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Länder-Ranking: Wirtschaftslobby kürt Sachsen zum Bildungssieger
DPAGute Kleinkindbetreuung, viele Abiturienten, viele Ingenieurabsolventen: Sachsen hat das "leistungsfähigste Bildungssystem", finden jedenfalls namhafte Ökonomen. Im Auftrag der "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" haben sie eine neue Länderrangliste vorgelegt.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...850029,00.html
- #1 15.08.2012 10:52 von
Solange Bildungserfolg als schicksalhaft angesehen wird statt als persönliche Entscheidung, wird sich daran auch wenig ändern. Zweifellos besteht die von Bürgern und Politikern favorisierte Lösung daran, noch mehr Geld auf das Problem zu werfen. Und am Ende wundert sich der Michel, warum ihm seine brachialmonetäre Kriegsführung keine triumphalen Erfolge beschert. Woraufhin er sich dann beschwert, dass das "kapitalistische" System "nicht funktioniere"...
- #2 15.08.2012 10:53 von
Und hier haben wir das richtige Ranking.
INSM Bildungsmonitor 2012 | INSM - Bildungsmonitor Bestandsranking, sortiert nach Akademisierung
Sachsen im Mittelfeld und Bayern ganz hinten, eine hohe Akademisierung haben hingegen Berlin und Baden-Württemberg.
INSM Bildungsmonitor 2012 | INSM - Bildungsmonitor Bestandsranking, sortiert nach Forschungsorientierung
Ebenfalls wichtig die Forschungsorientierung, Berlin und Bremen weit vorne, Rheinland-Pfalz und Brandenburg ganz hinten.
INSM Bildungsmonitor 2012 | INSM - Bildungsmonitor Bestandsranking, sortiert nach Internationalisierung
INSM Bildungsmonitor 2012 | INSM - Bildungsmonitor Bestandsranking, sortiert nach MINT-Förderung
Völlig unwichtig hingegen die Internationalisierung und die MINTisierung. Schwache Geisteswissenschaften in Thüringen und ein hoher Ausländeranteil in Mecklenburg-Vorrpommern helfen keinem. - #3 15.08.2012 11:11 von
Noch so ein Quatsch, die Ausgabenpriorisierung.
INSM Bildungsmonitor 2012 | INSM - Bildungsmonitor Bestandsranking, sortiert nach Ausgabenpriorisierung
Wenn ein Land weniger in seine Infrastruktur und Wirtschaftsförderung investiert, dann steigt der relative Anteil der Bildungsausgaben am Gesamt-Etat und man sammelt Pluspunkte bei dieser Studie. Toll! So ein Blödsinn nennt sich dann Bildungsmonitor. - #4 15.08.2012 11:33 von
Wenn es um die Entwicklung ginge...
Wenn es wirklich nicht um die absolute Punktzahl geht, sondern um die Entwicklung, dann liegt im Vergleich von 2012 zu 2011 Hamburg auf dem 1. Platz (109%) und Sachsen auf dem vorletzten (101%). Dahinter kommt nur noch Beckland...
- #5 15.08.2012 11:35 von
- #6 15.08.2012 11:57 von
Ist schon
Das ist schon seit Bolognese so weit ökonomisiert worden, dass es kracht.
Das einzige was zählt, auch in der Studie:
Wie viel Fachdeppen haben die Unis produziert, die zwar arbeiten, aber nicht kritisch hinterfragen können.
Diese werden dann später alles aufstrebende Manager, die ohne Wimper zucken Menschen entlassen, weil es sich rechnet.... - #7 15.08.2012 11:59 von
Die Rolle von MINT ist entscheidend. Ein Land, das bei praktischer Wissenschaft und Technik heillos versagt, aber eine ungemeine Anzahl an Diplom-Philosophen produziert, taugt höchstens als abschreckendes Beispiel. Ich sehe schon kommrn, wie Länder Milliarden in Gender Studies investieren und sich dann beklagen, dass sie trotz ihrer hohen Bildungsinvestitionen in Wirtschaft und Entwicklung schlecht abschneiden.
Natürlich werden die Menschen das auf die Rankings schieben und nicht etwa ihre eigene Politik hinterfragen...
Ist ja auch richtig so. Sonst würde ein Land gut abschneiden können, indem es geliehenes Geld sinnlos im Bildungssektor verbrennt. Ohnehin sind ALLE Bundesländer verschuldet. Es wird also noch immer viel zu viel ausgegeben.
Die Ausgabenpriorisierung ist aus einem anderen Grund mit Skepsis zu genießen: Effizient ist, wer die Mittel die er hat zweckmäßig einsetzt. Nicht derjenige, der möglichst viel Geld, das er gar nicht besitzt, in großem Maße verschwendet. Man kann also mit einem Bruchteil des Geldes sehr viel wirksamer arbeiten, wenn man sich schlau anstellt.
Im realen Leben prahlt kaum jemand damit, dass er extrem viel Geld für Reisen ausgibt. Da wird vielmehr demjenigen Bewunderung zuteil, der weit kommt, und das am besten mit wenig Mitteln. Es wäre absurd, möglichst hohe Ausgaben als Zweck der Reise anzusehen. Und selbst wenn, wäre die Höhe der Ausgaben immer noch zweitrangig gegenüber dem Reiseziel selbst. Warum das in der Bildungspolitik anders ist in den Köpfen der Menschen ist mir ein Rätsel. - #8 15.08.2012 12:01 von
- #9 15.08.2012 12:13 von
...
Dass es sich hierbei in Wirklichkeit um Abschiebung statt Betreuung handelt und diese Kinder einmal vermehrt unter Depressionen leiden werden, können Wirtschaftler mit ihrem Homo Oekonomicus Gespinnst natürlich leicht ausblenden.
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