Landtagswahl: CDU führt im Saarland - Piraten entern Landtag

dapdIm Saarland sieht es nach einem Erfolg für Annegret Kramp-Karrenbauer aus. Nach ersten Prognosen führt ihre CDU mit 34,5 Prozent, die Sozialdemokraten kommen nur auf 31 Prozent. Umfragen hatten zuvor ein Kopf-an-Kopf-Rennen vorhergesagt. Die Piraten schaffen den Einzug in den Landtag.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...823610,00.html
  1. #330

    Erfolg oder Phyrrussieg?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Saarland sieht es nach einem Erfolg für Annegret Kramp-Karrenbauer aus. Nach ersten Prognosen führt ihre CDU mit 34,5 Prozent, die Sozialdemokraten kommen nur auf 31 Prozent. Umfragen hatten zuvor ein Kopf-an-Kopf-Rennen vorhergesagt. Die Piraten schaffen den Einzug in den Landtag.

    Landtagswahl: CDU*siegt im Saarland - Piraten entern Landtag - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Na ja, das kann man ja auch durchaus anders sehen. Sowohl schwarz-gelb, als auch das etablierte Lager haben verloren!

    Im Saarland gibt es nur noch eine mögliche Regierung aus etablierten Parteien (also aus den Parteien, die uneingeschränkt die Interessen der etablierten Wirtschaftskreise auch gegen die eigene Bevölkerungsmehrheit vertreten).

    Interessant dürfte sein, ob sich dieser Trend in den nächsten Wahlen bestätigt.
  2. #331

    Die Weichen für die Grosse Koalition auf Bundesebene sind damit gestellt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Saarland sieht es nach einem Erfolg für Annegret Kramp-Karrenbauer aus. Nach ersten Prognosen führt ihre CDU mit 34,5 Prozent, die Sozialdemokraten kommen nur auf 31 Prozent. Umfragen hatten zuvor ein Kopf-an-Kopf-Rennen vorhergesagt. Die Piraten schaffen den Einzug in den Landtag.

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    Die Weichen für die Grosse Koalition auf Bundesebene sind damit gestellt. Die FDP mit einem immerhin noch beachtlichen Ergebnis von 1,2 % Wählerstimmen hat wieder einmal unter Beweis gestellt, wie beliebt die Boygroup unter Rösler/Westerwelle in Deutschland ist. Ich frage mich daher allen ernstes woher Döring die Phantasie aufbringt das es hoffnungsvolle Anzeichen in Schleswig-Holstein oder NRW für die FDP gäbe? Das einzige Anzeichen das in der heutigen politischen Landschaft zu erkennen ist, dass alles auf eine grosse Koalition auf Bundesebene hinausläuft da der bisherige Koalitionspartner der CDU, die FDP sich zu recht selbst atomisiert.
  3. #332

    Zitat von pl-pitt Beitrag anzeigen
    einem Parlament. Der politsche Abstieg Deutschlands hat damit begonnen, der offizielle Grundstein für eine "Bananen-Republik" wurde heute gelegt. Welch ein Armutzzeugnis für die "Intelligenz" in Deutschland, die ebenfalls abdriftet.

    Wie kann man in Deutschland nur so unfähig und gelähmt sein, eine neue Volkspartei auf die Beine zu stellen, die diesen Namen auch verdient. Die Chancen sind noch vorhanden, die Zeit würde reichen.
    Ich gehe jede Wette ein, dass die durchschnittliche Intelligenz der Wähler der Piratenpartei signifikant höher ist als bei allen anderen Parteien.
  4. #333

    LINKE drittstärkste Kraft - und totgeschwiegen

    Zitat von erlenstein Beitrag anzeigen
    Wie auffällig, dass Sie in Ihrer Aufzählung die relativ starken Linken einfach außen vor lassen, als existierten die nicht. Dabei sind sie mit über 16 Prozent die drittstärkste Kraft und weit vor den Grünen, Piraten und FDP.
    Das fiel auch mir als erstes im Fettdruck auf.

    Die LINKE frei au Degenhart:
    "Spiel nicht mit den Schmuddelkindern!"

    Wobei auch Albrecht Müller/Wolfgang Lieb der Meinung sind, daß man mit der LINKEN durchaus würde koalieren können, auch als SPD.

    Aber anscheinend verrät die SPD lieber ihre Wähler zugunsten einer großen Koalition mit der CDU.

    Papiertiger eben.-

    Kein Wunder, daß die Partei der Nichtwähler die größte ist, wobei sie nicht zu begreifen scheinen, daß sie auch in diesem Fall die politischen Verhältnisse beeinflussen.
  5. #334

    Zitat von Sackaboner Beitrag anzeigen
    8 Prozent Piraten kommen dabei heraus, wenn die Kinder mit dem PC neben dem Trinkfläschchen groß werden.
    LOL. Laut einer Forsa-Umfrage haben die Piraten bei den 30-39-jährige den meisten Zuspruch, danach 40-49 und erst danach 20-29.

    Soviel zu Ihrer populistischen und völlig abwegigen Theorie.
  6. #335

    Das kenn ich anders

    Zitat von klowasser Beitrag anzeigen
    Sie kennen die Meinung aller Nichtwähler?
    Das Problem sind Hobbypolitologen, die glauben, Nichtwählen bedeutet automatisch, man sei politisch resigniert und enttäuscht.
    Das Problem von Politischen Interpretationen liegt eher darin, Wahlabstinenz stets als generelle Zufriedenheit des Wählers mit den politischen Gegebenheiten und Zustimmung zum bisherigen politischen Handeln zu werten, an dem der Wähler nichts zu kritisieren hätte und daher eine Fortführung der bisherigen politischen Linie und Handlungsweise ausdrücklich befürworten würde.
  7. #336

    Zitat von Jammerlappe Beitrag anzeigen
    Grundlos?
    Was ist daran verwerflich nicht mit einer Partei koalieren zu wollen, die weder unser politisches System noch unser gesellschsaftliches Modell unterstützt?
    Allein wie sich diese Partei mal wieder bei der Wahl zum Bundespräsidenten gerierte: Man kannte den Namen der eigenen Kandidatin gar nicht und verschanzte sich hinter dem demorktatischen Prinzip der Wahlmöglichkeit. Dabei liegt auf der Hand was Die Linke gegen Herrn Gauck einzuwenden hatte... Nur peinlich. Diese Leute sind nicht nur nicht regierungsfähig, sie sind nicht mal politikfähig.
    Meine höchsten Respekt an Herrn Maas, den ich aber vorher auch schon als geradlinigen Mann geschätz habe.
    Keinen fußbreit darf die SPD auf die Linke zugehen, um sich nicht endgültig überflüssig zu machen.
    Na, dann erläutern Sie mal.

    Im Grundgesetz ist noch nichtmal der Kommunismus verboten, geschweigen denn der Sozialismus.

    Allerdingts widersprich das Konzept des Kapitalismus in vielen Bereichen dem Grundgesetz und den Menschenrechten und muss von dem Prinzip der sozialen Marktwirtschaft eingegrenzt werden.

    Und es ist nicht die Linke, die diese notwendige Eingrenzung und damit die Werte, auf denen dieses Land aufgebaut wurde, abschafft.
  8. #337

    Zitat von Jammerlappe Beitrag anzeigen
    Allein wie sich diese Partei mal wieder bei der Wahl zum Bundespräsidenten gerierte: Man kannte den Namen der eigenen Kandidatin gar nicht und verschanzte sich hinter dem demorktatischen Prinzip der Wahlmöglichkeit.
    Ich bin zwar kein Linke-Wähler, aber was meinen Sie mit "verschanzen hinter dem demokratischen Prinzip der Wahlmöglichkeit"?
    Sind Sie sich sicher, das sie hinter unserem gesellschaftlichen System stehen?
  9. #338

    Warum?

    Zitat von akeley Beitrag anzeigen
    Was soll denn die Politik daran wahrnehmen, im Sinne von praktisch umsetzen? Dass man am besten über die Legislaturperiode gar nichts mehr macht, damit man umsetzen kann, was der gar-nix-Wähler möchte? Oder gleich die Verfassung auflösen, damit die überzeugten Nicht-Wähler sich im nicht existenten System verwirklichen können?
    Also bitte, ich möchte lernen, was genau werden die Parteien berücksichtigen, wenn der Wähler ausdrücklich keine Meinung außer "Nö" hat?
    Warum formalisiert man den Prozess des 'Nicht-Wählens' nicht einfach? Jeder, der 'nicht-wählen' will, gibt einfach jemand anderem das Recht, in seinem Namen zu wählen (Könnten man Wahlmann oder -frau nennen). Mit dem Nicht-Wählen vergrößert man ja sowieso das Gewicht derjenigen, die doch zur Wahl gehen, weil die Anteile eben nach Anzahl der abgegebenen und gültigen Stimmen vergeben werden, nicht nach Anteilen der Wahlberechtigten insgesamt. Mit dem Wahlmann wird das dann aber formell und greifbar.

    Ist doch ein guter Vorschlag, oder?

    Dann können die Nicht-Wähler sich auch gänzlich von ihren letzten, verbliebenen Rechten in der Demokratie verabschieden, weil sie etwas 'Besseres' zu tun haben. Ganz formell.
  10. #339

    Zitat von Sackaboner Beitrag anzeigen
    Die Piraten, ein Gradmesser für die Infantilisierung des Landes. Das Heranwachsen einer Generation von verwöhnten Menschen, ohne Geschichtsbewusstsein, ohne Bildung, ohne ein historisch verankertes Identitätsgefühl, von der Informationstechnologie geprägt, von sozialen Netzwerken, orientierungslos, auf der Suche nach dem Kick, unsicher, verloren, dafür scham- und respektlos, egoistisch.
    Ach was, der Erfolg der Piraten ist ein Zeichen dafür, dass es doch noch möglich ist, die verkrustete Parteienlandschaft aufzubrechen. Wenn dies Ihnen nicht gefällt - sei's drum...