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Lafontaine und die Linke: Die Methusalem-Partei
Alte Wähler, alte Mitglieder und bald auch ein ergrautes Spitzenduo für die nächste Bundestagswahl? Die Linke zeigt*mal wieder, was sie offenbar am besten kann: Sie debattiert übers Personal - dabei müsste sie ganz andere Probleme lösen.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...789893,00.html
- #10 04.10.2011 19:57 von
"Wir brauchen einen wirklichen Aufbruch."
Maßstab darf ausschließlich die SITUATION sein, in der wir uns befinden, nämlich in einer brandgefährlichen Weltwirtschaftskrise. Das wissen wir doch allmählich?
Hier und jetzt bedarf es eines Menschen, der sich nicht nur in Finanzen hervorragend auskennt, sondern auch langjährige Erfahrung als Politiker hat.
Und der ist Oskar Lafontaine.
Wir können uns jetzt nicht mehr mit kleinkarierten Personaldebatten aufhalten. - #11 04.10.2011 19:59 von
...
wertester forist, in anderen parteien gibt es deutlich mehr und länger anhaltenden und vor allem wirklichen streit! und diese linkenhetze im spiegel löst bei echten linken nur noch ein schlappes grinsen aus...
zum thema: weshalb sollen junge unerfahrene politiker ein alterndes erfahrenes volk vertreten??? - #12 04.10.2011 20:00 von
.
http://itblog.eckenfels.net/archives...itglieder.html
Durchschnittsalter der Linken Parteimitglieder am höchsten, mehr als doppelt so alt wie die Mitglieder der Piraten - #13 04.10.2011 20:11 von
jaja
....
Nun hat sich Lafontaine nicht eben als Pfuhl der Zuverlässigkeit präsentiert, aber es ist schon richtig, daß erfahrene Politiker nur gut sind, wenn es um aktuelle und tiefgreifende Fragen geht.
In sofern ist Lafontaine angebracht, allerdings nur im Zusammenwirken mit einer anderen Person, die die weiteren Flächen der Linken abdeckt. Ein Problem der Linken ist ja, daß der Zusammenhalt, das integrative Wirken nicht eben erfolgreich betrieben wurden.
rabenkräheGeändert von ( um Uhr)
Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen..... - #14 04.10.2011 20:21 von
- #15 04.10.2011 20:24 von
- #16 04.10.2011 20:41 von
- #17 04.10.2011 20:47 von garfield
Immer noch kein Titel
Alte Wähler? Ich muss doch sehr bitten! Ich bin doch noch nicht alt!
Kann ja sein, dass Herr Hengst seine Wahlentscheidungen vom Altersdurchschnitt der Mitglieder und Wähler abhängig macht - wobei ich da sehr vorsichtig wäre. So alt wie manches Wahlverhalten bei Anderen ist, die immer gleiche Partei zu wählen (weil es der Opa schon so gemacht hat), findet sich bei den LINKEn nicht.
Nicht umsonst beklagen Medien oft die "Auflösung traditioneller Wählerstrukturen und Wahlverhaltens". Eine CSU kann sich z.B. nicht mehr sicher sein, dass sie alle Wählerstimmen nach der Bierzeltbespaßung "im Sack" hat - und das ist auch sehr gut so.
Ich suche die zu wählende Partei eher nach der Aktualität der Lösungsvorschläge als nach der Aktualität (sprich: "Jugend") ihres Personals aus. Versteht sich, dass "vergessen" wurde, mal die ENTWICKLUNG der Altersstruktur der Parteien näher zu betrachten.
Und wer jetzt über die der LINKEn meckern will: EINS ist jedenfalls mehr als erwiesen - und zwar mehrfach. Nämlich das Versagen der Etablierten. Die hatten ihre Chance, mehrfach und in wechselnden Konstellationen. Sage keiner, er wäre z.B. von der FDP überrascht worden. So eine Aussage überrascht MICH.
Und da ich den Kommunismus so wenig wie "den Russen" vor der Tür stehen sehe, dieses Thema überhaupt nicht auf der Agenda(!) steht, ich also nicht wüsste, wovor ich weniger Angst hätte, ist für mich jede andere Gruppierung eine Alternative, deren Klientel mal NICHT Großkonzerne und Ackermänner sind. Lieber von einer anderen Kraft nur 10 Prozent in der richtigen Richtung zu erreichen, als sicher zu sein, dass es zu 100 Prozent im gleichen Trott und mit den gleichen Profiteuren einer immer gleichen Politik so weiter geht.
Was also die "Jugend" angeht, da ist so manch LINKEn-Zausel geistig beweglicher und hat sein Weltbild kräftiger justiert oder justieren MÜSSEN, als so ein selbstzufriedener CDU- oder sPD-Grande, der "das schon immer so gemacht" (und gesehen) hat und seine 25 Jahre alten Welt- und Feindbilder auch noch stolz vor sich her trägt.
Apropos: welche Probleme, die die LINKE nicht verursacht hat, MUSS sie denn lösen - zumal in der Opposition? Wie macht man sowas als Oppositionspartei? Wie löst die sPD zur Zeit Probleme - für die sie übrigens sogar mit verantwortlich war?
Jaja, nun bekommt ihr das Muffensausen, gell? Mit einer Wagenknecht und einem Lafontaine an der Spitze (so es denn dazu kommt) muss sich das hofberichterstattende Eichhörnchen wieder mühsam von längst verdauten Hummern und "königlichen" Villen ernähren. Man ahnt wohl, dass das Schalentier längst ausgelutscht ist und diese beiden bei linksaffinen Wählerschichten wieder mehr Zuspruch generieren könnten.
Da kann man nur sagen: Danke, Ihr Schreiberlinge, dass ihr die LINKE dazu gebracht habt, darüber ernsthaft nachzudenken. Vermutlich bereut der eine oder andere Auftragsschreiber schon, den klapprigen Porsche so überstrapaziert zu haben. - #18 04.10.2011 20:59 von
*
Brandgefährlich ist vor allem die innerparteiliche Situation. Lafontaine holt sicherlich eine große Menge Wähler zurück - aber ich glaube nicht, dass er noch die große Integrationsfigur nach innen hin ist.
Strategisch wäre es besser, wenn Lafontaine seine noch vorhandene Autorität einsetzte, den Nachwuchs jetzt zu etablieren. Die Zeit ist günstig, da 2012 nur eine, maximal 2 Landtagswahlen stattfinden. So hätten Partei und Öffentlichkeit Zeit, sich an Sahra Wagenknecht zu gewöhnen, die als klügster, rhetorisch brillanter und telegenster Kopf der Partei nun endlich ihre Chance bekommen sollte. - #19 04.10.2011 21:01 von garfield
Immer noch kein Titel
Stopp! Natürlich ist sie die Nachfolgeorganisation der SED (rechtlich allemal) - und das sage ich als LINKE-Wähler. Aber das ist doch gar nicht das Problem. Ich wähle eine Partei doch nicht wegen der Ansichten ihrer Vorgängerpartei (oder wer setzt die Nachfolge"organisation" des Dritten Reiches mit diesem gleich?), sondern wegen ihrer HEUTIGEN Positionen. Eine längst untergegangene DDR macht mir keine Angst mehr. Je schriller die Verweise auf diese Diktatur werden, umso lächerlicher werden sie mit zunehmenden Jahren.
Aber das liegt doch nicht an den LINKEn. Was mit denen an Politik auf Bundesebene machbar ist und was nicht, haben sie mehr als deutlich klar gestellt. Mich amüsiert immer die sPD, die meint, so wie bei der BP-Wahl mit dem Finger schnipsen zu können und die LINKE springt. Es wird nicht die sPD sein, die ggf. bei Koalitionsgesprächen abwinkt, sondern die LINKE.
So lange die Agendapolitiker und Seeheimer in der sPD das Sagen haben, "klappt's nicht mit diesem Nachbarn". Da wird die alte Tante wohl wieder einmal unter Merkels Rockschöße kriechen müssen, wenn's allein mit den zu allem bereiten Grünen nicht reicht.
Früher wurde die GroKo jahrelang verteufelt. Das ist heute bei der Harmoniesüchtigkeit des Deutschen Michels gar nicht mehr nachvollziehbar. Er will lieber von einer Koalition, die sich einig ist, ausgenommen werden, als von einer, die dabei streitet.
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