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Lake Whilans: Leben unter dem ewigen Eis der Antarktis entdeckt

REUTERS/ NASAEs ist extrem kalt und dunkel - und dennoch scheint es Lebensformen zu geben, die in den Tiefen des Antarktis-Eises existieren können. In Bodenproben konnten Forscher nun Enzyme nachweisen, die nur einen Rückschluss zulassen: In dieser unwirtlichen Umgebung leben Bakterien.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...-a-882032.html
  1. #1

    Hm... Bei ATP handelt es sich mit Sicherheit nicht um das gefundene Enzym, denn dieses Molekül wird von vielen Enzymen benutzt, um irgendeinen energetisch aufwändigen Prozess zu katalysieren. Überdies stellt sich mit die frage nach der sinnhaftigkeit solcher Bohrungen, da zwei wesentliche Probleme entstehen können: 1) Kontamination der isolierten Seen mit überirdisch vorkommenden Bakterien/Viren mit möglicher Zerstörung des Lebensraumes. Hier spielt der Mensch mal wieder Gott. 2) möglicherweise können humanpathogene Keime durch die Bohrungen an die Oberfläche gelangen und - da vorher komplett unbekannt für den menschlichen Organismus bzw das Immunsystems - zur kompletten Ausrottung der menschlichen Spezies führen. Also sollte man solche Unternehmungen lieber unterlassen.
  2. #2

    Darwin Award

    Zitat von palmbacher Beitrag anzeigen
    ...
    Überdies stellt sich mit die frage nach der sinnhaftigkeit solcher Bohrungen, da zwei wesentliche Probleme entstehen können: 1) Kontamination der isolierten Seen mit überirdisch vorkommenden Bakterien/Viren mit möglicher Zerstörung des Lebensraumes. Hier spielt der Mensch mal wieder Gott. 2) möglicherweise können humanpathogene Keime durch die Bohrungen an die Oberfläche gelangen und - da vorher komplett unbekannt für den menschlichen Organismus bzw das Immunsystems - zur kompletten Ausrottung der menschlichen Spezies führen. Also sollte man solche Unternehmungen lieber unterlassen.
    1) Was hat "Gott" denn gemacht, um "Ihn" versuchen spielen zu wollen?

    2) Sie meinen die "schnelle" Variante der Extinktion humanoider Spezies? Egal, dem Ökosystem wird's gleich sein.
  3. #3

    komplette Ausrottung

    Zitat von palmbacher Beitrag anzeigen
    ...möglicherweise können humanpathogene Keime durch die Bohrungen an die Oberfläche gelangen und - da vorher komplett unbekannt für den menschlichen Organismus bzw das Immunsystems - zur kompletten Ausrottung der menschlichen Spezies führen. Also sollte man solche Unternehmungen lieber unterlassen.

    Es handels sich um halophile Bakterien, also Bakterien die in extremer Salzlauge leben können bei niedrigen Temperaturen. Die gibt es sowieso schon, bisher sind keine als Killermikroben in Erscheinung getreten. Wie sollten sie auch, Halophile treffen sehr selten auf Menschen, die haben ganz andere Probleme.
  4. #4

    Nachtrag

    Zitat von palmbacher Beitrag anzeigen
    ..örung des Lebensraumes. Hier spielt der Mensch mal wieder Gott. 2) möglicherweise können humanpathogene Keime durch die Bohrungen an die Oberfläche gelangen und - da vorher komplett unbekannt für den menschlichen Organismus bzw das Immunsystems - zur kompletten Ausrottung der menschlichen Spezies führen. Also sollte man solche Unternehmungen lieber unterlassen.
    The newfound life-forms have little connection to life on the earth's surface and many apparently survive by "eating rocks," team member Brent Christner said in an interview from the U.S. McMurdo Station, after spending several weeks working at a remote field site at Lake Whillans.
  5. #5

    Wie Mephisto schon sagte:

    "Und dem verdammten Zeug, der Tier- und Menschenbrut,
    Dem ist nun gar nichts anzuhaben:
    Wie viele hab ich schon begraben!
    Und immer zirkuliert ein neues, frisches Blut.
    So geht es fort, man möchte rasend werden!
    Der Luft, dem Wasser wie der Erden
    Entwinden tausend Keime sich,
    Im Trocknen, Feuchten, Warmen, Kalten!
    Hätt ich mir nicht die Flamme vorbehalten,
    Ich hätte nichts Aparts für mich."
    Vermutlich wird es auf anderen Planeten auch so gehen,
    wir sollten hoffen, daß von dort nicht auch "Menschen" kommen,
    es würde fürchterlich, da schon hier der Mensch des Menschen Wolf ist.
  6. #6

    Nee

    Zitat von vantast64 Beitrag anzeigen
    "Und dem verdammten Zeug, der Tier- und Menschenbrut,
    Dem ist nun gar nichts anzuhaben:
    Wie viele hab ich schon begraben!
    Und immer zirkuliert ein neues, frisches Blut.
    So geht es fort, man möchte rasend werden!
    Der Luft, dem Wasser wie der Erden
    Entwinden tausend Keime sich,
    Im Trocknen, Feuchten, Warmen, Kalten!
    Hätt ich mir nicht die Flamme vorbehalten,
    Ich hätte nichts Aparts für mich."
    Vermutlich wird es auf anderen Planeten auch so gehen,
    wir sollten hoffen, daß von dort nicht auch "Menschen" kommen,
    es würde fürchterlich, da schon hier der Mensch des Menschen Wolf ist.
    zumindest was humanoide Spezies betrifft sind diese wohl nicht so ganz resistent gegen externe diabolische Eingriffe, wie von Ihnen zitiert. Zumal im Gleichgewicht die Vermehrungsrate gerade mal der Mortalität entspricht. Wohl ist mittlere numerische Wert dieses Gleichgewichtes Definitionssache, welche verschiedene Exemplare aus o.G. humanoider Spezies verschieden auslegen würden. Letztlich kann die Mortalität auf Grund externer Parameter doch die Vermehrungsrate übersteigen und zur Extinktion der Spezies führen, dies ist aber für das Gesamtsystem aller Spezies nur von untergeordneter Bedeutung. Es ist wohl dies, was der von Ihnen genannte Vortragende gemeint haben könnte.
  7. #7

    Extraterrestrische Monde

    Die Resultate lassen sich sicherlich auf die Saturn und Jupiter Monde extrapolieren. Bzw. lassen zumindest die Vermutung zu. Schliesslich gibt es auf Ihnen vulkanische Aktivität und gigantische Flüssige Meere.
  8. #8

    Allgemeinwohl ist das Muss

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist extrem kalt und dunkel - und dennoch scheint es Lebensformen zu geben, die in den Tiefen des Antarktis-Eises existieren können. In Bodenproben konnten Forscher nun Enzyme nachweisen, die nur einen Rückschluss zulassen: In dieser unwirtlichen Umgebung leben Bakterien.

    Bakterien im Eis der Antarktis entdeckt - SPIEGEL ONLINE
    Voranschreiten von Wissenschaft und Technik ist die einzige Hoffnung, die wir haben koennten, unsere extreme Monokultur auf Erden (schon 7 Mrd.) einigermassen moderat zu ueberleben.
    Also voran damit! Und wenns Bakterien unter dem Arktiseis sind.
    Wir koennen uns ja nicht mehr zurueckdrehen bei dieser Anzahl, die wir schon sind. Nur noch voranschreiten.
    So ist jede neue wissenschaftliche Erkenntnis und jede sich ergebende neue Technologie Hoffnung fuer uns als Spezies, vielleicht auch fuer einige Milliarden Individuen.
    Die Probleme liegen mehr in dem psychologischen und gesellschaftlicherm Verhalten.
    Es kommt auf die Art der Anwendung neuer Erkenntnisse aus Wissenschaft und Technik an, ob wir hopp oder top gehen.
    Raffermentalitaet (derzeit das Polit- und Wirtschaftsgeschehen dominierend) fuehrt uns in den Lemminge-Abgrund, todsicher.
    Allgemeinwohl-Neuorientierung ist der einzig uns noch verbleibende Spezies-Ausweg.
  9. #9

    Nicht verwunderlich.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist extrem kalt und dunkel - und dennoch scheint es Lebensformen zu geben, die in den Tiefen des Antarktis-Eises existieren können. In Bodenproben konnten Forscher nun Enzyme nachweisen, die nur einen Rückschluss zulassen: In dieser unwirtlichen Umgebung leben Bakterien.

    Bakterien im Eis der Antarktis entdeckt - SPIEGEL ONLINE
    Da die Antarktis erst seit ca. 20 Millionen Jahren zugefroren ist, wundert es mich nicht, daß dort Lebensformen existieren.
    Leben ist ziemlich anpassungsfähig.
    Eine ganz andere Frage ist, ob sich außerirdisches Leben unter evtl. ähnlichen Bedingungen auf z.Bsp. den Jupitermonden entwickelte.


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