Landesparteitag: Informatiker Semken ist neuer Chef der Hauptstadt-Piraten

DPADie Berliner Piraten haben einen neuen Vorsitzenden gewählt: Der Informatiker Semken folgt Gerhard Anger nach. Anger hatte zuvor überraschend seine Kandidatur zurückgezogen - die "emotionale Belastung" war ihm zu groß.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...817546,00.html
  1. #1

    Och Spiegel....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Berliner Piraten haben einen neuen Vorsitzenden gewählt: Der Informatiker Semken folgt Gerhard Anger nach. Anger hatte zuvor überraschend seine Kandidatur zurückgezogen - die "emotionale Belastung" war ihm zu groß.

    Landesparteitag: Informatiker Semken ist neuer Chef der Hauptstadt-Piraten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Lieber Spiegel,

    es war NICHT ausschließlich Gerhard Anger. Es waren die Piraten und ihre Helfer, deren größtenteils freiwilliges finanzielles, kreatives und zeitliches Engagement, die einen Wahlkampf aus dem Nichts heraus gerissen haben. Und das in einer großartigen Art und Weise.

    In der Piratenpartei gilt nicht das Prinzip "Vorstand sagt, Basis hat zu folgen"

    Auch HaSe wird nicht alleine sein und er wird der Partei auch nicht die politische Richtung vorgeben, denn im Gegensatz zu dem üblichen Parteienfilz, macht das bei uns die Basis!

    Danke für die Aufmerksamkeit
  2. #2

    Frage

    Zitat von BlaCk0uT Beitrag anzeigen
    Lieber Spiegel,

    es war NICHT ausschließlich Gerhard Anger. Es waren die Piraten und ihre Helfer, deren größtenteils freiwilliges finanzielles, kreatives und zeitliches Engagement, die einen Wahlkampf aus dem Nichts heraus gerissen haben. Und das in einer großartigen Art und Weise.

    In der Piratenpartei gilt nicht das Prinzip "Vorstand sagt, Basis hat zu folgen"

    Auch HaSe wird nicht alleine sein und er wird der Partei auch nicht die politische Richtung vorgeben, denn im Gegensatz zu dem üblichen Parteienfilz, macht das bei uns die Basis!

    Danke für die Aufmerksamkeit
    Darf bei den Piraten jeder Abgeordnete abstimmen wie er will oder wird so abgestimmt wie die Partei beschliesst?
  3. #3

    Zitat von zabbel Beitrag anzeigen
    Darf bei den Piraten jeder Abgeordnete abstimmen wie er will oder wird so abgestimmt wie die Partei beschliesst?
    Ja, es darf jeder abstimmen wie er will(nach bestem Wissen und Gewissen).
  4. #4

    Also

    Zitat von sacridex Beitrag anzeigen
    Ja, es darf jeder abstimmen wie er will(nach bestem Wissen und Gewissen).

    Das kann dann soweit gehen dass im Parlament genau das Gegenteil von dem was die Partei will vertreten wird.

    Wenn ich die Partei wählen soll muss ich mich drauf verlassen können dass auch das unterstützt wird was im Programm steht.
  5. #5

    Zitat von zabbel Beitrag anzeigen
    Das kann dann soweit gehen dass im Parlament genau das Gegenteil von dem was die Partei will vertreten wird.

    Wenn ich die Partei wählen soll muss ich mich drauf verlassen können dass auch das unterstützt wird was im Programm steht.
    Ach und wenn eine Partei kollektiv dank Fraktionszwang gegen ihr Programm stimmt ist das besser? Gab es ja genügend Beispiele in jüngster Zeit(Atomausstieg, Mindestlohn, etc.).

    Wenn du Piraten wählst, weißt du von vorneherein, dass es keinen Fraktionszwang gibt.

    Im übrigen kann auch bei anderen Parteien jemand jederzeit stimmen wie er will. Einen tatsächlichen Fraktionszwang gibt es nämlich nicht, das wäre verfassungswidrig. eEn Abgeordneter hat IMMER nach besten Wissen und Gewissen selbst zu entscheiden!
  6. #6

    Verständlich und menschlich

    Es ist völlig verständlich, wenn jemand diesem Druck nicht standhält oder ihn nicht wünscht. Immerhin geht es nur zu 10% um Inhalte und 90% um Show und eine Scheinwelt. Es ist menschlich und anerkennenswert, wenn dies einmal öffentlich formuliert wird.
  7. #7

    Ausweichen

    Zitat von sacridex Beitrag anzeigen
    Ach und wenn eine Partei kollektiv dank Fraktionszwang gegen ihr Programm stimmt ist das besser? Gab es ja genügend Beispiele in jüngster Zeit(Atomausstieg, Mindestlohn, etc.).

    Wenn du Piraten wählst, weißt du von vorneherein, dass es keinen Fraktionszwang gibt.

    Im übrigen kann auch bei anderen Parteien jemand jederzeit stimmen wie er will. Einen tatsächlichen Fraktionszwang gibt es nämlich nicht, das wäre verfassungswidrig. eEn Abgeordneter hat IMMER nach besten Wissen und Gewissen selbst zu entscheiden!
    Es geht mir nicht um andere Parteien, es geht um eine Partei die ich wählen soll. Von diesen Reflexen ala "aber die anderen Parteien" hab ich genug.

    Ich muss mich drauf verlassen können dass in einer Partei die ich wähle die Abgeordneten auch so abstimmen wie ich als ihr Wähler will.
    Nur desshalb wähle ich eine Partei und damit deren Inhalt.

    Wenn jeder abstimmen will wie er will dann stimmt er möglicherweise gegen das wesshalb ich die Partei gewählt habe.

    Wenn die Abgeordenten nicht hinter den Mehrheitsbeschlüssen der Basis stehen müssen sie zurücktreten.

    Umfaller und Beliebigkeitsparteien haben wir genug.
  8. #8

    wie SIE es wollen???

    Zitat von zabbel Beitrag anzeigen
    Ich muss mich drauf verlassen können dass in einer Partei die ich wähle die Abgeordneten auch so abstimmen wie ich als ihr Wähler will.
    Nur desshalb wähle ich eine Partei und damit deren Inhalt.
    Wenn ihnen die verfassungsgemäße Verpflichtung zur Wahl nach eigenem Gewissen nicht zusagt, wählen sie halt eine andere Partei.

    Hartmut Semken wünsche ich die notwendige Kraft!
  9. #9

    Sie missverstehen

    Zitat von zabbel Beitrag anzeigen
    Es geht mir nicht um andere Parteien, es geht um eine Partei die ich wählen soll. Von diesen Reflexen ala "aber die anderen Parteien" hab ich genug.

    Ich muss mich drauf verlassen können dass in einer Partei die ich wähle die Abgeordneten auch so abstimmen wie ich als ihr Wähler will.
    Nur desshalb wähle ich eine Partei und damit deren Inhalt.

    Wenn jeder abstimmen will wie er will dann stimmt er möglicherweise gegen das wesshalb ich die Partei gewählt habe.

    Wenn die Abgeordenten nicht hinter den Mehrheitsbeschlüssen der Basis stehen müssen sie zurücktreten.

    Umfaller und Beliebigkeitsparteien haben wir genug.
    Es geht hier nicht um Abgeordnete. Das sind Mandatsträger. Und die sind in erster Linie ihrerm Gewissen verpflichtet.

    Der Vorstand ist ein Parteiamt.

    Und ich mache das nochmal deutlich. Bei KEINER anderen Partei in DE ist der Vorstand so basisdemokratisch gebunden wie bei uns. Wenn sie es geschafft haben die Stuhlgewitter derjenigen auszuhalten, die sie für unwählbar halten und sich dann noch erfolgreich durch die Vorstellungen und Befragungen durch die Basis ackern und DANN auf einem Parteitag das Vertrauen bekommen, dann passiert das nicht ohne Grund.

    Der Mitgliederversammlung wird niemand vorgesetzt, den wir abzunicken haben. Wir sind schließlich nicht die CDUSPDFDPGRÜNELINKE. Nein.

    Die Piraten haben in erster Linie einen Vorstand, weil es das Parteigesetz vorgibt. Die Hierarchien bleiben flach. Der Vorstand ist von der Mehrheit VERWALTEND und ORGANISATORISCH gewünscht. Er gibt der Basis KEINE Richtung vor, sondern hat im Gegenteil die Meinung der Basis nach außen zu vertreten. Ob das den Frauen und Männern persönlich passt oder nicht. Und es passt ihnen, denn es ist ein Grundprinzip der Partei.

    Die Leute die meinen sich in so einem Amt persönlich profilieren zu müssen, werden sehr schnell erleben, wie allergisch die Basis darauf reagiert.

    Ich spiele auch hauptsächlich darauf an, dass die Presse falsche Informationen herausgibt. Der alte Vorstand wurde nicht abgewählt. Er ist nicht mehr angetreten und wurde verabschiedet und neu gewählt. Der Vorstand ist nicht der "Chef"

    Der Chef sagt wos lang geht. Wir haben ein Klima der Beteiligung und Partizipation.

    Wer mehr zum Parteitag wissen möchte:

    BE:Parteitag/2012.1