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Landtagswahl im Saarland: Trümmer-FDP schaltet auf Angriff

REUTERSKein Triumph, aber immerhin gewonnen: Nach dem Sieg im Saarland hofft die Union auf einen Schub für die weiteren Landtagswahlen. Getrübt wird der Erfolg vom miserablen Abschneiden der FDP. Die zersplitterten Liberalen wollen künftig stärker auf Konfrontationskurs zur CDU gehen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...823617,00.html
  1. #90

    Zitat von !!# Beitrag anzeigen
    Ich betrachte die FDP als Partei ohne Programm und ohne Profil. Am besten treten ihre Mitglieder der CDU bei. Den Unterschied merke ich sowieso nicht.
    Die FDP hat durchaus ein Programm - und ich denke daß sie diesem einen nicht unerheblichen Teil der Stimmen bei der letzten Bundestagswahl zu verdanken hatte.

    Die Crux dieser Partei ist allerdings, daß sie dieses Programm konsequent ignoriert und in aller Regel sogar das genaue Gegenteil ihrer Beschlüsse dort umsetzt. Damit verprellt sie natürlich die ganzen Wechselwähler, die die FDP einst als inhaltliche Alternative zu CDU bzw. CSU gesehen haben. Wie weit dieser Entfremdungsprozeß mittlerweile allerdings gediehen ist, sieht man daran, wie viele Stammwähler die FDP inzwischen eingebüßt hat.

    Es täte dieser Partei weiß Gott gut, endlich nicht mehr nur als Merkels Steigbügelhalter und Nickneger ihrer "alternativlosen" Politik aufzutreten, sondern wieder ein eigenständiges Profil zu entwickeln. Als Wurmfortsatz der Union wird sie jedenfalls kläglich scheitern, denn wer ernsthaft deren Politik will, wählt doch lieber gleich das Original...
  2. #91

    ...

    Zitat von Velociped Beitrag anzeigen
    Die Union hat denkbar schlecht abgeschnitten. Nach dem katastrophalen Ergebnis von 2009 sieht das Ergebnis in 2011 kaum besser aus. Dazu gab es praktisch keine "Leihstimmen" an die FDP mehr. Effektiv hat die Schwarz-Gelbe Koalition im Saarland über 7 Prozent verloren - etwa so viel, wie die Piraten bekommen haben.
    SPD und Linke zusammen haben dagegen leicht dazu gewonnen. Heiko Maas konnte innerhalb des linken Lagers 5 Prozent von den Linken und 1 Prozent von den Grünen dazu gewinnen. Insgesamt könnte damit die SPD mit der Linken zusammen die Regierung stellen.
    Frau Kramp-Karrenbauer - im Saarland mit Nichtem beliebt - hat also für Schwarz-Gelb eine herbe Niederlage einstecken müssen. Warum sie dann von der Presse zur Wahlsiegerin gekürt wird, verstehe wer mag - genauso wenig wie Heiko Maas ein Verlierer dieser Wahl ist.

    Nicht die Presse sondern Heiko Maas macht sich selbst zum Wahlverlier, in demm er linke Koalition kategorisch ausschließt und lieber Junior partner satatt MP werden will.
  3. #92

    Union fürchtet Verzweiflungstaten der Liberalen
    Nach dem Lesen der Überschrift kam mir für den Hauch einer Sekunde "Seppuku" ins Gedächtnis.

    Ich wünsche der FDP Führung natürlich keine körperlichen Schäden, aber eine vergleichbare Handlung wie der politische Selbstmord in NRW wäre auch auf Bundesebene wünschenswert und ausreichend.

    Das dahinsiechen der (nennen wir sie aus Tradition einfach mal so) Liberalen lässt sich ja kaum noch ertragen.
    Politsch gesehen handelt es sich im Wesentlichen um einen Untoten, der ohne tiefere Denkprozesse (inhaltliches Programm) durch die Straßen schlurft und nach Fleisch (Wählerstimmen) verlangt. Aber genauso wie die Nichtinfizierten vor Zombies, laufen mündige Wähler inzwischen vor den Freien weg. Verständlich, umgibt doch auch die FDP inzwischen der Gestank des nahenden Endes. Leider sind Zombies verdamt zäh und wissen meist noch nicht um ihren eigenen Tod. Jemand sollte dies der FDP Spitze schonend beibringen.
  4. #93

    Zitat von brido Beitrag anzeigen
    Vielleicht weil sie gegen die Finanztransaktionssteuer mauern?
    Sie haben noch einige Ältere die nicht schlecht sind, aber die Spitze hat ungefähr so viel Charisma wie Van Rumpoy.
    Glauben sie ernsthaft, die ehemaligen Wähler der FDP haben sich von dieser Partei abgewendet, weil sie sich einer Finanztransaktionssteuer widersetzt? Die typische Klientel der FDP ist ja wohl doch eher besser situiert und damit tendenziell wohl eher gegen eine solche Steuer.

    Nein, ich denke eher, hier dürfte die Verärgerung über das ignorierte und oft sogar konterkarierte Parteiprogramm - Stichworte Vereinfachung des Steuersystems, mehr Bildung, Konsolidierung des Staatshaushalts etc. - den Ausschlag gegeben haben. Und das personelle Chaos innerhalb der Partei dürfte auch nicht gerade hilfreich gewesen sein...
  5. #94

    Himmelfahrtskommando

    Zitat von kayone Beitrag anzeigen
    "Das Saarland ist eben noch das Land, in dem es viel Lafontaine-Romantik gibt", gibt sich SPD-Chef Sigmar Gabriel gereizt. "Oskar Lafontaine hat es geschafft, zum dritten Mal in Folge eine CDU-Regierungschefin oder einen CDU-Regierungschef in das Regierungsamt zu bringen."

    Was für ein Demagoge, dieser Gabriel. Wie oft hat Lafontaine dem Maas angeboten, zu koalieren? Dann wäre der doch Ministerpräsident. Also die SPD verhindert ihren eigenen MP und ermöglicht zum dritten Mal in Folge eine CDU-Regierungschefin oder einen CDI-Regierungschef.
    Eine Regierung mit den unsicheren Kantonisten der Linken, dazu noch mit nur einer Stimme Mehrheit. Auf ein solches Himmelfahrtskommando können sich Maas und die SPD im Blick auf die NRW-Wahl und die nächste Bundestagswahl nicht einlassen.
  6. #95

    Zitat von wll Beitrag anzeigen
    Nein, ich denke eher, hier dürfte die Verärgerung über das ignorierte und oft sogar konterkarierte Parteiprogramm - Stichworte Vereinfachung des Steuersystems, mehr Bildung, Konsolidierung des Staatshaushalts etc. - den Ausschlag gegeben haben. Und das personelle Chaos innerhalb der Partei dürfte auch nicht gerade hilfreich gewesen sein...
    Als ehemaliger FDP-Wähler kann ich ihnen da nur Recht geben. Neben den Punkten die Sie genannt haben dürfen Sie gern noch Atomausstieg und Eurorettung dazu zählen. Alles zusammen hat meine Leidensgrenze deutlich überschritten und das trifft vermutlich für viele andere auch zu.
  7. #96

    Zitat von mr.andersson Beitrag anzeigen
    Die FDP steht/stand für einige ganz klare Grundbotschaften:
    1.) Wir koalieren mit der CDU
    2.) Die Steuern müssen runter
    3.) Wir sind liberal

    Nun sind wir in einer Zeit, in der die Menschen einfach nicht mehr glauben, dass noch irgendwer die Steuern senkt und viele wollen dass auch gar nicht, sondern bevorzugen einen Schuldenabbau.
    Ich stimme ihnen uneingeschränkt zu, daß in der derzeiten Situation pauschale Steuersenkungen ohne eine strukturelle Reform unseres Steuersystems schlichtweg nicht zu finanzieren sind.

    Das FDP-Parteiprogramm fordert ein einfacheres und transparentes Steuersystem mit niedrigeren Steuersätzen. Warum die FDP in der Koalition aber nicht wenigstens einmal den ersten Schritt macht und auf einem neuen Steuersystem mit einer einfachen und klaren Struktur beharrt, dürfte wohl nicht nur mir schleierhaft sein. Zitat aus dem Koalitionsvertrag: "Wir werden eine Steuerreform nach den
    Maßgaben einfach, niedrig und gerecht umsetzen. Der Schwerpunkt wird bei der Bekämpfung der sogenannten kalten Progression... liegen." Passiert ist hier exakt nichts, weder der Mittelstandsbauch noch die kalte Progression wurden auch nur um ein Jota verringert.

    Es ist m. E. der Kardinalfehler der FDP, den Systemwechsel im Steuerrecht beharrlich mit der Forderung nach Steuersenkungen zu verknüpfen, statt pragmatisch zunächst einmal das Steuersystem aufkommensneutral (zumindest einigermaßen) umzustellen. Steuersenkungen kann man nach der Umstellung, die ohnehin einige Jahre dauern dürfte, bei verbesserter Haushaltslage immer noch vornehmen. Zudem dürften sich beim jahrzehntelang geschröpften Mittelstand bereits bei der Umstellung fühlbare steuerliche Entlastungen ergeben.
  8. #97

    Gabriel verwechselt Maas und Lafontaine

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Oskar Lafontaine hat es geschafft, zum dritten Mal in Folge eine CDU-Regierungschefin oder einen CDU-Regierungschef in das Regierungsamt zu bringen."
    Was hat der Gabriel denn da geraucht? Das Zeug sollte er schleunigst weglassen!

    Verwechselt der Heiko Maas und Oskar Lafontaine? Wenn hier jemand eine CDU-Frau zur Ministerpräsidentin macht, dann ist das einzig und allein Maas, der sich nicht zu schade ist zum Steigbügelhalten.
  9. #98

    Verzweiflungstaten?!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    (...)
    Die zersplitterten Liberalen wollen künftig stärker auf Konfrontationskurs zur CDU gehen.
    Verzweiflungstaten?!
    Wie sähen die denn aus?

    Die FDP hat damals die Chance verpasst,
    sich einer gründlichen Reinigung zu verpassen.

    Guido flüchtet heute in die Außenpolitik,
    um seine unrühmliche Taten vergessen zu machen.
    Sein Gesicht hat sich aber offenbar
    ins Wählergedächtnis eingebrannt.

    Rösler erweckt den Eindruck einer aufgezogenen Puppe, die Bedeutungsloses dahinplappert.
    Der neue Generalsekretär wirkt monolitisch
    und wirklichkeitsfremd.

    Was der FDP als letzte Rettung bleibt,
    ist ein Wunder,
    woran nur die FDP selbst glaubt
    - Verzweiflungstaten gehören dazu,
    würden aber den bevorstehenden
    Tod der Partei beschleunigen.
  10. #99

    FDP-Dekadent

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kein Triumph, aber immerhin gewonnen: Nach dem Sieg im Saarland hofft die Union auf einen Schub für die weiteren Landtagswahlen. Getrübt wird der Erfolg vom miserablen Abschneiden der FDP. Die zersplitterten Liberalen wollen künftig stärker auf Konfrontationskurs zur CDU gehen.

    Landtagswahl im Saarland: Union fürchtet Verzweiflungstaten der Liberalen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Die Dekadent Debatte von Westerwelle war der Anfang vom Ende der FDP. Der Bevölkerung ist schon klar, das die Regierenden Parteien Dekandent sind, aber die FDP meinte ja die unteren 30% der Bevölkerung. Und die lassen sich das nicht gefallen und stellen es richtig, wer hier Dekadent ist.
    Das die CDU man grade das Ergebnis der letzten Wahl erreicht, ist eher ein armut Zeugnis, denn die FDP wähler sind ja wohl geschlossen zur CDU gegangen und so ist es eher ein sehr schlechtes Ergebnis.
    Das die FDP jetzt jeder Meinungsumfrage hinter her laufen wird, ist kaum Überraschend, denn das ist ihre einzige Chance noch mal über 5% zu kommen.
    Ich sehe auch in 10-15 jahren ein zusammenschuss von CDU/CSU und SPD, denn eigendlich haben sie die gleichen Inhalte.
    Wenn die SPD erstmal wieder mit an der Regierung ist, wird der Mindestlohn, Rente mit 67 und Leiharbeit weiter ausgeweitet. Das haben sie bei allen Wahlen seit 1998 so gemacht und haben ihre Glaubwürdigkeit verloren.
    Das ist aber Gesellschaftliche Sprengstoff und die Bevölkerung wird das Abstrafen.
    Und das zu Recht !!


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