Eine*Abschiedsshow wie ein Begräbnis: Der legendäre CNN-Talker Larry King*absolvierte am Donnerstag seine letzte Sendung, nach einem halben Jahrhundert im Geschäft -*doch die Lobesyhymnen auf ihn wirkten gekünstelt, der Moderator*selbst*geistesabwesend. Zuletzt*kämpfte er*mit den Tränen.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,735174,00.html
Ich frage mich eher, was der Ärmste wohl der SpOn-Redaktion angetan haben dürfte. Man muss ihn ja nun nicht berauschend finden, oder sich auch nur für die Show interessieren - nur, ist dem nicht so, wozu dann noch dieser Artikel? Ein außerordentlich bekanntes, bzw. omnipräsentes Fernsehgesicht (zumindest für CNN-Zuschauer) nahm Abschied - schön, aber ein Zerriss kommt da etwas spät und wirkt obendrein reichlich überflüssig.
Habe die Sendung selbstverständlich nicht gesehen, mir aber eben selbst ein paar Ausschnitte nachgereicht und fühle mich nicht mal ungerührt. So selten ich ihn mir auch länger angesehen haben mag, ich kann mich nicht erinnern, diesen Mann überhaupt jemals - authentisch - emotional empfunden zu haben. Dieses Mal scheint er's aber gewesen zu sein.
Ach, mit Larry King geht schon ein Kult. Und das ist immer irgendwie schade. Weshalb man das jetzt aber auch gleich mit 'nem gepflegten Abgesang ('da gab es noch kein Internet..') auf das Fernsehen generell vermantschen muss, bleibt mir unverständlich. Zumal hier die amerikanische Version eines amerikanischen Senders "betroffen" ist und wenn das Fernsehen sich in IRGEND einem Land dieser Erde nun wirklich mal überhaupt keine Sorgen machen braucht.. dann darf wohl klar sein, wovon die Rede ist. Bevor die von ihren geliebten Fernsehsesseln aufstehen, geschehen noch ganz andere Wunder. Und die Quoten von CNN (ganz zu schweigen von Larry King Live) sind da natürlich kein so besonders vielsagender Indikator...
http://www.youtube.com/watch?v=82UzeF095qk
Ehre, wem Ehre gebührt. Und bis zum 77. so'n Schrott mit zu machen, das ist aller Ehren wert. Hätte er ja nicht mal nötig gehabt.
Es ist immer ein untrügliches Zeichen von entweder Dummheit oder Ignoranz, zumindest aber enormer Unkreativität, wenn in einem Forenbeitrag die Worte "China" und "Sack Reis" vorkommen oder aber "Wer ist xxx xxx?"...
FAZ.net schrieb ungleich wohlwollender über Kings Talkshow und seine letzte Sendung. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte.
Larry war echt der King: Promis einladen, nette Wattefragen stellen und damit irgendwie die Quoten dopen. Hat lange Zeit gut funktioniert.
In den letzten Jahren wurde es dann aber doch manchmal peinlich und Larry etwas senil, so dass selbst die internationale Presse sich verwundert zeigte, was für eine Show da abläuft.
Zum Beispiel Spiegel Online im Jahr 2004:
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...313036,00.html
Good bye, Larry!
Also Larry King kann man schon kennen.
Man muss nicht viele US-Filme gesehen haben, um Larry King mal als Larry King in einem solchen gesehen zu haben.
Wer hier tut, als kenne er Larry King nicht, kokettiert auch damit, Dieter Bohlen nicht zu kennen.