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Lafontaine gegen Bartsch: Sabine Zimmermann will Linke-Chefin werden

Die LinkeSabine Zimmermann hat als erste Frau ihre Kandidatur für den Vorsitz der Linken bekanntgegeben. Mit ihrer Bewerbung wolle die Sächsin die "unwürdigen innerparteilichen Querelen" beenden. Im Machtkampf zwischen Lafontaine und Bartsch vermied die Politikerin eine Parteinahme.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...834327,00.html
  1. #1

    optional

    Leider haben alle großen Parteien mit dem provinziellen Proporzproblem zu kämpfen. Allein dadurch machen sich eben jene unglaubwürdig, weil es schon länge nicht mehr um Qualifikation geht. Lächerliches Schauspiel, das von der CSU bis zur Linken reicht.
  2. #2

    Ost-Linke müssen den Weg für eine authentische Linke freimachen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sabine Zimmermann hat als erste Frau ihre Kandidatur für den Vorsitz der Linken bekanntgegeben. Mit ihrer Bewerbung wolle die Sächsin die "unwürdigen innerparteilichen Querelen" beenden. Im Machtkampf zwischen Lafontaine und Bartsch vermied die Politikerin eine Parteinahme.

    Sabine Zimmermann kandidiert für Linken-Vorsitz - SPIEGEL ONLINE
    Der innerparteiliche Konflikt in der Linkspartei gerät immer mehr zur Groteske: Frau Zimmermann will die "unwürdigen Querelen" beenden, kann sich aber gleichzeitg eine Doppelspitze mit Herrn Bartsch vorstellen, obwohl sie die Position Lafontaines vertritt. Damit wäre für den Erhalt der kritisierten Auseinandersetzungen bestens vorgesorgt. Inzwischen muss man sich fragen, ob Ost-Linke die Anpassung zum eigenen Vorteil aufgrund ihrer Vergangenheit regelrecht verinnerlicht haben, so ein Verhalten schreit doch zum Himmel!

    Es macht absolut keinen Sinn, wenn sich die Linkspartei weiterhin mit Zerreissproben überschlägt. Die Bürger goutieren so etwas gar nicht.
    Wäre es nicht angesagt, dass alle Ost-Linken, die mit den etablierten Parteien und ihrem neoliberalen Kurs liebäugeln, konsequenterweise in diese Parteien wechseln und dort von innen heraus wirken, falls angestrebt?

    Diese Leute blockieren doch eine authentische linke Kraft, die für dieses Land gerade in der heutigen Situation so wichtig ist! Statt nur an sich selbst und ihre Posten in der Linkspartei zu denken, sollten die Anpassungswilligen den Hut nehmen und sich dort versuchen, wo sie sich ideologisch verorten und nicht weiter auf der falschen Hochzeit tanzen. Damit wäre der Weg frei für eine echte, unbelastete Linke!
  3. #3

    Verständlich,

    dass bei einer solchen Personaldecke die Auswahl schwer fällt.
  4. #4

    optional

    "Allerdings sehen die Parteistatuten vor, dass einer der beiden Vorsitzenden aus dem Westen kommen muss und der andere aus dem Osten"
    Sorry, aber das ist schlicht Unsinn, Der Verfasser des Artikelchens hätte vor Veröffentlichung besser mal recherchiert.
  5. #5

    Sachlich falsch

    "Allerdings sehen die Parteistatuten vor, dass einer der beiden Vorsitzenden aus dem Westen kommen muss und der andere aus dem Osten." Dieser Satz ist schlicht sachlich falsch. Ein Blick in die Satzung und die Wahlordnung der Linken hätte hier leicht für Klärung sorgen können. Dort ist die Mindestquotierung für Frauen verankert, aber keine Ost-West-Quote. Dabei handelt es sich lediglich um eine bisher geübte Praxis, die das Zusammenwachsen der jungen Partei fördern sollte. Im Übrigen werden durch die Quotierungsregeln der Wahlordnung bei der Linken stets die Frauen zuerst gewählt, so dass sie in der Regel nicht sicher sein können, wer ihr Counterpart in einer Doppelspitze sein wird. Vielleicht erklärt dies auch ein wenig die bisherige Zurückhaltung von Frauen, ihre Kandidatur zu erklären. Aber eins ist klar: ohne Frauen geht bei der Linken nichts. Und das ist auch gut so.
  6. #6

    Sie haben völlig Recht, Genau deshalb hat auch des SED Regime

    .
    Nichts aber auch gar nichts mit LINKS zu tun. Typen wie Bartsch, Lederer und Liebich, kenne ich zu meiner Zeit als DDR Bürger nur allzu gut. Die dienen jedem Herrn, wenn es nur dem eigenem Fortkommen nutzt. Hier in Berlin hat Lederers LINKE alles verraten und verkauft, was Irgendetwas mit linken Positionen zu tun hatte. Nur um bei Wowereit das 5te Rad am Wagen spielen zu dürfen. Verheerende Wahlniederlagen waren die Folge. Die LINKE wird zur nächsten Blockpartei des Kapitals mutieren, das ist das Los jeder Partei, in dieser angeblichen Demokratie.
    Zitat von Spiegelkritikus Beitrag anzeigen
    Der innerparteiliche Konflikt in der Linkspartei gerät immer mehr zur Groteske: Frau Zimmermann will die "unwürdigen Querelen" beenden, kann sich aber gleichzeitg eine Doppelspitze mit Herrn Bartsch vorstellen, obwohl sie die Position Lafontaines vertritt. Damit wäre für den Erhalt der kritisierten Auseinandersetzungen bestens vorgesorgt. Inzwischen muss man sich fragen, ob....
  7. #7

    Waterloo

    Der ewige "Napoléon von der Saar" hat im Kern ein ungelöstes SPD-Problem. Dieses wollte er mit Hilfe DIE LINKEN, lösen, was leider nicht gehen wird. Und auch sein amouröser Sachzug mit pretty Sarah haut nicht hin. So wird wohl ein altersstarrer, frustrierter "Enkel von Willy Brandt" den unfolgsamen Ossis das "Messer in den Rücken" jagen. Lieber tot als rot oder lieber rot als tot? Da war doch was?
  8. #8

    Antidemokratische Linke

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sabine Zimmermann hat als erste Frau ihre Kandidatur für den Vorsitz der Linken bekanntgegeben. Mit ihrer Bewerbung wolle die Sächsin die "unwürdigen innerparteilichen Querelen" beenden. Im Machtkampf zwischen Lafontaine und Bartsch vermied die Politikerin eine Parteinahme.

    Sabine Zimmermann kandidiert für Linken-Vorsitz - SPIEGEL ONLINE
    Wieso gibt der Spiegel den antidemokratischen Parteien, wie die Linke oder den Piraten, soviel Anteilnahme ? Was wäre wenn eine Zeitschrift dies auch der NPD gewähre ?

    Fakt ist: Die Linkspartei ist ein absoluter Gegner der Bundesrepublik und ihrer Verfassung und Verfassungsorgane. Sie unterstützt die Autonomen, die keinen Hehl daraus machen, das das Töten oder Verletzen von Polizisten "als revolutionäre Tat bezeichnen. Die niemals ein Bedauern über die millionenfachen Morde von Kommunisten geäußert haben, schon garnicht über die Verbrechen ihrer Mutter-Partei SED.
  9. #9

    Aufwachen...!

    Äusserst putzig, dass sich die SPON-Redaktionsstube hier zum Experten für den demokratischen Sozialismus in Deutschland aufzuspielen versucht.
    Das nimmt diesen homoökonomischen Ideologen doch eh keiner ab.
    Lustig, wie SPON die Bundesrepublik in Ost und West, "Reformer" und "Fundamentalisten" zu zerreissen bemüht ist.
    Derlei Kleingeisterei interessiert doch kein Schwein, dazu ist unsere schnucklige Republik im europäischen Zirkus einfach zu unbedeutend.

    KEINE demokratische, national bisher bedeutsame Partei macht auf sich allein gestellt in der EU längerfristig noch irgend etwas anderes, als sich den Vorgaben aus Brüssel zu beugen. Auch die "grosse" Frau Merkel macht gerade die Erfahrung, wie es ist, als verhasste Despotin im Buch europäischer Geschichte verewigt zu werden.
    Die Musik spielt doch längst nicht mehr in Deutschland.
    Und wer zahlt, der kann auch längst nicht mehr bestimmen, was gespielt wird.
    Nach demokratischen Regeln ist die Stimme des Schwächsten nun mal genauso viel wert, wie die des Kraftprotzes.
    Freimarkt und Demokratie erweisen sich gerade als erbitterte Gegner.

    Unsere sozial hirnleistungsbhinderten Markt-Fetischisten haben es offensichtlich (global) gänzlich vergeigt. Ihr homoökonomisch einträgliches System zerlegt sich mit zunehmender Geschwindigkeit selbst, dazu bedarf es gar keiner politischen Oposition mehr.
    Alle Versuche "Systemrelevantes" in die Zukunft zu retten scheinen zu scheitern, kaum dass die verkündet worden sind.

    Und nun orientiert sich das demokratische Europa halt neu. Die Widersacher der homines oeconomici versammeln die zunehmende Zahl der rüppelhaft vom Festagstisch Abgedrängten hinter sich. In Griechenland hat die radikale Linke die Chance im Juni stärkste Partei zu werden. Gleiches gilt für die Niederlande im Spätsommer. Ob es den spanischen Finanzmarkt-Faschos gelingt, die wütende Bevölkerung längerfristig mit Franco-Methoden zu knebeln, ist zumindest fragwürdig. Portugal und Irland kippen gerade über die Sparorgien-Klippe und befinden sich im freien Fall. Belgien und Italien haben sich bereits brav am Abgrund angestellt. Frankreich hat schon mal sanft gebremst - es ist doch wohl keine Frage, auf welche Seite sich Hollande schlagen wird, wenn die des Freimarkt-Fetischismus Überdrüssigen EU-weit an Einfluss gewinnen.
    Was in Europa zukünftig passiert, das wird solange in der gesammten EU bestimmt werden, wie die Demokratie noch nicht geschreddert ist. Was irgendwelche noch so verdienstvollen Lokal- oder National-Matadore anstreben, geht doch in der gigantischen Masse der europäischen Wählerstimmen schlicht unter.

    Die gegenwärtig anstehende Frage ist doch zweifelsohne: Kann die Demokratie sich gegen die Freimarkt-Profiteure durchsetzen, oder bekommen wir eine europäische Diktator respektive werden wir zukünftig von nationalen Despoten beherrscht?
    Und zu diesem Zwecke wird sich JEDE demokratie-verbundene Partei schlicht so aufstellen müssen, dass sie den anstehenden Wandel von lokaler oder nationaler Politik hin zur gesamteuropäisch demokratischen Entscheidungsfindung gebacken bekommt (sprich: europäisch koalitionsfähig wird)
    Jenen Führungspersönlichkeiten, die hierzu befähigt sind, gehört ggf. die Zukunft.
    Und all die lokalfürstlichen Möchtegern-Chefs sind morgen entweder demokratisch bedeutungslos, oder sitzen nach dem zweifelsohne drohenden Schreddern der Demokratie im diktatorischen Kerker...!








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