Land RoverDer Range-Rover ist mit zwei Tonnen Gewicht ein Koloss von Auto. Und eine damit gigantische Hürde auf dem Weg zu den CO2-Zielen der EU. Beim neuen Modell haben die Briten deswegen jetzt ordentlich abgespeckt - dank zahlreicher Kniffe wurde der neue Range um bis zu 400 Kilogramm leichter.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...854523,00.html
Mann kann aber mit knappem Gut haushalten - ich finde sogar, dass man dieses Verständnis von durchschnittlich gebildeten Menschen erwarten kann (die ja sogar nen Führerschein haben).
Wenn Sie in den Kalkalpen 3 Liter auf eine Bergwanderung mitnehmen, trinken Sie dieses im ersten Drittel aus, weil Sie grade Durst haben oder teilen Sie sich dieses ein? Heizen Sie im Winter volle Pulle bei offenem Fenster?
Ich weiss. Ein 89er RRC steht bei mir in der Garage und wartet auf neue Innenkotflügel, die leider nicht aus Alu, sondern aus Stahlblech sind. Der RR2 / P38 hatte auch noch einen Leiterrahmen...Ich schrieb auch nur, dass die Defender-Karosse auch heute noch zum grossen Teil aus Alu ist. Ich schrieb nichts von selbsttragender Karosserie. Dass der neue RR4 eine selbsttragende Konstruktion ist, steht auf einem anderen Blatt. Mein erster Beitrag bezog sich auf den SpOn-Artikel in dem a) der SI als Defender dagestellt wird und b) dass die Firma Land Rover zu "seinen Wurzeln zurückkehrt", obwohl diese Wurzel nie verlassen wurden...
Genau anders herum ist es: Kürzlich lesen wir in SPON, dass kein Fahrzeugsegment so boomt, wie die SUV. Daher sind Deine Zahlen totaler Unfug. Jeder Depp steigt heute auf einen SUV um, egal was die Geländekiste mehr verbraucht. Dazu zähle ich nicht nur die Riesen-SUV, sondern all die hochgebockten Autos wie VW Tiguan, BMW X1/X3/X5, Toyota RAV etc. etc. Zahlreiche eigentlich rational scheinende Leute steigen nun um vom Golf auf den Tiguan, vom 5er-BMW-Touring auf den X5 etc. Jedes mal mit erheblichem Mehrverbrauch in der Praxis (den Normverbrauch kann man beim SUV, spätestens wenn´s auf die Autobahn geht, in die Mülltonne treten, er ist überhaupt nicht aussagekräftig). Meine Frage: Haben SUV-Fahrer ein Recht dazu, die Umwelt mehr zu versauen als andere Leute, die "normale Autos" fahren? Welches rationale Argument gibt es überhaupt für diese hochgebockten, unnötig viel verbrauchenden Rentnerkisten (außer alterssteifen Hüften)?
Nein, das tue ich nicht. Mein Auto ist, obwohl nur bescheiden motorisiert, in der Stadt leider ein Säufer mit 9,5 Litern auf 100 Kilometern. Das ist nun mal nicht zu ändern, denn die Investition für ein neues benzinsparendes Modell kann ich nicht aufbringen, sie erscheint auch wirtschaftlich nicht sinnvoll, weil sich das erst nach langer Zeit rechnen würde.
Verschwendung von Ressourcen findet ganz woanders statt, auch beim Erdöl. Was so aus dem Bohrloch geschossen ist bei der letzten Katastrophe im Golf von Mexiko, damit hätte man vermutlich alle Autos dieser Welt 10 Jahre betreiben können. Was ein Panzer verbraucht, das würde für 10 SUV der luxuriösesten Kategorie reichen.
Haushalten ist in Ordnung. Man sollte aber die Verhältnismäßigkeit beachten. Und man muss dann vielleicht auch definieren, wie lange eine Ressource reichen soll.
Wer von den nächsten Generationen redet, der muss auch die über-über-über-übernächsten Generationen im Blick haben. Irgendwann sind wir dann soweit, dass eigentlich niemand mehr die Ressource anfassen dürfte, weil deren Verfügbarkeit ja eigentlich immer gegen Null geht, ob schneller oder langsamer.
Ob die Zulassungsstatistik des Kraftfahrtbundesamtes Ihre Behauptung bestätigen würde, wage ich zu bezweifeln.
KBA Monatliche Neuzulassungen
[ZITAT]Kleine Fahrzeuge sind weiterhin sehr gefragt. Die Mini-Vans machten ein Plus von 35,8 Prozent, beim Mini-Segment waren es +33,0 Prozent mehr als vor einem Jahr. Aber auch Geländewagen stehen weiter in der Gunst der Neuwagenkäufer (+22,4 %). Sportwagen und Premiumfahrzeuge verzeichneten 2011 ein spürbares Wachstumsplus. In diesem Jahr sind die Zulassungszahlen rückläufig: im August -26,4 Prozent bzw. -17,2 Prozent in der Oberklasse. Auch das größte Segment, die Kompaktklasse, verzeichnete ein deutliches Minus (-18,8 %). Unter den Neuzulassungen waren im August 247 elektro- und 1.997 hybridbetriebende Pkw. Der Dieselanteil lag bei 47,6 Prozent. 38,9 Prozent der Neuwagen wurden von privaten Haltern zugelassen.[/ZITAT]
Aber greifen wir mal eine Behauptung heraus und nehmen den Golf-Fahrer, der auf einen Tiguan umsteigt. Grund dafür müssen nicht unbedingt steife Hüften sein, obwohl auch das kein Grund zur Diskriminierung wäre. Grund kann die Gründung einer Familie sein und dann kä,e neben dem Tiguan vielleicht noch der Touran in die Auswahl. Der verbraucht nicht weniger als der Tiguan, also was soll's.
Ja, das Segment boomt, offenbar finden viele Leute so ein Auto erstrebenswert, die Gründe dafür sind vielfältig. Es gibt keinen "Umweltversauquotienten" für jeden Bürger und die Behauptung, dass ein verbrauchsärmeres Auto die Umwelt weniger "versauen" würde, ist ebenso völliger Unsinn. Ein neues Auto "versaut die Umwelt mehr als ein schon vorhandenes.
Nochmal: Was für ein Auto man kauft und wieviel Benzin dieses verbraucht, liegt allein in der finanziellen Kompetenz des Eigentümers. Für ein paar Liter Mehrverbrauch muss sich niemand rechtfertigen, er bezahlt dafür (übrigens mehrheitlich Steuern).
Der Range hat eben etwas mehr und das macht nun mal oft den Unterschied aus ob man einfach weiter fährt oder ausetzt bzw. sich was kaputt macht.
Zudem ist die reine Abstand zwischen der unteren Fahrzeugkante und dem Boden nicht entscheidend für die gesamte Bodenfreiheit.
Diese wird z.B. stark von dem Radstand, den Überhängen und deren Winkeln bestimmt. Eine mittige Bodenfreiheit von 28cm nützen rein garnichts wenn Rampen- und Kippwinkel nicht stimmen.
Gegen Aufpreis, beim Range ist die dabei.
Das hat eben Gründe.
Bei Mercedes weiß man, dass der ML eigentlich nur als Autobahnhochsitz genutzt wird.
Kunden von Land Rover scheinen andere Prioritäten zu haben.
Ansonsten ist die Untersetzung nicht das einzig entscheidende.
Ein gutes Fahwerk und eine entsprechende Verschärnkungsfähigkeit sind hier entscheidend.
Wie übel der ML schon bei leichter Achserverschänkung zu knarzen anfängt hab ich beim Vorgängermodell schon live erlebt.
Achja der Blicker und seine Datenblätter.
Wir wäre es mal wenn Sie vor die Tür gehen und dort mal praktische Erfahrungen sammeln anstatt nachzuplappern was irgendwo geschrieben steht?
1. Wer darf denn "definieren, wie lange eine Ressource reichen soll"? So ein Quatsch, diese Frage! Weil die, die´s in 50 oder 100 Jahren betreffen wird, jetzt nicht mitreden dürfen. Was für eine egoistische Arroganz ist das: ICH / WIR bestimmen heute, wie lange eine Ressource zu reichen hat. Spätere Generationen dürfen es ausbaden. Geht´s noch?
2. Selbstverständlich wird das Öl irgendwann zu Ende sein. Ist es dann aber logisch (nur weil´s ja eh irgendwann zu Ende ist), es jetzt und heute sinnlos zu verbrennen (bspw. in schweren SUV)? Reicht Dein Horizont nicht weiter??