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Längeres gemeinsames Lernen: Schulaufstand im Altmühltal
Nirgends ist das Bollwerk gegen die Abschaffung der Hauptschule so dick wie in Bayern. Doch zwei Gemeinden kämpfen nun dagegen an: Sie wollen eine Gemeinschaftsschule gründen - zum Ärger des Kultusministers.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...741236,00.html
- #20 31.01.2011 13:42 von
Einfache Lösungen anstreben!
Sie müssen sich schon entscheiden: "gute Schüler werden" oder "ins Gymnasium gehen".
Es spricht natürlich auch nichts dagegen die Schilder auszutauschen. So wird fast kostenneutral aus einer Hauptschule ein Gymnasium. Und das Gymnasium könnte Sonderschule heißen - oder gleich abgeschafft werden. Dann muss die Mittelschicht auch nicht mehr so viel konsumieren. Schließlich kosten Privatschulen Geld. - #21 31.01.2011 13:47 von
Etappen der Schulbildung
Es sollten vier Etappen der Schulbildung existieren.
1. Grundschule 1-4 Klasse
2. Mittelschule 5-10 Klasse
3. Oberschule 10-12 Klasse
oder 3jahrige Berufsausbildung oder Berufsausbildung
mit Hochschulreife 4 Jahre
4. Hochschule (Diplom, bis Master oder Fachhochschule)
bis 3. Stufe muss Pflicht sein, dh. Berufsausbildung oder
Abitur etc. - #22 31.01.2011 13:55 von
Mit einem Wort:
Ein weiteres Beispiel dafür, dass seit Beginn der BRD nichts so partei-ideologie-verseucht ist wie die partikularistische Länder-Schulpolitik. Der einzige Versuch, reichsweit die Schule zu organisieren, nämlich der durch die Weimarer Reichsverfassung (Art. 148 ff) wurde zwischen den damaligen Parteien (hie Sozialisten etc. - hie Zentrum) zerrieben und von den Nazis dann kassiert. Die Grundgesetzmütter und -väter kehrten schauernd zur Länder-Schulpolitik der Kleinmonarchien zurück, und daran haben wir immer noch und auch weiterhin zu knabbern.
- #23 31.01.2011 13:55 von marit
.
Was hat die Privatschule gekostet?
Und wann fand die Hilfe durch die Patenschaft statt? Während dem Unterricht?
Wo die guten Schüler den schlechten beim abschreiben, lesen, verstehen und lösen der Aufagben geholfen haben?
Und wer erhielt die Stipendien? Schüler die man mit der Polizei zur Schule bringen muss? Schüler die in der Schule andere beklauen und bedrohen?
Wurden da Schüler aufgenommen und erhielten Stipendien die keinerlei interesse am selbständigen lernen haben?
Gab es für die Kinder mit Schulgeld Aufnahme Kriterien (außer dem Geldbeutel)?
Eine Schule mit Schulgeld überwindet also das Klassendenken arm – reich?
Diese Antwort hat nichts mit der Frage zu tun.
Wie kann man einem Schüler der rund um die Uhr vorgeführt bekommt das alle anderen besser sind als er selber dabei gefördert werden?
Warum wird ein Schüler besser gefördert wenn sich ein Lehrer die Zeit für ihn mit 20 anderen Gruppen teilen muss?
Dann nennen sie doch mal die Gründe die einen Hauptschüler nach der 9ten Klasse daran hindern aufs Gymnasium zu gehen?
Sie behaupten sie werden gehindert. Aber was ist das was sie hindert? Schlägertrupps der CSU an den Bushaltestellen?
Dürfen Weiterführende Schulen Hauptschüler nicht aufnehmen?
Oder haben die Hauptschüler nur keinen Bock auf die Weiterbildung weil sie auch mit dem Hauptschulabschluss auskommen und ihnen der Weg zu lang ist? - #24 31.01.2011 14:02 von
- #25 31.01.2011 14:08 von
--
Naja, man hätte in dem Fall vielleicht einfach früher damit beginnen sollen, die Schwächeren zu fördern. Irgendwann ist es zu spät, die Lernrückstände werden zu gro0, und dann ist die Situation die, die Sie beschreiben.
Das wird oft behauptet. Aber stimmt das? Als früherer "Streber" kann ich das (aus meinem zugegeben subjektiven, singulären Blickwinkel) vielleicht ein wenig beurteilen. Ich fand mich nicht wirklich überfordert, die Einsen waren einfach angenehm, man hatte weniger Sorgen :-) Ich half meinen Klassenkameraden, und dadurch hab ich selbst oft immer noch was gelernt und meine Interessen erweitert, gerade in Mathe. Außerdem gibt es für die Guten ja auch noch die Möglichkeit, eine Klasse zu überspringen. Das war früher durchaus eine Option, wird aber heute merkwürdigerweise fast nie diskutiert. - #26 31.01.2011 14:17 von
- #27 31.01.2011 14:23 von
Notenterror
Nirgendwo entscheiden die Noten strikter über die staatlich erlaubte weitere Schulbildung als in Bayern. Man kann sich zwar bewerben, aber wenn die Schule von voll von denen ist, die den Notenschnitt geschafft haben, geht nichts mehr.
Übrigens: die Aufteilung auf die Schulzweige nach der 4. Klasse entstammt einer Zeit, als 10- bis 11-jährige regelmäßig noch Kinder waren, vor ihrer Pubertät standen. Auch hier gab es eine Entwicklung, die dazu führt, dass die Bandbreite erheblich größer geworden ist, was auch Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit - und die Bewertung durch Lehrer hat. In den Noten bewerten die Lehrer die Leistungen, nicht aber die Leistungsfähigkeit. Nirgends haben "Spätentwickler" schlechtere Chancen als in Bayern ...
Hier wird viel zuviel über Klassengrößen geschrieben. Ein Schulsystem, das jeden individuell fördert, wird sich nie erreichen lassen und ich sehe grundsätzlich (!) kein Problem darin, dass 30 Leute in einer Klasse unterrichtet werden - wenn nicht zu viele Störenfriede darin sind. Bis zu welchem Alter haben gefälligst Kinder zu kapieren, wie man sich in der Schule benimmt? Und was tun Lehrer dazu, dieses Verhalten auch einzufordern? Wenn denen nicht mehr einfällt, als der Eintrag ins Klassenbuch und die 4 in Sozialverhalten, sind wir wieder beim Notenterror!
Die heutige Schule fördert den Duckmäuser, der autoritätsgläubig das tut, was der Lehrer sagt. So kann man es prima bis zum Abitur bringen - man lernt seine Fächer und sammelt, völlig wissensfrei, gute Noten ein. Das gibt prima Untertanen für die CSU. Jede Abweichung wird bestraft, schon ab der 3. Klasse (die Schulempfehlung erolgt ja mit dem Halbjahrszeugnis der 4. Klasse). Nur nicht drüber nachdenken (hat mir ja auch nicht geschadet) - und dehalb kann es ja gar nicht sein, dass eine Reform nötig sein sollte. - #28 31.01.2011 14:30 von
Ideologie statt Bildung
"... Mir geht es um den Standort Denkendorf", betont Bürgermeister Hauke und schiebt hinterher: "Wahnsinn, was wir in diese Schule investiert haben...."
Da steht es so unscheinbar und harmlos zwischen den Zeilen versteckt, weil es ja eigentlich gar nicht da stehen darf, es stört die Ideologie.
Hier soll genauso wie in NRW, die demographische Entwicklung genutzt werden, um unter diesem Deckmäntelchen eine Gemeinschaftsschule/Gesamtschule/Koopschule,..
durchgesetzt werden.
Aber auch in NRW werden sich die Eltern, die sich wirklich für Ihre Kinder interessieren und engagieren nicht dem reduzierten Niveau anschließen wollen. Die meisten zumindest nicht. (Es sei denn, sie versuchen gerade ihr Kind das mangels Qualifikation nicht das Gymnasium besuchen sollte, doch dort zu etablieren.)
Es werden natürlich auch einige dahinsiechenden Schulen, deren Existenz mangels Masse gefährdet ist, versuchen einen als Modellversuch getarnten Salto rückwärts zu vollziehen, sei es gegen das Schulsystem das Leistung fordert und fördert, oder sei es gegen die endlich gelungene und längst überfällige Schulzeitverkürzung (gelegentlich als "Turbo-Abitur" diffamiert).
Sicherlich werden sich kaum wirklich interessierte Eltern von ideologisierten sogenannten Experten die Zukunft Ihrer Kinder mit Modellversuchen aufs Spiel setzen lassen. Hier wurde nur heile Welt für alle versprochen, koste es was es wolle. Hauptsache Kuschelkurs und Gemütlichkeit für alle, es darf ja keine Anstrengung mehr in der Schule (und im Leben) gefordert werden. Leistung ist ja anscheinend politisch unkorrekt geworden.
Es ist in NRW ja so offensichtlich, dass das vollmundige Geschrei nach rückwärtsgewandter Schulpolitik nur ein Wahlkampfargument der "Grünen" war, dass jetzt mangels Kompetenz nicht einmal vollständig umgesetzt werden kann. Eine der schlimmsten Beispiele für nicht umgesetzte Wahlkampfversprechen. Wäre ich Wähler der "Grünen", ich wäre sehr erbost.
Es wäre den Schülern in Bayern zu wünschen, dass der differenzierte bildungspolitische Kurs beibehalten wird, trotz polemischen Geschreis.
.. - #29 31.01.2011 14:32 von marit
.
In Bayern werden also die Realschulen und Gymnasien absichtlich kleiner gebaut als die Hauptschulen?
Wollen sie das damit sagen?
Es ging nicht um den Wechsel nach Klasse 4, sondern um den nach Klasse 9.
Was also versperrt nun den Wechsel?
Zu klein gebaute Realschulen, Gymnasien und Fachschulen?
Tschuldigung. Ich wurde in meiner Schulzeit nicht gefördert und hatte keinen Superschüler der als Nachhilfe für mich abgestellt wurde.
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