Laptop-Verbot bei der Bahn: Gleich gibt's was*mit dem Hammer

Im*Zug bei 200 km/h im Internet zu surfen, entspricht*so ziemlich*Tom Königs Vorstellung vom Paradies. Leider hat er die Rechnung ohne die Deutsche Bahn gemacht: Die pocht auf laptopfreie Zonen und droht bei Zuwiderhandlung sogar mit dem Vorschlaghammer.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...800006,00.html
  1. #230

    "Punktum aus"

    Zitat von StefanWr Beitrag anzeigen
    Genauso, wie man im Büro nicht essen sollte, sollte man in einem Restaurant oder Bistro nicht arbeiten. Das sind einfache banale Verhaltensregeln seinen Mitmenschen gegnüber. Ein Zug ist lang genug, er bietet genug andere Orte um den Laptop aufzuklappen.

    Da geht es nicht darum, wie laut die Tastatur ist, sondern darum, das der gewöhnliche Gast dort essen, entspannen und genießen will (wobei es zugegebener Maßen in einem DB-Bistro nichts gibt, was irgendwie genießbar wäre). Man möchte sich beim Essen doch nicht fühlen, als säße man im Büro.
    Sie rattern hier ungültige Sichtweisen herunter als handele es sich um gesellschaftliche Regeln. Seien Sie versichert: Ein Zugrestaurant - und noch weniger das Bordbistro sind Orte die allein den Zweck der vergeistigten und kontemplativen Nahrungsaufnahme haben - das sind schlicht Bereiche in einem Zug mit zusätzlichem Leistungsangebot (nämlich überteuerten Frass zu servieren). Sogar das ist für viele Menschen, die nicht aus Spass an der Freude Stunden im Zug verbringen, eine willkommene Abwechslung. Wenn Sie da mit Ihren völlig aus dem Ruder gelaufenen und unzutreffenden Wertemodellen Ihre köstliche Schuhbeck-Frikadelle zu sich nehmen ist das Ihr Problem, dass die Welt anders ist als Sie sich das vorstellen. Punkt. (sorry, ich kann kein Latein)
  2. #231

    Zitat von StefanWr Beitrag anzeigen
    Genauso, wie man im Büro nicht essen sollte, sollte man in einem Restaurant oder Bistro nicht arbeiten. Das sind einfache banale Verhaltensregeln seinen Mitmenschen gegnüber. Ein Zug ist lang genug, er bietet genug andere Orte um den Laptop aufzuklappen...
    Darum geht es doch gar nicht. Die Welt bietet auch genügend Orte, an denen man sich mit Ohrhörern und mitgebrachter Musik abschotten kann - deswegen ist es einem Förster noch lange nicht gestattet, einem im Wald die Ohrhörer zu verbieten. Dumme Verordnungen und Verbote zu missachten, ist ein freiheitliches Grundrecht und dabei ist es egal, es um Apartheit geht, um ein allgemeines Tierhalteverbot in Mietwohnungen - oder auch nur um eine Gängelung wegen eines technischen Gerätes.

    So langsam werde ich wirklich auch von der Idee angefixt, dass es doch ein tolles Gefühl sein muss, in einem rasenden Zug, an einem Tischchen, bei Tee und Kuchen sitzen zu können und dabei online mit Menschen im SPON-Forum kommunizieren zu können. Was könnte daran für einen anderen Fahrgast störend sein?
  3. #232

    Technikfeindlichkeit?

    Zitat von opar Beitrag anzeigen
    ....Da spricht eher die latente Technikfeindlichkeit der Deutschen heraus.....Technik ist igittigitt.
    Ach!? Und all diese Postings, die sich für Benimm in der Öffentlichkeit einsetzen, kommen mit der Brieftaube in die Spiegel-Zentrale?
  4. #233

    Laptop-Speisewagen

    Zitat von mauricebln Beitrag anzeigen
    Viele Reisenden setzen sich einfach ins Bistro und kaufen keine Platzreservierung und verweilen dort die ganze Zeit mit Ihrem Laptop. Halten sich dabei stundenlang an einem Getränk auf. Ist doch klar, dass das Bistro so einfach zum "normalen" Wagen von den Reisenden unfunktioniert wird und das ist nicht Sinn der Sache. Möchten ......
    ...absolut richtig...
    Das Eintreten des Servicepersonals wie vom Spiegel-Autor beschrieben
    muss als das Gegenteil von "Service-Wüste" bewertet werden. Oftmals ist nämlich das Personal leider nicht couragiert genug, die Interessen der Gäste zu vertreten, welche einen Sitzplatz in ihrem Bereich (Ruhezone oder Handy/Arbeitszone) gebucht haben und im Restaurantwagen zwischendurch gepflegt essen wollen (oftmals sehr gute Menüs von Spitzenköchen entwickelt).
  5. #234

    John doe

    Zitat von Finnländer Beitrag anzeigen
    Ja, John Doe, wir leben in einem freien Land. Und deshalb hat die Bahn auch das Recht selbst zu entscheiden welches Verhalten sie in ihren Bordrestaurants zulässt. So einfach ist das mit der Freiheit (in diesem Falle mit der Freiheit der Bahn). Wenn mal irgendwann 70% der Fahrgäste Dienstreisende sind wird dieses Verbot sicherlich fallen, bis dahin müssen Sie sich schon mit der Einschätzung der Bahn zufriedengeben, was man der Mehrzahl der Kunden im Bistro zumuten kann und was nicht. Sie können doch an ihrem Sitzplatz ihr heissgeliebtes Kommunikations- und Arbeitstool benutzen...

    Und ansonsten: ziemlich asozial, wenn man als "John Doe" meint selbst entscheiden zu können, ob man die Regeln des Hausherrn einhält oder nicht. Bei mir fliegen Sie da jedenfalls achtkantig raus...
    Guter John Doe, selbst im Wilden Westen war es nicht angebracht, seinen Mittelfinger zu zücken, wenn man ein Verbot nicht akzeptieren wollte. Klar, Sie mögen viele Verbote und Gebote - ob in Deutschland oder Ausland, ob von staatlicher Seite oder aufgrund der Stellung als Hausherr, nicht respektieren und akzeptieren. Das menschliche Zusammenleben erfordert nun einmal die Einhaltung von gesetzten Regeln. Sie können ja einmal versuchen, weil Sie z.B. das Telefonieren als Kfz-Fahrer ohne Headset im Kfz für unsinnig halten, den Polizeibeamten mit dem erhobenen Mittelfinger vom Gegenteil zu überzeugen. Als Hausherr in Ihrem eigenen Bereich erwarten Sie doch sicherlich auch von Ihren Gästen die Einhaltung von Regeln, oder?