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Längere Laufzeiten: Greenpeace kämpft mit Großaktion gegen Atomdeal

Sie projizierten Slogans an die Meiler, forderten Umweltminister Röttgen zum Widerstand auf: An allen deutschen AKW-Standorten haben Greenpeace-Aktivisten gegen das Energiekonzept der Regierung protestiert - ein Aufstand in letzter Minute.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...719943,00.html
  1. #20

    alberner Kinderkram

    Es geht hier um unsere Zukunft und Sie fangen hier eine Baby-Debatte an.

    Ich könnte jetzt auch anfangen:

    - "Mann muss das etwas korrigieren:" Man statt Mann
    - "Nicht nur die grammatikalischen Fehler sondern auch:" das ist kein Satz
    - "2 Wochen" zwei statt 2
    Man, werden Sie mal erwachsen!
  2. #21

    ...

    So wie folgende Aussage: bei uns ist's heute bewölkt.
    Und beide Aussagen haben nichts mit dem Thema zu tun: der Heuchelei nämlich, für die anderen teuren Wind- und Solarstrom zu fordern, die eigenen Kunden aber damit kaum oder auch mal gar nicht zu beliefern, weil man weiss, dass man sonst gar nicht mehr marktfähig wäre.
    Zitat von Sysiphos110 Beitrag anzeigen
    Was ist daran denn auszusetzen? Es wird garantiert, daß es keinen Strom aus atomarer oder "herkömmlicher" Kohleverstromung gibt.
    Daran auszusetzen ist der eklatante Widerspruch der Greenpeace-Forderungen zum eigenen Greenpeace-Stromangebot. Es gibt mehr als genug Wind- und Solar- und Biomassestrom in Deutschland, um die immer wieder propagierte Vollversorgung zumindest für die Greenpeace-Kunden exemplarisch zu zeigen. Stattdessen wird ein altes Wasserkraftwerk laufen gelassen.
  3. #22

    Biomasse wird nicht propagiert

    Zitat von Johanna.1.15 Beitrag anzeigen
    Daran auszusetzen ist der eklatante Widerspruch der Greenpeace-Forderungen zum eigenen Greenpeace-Stromangebot. Es gibt mehr als genug Wind- und Solar- und Biomassestrom in Deutschland, um die immer wieder propagierte Vollversorgung zumindest für die Greenpeace-Kunden exemplarisch zu zeigen. Stattdessen wird ein altes Wasserkraftwerk laufen gelassen.
    100% Optimal erscheint mir das auch nicht, aber immer x mal besser als alle Alternativen. Ich hoffe Sie sind bei allen Stromanbietern so moralisch. Wenn Sie mich aber von einem besseren Öko-Stromanbieter überzeugen können wechsele ich gern.

    Da GP-Energy allerdings recht hohe Ansprüche hat setzen diese ja gerade nicht auf Biomasse. Auch Greenpeace selbst steht dem seit Jahren auch skeptisch gegenüber (z.B.: http://www.greenpeace.de/themen/klim.../ansicht/bild/)
  4. #23

    Das kann auch nur jemand glauben, der von Technik keine Ahnung hat!

    Zitat von Sysiphos110 Beitrag anzeigen
    Ich mache mir sogar noch viel mehr Mühe:
    Unser Strom 2010 stammt gegenwärtig aus österreichischen Wasserkraftwerken und zwei österreichischen Windparks. Der EEG-Anteil im Strommix entfällt ab 2010 aufgrund geänderter gesetzlicher Bestimmungen.

    Eine ganz konkrete Aussage - offen und ehrlich.

    Was ist daran denn auszusetzen? Es wird garantiert, daß es keinen Strom aus atomarer oder "herkömmlicher" Kohleverstromung gibt.
    Wie macht das Greenpeace? Haben die Filter in den Stromleitungen? Blaue Elektronen = Öko, dürfen also durch, und die anderen nicht?

    Da kein Kraftwerk, welches überregional dessen Abnehmer beliefert, über direkte Leitungen zum Verbraucher hat, sondern über das allgemeine Netz liefert, sind solche Garantien lachhaft und unseriös.

    Das ist etwa so, als wenn Sie in Köln wohnten, aber nur Münchner Wasser trinken wollten und dieses Problem damit lösten, dass der Wasserwärter der Kölner Stadtwerke jeden Tag Ihren Bedarf an Wasser mit der entsprechenden Menge an Münchner Wassers deckt, welches er in das Kölner Trinkwasserspeicherbecken kippt.
  5. #24

    Sie sollten sich besser informieren!

    Zitat von Sysiphos110 Beitrag anzeigen
    Aha. Und die sind insbesondere beim Verzicht auf Atomstrom ganz besonders gefährdet. Das ist die "Logik", mit der uns Verbraucher die Atomstromkomiker schon seit den 80-er Jahren (Gorleben, Wackersdorf) zu verarschen trachten.
    Nach Wikipedia beträgt der Anteil an Atomstrom an unserem Strommix derzeit ca. 22 %. Es hat noch keiner der Atomkraftgegner nachvollziehbar darlegen können, wie diese entstehende Energielücke durch z.B. alternative Energien zu den gleichen Produktionskosten ersetzt werden kann. Wir haben die zweithöchsten Strompreise in Europa. In einigen Industrien, wie z.B. der Stahlindustrie, die in Deutschland beinahe nur noch Elektrostahlöfen betreibt, machen die Stromkosten bis zu 50 % der Gesamtkosten aus. Was denken Sie, was diese Unternehmen machen? Sie wandern aus und mit ihnen die Arbeitsplätze.
    Noch wichtiger ist die kontinuierliche Versorgung mit elektrischer Energie, ebenfalls wieder für die Industrie. Unabhängig vom Preis können die regenerativen Energien in absehbarer Zukunft, also in den nächsten 20 - 30 Jahren diese Kontinuität nicht garantieren. Also: Auch aus diesem Grunde werden Industrien Deutschland verlassen. Oder denken Sie, dass Daimler in Stuttgart es hinnähme, tägliche einige Stunden nicht produzieren zu können, weil kein Strom da ist?

    Die Atomkraftgegner machen einen großen Fehler: Sie meinen, dass technische Lösungsansätze, die sich noch in der Entwicklung befinden, bereits Realität seien. Denken Sie daran, dass wir auf absehbare Zeit z.B. das Speicherproblem nicht lösen werden. Wir sind auf eine stabile Grundversorgung angewiesen, und das schaffen wir auf absehbare Zeit nur mit unserem derzeitigen Strommix.
  6. #25

    ...

    Zitat von ky3 Beitrag anzeigen
    100% Optimal erscheint mir das auch nicht, aber immer x mal besser als alle Alternativen. Ich hoffe Sie sind bei allen Stromanbietern so moralisch.
    Bin ich, ich vergleiche immer Anspruch und Selbstdarstellung mit der Realität. Und da schneiden die "Öko"anbieter mit Abstand am schlechtesten ab. Lichtblick zum Beispiel: genau das gleiche wie bei Greenpeace. Ihre Produktion stammt im (nach Liefermenge gewichteten) Durchschnitt aus den 1980-er-Jahren, also wieder aus alten Wasserkraftwerken.

    Zitat von ky3 Beitrag anzeigen
    Da GP-Energy allerdings recht hohe Ansprüche hat setzen diese ja gerade nicht auf Biomasse. Auch Greenpeace selbst steht dem seit Jahren auch skeptisch gegenüber (z.B.: http://www.greenpeace.de/themen/klim.../ansicht/bild/)
    In dem Artikel geht es aber um Biomasse als Treibstoff, nicht um Biomasse zur Stromgewinnung. Zu letzterer sagt Greenpeace (Zitat):
    "Wenn die deutsche Politik mit Hilfe der
    Bioenergie Klimaschutzpolitik betreiben möchte, so sollte sie sich auf solche Energielinien
    konzentrieren, bei denen sich Klimaschutz mit CO2-Vermeidungskosten von unter
    50 €/t CO2äq erreichen lässt. Das wäre die Biogaserzeugung auf Güllebasis, möglichst mit
    Kraftwärmekopplung (KWK), die kombinierte Strom- und Wärmeerzeugung auf Basis
    Hackschnitzeln (aus Waldrestholz oder Kurzumtriebsplantagen) und die Co-Verbrennung
    von Hackschnitzeln bzw. (in gewissem Umfang) Stroh in bestehenden Großkraftwerken.
    "

    Und doch, merkwürdig: genau diesen Strom hat Greenpeace gar nicht im eigenen Portfolio
  7. #26

    Technische Unkenntnis und unhaltbare Behauptungen!

    Zitat von Johanna.1.15 Beitrag anzeigen
    So wie folgende Aussage: bei uns ist's heute bewölkt.
    Und beide Aussagen haben nichts mit dem Thema zu tun: der Heuchelei nämlich, ...
    - das ist doch Quatsch mit Sauce. Was Sie für Greenpeace fordern, können nämlich dann E-On, Vattenfall, En-BW, RWE und viele andere angeblich auch nicht garantieren, aufgrund dieser Tatsache:

    Zitat von Holledauer Beitrag anzeigen
    Wie macht das Greenpeace? Haben die Filter in den Stromleitungen? Blaue Elektronen = Öko, dürfen also durch, und die anderen nicht?
    Gerade die großen Vier propagieren doch seit geraumer Zeit geradezu inflationär das Angebot von Strom aus regenerativen Quellen.
    Zitat von Holledauer Beitrag anzeigen
    Nach Wikipedia beträgt der Anteil an Atomstrom an unserem Strommix derzeit ca. 22 %.
    Das ist noch nicht einmal ein Drittel des derzeitigen Angebotes und in allernächster Zukunft locker aus regenerativen Energiequellen zu bewerkstelligen.

    Ist eben die übliche Panikmache der Atomstromkomiker.


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