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Leben als junger Amish: "In der modernen Welt ist Dating schwierig"

Maria TimtschenkoAmish fahren Kutsche, kleiden sich altmodisch und leben ohne Internet. Becky Esh, 23, und Esther Schmucker, 25, sind bei den christlichen Hardlinern aufgewachsen. Wie jeder junge Amish durften sie ein freies Leben ausprobieren. Dann mussten sie wählen: bleiben oder gehen?

http://www.spiegel.de/unispiegel/wun...822799,00.html
  1. #1

    iPhone und unechte Fingernägel

    Über Inhalte erfährt man hier leider wenig. Die beiden gegensätzlichen Lebensweisen werden auf einige wenige Äußerlichkeiten reduziert. Das ist entlarvend. Zumal das Leben außerhalb einer Amish-Gemeinde nach dieser Darstellung vorrangig von Besäufnissen, One-Night-Stands und White-Trash-Kleidung gekennzeichnet ist.
    Wenn man das so liest, möchte man fast Amish werden...
  2. #2

    Stereotyp

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Becky sieht aus wie eine mittelalterliche Magd: Ihre blonden Haare hat sie in der Mitte gescheitelt und im Nacken zu einem Dutt verknotet,
    Die Frau auf dem Foto ist nicht blond. Bedient der Autor hier einfach nur einen Stereotyp?
  3. #3

    Warum nicht

    wird bestimmt von vielen müde belächelt. Immerhin scheinen sie etwas zu haben, was uns "Modernen" fehlt: Zusammenhalt, Gemeinschaftsinn, Komzentration auf das Wesentliche. Und wenn es nichts zu verteilen gibt, strebt auch niemand danach. Mit der Mode könnte ich mich allerdings nicht anfreunden. Absolutes NoGo.
  4. #4

    Kindheit

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Amish fahren Kutsche, kleiden sich altmodisch und leben ohne Internet. Becky Esh, 23, und Esther Schmucker, 25, sind bei den christlichen Hardlinern aufgewachsen. Wie jeder junge Amish durften sie ein freies Leben ausprobieren. Dann mussten sie wählen: bleiben oder gehen?

    Junge Amish in den USA: Ein Leben für Kirche, Ehe und Kinder - SPIEGEL ONLINE
    Kindheit und Jugend prägen. Für Frauen sind soziale Netze und familiärer Anschluss und Geborgenheit noch wichtiger.
    Im Falle des Ausbruches aus der gewohnten Amischgesellschaft müssen die Jugendlichen eine neue Identität in einer neuen Gesellschaft aufbauen, bei gleichzeitigem Verlust von bisheriger Heimat und Familie.
    Das erinnert nur all zu sehr an die absolutistischen Vorgänge in muslimischen Gastarbeiterfamilien.
    Offensichtlich ist der Mensch ein Gewohnheitstier das nach dem Grundsatz lebt: Irgendwie arrangiert man sich halt, richtet man sein Leben ein.
  5. #5

    Mehr davon!

    Der Artikel liest sich wie die Einleitung zu einer Serie. Liege ich richtig?
  6. #6

    Zitat von gralsritter Beitrag anzeigen
    "Die Amish überleben nicht nur den Weggang mancher Jugendlicher, ihre Population verdoppelt sich alle 20 Jahre", sagt der Amish-Forscher Kraybill.
    Kunststück. Ultrareligiöse haben grundsätzlich die meisten Kinder. Wenn dann noch Armut dazukommt (oder eher "Armut" in diesem Fall, also freiwillige Abkehr von der modernen Welt), dann ist das ganz normal.


    Zitat von paula12 Beitrag anzeigen
    wird bestimmt von vielen müde belächelt. Immerhin scheinen sie etwas zu haben, was uns "Modernen" fehlt: Zusammenhalt, Gemeinschaftsinn, Komzentration auf das Wesentliche. Und wenn es nichts zu verteilen gibt, strebt auch niemand danach.
    Abgeschottete Gemeinschaft halt, das können Sie auch in pakistanischen Vierteln Londons erleben.
    Aber so schnell würde ich das jetzt nicht auf ein Podest stellen. Nur weil wir es von außen nicht erkennen, heißt das nicht dass es in einer Amish-Gemeinde keine Abstufungen von Wohlstand oder persönlicher Macht gibt. Ich halte grundsätzlich keinen Menschen für über Gier erhaben, egal ob sich das darin äußert, dass er dann eine Milliarde Euro mehr haben will als sein Nachbar, oder nur eine Schüssel Reis mehr.
  7. #7

    Pennsylvania Dutch

    "Untereinander sprechen sie das so genannte Pennsylvania Dutch, einen mit englischen Wörtern gemixten pfälzischen Dialekt. Nur sie verstehen das, das stärkt den Gemeinschaftssinn."

    Well, und jeder aus der Südwestpfalz vom Land. Ist dem Dialekt mit dem ich aufgewachsen mit doch sehr ähnlich. Das "Dutch" im Namen ist für viele irritierend, da die Sprache mit Holländisch ansich wenig zu tun hat (aber ähnlich klingt).
  8. #8

    Man kann vieles kritisieren an den Amisch-Leuten,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Amish fahren Kutsche, kleiden sich altmodisch und leben ohne Internet. Becky Esh, 23, und Esther Schmucker, 25, sind bei den christlichen Hardlinern aufgewachsen. Wie jeder junge Amish durften sie ein freies Leben ausprobieren. Dann mussten sie wählen: bleiben oder gehen?

    Junge Amish in den USA: Ein Leben für Kirche, Ehe und Kinder - SPIEGEL ONLINE
    aber etwas haben sie, was viele Spaßbürger schon lange verkauft haben: Würde.
    Und wenn man mal genauer darüber nachdenkt: Was könnte die Menschen davon abhalten, alles zu tun, was zu tun möglich ist - und damit sich selbst und die ganze Erde zu zerstören?
    Weitsicht? Vernunft? Klugheit? --- Hahaharrrrgg!
    Vielleicht können das nur religiöse Gebote, so ungerne ich das in Erwägung ziehe.
    Solange die Mehrheit der Menschheit im primitiven Tiersein verharrt, helfen vielleicht wirklich nur mit Angst besetzte religöse Tabus.
    Und ich würde es auch keineswegs ausschließen, dass das Pendel eines nicht allzu fernen Tages wieder zurückschwingt: Von totaler "Freiheit" zurück zu totaler Gebundenheit. So heißt "Religion" übersetzt.
  9. #9

    Warum nicht?

    Zitat von gralsritter Beitrag anzeigen
    Über Inhalte erfährt man hier leider wenig. Die beiden gegensätzlichen Lebensweisen werden auf einige wenige Äußerlichkeiten reduziert. Das ist entlarvend. Zumal das Leben außerhalb einer Amish-Gemeinde nach dieser Darstellung vorrangig von Besäufnissen, One-Night-Stands und White-Trash-Kleidung gekennzeichnet ist.
    Wenn man das so liest, möchte man fast Amish werden...
    Dieses Leben ist doch viel ehrlicher und sinnVoller als das sogenannte "echte" Leben... Neben der echten Dummheit (Siehe beliebige Wahlkämpfe) gibt es nur Besäufnisse, One-Night-Stands und White-Trash... Das heisst alles Zusammen: United States of America und wir nennen es "den amerikanischen Traum"...


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