiteres Jahrtausend überleben. Eine Zivilisation, die uns 1000 Jahre voraus ist MUSS übersehen werden!
  10. #69

    Gehen Sie nochmal zur Schule

    Zitat von jüttemann Beitrag anzeigen
    Der größte Feind der These, dass es irgendwo dort draußen tatsächlich Leben geben könnte, ist und bleibt nun einmal die mathematische Wahrscheinlichkeit.
    Die Wahrscheinlichkeit, auf die Sie anspielen, beweist weder das Eine noch das Andere. Von Feinden reden wir Mathematiker nicht.

    Dass auf unserem Planeten derartig viele Faktoren zusammenkommen, die ein Entstehen von Leben theoretisch möglich machen, ist schon mehr als ein Wunder, aber das dann tatsächlich auch Leben entsteht, dafür ist die Wahrscheinlichkeit 1 zu 10 hoch vierzigtausend .
    Haben Sie dafür belastbare Argumente, oder ist das statistische Trollerei? Haben Sie die 40.000 ausgerechnet? Wie?

    Zu dieser Zahl gibt es gar keine Relationen, denn es gibt im gesamten sichtbaren Universum nur ca. 10 hoch 80 subatomare Partikel.
    Klingt schon vernünftiger. Und da kommen Ihnen bei den 40.000 keine Zweifel? Nein? Denken Sie nochmal nach!

    Für Mathematiker ist bereits eine Wahrscheinlichkeit geringer als 10 hoch 50 eine totale Unmöglichkeit.
    Mathematiker kennen den Begriff "total" (allerdings in einem gänzlich anderen ZUsammenhang). Aber eine "totale Unmöglichkeit" wäre 0. Jedoch: 1/10^50 ist nicht Null. Ihre Aussage ist nichts als subjektiver Blödsinn.

    Die Überzeugung, dass es im All Leben gibt, ist daher schlicht und einfach unwissenschaftlicher Wunderglaube.
    Wunderlich ist allerhöchstens, dass Sie keinerlei Ahnung von Statistik und Stochastik haben ... nein, nicht einmal von trivialster Kombinatorik. Mit falschen Zahlen prahlen - das allerdings können Sie.








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