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Landtagswahl*im Saarland: Piraten ohne Programm und Personal

Für die Piraten kommen die Landtagswahlen im kleinen Saarland zur Unzeit. Die Partei ist denkbar schlecht vorbereitet: Es fehlen Kandidaten, Kreisverbände - und ein Programm.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...813220,00.html
  1. #150

    Zitat von 47/11 Beitrag anzeigen
    ... naiv, sowas zu glauben , und paradox dazu : wenn mir " Parteipolitiker was von " Schwarmintelligenz " und " ohne Köpfe " vorschwärmen, bin ich sehr skeptisch .Schwarmintelligenz wäre ja wohl nichts anderes als direkte Demokratie im neuen Gewand .Das könnte man unterschreiben. Ohne Köpfe ist auch heute schon Parteiraison . Wenn ich aber dann lese " jeder kann Ideen einbringen " so geht mir schon wieder eine " Warnlampe " an: Ideen einbringen - aha - aber wer entscheidet dann ,....also doch die Partei . " Die Interessen der Bürger " steht so gut wie in jedem Parteiprogramm und bisher hat noch keiner der Macht und der Lobby wiederstanden, also vergesst es !!!
    In einigen Punkten ist die PP durchaus schon anders. Erstens betreibt sie für die Mitglieder ein grosses "Forum - für das einbringen von Ideen, entschließungen" und sie hat auch die "Nicht-Mitglieder durchaus" in anderen Foren eingebunden - und aus denen werden eben auch immer wieder Vorschläge und Ideen wechselseitig transportiert.

    Und auf ihren Parteitagen ist JEDER Deligierter - jeder kann da abstimmen der kommt - was im gegensatz zu den klassischen Parteien schon mal ein gewaltiger Fortschritt ist!

    Dieses Gemauschele mit Deligierten , die gewählt, entsand und dann vom Vorstand über den Tisch gezogen werden wie bei CDU/CSU/SPD/Grünen/FDP entfällt damit!

    Ist natürlich dadurch eine Partei der "Mitmacher" - keiner der nur abstimmer über Dinge die er mag/nicht mag/ etc.!

    Was wollen sie den was eine Demokratische Partei noch macht?
    Das man noch physisch zu den Parteitagen erscheinen muss - das ist nur dem seltsamen Parteigesetz historisch geschuldet - eine wirkliche Bedeutung hat das eigentlich längst nicht mehr!
  2. #151

    Eine erbärmliche Politik

    Zitat von shokaku Beitrag anzeigen
    Macht nix. Die Piraten sind die Protestpartei der Stunde, da braucht es weder Kandidaten noch Programme. Die Existenz genügt.
    Was für eine erbärmliche Politik und ihr Ansehen müssen wir in Deutschland haben, so das man eine Gruppe von Leuten wählt, die selbst nicht wissen was sie eigentlich wollen.

    Wichtig scheint nur zu sein, dass sie nichts wissen und nichts sagen wollen und können.

    Und das ist dann auch die Zeit wo sich eine Populist und Demagogen die politische Macht aneignen könnten, von einer gefestigten Demokratie kann da absolut keine Rede sein.

    Es liegt nicht an diejenigen die neu die Parteienlandschaft erobern wollen, sondern an der Verkommenheit der Parteien und am bestehenden Gesellschaftssystem.

    Das Volk wird ständig aufgerufen seine Stimme den Kandidaten zu geben, aber wer aufgestellt wird, dass haben die Wähler nicht mitzuentscheiden.

    Da wird eine willige konservative Person zum Präsidenten gemacht und die Auserwählten des Landes geben gehorsam ihre Stimme dafür, es ist wie in einer Diktatur, wo das Nachdenken und selbstständige Handeln untersagt ist.

    Die derzeitige Bundesregierung beteht mehr aus politischen Luschen, als fähigen Ministern und das führt sich in allen politischen und gesellschaftlichen Bereichen fort.

    Ist das was man immer gewollt hat?

    So gesehen ist dann eine neue unbekannte Partei ohne konkrete Aussagen immer willkommen, aber aufgepasst, es könnte sich daran etwas unheilvolles entwickeln, so überlässt man sogenannten starken Leuten dann sehr schnell noch den Rest der Macht und einer brauch nur etwas redegewandt sein und schon sitzen wir erneut im Kaos.
    HR
  3. #152

    Genau, die korrupten Parteien sind natürlich wesentlich besser als eine Partei der ich zugute halte, das sie noch nicht in der Korruptions- und Lobbyfalle sitzt.

    Und der Vorposter bewegt sich mit Volldampf auf Godwins Law zu, womit sich diese Diskussion dem offiziellen Ende zuneigt.
  4. #153

    .

    Zitat von fred_krug Beitrag anzeigen
    wie wenig ich sicher sein könne, was ich konkret von der PP erwarten kann....Dennoch habe ich als Wähler den grundsätzlichen Anspruch, dass ich wissen will, in welche Richtung die von mir gewählte Partei rudert/ schippert.
    Welcher Wähler hatte schon bei der Wahl von Schröder und Fischer auch nur entfernt ahnen können, dass er damit den größten Sozialkahlschlag im Nachkriegsdeutschland wählt, Deutschland zur kriegsführenden Nation gemacht wird, den Hedgefonds freie Hand gegeben wird ... Wer ahnte schon bei der Wahl von Schwarz/Rot, dass die Mehrwertsteuer drastisch erhöht wird, wer ahnte, dass bei der Wahl von Schwarz/Gelb die Mövenpicks entlastet werden usw

    Da die Piraten bisher nur in Berlin praktische Politik umsetzen, stimmt es natürlich, dass man nicht genau weiß, was auf uns zukommt. In Berlin war der Pirateneffekt aber sehr positiv, wie die Umfrageergebnisse zeigen. Immer mehr Berliner sind froh, dass die Piraten im Berliner Abgeordnetenhaus für frischen Wind sorgen.

    Und eine politische Grundrichtung gibt es schon. Die Kandidaten sollen sich politisch einordnen zwischen links und rechts, autoritär und libertär. Fast alle positionieren sich als linksliberal. Die Piratenpartei ist also als linksliberale Kraft einzuordnen und grenzt sich damit von den anderen Parteien ab. Im Gegensatz zur FDP setzt sie sich für mehr Bürgerrechte ein als nur für das Recht, Profit zu machen. Im Gegensatz zu SPD, Grünen oder Linken setzt sie sich für Freiheit und mehr Demokratie ein. Das ist keine inhaltsleere Parteihülse, wie Sie es sehen.
    Wer mehr wissen will, muss sich darauf einlassen, die Piratenpartei in die Parlamente zu wählen. Denn erst in der praktischen politischen Arbeit positioniert sich eine Partei

    Zitat von fred_krug Beitrag anzeigen
    Soll es mir ausreichen, dass die PP mir liquid democracy anbietet und dass sich die PP mir als Moderator beliebiger politischer Forderungen und nicht etwa festgelegter politischer Forderungen andient?
    Wer eine Demokratisierung anstrebt, muss den Einfluss der Parteien einschränken. Die Parteiendemokratie, die repräsentative Demokratie hat viel Vertrauen verloren, befindet sich in einer Krise, nimmt immer mehr Züge einer postdemokratischen Ordnung an.
    Man kann natürlich ein Land nicht nur basisdemokratisch regieren, aber man sollte die gegenwärtige Parteiendemokratie um basisdemokratische Einflüsse bereichern. Dies ist auch eine Forderung an die Bürger, aus aus ihrer politischen Unmündigkeit im gegenwärtigen System zu emanzipieren. Es bedeutet einen Machtverlust für die Parteien, auch die Piratenpartei, einen Machtgewinn für die Bürger. Das wollen nicht alle, es muss auch niemand mitmachen. Aber die mündigen Bürger sollten die Möglichkeit zur Gestaltung erhalten. Die Realität zeigt, dass die verknöcherten Strukturen der Parteiendemokratie zu politischen Fehlentscheidungen führen.
    Wie schwer sich die alten Parteien mit diesen neuen Gedanken tun, konnte man bei der Diskussion bei Illner sehen, als Marina Weisband diese Gedanken andeutete und die Altpolitiker Niebel, Özdemir oder Meister überhaupt nicht im Ansatz verstehen konnten, was sie meint, sondern ihre abgedroschenen Phrasen ständig wiederholt haben. Es gibt aber scheinbar immer mehr Menschen, die dies einfach nicht mehr hören wollen.
  5. #154

    99,5 % Breitbandverfügbarkeit

    Zitat von rentner69 Beitrag anzeigen
    (...) haben Sie irgendeinen Beleg für Ihre tollkühne Behauptung?
    Gehen Sie mal auf kein-dsl.de und sehen sich an, wo es kein DSL gibt. Und UMTS bzw. GPRS ist leider auch nicht flächendeckend.
    Auf der von Ihnen genannten Seite steht es, in 99,5% von Deutschland kann man Breitband empfangen:

    99,5 Prozent Breitbandverfügbarkeit in Deutschland - Interessengemeinschaft kein-DSL: Breitband für alle! Seit 2003

    Das Ist Pech für Sie, wenn _gerade Sie_ das auch haben wollen, aber es in _Ihrem_ Wohnort nicht angeboten wird.
  6. #155

    Politik durch alle

    Zitat von fred_krug Beitrag anzeigen
    Nur zum Teil richtig.

    Indem sich die Piraten (nach dieser Äußerung) auf die Moderatorenrolle reduziert und selbst kein eigenes solides (also durch ein argumentativ vertretbares und starkes Argumentationsgerüst gestütztes) politisches Profil entwickelt, entzieht sie sich der Verantwortung, die jede Partei zu tragen hat, die am politischen Willensbildungsprozess mitwirkt....
    Wenn Sie eine Partei brauchen, die Ihnen die Entscheidung abnimmt, dann ist das Ihre Art der politschen Beteiligung und beschränkt sich auf Kopfnicken oder -schütteln.

    Natürlich müssen in unserem System auch die Piratenabgeordneten mit der eigenen Meinung abstimmen. Aber es ist eindeutig zu erkennen, dass unsere heutigen großen Parteien eindeutig zu viel Macht haben. Laut Grundgesetz sollen sie Wahlen organisieren und sich für die politische Bildung einsetzen. Von Fraktionszwang steht da wenig.
  7. #156

    Es ist noch viel schlimmer....

    Zitat von HansCh Beitrag anzeigen
    ... was ich daraus gelesen habe ist:

    Sie wollen, dass Urheber, kreative (Kulturschaffende) weniger Rechte an ihren Erzeugnissen haben, der Konsument dagegen mehr Rechte, die geistigen "Eigentumer" gratis zu bekommen.

    Sie wollen, dass Länder die in Bildung, Wissenschaft und Forschung investieren, die Forschungs- und Technikentwicklung-Ergebnisses nicht durch Patente sichern können, sondern diese sollen der ganzen Welt gratis zur Verfügung stehen, und gerade Deutsdchland ist eines der Länder die (infam ?) viele Patente anmeldet.

    Sie wollen, das die Einwanderung aus fremden Kulturen als "Bereicherung" gesehen wird und nicht als Bürde (ein Recht darauf, in Europa ...). Wege dieser Bereicherung drücken sie gerne ein Auge zu, wenn in Indischen Provinzen Mädchengeburten als Übel angesehen werden, und es dort erreicht wird dass entgegen der Chromosomwirkung viele Mädchen nicht geboren werden oder aufwachsen können. Ehrenmorde, Witwenverbrennnungen, Frauenunterdrückung, ... keine Themen über die sich zu reden lohnt ...

    Sie wollen, dass ohne Verpflichtung zur Arbeit ein Einkommen für jeden der in unserem Lande lebt garantiert wird.

    Sie wollen Heroinzugang für jeden.
    Natürlich, und wir wollen auch kleine Kinder essen...

    Lesen Sie in Ruhe, um was es geht, verstehen Sie es und beteiligen Sie sich. Bei den Piraten haben selbst Menschen wie Sie die Chance dazu.
  8. #157

    Bin Realist ...

    Da wie keine unabhängigen Medien in Deutschland haben (auch wenn die TAZ für sich selbst immer Werbung in dieser Sache macht) und zur Masse selbstherrliche (viele gekaufte) Politiker in den Parlamenten haben (man sorgt ja zeitig vor) für die Zeit nach dem Mandat, sehe ich die Piratenpartei als große Hoffnung für eine echte Demokratie in Deutschland an.

    Nur Wulff und Europa werden in den Medien breitgetreten.
    Und immer wieder die Lügen in den Medien über unseren tollen Arbeitsmarkt sowie über den angeblichen Fachkräftemangel.

    Ab und zu mal eine Kurzmeldung über soziale Misstände in Deutschland, damit zumindest der Anschein der unabhängigen Berichterstattung gewahrt bleibt.
  9. #158

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Für die Piraten kommen die Landtagswahlen im kleinen Saarland zur Unzeit. Die Partei ist denkbar schlecht vorbereitet: Es fehlen Kandidaten, Kreisverbände - und ein Programm.

    Landtagswahl*im Saarland: Piraten ohne Programm und Personal - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Hallo,

    jo war bei den Die Grünen doch nicht anders. Ich werde die (Piraten) mal wählen denn es kann nur besser werden. UND was nutzt mir ein programm wie bei der CDU/SPD wenn die sich eh nicht dran halten und ihre eigenen wähler verkaufen.
  10. #159

    3 Jahre und kein Programm ...

    [QUOTE=silverhair;9572014]In einigen Punkten ist die PP durchaus schon anders. Erstens betreibt sie für die Mitglieder ein grosses "Forum - für das einbringen von Ideen, entschließungen" und sie hat auch die "Nicht-Mitglieder durchaus" in anderen Foren eingebunden - und aus denen werden eben auch immer wieder Vorschläge und Ideen wechselseitig transportiert. [QUOTE]

    Eine einfache Frage: Wo ist da der Unterschied zu den anderen Parteien?
    Vielleicht sollte man auch mal sich mal mehr mit den Etablierten beschäftigen bevor man Behauptungen in dem Raum wirft.
    Es ist schon seltsam oft wird etwas kritisiert ohne wirklich zu wissen. Aber wenn es gefühlt richtig ist kann es ja nicht ganz so falsch sein?!

    Politikverdrossenheit hat mehr als nur einen Schuldigen. Und natürlich ist es einfacher die vielen Fehler (die es ja auch gibt) der Etablierten Parteien aufzuzählen und ein neues Maß an die Piraten anzulegen. So ein chaotischer Haufen möchte in den Landtag einziehen? Die haben nicht seit gestern Zeit gehabt sich aufzustellen sondern seit 2009. Und wenn man in 3 Jahren kein Programm beschlossen kriegt indem man festhält was man anders und besser machen möchte, dann ist das traurig.








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