dapdEs ist ein typischer Lafontaine: Erst wollte er noch mal Linken-Chef werden, jetzt hat er abgesagt - weil ein Teil der Partei seine Kandidatur ablehnte. Wird auch Rivale Bartsch seine Bewerbung zurückziehen? Ein Frauen-Duo an der Spitze der düpierten Partei wird immer realistischer.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...834569,00.html
Lafontaine hat doch bisher immer nur Trümmer und Chaos hinterlassen.
Ich "liebe" diese machtgeilen Egos, die einen auf sozialistisch machen, aber noch nie im Leben malocht haben.
Salon-Kommunisten halt. Gut essen (Herr Lafontaine), Porsche fahren (Herr Ernst) und dann einen auf Arbeiterklasse machen. Ganz tolle Rattenfänger.
Ach, Lafontaine und seine Geliebte verdienen beide so gut, dass Sie sie bestimmt zu den Reichen zählen würden.
Lesen Sie doch bitte noch mal die kommunistisch/sozialistische Literatur mit offenen Augen. Jeder Mensch in D, ob krank oder arbeitslos, hat in D ein Dach über dem Kopf, eine warme Wohnung, Nahrung und Kleidung und die beste Krankenversicherung, die es auf der Welt für Geld gibt. Stimmt's?
Wir leben bereits im Paradies, kein Kommunist hat je mehr fürs Volk gefordert.
Lafontaine hat viele Anhänger, weil er rhetorisch und analytisch gut ist. Mit Lafontaine in der Regierung hätte Deutschland 2007ff vermutlich nicht 500 Mrd. im Casino verloren, weil Lafontaine den Eindruck macht, die Spiele zu durchschauen und mit einer besser strukturierten Aufsicht dagegen zu halten. Lötsch und Ernst hingegen finde ich sehr schwach, auch wenn Personenkult mir fremd ist, meine ich, dass neben den Inhalten auch Leute wichtig sind, die sowas wie Charisma haben.
Inhaltlich kann ich mich nur schwer bei den Linken zurechtfinden. Ich bin kein prinzipieller Gegner von Staatsbanken, sie sind Teil einer pluralistischen Ökonomie und sollen es mit besserer Aufsicht auch bleiben. Aber die Programmatik, dass nur ein Staatsbetrieb ein guter Betrieb sei - also der Staatsmonopolkapitalismus - halte ich für historisch in vielfacher Hinsicht überholt. Denn erstens finde ich, dass die Linke sich dadurch selbst gigantisch politisch überhöht, in dem sie implizit feststellt, dass nur sie als Heilsbringer die Geschicke dauerhaft und etatistisch-direkt am Besten zu lenken wüsste. Was für eine Selbstüberschätzung. Zweitens ist die Linke ja für einen pluralistischen Parlamentarismus, wenn aber die Regierung deshalb systemimmanent wechselt, die Linke also nur davon träumen kann, höchstens zeitweise Einfluss nehmen zu können, ist doch der Wunsch nach Aufbau einer politisch-ökonomischen Struktur zweifelhaft, die sie nach meiner Auffassung selber nicht gut beherrschen werden und die später wieder von anderen missbraucht werden wird. Drittens haben wir ja mehrheitlich Staatsbanken, von den Stadtsparkassen bis hin zu den Landes- und Bundesbanken, die haben überwiegend 2007ff völlig versagt.
Glücklicherweise hat die Linke Gregor Gysi, den ich sehr schätze, vor allem seine kartelltheoretischen Analysen. Wenn die Linke makroökonomisch pluralistischer würde, könnte sie sich mehr mit der Mikroökonomie beschäftigen. Am Beispiel Opel wird deutlich, dass die Belegschaft und die Linke 2009 viel stärker für eine Übernahme des Autobauers durch die Belegschaft hätte plädieren müssen, um diese Position klar zu machen. Produktionsmittel in die Hände der Produktivkräfte ist meine Utopie. Opel wäre für diesen Umschwung möglicherweise ein zu großer Betrieb gewesen, um mit dieser emanzipierten Kollektivität zu experimentieren. Aber Lafontaine wie ein Großteil der Linken und wie viele Gewerkschafter, stehen für das Modell Patron-Ouvrier-Travailleur, was für mich, trotz partieller "Mitbestimmung", die ja gar nicht überall durchgesetzt wird, keine Freiheitsperspektive beinhaltet.
Sehen Sie, genau deshalb wird die Linke in Deutschland so schnell keine Mehrheiten finden und sich letztlich in Regionen von 2-3% einpendeln, wie es die Spiegelbilder am anderen Rand der Politik auch machen (eine Demokratie verträgt auch 4-6% Extremisten):
Sie wollen einfach nicht verstehen, dass Gleichmacherei nichts mit Gerechtigkeit zu tun hat.
Grundeinkommen für alle hieße "für ALLE". Warum sollte ein "reicher" diese nicht bekommen? Wer ist denn überhaupt "reich"? Wer bestimmt das? Sie?
Immer diese Zwangsbeglücker, die meinen, anderen ihre Vorstellung vom richtigen Leben aufzwängen zu müssen, wenn es nicht anders geht, dann eben mit Gewalt...
Wer die DDR nostalgisch verklärt und sich die Verhältnisse zurückwünscht, dürfte ein Vereinigungsverlierer sein.
Und/oder wünscht sich die plüschige Wohnzimmeratmosphäre der DDR-Zeit mit einer vermeintlichen Sicherheit und Geborgenheit (wenn man nicht anderer Meinung als das Regime war) zurück.
das kann Lafo wirklich: Trümmer hinterlassen aber mein Mitleid mit den Linken hält sich in Grenzen. Zumindest in Westdeutschland haben sie sich nicht als Politikgestalter hervor getan. Sie sind schlicht überflüssig
Es ist halt das alte Lied des "Wie mans macht, macht mans verkehrt!"
Was mir aber in der Diskussion auffällt, ist dieses:
Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Linken findet nicht statt. Man stürzt sich lieber auf Persönliches, um zu diskreditieren oder zerrt die Leiche "DDR" hervor.
Aber schauen wir doch mal auf die "Lieblingsargumente"...
Oskar, der Abhauer / Oskar+Sahra= das unmoralische Verhältnis Bei Vergleichsfällen wie zB Lindner oder unserem neuen Bundespräsidenten rauscht der Blätterwald nicht so heftig!
Die Linke gegen das Grundgesetz oder "DDR reloaded":
Wer das GG einmal genau unter die Lupe nimmt (vor allem in Hinblick darauf, dass darin über die wirtschaftliche Ausrichtung kein Wort verloren wird) und mit den politischen Aussagen/Forderungen der Linken vergleicht, sollte leicht feststellen können, dass sich dort kein Widerspruch auftut ... während andere Parteien es jedoch nicht mehr so genau damit zu nehmen scheinen (siehe: Friedrichs VDS-Forderungen, die Debatte um Rederechte im BT bzgl. abweichender Meinungen innerhalb der Fraktionen, etc.).
Und als Letztes: Wer die Ideen der Linken geisselt, der soll dann doch bitte auch mit anderen/eigenen Lösungsvorschlägen kommen. Es ist einfach, missliebige Lösungsvorschläge nieder zu schreien ... schwerer jedoch, diese argumentativ zu widerlegen oder mit eigenen Ideen zu kontern.
Eines steht nun mal fest: Es gibt zahlreiche (auch zukünftige)politische Probleme zu bewältigen ... und das "Aussitzen" bis zur "Alternativlosigkeit" ist keine Alternative!