Lafontaine und die Linke: Die Methusalem-Partei

Alte Wähler, alte Mitglieder und bald auch ein ergrautes Spitzenduo für die nächste Bundestagswahl? Die Linke zeigt*mal wieder, was sie offenbar am besten kann: Sie debattiert übers Personal - dabei müsste sie ganz andere Probleme lösen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...789893,00.html
  1. #10

    "Wir brauchen einen wirklichen Aufbruch."

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Alte Wähler, alte Mitglieder und bald auch ein ergrautes Spitzenduo für die nächste Bundestagswahl? Die Linke zeigt*mal wieder, was sie offenbar am besten kann: Sie debattiert übers Personal - dabei müsste sie ganz andere Probleme lösen.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...789893,00.html
    Maßstab darf ausschließlich die SITUATION sein, in der wir uns befinden, nämlich in einer brandgefährlichen Weltwirtschaftskrise. Das wissen wir doch allmählich?
    Hier und jetzt bedarf es eines Menschen, der sich nicht nur in Finanzen hervorragend auskennt, sondern auch langjährige Erfahrung als Politiker hat.

    Und der ist Oskar Lafontaine.

    Wir können uns jetzt nicht mehr mit kleinkarierten Personaldebatten aufhalten.
  2. #11

    ...

    Zitat von M.O.A. Beitrag anzeigen
    Die Medien haben es gar nicht nötig, da groß was zu entfachen. Die Linke ist dermaßen zerstritten, uneinig und peinlich, dass es weh tut, auch wenn das dem ein oder anderen übrig gebliebenem Wähler nicht gefällt.
    wertester forist, in anderen parteien gibt es deutlich mehr und länger anhaltenden und vor allem wirklichen streit! und diese linkenhetze im spiegel löst bei echten linken nur noch ein schlappes grinsen aus...

    zum thema: weshalb sollen junge unerfahrene politiker ein alterndes erfahrenes volk vertreten???
  3. #12

    .

    Zitat von Tommi16 Beitrag anzeigen
    Platt, platter, am plattesten:
    Hauptsache behaupten, nichts belegen:
    Nur mal 2 Zahlen:
    Wähler der Linken über 60 Jahren: 28%
    Wahler der CDU über 60 Jahren: 43%
    bezogen auf BTW 2009
    Quelle Uni Potsdam
    http://itblog.eckenfels.net/archives...itglieder.html

    Durchschnittsalter der Linken Parteimitglieder am höchsten, mehr als doppelt so alt wie die Mitglieder der Piraten
  4. #13

    jaja

    Zitat von tsitsinotis Beitrag anzeigen
    Maßstab darf ausschließlich die SITUATION sein, in der wir uns befinden, nämlich in einer brandgefährlichen Weltwirtschaftskrise. Das wissen wir doch allmählich?
    Hier und jetzt bedarf es eines Menschen, der sich nicht nur in Finanzen hervorragend auskennt, sondern auch langjährige Erfahrung als Politiker hat.

    Und der ist Oskar Lafontaine.

    Wir können uns jetzt nicht mehr mit kleinkarierten Personaldebatten aufhalten.
    ....

    Nun hat sich Lafontaine nicht eben als Pfuhl der Zuverlässigkeit präsentiert, aber es ist schon richtig, daß erfahrene Politiker nur gut sind, wenn es um aktuelle und tiefgreifende Fragen geht.
    In sofern ist Lafontaine angebracht, allerdings nur im Zusammenwirken mit einer anderen Person, die die weiteren Flächen der Linken abdeckt. Ein Problem der Linken ist ja, daß der Zusammenhalt, das integrative Wirken nicht eben erfolgreich betrieben wurden.
    rabenkrähe
    Geändert von ( um Uhr)
    Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
  5. #14

    ...

    Zitat von mephisto1997 Beitrag anzeigen
    wertester forist, in anderen parteien gibt es deutlich mehr und länger anhaltenden und vor allem wirklichen streit! und diese linkenhetze im spiegel löst bei echten linken nur noch ein schlappes grinsen aus...
    was Sie nicht sagen. Und trotzdem hat die Linke in den vergangenen Jahren aus ihrer ewigen Oppositionsrolle zumindest leidlich Kapital schlagen können. Jetzt sieht sie, wie ihr die Felle davonschwimmen. Nennen Sie es Hetze, ich nenne es Feststellung.
  6. #15

    Lecko mio...

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    http://itblog.eckenfels.net/archives...itglieder.html

    Durchschnittsalter der Linken Parteimitglieder am höchsten, mehr als doppelt so alt wie die Mitglieder der Piraten
    Wieder so unfairer Vergleich. Dass die Piraten alle übertrumpft ist doch klar..

    Fakt ist...
    CDU und SPD: Kaum noch Mitglieder unter 30
    Studie: Grüne und FDP haben geringstes Durchschnittsalter. Mitgliederschwund trifft alle.
  7. #16

    .

    Zitat von björn_stute Beitrag anzeigen
    Wieder so unfairer Vergleich. Dass die Piraten alle übertrumpft ist doch klar..

    Fakt ist...
    CDU und SPD: Kaum noch Mitglieder unter 30
    Studie: Grüne und FDP haben geringstes Durchschnittsalter. Mitgliederschwund trifft alle.
    Was ist denn daran unfair, die Linke hat das höchste Durchschnittsalter, die Piratenpartei das niedrigste. Und bei denen gibt es auch keinen Mitgliederschwund
  8. #17

    Immer noch kein Titel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Alte Wähler, alte Mitglieder und bald auch ein ergrautes Spitzenduo für die nächste Bundestagswahl?
    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...789893,00.html
    Alte Wähler? Ich muss doch sehr bitten! Ich bin doch noch nicht alt!

    Kann ja sein, dass Herr Hengst seine Wahlentscheidungen vom Altersdurchschnitt der Mitglieder und Wähler abhängig macht - wobei ich da sehr vorsichtig wäre. So alt wie manches Wahlverhalten bei Anderen ist, die immer gleiche Partei zu wählen (weil es der Opa schon so gemacht hat), findet sich bei den LINKEn nicht.
    Nicht umsonst beklagen Medien oft die "Auflösung traditioneller Wählerstrukturen und Wahlverhaltens". Eine CSU kann sich z.B. nicht mehr sicher sein, dass sie alle Wählerstimmen nach der Bierzeltbespaßung "im Sack" hat - und das ist auch sehr gut so.
    Ich suche die zu wählende Partei eher nach der Aktualität der Lösungsvorschläge als nach der Aktualität (sprich: "Jugend") ihres Personals aus. Versteht sich, dass "vergessen" wurde, mal die ENTWICKLUNG der Altersstruktur der Parteien näher zu betrachten.
    Und wer jetzt über die der LINKEn meckern will: EINS ist jedenfalls mehr als erwiesen - und zwar mehrfach. Nämlich das Versagen der Etablierten. Die hatten ihre Chance, mehrfach und in wechselnden Konstellationen. Sage keiner, er wäre z.B. von der FDP überrascht worden. So eine Aussage überrascht MICH.
    Und da ich den Kommunismus so wenig wie "den Russen" vor der Tür stehen sehe, dieses Thema überhaupt nicht auf der Agenda(!) steht, ich also nicht wüsste, wovor ich weniger Angst hätte, ist für mich jede andere Gruppierung eine Alternative, deren Klientel mal NICHT Großkonzerne und Ackermänner sind. Lieber von einer anderen Kraft nur 10 Prozent in der richtigen Richtung zu erreichen, als sicher zu sein, dass es zu 100 Prozent im gleichen Trott und mit den gleichen Profiteuren einer immer gleichen Politik so weiter geht.

    Was also die "Jugend" angeht, da ist so manch LINKEn-Zausel geistig beweglicher und hat sein Weltbild kräftiger justiert oder justieren MÜSSEN, als so ein selbstzufriedener CDU- oder sPD-Grande, der "das schon immer so gemacht" (und gesehen) hat und seine 25 Jahre alten Welt- und Feindbilder auch noch stolz vor sich her trägt.
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Linke zeigt mal wieder, was sie offenbar am besten kann: Sie debattiert übers Personal - dabei müsste sie ganz andere Probleme lösen.
    Apropos: welche Probleme, die die LINKE nicht verursacht hat, MUSS sie denn lösen - zumal in der Opposition? Wie macht man sowas als Oppositionspartei? Wie löst die sPD zur Zeit Probleme - für die sie übrigens sogar mit verantwortlich war?
    Jaja, nun bekommt ihr das Muffensausen, gell? Mit einer Wagenknecht und einem Lafontaine an der Spitze (so es denn dazu kommt) muss sich das hofberichterstattende Eichhörnchen wieder mühsam von längst verdauten Hummern und "königlichen" Villen ernähren. Man ahnt wohl, dass das Schalentier längst ausgelutscht ist und diese beiden bei linksaffinen Wählerschichten wieder mehr Zuspruch generieren könnten.
    Da kann man nur sagen: Danke, Ihr Schreiberlinge, dass ihr die LINKE dazu gebracht habt, darüber ernsthaft nachzudenken. Vermutlich bereut der eine oder andere Auftragsschreiber schon, den klapprigen Porsche so überstrapaziert zu haben.
  9. #18

    *

    Zitat von tsitsinotis Beitrag anzeigen
    Maßstab darf ausschließlich die SITUATION sein, in der wir uns befinden, nämlich in einer brandgefährlichen Weltwirtschaftskrise.
    Brandgefährlich ist vor allem die innerparteiliche Situation. Lafontaine holt sicherlich eine große Menge Wähler zurück - aber ich glaube nicht, dass er noch die große Integrationsfigur nach innen hin ist.

    Strategisch wäre es besser, wenn Lafontaine seine noch vorhandene Autorität einsetzte, den Nachwuchs jetzt zu etablieren. Die Zeit ist günstig, da 2012 nur eine, maximal 2 Landtagswahlen stattfinden. So hätten Partei und Öffentlichkeit Zeit, sich an Sahra Wagenknecht zu gewöhnen, die als klügster, rhetorisch brillanter und telegenster Kopf der Partei nun endlich ihre Chance bekommen sollte.
  10. #19

    Immer noch kein Titel

    Zitat von fortelkas Beitrag anzeigen
    Schade,
    die Linke war ein belebendes Element im Parteienspektrum. Den Blödsinn, sie sei so etwas wie eine Nachfolgeorganisation der SED kann man ja nicht ernst nehmen.
    Stopp! Natürlich ist sie die Nachfolgeorganisation der SED (rechtlich allemal) - und das sage ich als LINKE-Wähler. Aber das ist doch gar nicht das Problem. Ich wähle eine Partei doch nicht wegen der Ansichten ihrer Vorgängerpartei (oder wer setzt die Nachfolge"organisation" des Dritten Reiches mit diesem gleich?), sondern wegen ihrer HEUTIGEN Positionen. Eine längst untergegangene DDR macht mir keine Angst mehr. Je schriller die Verweise auf diese Diktatur werden, umso lächerlicher werden sie mit zunehmenden Jahren.
    Zitat von fortelkas Beitrag anzeigen
    Ich hoffe, sie berappelt sich und hilft mit, die sogenannte bürgerliche Mehrheit bei der nächsten Bundestagswahl zu brechen! Genossinnen und Genossen, reißt euch zusammen!
    Aber das liegt doch nicht an den LINKEn. Was mit denen an Politik auf Bundesebene machbar ist und was nicht, haben sie mehr als deutlich klar gestellt. Mich amüsiert immer die sPD, die meint, so wie bei der BP-Wahl mit dem Finger schnipsen zu können und die LINKE springt. Es wird nicht die sPD sein, die ggf. bei Koalitionsgesprächen abwinkt, sondern die LINKE.
    So lange die Agendapolitiker und Seeheimer in der sPD das Sagen haben, "klappt's nicht mit diesem Nachbarn". Da wird die alte Tante wohl wieder einmal unter Merkels Rockschöße kriechen müssen, wenn's allein mit den zu allem bereiten Grünen nicht reicht.
    Früher wurde die GroKo jahrelang verteufelt. Das ist heute bei der Harmoniesüchtigkeit des Deutschen Michels gar nicht mehr nachvollziehbar. Er will lieber von einer Koalition, die sich einig ist, ausgenommen werden, als von einer, die dabei streitet.